Nach oben pdf Phraseologische Neologismen: Identifikation und Validierung

Phraseologische Neologismen: Identifikation und Validierung

Phraseologische Neologismen: Identifikation und Validierung

Correspondence address: Britta.Juska-Bacher@unibas.ch 1 Phraseologische Neologismen Neologismen werden in der Phraseologieforschung bisher stiefmütterlich behan- delt. Dies ist insbesondere auf methodische Schwierigkeiten bei der Identifikation dieser Einheiten zurückzuführen. Selbst etablierte Phraseme kommen in großen Korpora relativ selten vor (Colson 2007: 1072). Berücksichtigt man ausschließlich aktuelle Texte, reduziert sich die Größe solcher Korpora erheblich. Sie reichen dann nicht mehr aus, um Phraseme durch Kookkurrenzanalysen zu ermitteln. Gehören die Neologismen zudem in den Bereich der mündlichen Sprache – was, wie Burger (2010: 131; siehe auch Ehrhardt 2007: 258f.) vermutet, eher häufig der Fall ist – ist eine automatische Ermittlung in Korpora nahezu unmöglich. Im Deut- schen existiert bislang kein Korpus der mündlichen Sprache, das groß genug und zudem aktuell wäre, um phraseologische Neologismen durch korpusgesteuerte Analysen suchen zu können.
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Identifikation und Validierung eines kristallplastischen Modells auf Makro- und Mikroebene

Identifikation und Validierung eines kristallplastischen Modells auf Makro- und Mikroebene

Experimentelle Daten, die bei Versuchen an einkristallinen Materialien gemessen werden, eignen sich sehr gut f¨ ur einen direkten Vergleich mit Berechnungsergebnissen kristallplasti- scher Modelle, weil keine Homogenisierung ben¨ otigt wird. Dies k¨ onnte zu einer verbesserten Identifikation und Validierung dieser Modelle f¨ uhren, da sowohl Effekte als auch Fehler viel besser bestimmten Modelleigenschaften zugeordnet werden k¨ onnen. Ein experimentell sehr verl¨ asslicher Versuch ist der Eindringversuch im Mikro- bzw. Nanometerbereich, der die Un- tersuchung monolithischer Einkristalle aber auch einzelner K¨ orner im Polykristall erm¨ oglicht. In verschiedenen Arbeiten ist bereits gezeigt worden, dass f¨ ur diesen Versuch neben der klassischen Kraft-Verschiebungskurve zus¨ atzlich noch zwei verschiedene Deformationsfelder gemessen werden k¨ onnen. Das erste Deformationsfeld umfasst die Verschiebungen an der Oberfl¨ ache des Kristalls, die in unmittelbarer N¨ ahe des Eindrucks beobachtet werden und stark von der Kristallorientierung abh¨ angen (Stelmashenko et al., 1993). Bei dem zweiten Deformationsfeld handelt es sich um die Rotationen des Kristallgitters, die direkt unterhalb des Eindrucks in Folge der plastischen Deformation entstehen.
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Zirkuläre RNAs im klarzelligen Nierenzellkarzinom: Microarray-basierte Identifikation, methodische Validierung und Evaluation als klinische Prognosemarker

Zirkuläre RNAs im klarzelligen Nierenzellkarzinom: Microarray-basierte Identifikation, methodische Validierung und Evaluation als klinische Prognosemarker

Der explorative Ansatz dieser Arbeit ist jedoch mit einigen Limitationen verbunden. Die Auswahl der Patienten erfolgte ausschließlich retrospektiv und basierte im Wesentlichen auf der Verfügbarkeit geeigneten Gewebematerials. Durch eine anfängliche Fallzahlberechnung (α=5%, β=80%) konnten Fehler erster und zweiter Art, jedoch weitgehend ausgeschlossen werden. Ferner wurde zwar die Rolle als prognostischer Marker exploriert, die Untersuchung möglicher molekularer Mechanismen beschränkte sich jedoch auf in silico-Analysen. Zusätzlich fehlt eine externe Validierung der Ergebnisse, welche die positive interne Validierung der vorliegenden Studie durch Bootstrapping und das Akaike-Informationskriterium in zukünftigen Untersuchungen bestätigen sollten.
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Identifikation und Validierung von endogenen Referenzgenen für
Genexpressionsanalysen des Prostata- und Harnblasenkarzinoms mit Hilfe der
quantitativen Echtzeit-RT-PCR

Identifikation und Validierung von endogenen Referenzgenen für Genexpressionsanalysen des Prostata- und Harnblasenkarzinoms mit Hilfe der quantitativen Echtzeit-RT-PCR

Abbildung 15 Ermittlung der am besten geeigneten Referenzgene für Expressions- untersuchungen beim Prostatakarzinom mit dem Programm geNorm...65. Abbildung 16 Ermittlung der am besten [r]

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Validierung eines Manuals zur Identifikation selbstabwertender depressiogener Hintergrundfaktoren als Grudlage zur ressourcenorientierten therapeutischen Veränderung / Silvia Schur

Validierung eines Manuals zur Identifikation selbstabwertender depressiogener Hintergrundfaktoren als Grudlage zur ressourcenorientierten therapeutischen Veränderung / Silvia Schur

Diese Verlaufsuntersuchungen könnten insofern interessante Ergebnisse bringen, als kognitive und emotionale Fehlhaltungen, wie sie in den Faktoren II, III und IV zum[r]

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Validierung des Kurzscreenings GeriNOT zur Identifikation von geriatrischen Risikopotentialen in der stationären Krankenhausversorgung anhand patientenrelevanter Outcomes : eine bizentrische diagnostische Studie

Validierung des Kurzscreenings GeriNOT zur Identifikation von geriatrischen Risikopotentialen in der stationären Krankenhausversorgung anhand patientenrelevanter Outcomes : eine bizentrische diagnostische Studie

durch die Anpassung mit erforderlichen Diagnose- und Therapiemaßnahmen als auch der Pfadeinleitung in definierte Versorgungsabläufe gesteigert werden kann. Es lassen sich die Personen, bei denen im stationären Versorgungsverlauf während eines akut oder elektiv bedingten Krankenhausaufenthaltes vermutlich kein geriatrisches Risikopotential zu erwarten ist und sich somit kein besonderer Versorgungsbedarf als notwendig erweist, von denjenigen unterscheiden, die ein geriatrisches Risikopotential aufweisen und von der vorbeugenden Maßnahme des Screenings in der Versorgung profitieren würden. Vor diesem Hintergrund ist die Bildung von Leistungszielen und deren Messbarkeit von besonderer Bedeutung. Insbesondere lässt die Steigerung der Versorgungsqualität nach der Identifikation geriatrischer Risikopotentiale eine Verbesserung des patientenrelevanten Ergebnisses (vgl. dazu Kap. 1.2) erwarten. Im Ergebnis dieser Forschungsarbeit wird ein in Deutschland validiertes Screeninginstrument zur Identifikation dieser geriatrischen Risikopotentiale zur Verfügung gestellt. Dies dient dem Ziel einer ersten Filteruntersuchung, auf deren Basis effizient diagnostisch verifiziert oder falsifiziert werden kann. Die Identifizierung und rechtzeitige Erkennung dieser Personengruppe eröffnet den Betroffenen durch die unmittelbare Anpassung des Prozessgeschehens innerhalb der stationären Krankenhausversorgung die Chance auf ein verbessertes Behandlungsergebnis trotz der vorgenannten Einschränkungen.
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Validierung eines NER-Verfahrens zur automatisierten Identifikation von Akteuren in journalistischen Texten

Validierung eines NER-Verfahrens zur automatisierten Identifikation von Akteuren in journalistischen Texten

Bei einer aktuellen AIA zu dem Thema Covid-19 wurden zum Beispiel die Facebook-Beiträge alternativer Nachrichtenmedien untersucht. Dabei handelt es sich um Medien, deren Urheber keine neutralen journalistischen Vermittler sind, „sondern politisch motivierte Bürger, die pub- lizistisch ihre eigene Meinung vertreten“ (Schweiger 2017: 43). Bei der Untersuchung wurden aus über 115.000 Meldungen die 20 meistgenannten Akteure ermittelt. Dabei konnten die Kom- munikationsforscher rechtspopulistische Darstellungen im Umgang mit der Thematik erken- nen, da beispielsweise die AfD verhältnismäßig oft genannt wurde, obwohl sie keinen maßgeb- lichen Einfluss auf die getätigten politischen Entscheidungen und beschlossenen Verordnungen in diesem Zeitraum hatte (vgl. Boberg et al. 2020: 13). Auch die vermehrte Identifikation des türkischen Präsidenten Erdogan in den Beiträgen war auffällig, da dieser Akteur weitaus häu- figer genannt wurde als andere Staatsoberhäupter angrenzender oder von der Pandemie stark betroffener Länder. Der sichtbare Fokus der Facebook-Beiträge auf Erdogan, im Zusammen- hang mit seinem als bedrohlich dargestellten Beschluss, Flüchtlinge nach Europa fliehen zu lassen, ließ eine deutliche Anti-Migrationshaltung der Beiträge im Kontext der Coronakrise erkennen (vgl. ebd.: 12).
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Retrospektive Identifikation von Risikogruppen sowie Entwicklung und Validierung eines Vorhersagemodells für das Gesamtüberleben von Patienten mit Parotiskarzinomen

Retrospektive Identifikation von Risikogruppen sowie Entwicklung und Validierung eines Vorhersagemodells für das Gesamtüberleben von Patienten mit Parotiskarzinomen

Es existieren noch weitere prognostische Modelle, welche sich jedoch nicht auf das Gesamtüberleben fokussieren, sondern auf die Rezidivwahrscheinlichkeit, andere Ereignisse oder sie[r]

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Identifikation und Validierung EpCAM-assoziierter Interaktionspartner

Identifikation und Validierung EpCAM-assoziierter Interaktionspartner

Diskussion (ADCC) (Abb. 5.4a). Durch RIP kann es, auf Kosten der therapeutischen Wirksamkeit der Antikörper, zu einer Reduktion der Oberflächenexpression intakter EpCAM-Moleküle kommen. Das Phänomen einer verstärkten EpCAM-Spaltung in Karzinomen wurde bereits in einem anderen Zusammenhang für Dünn- und Dickdarmkrebs beschrieben (Gosens et al., 2007). Zwei Erkenntnisse, die im Rahmen der vorgelegten Arbeit gewonnen wurden, sind Grundlage für die Entwicklung eines innovativen Therapieansatzes: zum einen die Kenntnis, dass RIP im Normalgewebe des Kolon im Gegensatz zum Karzinomgewebe stark reduziert oder inaktiviert ist; zum anderen die Identifikation der an der Spaltung beteiligten Proteasen und die Verfügbarkeit von niedermolekularen („small molecule“) Inhibitoren gegen diese. Durch die Kombination von TACE- und γ-Sekretase-Inhibitoren mit therapeutischen EpCAM Antikörpern kann ein dualer Effekt erzielt werden: (i) die Hemmung der EpCAM-Spaltung und somit eine Erhöhung der Zielmoleküldichte an der Zelloberfläche und dadurch (ii) eine Hemmung der EpCAM-vermittelten Proliferation von Tumorzellen (Abb. 5.4b). Die Effekte konnten bereits durch die Behandlung von FaDu-Karzinomzellen in vitro unter Beweis gestellt werden. Die spezifische Hemmung von TACE hatte eine Steigerung der EpCAM Oberflächenexpression zur Folge. Durch die höhere Dichte von EpCAM-Molekülen an der Zelloberfläche wäre eine effektivere Induktion der EpCAM-spezifischen ADCC denkbar. Eine solche Kombinationstherapie wurde zum Patent beim europäischen Patentamt angemeldet (N°/patent N° 06011852.8, date of filing 08/06/2006-EPA).
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Produktivität und Akzeptanz von Wortbildungsmustern bei Neologismen der 2000er Jahre

Produktivität und Akzeptanz von Wortbildungsmustern bei Neologismen der 2000er Jahre

Die Unterscheidung zwischen Neulexem und Neubedeutung wurde vorgenom- men, um grundsätzlich neue von bereits etablierten sprachlichen Einheiten abzu- grenzen. Die Neubildung wurde hier als dritte Art aufgrund ihrer Relevanz für das Thema der vorliegenden Arbeit gewählt. Da insbesondere Wortbildungsmuster be- trachtet werden, ist es naheliegend, dass neu gebildete Wörter als eigenständige Art aufgefasst werden. Problematisch ist die Bewertung der Neubedeutungen, die einen Gegenstand des Bedeutungswandels darstellen. Die Beziehung zwischen sprachlichen Zeichen und der außersprachlichen Welt sowie die Beziehung zwi- schen den Zeichen können sich verändern, was eine Klassifizierung schwierig macht (vgl. Bußmann 2008: 83). Bedeutungswandel lässt sich zum Teil als Hinzu- gewinnung, Verlust oder Auswechslung von semantischen Merkmalen, d. h. der Bedeutung einer lexikalischen Einheit, beschreiben (vgl. Linke/Nussbaumer/Port- mann 2004: 169). Da der Bedeutungswandel einen speziellen Bereich des Sprach- wandels darstellt, der eigenen Prinzipien und Erklärungsmustern folgt und zudem für den Gegenstand der Wortbildung, um den es in der vorliegenden Arbeit geht, nicht relevant ist, werden jene Neologismen, die im Korpus als Neubedeutungen klassifiziert werden für die Analyse der Wortbildungsmuster nicht berücksichtigt.
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Identifikation und Nicht-Identifikation der Mitarbeiter mit ihrer Organisation nach Veränderungsprozessen

Identifikation und Nicht-Identifikation der Mitarbeiter mit ihrer Organisation nach Veränderungsprozessen

5. Diskussion und Ausblick Das Fallbeispiel zeigt, wie schwierig es im Rahmen von Veränderungsprozessen ist, die Identifikation der Mitarbeiter am Leben zu erhalten und wie leicht sich Mitarbeiter innerhalb von wenigen Jahren von ihrer Organisation distanzieren können. Bemerkbar macht sich die fehlende Identifikation mit der Gesamtorga- nisation für das Management in einer fehlenden Kooperation bei Veränderungs- ansätzen. Van Dick (2004, S. 7) weist darauf hin, dass es besonders bei Verände- rungsprozessen wichtig ist, Maßnahmen zu setzen, die die Identifikation der Mitarbeiter fördern. Dabei kann der Mix aus altbewährten und beständigen Elementen in einer Organisation und jenen, die für die Mitarbeiter neu sind, vom Management teilweise gesteuert werden. Denn besonders Organisationen, die ihr Selbstverständnis auf lange Traditionen stützen, werden im Rahmen von organisatorischen Veränderungsprozessen vor große Herausforderungen gestellt. Für das Management ist es dabei wichtig, eine Balance zwischen Veränderung und Bewahrung zu schaffen, um die Mitarbeiter auf dem Weg durch einen Ver- änderungsprozess nicht auf halber Strecke zu verlieren.
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Neologismen des Lettischen anhand des schriftstellerischen Werkes von Zigmunds Skujins

Neologismen des Lettischen anhand des schriftstellerischen Werkes von Zigmunds Skujins

ist, dass es sich um Neologismen (des Autors) handelt, bilden sie die Grundlage dieser Untersuchung; die ermittelten Neuwörter werden nach Wortklassen und Bildungsmechanismen geordnet und schließlich mit Sprachmaterial in Beziehung gesetzt, das zwischen dem 3. September 2007 und dem 11. Oktober 2007 unter der URL http://www.google.lv gefunden werden konnte; der Vergleich mit diesen Materialien soll eine Aussage darüber ermöglichen, ob, und wenn ja, wie viele und welche Neologismen, die der Autor Skujiņš in seinen Werken zumindest verwendet, möglicherweise sogar selbst gebildet hat, in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen worden sind. Sicherlich stammen nicht alle Neologismen von Skujiņš, sondern wurden nur deswegen erfasst, weil sie nicht in die Wörterbücher aufgenommen worden sind; Beispiele für eine Gruppe von Wörtern, die sicher nicht vom Autor ins Lettische eingeführt wurden, wären branža „Branche“, das bei der Suche im Internet auf
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Ein Wörterbuch der DDR-Neologismen. Prinzipien seiner inhaltlichen und formalen Gestaltung

Ein Wörterbuch der DDR-Neologismen. Prinzipien seiner inhaltlichen und formalen Gestaltung

Wir legen unserer Wörterbucharbeit eine Auffassung vom Neo­ logismus zugrunde, bei der die oben aufgeworfenen Teilfragen in folgender Weise entschieden worden sind: Anstatt vom Wort gehen wir von der lexikalischen Einheit aus, die wir als bi­ laterales Sprachzeichen mit einer Bedeutungs- und einer Form­ seite auffassen. Damit können alle gespeicherten Wortschatz­ einheiten erfaßt werden, also nicht nur einfache Wörter oder Simplizia, sondern auch Wortbildungskonstruktionen wie Zusam­ mensetzungen, Ableitungen, Kurzformen und Abkürzungen, aber auch Phraseologismen und nichtphraseologische feste Wortgrup­ pen. Andererseits ist dadurch die Möglichkeit gegeben, neben den Neulexemen in angemessener Weise Neubedeutungen und Neu- formative zu erfassen. Im Unterschied zum Neulexem, bei dem sowohl die Bedeutung als auch das dazugehörige Formativ neu sind und mit dem eine neue Erscheinung oder ein neuer Sachver­ halt erstmals benannt wird, handelt es sich bei der Neubedeu­ tung um ein neues Semem, das einer bereits existierenden lexi­ kalischen Einheit hinzugefügt, angelagert wird. Neuformativ wiederum meint eine neue Form für etwas früher bereits anders Benanntes. Die weitaus häufigste Art des Neologismus ist das Neulexem, während reine Neuformative ohne jegliche inhaltliche Modifikation relativ selten Vorkommen. Diese Einteilung der Neologismen läßt s-ich sowohl auf in der eigenen Sprache gebil­ detes als auch auf entlehntes lexikalisches Gut anwenden.
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Neologismen in der deutschen Gegenwartssprache. Probleme ihrer Erfassung und Beschreibung

Neologismen in der deutschen Gegenwartssprache. Probleme ihrer Erfassung und Beschreibung

In der gegenwärtigen Entwicklungs- und Erprobungsphase zu WiW ist die Neologis­ menprojektgruppe - entsprechend der ihr zu­ gedachten Pilotfunktion - dabei, mittels eines XML-Editors (XMetaL) systematisch die Wortartikel zu den rund 800 ausgewählten Neologismen zu erarbeiten. Die Anordnung und Strukturierung lexikalischer Informatio­ nen weicht in diesem Präsentationsmedium zum Teil stark von dem ab, was man von gedruckten Wörterbüchern her kennt. Die Systematisierung der Daten und ihre Eintra­ gung in die Eingabemaske des Editors wird durch fünf vorgegebene Informationsdimen­ sionen gesteuert:
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Das Projekt "Neologismen der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts"

Das Projekt "Neologismen der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts"

Die Definition des Neologismus, die wir unserem Projekt zugrunde gelegt ha­ ben, ist an anderen Stellen ausführlich erörtert und begründet worden (vgl. M. K inne 1996, D. H erberg /M. K inne 1998). Es soll deshalb der Hinweis ge­ nügen, dass die als bilaterales Zeichen aus Ausdrucks- und Inhaltsseite, also aus Form und Bedeutung aufgefasste lexikalische Einheit den Ausgangspunkt für die Definition bildet: Von den seit langem etablierten Wortschatzeinheiten unterscheidet sich der Neologismus dadurch, dass 1. entweder die Form und die Bedeutung oder 2. nur die Bedeutung der betreffenden Einheit von der Mehrheit der Angehörigen einer bestimmten Kommunikationsgemeinschaft über eine bestimmte Zeit hinweg als neu empfunden wird. Wir unterscheiden also zwei Typen von Neologismen: Neulexeme und Neubedeutungen. Der na­ turgemäß gegebene Bezug zu der jeweiligen Zeit des Aufkommens macht den Neologismus-Begriff zu einem relativen und historisch gebundenen. Die Be­ zugnahme auf den (mehr oder weniger exakt zu bestimmenden) Zeitpunkt des Aufkommens sowie auf die sich anschließende Ausbreitungs- und Durch­ setzungsphase ist für die Definition des Neologismus konstitutiv.
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Neuer Wortschatz. Neologismen im Deutschen seit den 90er Jahren

Neuer Wortschatz. Neologismen im Deutschen seit den 90er Jahren

Was unsere Vorstellungen für zukünftige Vorhaben angeht, spielt die schnelle und kontinuierliche Präsentation aktueller Neologismen eine wichtige Rolle. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass die Gebrauchsentwicklungen von Neologismenkandidaten einer gewissen Beobachtungsphase bedürfen. Bevor eine neue lexikalische Einheit oder eine neue Bedeutung als Neologismus bestimmt werden kann, muss sie an den oben beschriebenen Kriterien gemessen werden. Dennoch wollen wir zeitnah gut selektierte, gut recherchierte und nach Prinzipien der wissenschaftlichen Lexikografie beschriebene Neologismen über das bereits oben erwähnte lexikalisch-lexikologische Informationssystem des IDS „elexiko - Wissen über Wörter“ im Internet präsentieren. Auch kom- mentierte Wortlisten als Print- und Intemetversionen sind ins Auge gefasst. Ein Printwörterbuch sollte schließlich ein weiteres Mal die Neologismen eines Jahrzehnts - dann des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts - zusammen- fassend und „handfest“ dokumentieren.
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Neologismen im Kontext der lexikalischen Forschung am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache

Neologismen im Kontext der lexikalischen Forschung am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache

Ich beginne damit, dass wir uns einige Beispiele für die Erschließung unzurei- ehender Wortbestände ansehen. Neben Neologismen müssen wir dabei auch Paronyme berücksichtigen, also Wortpaare, die einander sehr ähnlich, aber nicht gleichbedeutend sind, ״effektiv" und ״effizient", ״Technologie" und ״Technik" etwa. Weiterhin spielt die Lexik des gesprochenen Deutsch eine wichtige Rolle, ein ausgesprochen interessantes Gebiet, da wir in diesem Bereich ganz andere lexikali- sehe Zusammenhänge zu dokumentieren haben, als es in der Schriftsprache der Fall ist. Dabei liegt eine besondere methodische Herausforderung darin, dass wir hier bei weitem nicht im gleichen Maße durchsuchbare Korpora zur Verfügung haben, da zur Untersuchung der gesprochenen Sprache audiovisuelle Aufzeichnungen zunächst ins Schriftliche zu transkribieren sind, was eine überaus zeitintensive Tätigkeit darstellt. Schließlich die Fremdwörter: Wir untersuchen einerseits Fremdwörter, die ins Deutsche eingewandert sind, in einem Langfristprojekt zur Erarbeitung einer Neuausgabe des Deutschen Fremdwörterbuchs etwa. Aber es geht uns auch um Fremdwörter, die vom Deutschen in eine andere Sprache über- nommen worden sind. Diese Forschungsthemen werden korpusbasiert bearbeitet und sind von Benutzungsforschung flankiert.
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Validierung von Gruppensimulationen

Validierung von Gruppensimulationen

Mikroebene. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass noch nicht genügend wissen- schaftlich bestimmte und verlässliche Daten vorhanden sind, die hierfür benötigt werden. Die Validierung dieser Ebene kann also nur auf subjektiver Basis durch Menschen erfolgen. Diese müssen sich sowohl das zugrundeliegende konzeptuelle Modell ansehen und über- prüfen als auch verschiedenen Simulationsläufe, um auf Basis ihrer Erfahrungen und ihres Wissens über die Validität der Simulation zu entscheiden. Dieses Betrachten und Bewerten erfolgt jedoch subjektiv und kann somit von Mensch zu Mensch anders ausfallen. Um ver- lässlichere Ergebnisse zu gewinnen, sind daher auch die objektiven Verfahren wichtig, da diese zumindest eine objektive Validierung auf der Makroebene ermöglichen und somit die Validierung nicht nur auf subjektiven Einschätzungen beruht. Durch die objektiven Verfah- ren fällt es außerdem sehr viel leichter verschiedene Simulationen zu vergleichen. Dadurch wird es möglich, durch Kalibrierung die Simulation zu verändern und das Ergebnis dieser Änderung mit vorherigen Ergebnissen zu vergleichen, wodurch eine Optimierung der Simu- lation vorgenommen werden kann. Außerdem besteht die Möglichkeit verschiedene Mo- delle auf objektive Weise zu vergleichen und somit das Modell zu bestimmen, das zumin- dest auf der Makroebene bessere Ergebnisse liefert. Auf Basis dieser Überlegungen wurde eine Kombination von verschiedenen Verfahren für die verschiedenen Entwicklungsschritte einer Gruppensimulation in einem Validierungskonzept beschrieben. Dass dieses Konzept auch wirklich anwendbar ist und wie dieses Konzept anwendbar ist, wurde anhand eines Beispiels gezeigt. Das Konzept beschreibt die einzelnen auszuführenden Schritte für die Validierung und welche Voraussetzungen für die Durchführung der einzelnen Schritte vor- handen sein müssen. Es kann somit als Anleitung zur kompletten Validierung einer Grup- pensimulation verwendet werden und erleichtert die Validierung.
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Neologismen im Marischen - Schöpfung, Verbreitung, Akzeptanz neuer Lexik und die "sprachliche Wiedergeburt"

Neologismen im Marischen - Schöpfung, Verbreitung, Akzeptanz neuer Lexik und die "sprachliche Wiedergeburt"

Zur Frage der Bekanntheit der untersuchten marischen Lexeme ist festzustellen, dass für einige die Einordnung als “Neologismus” nicht mehr zutreffend ist; andere scheinen zumindest in der schriftnahen Umgangssprache das “Neue” noch nicht verloren zu haben. Bezüglich der einzelnen Informantengruppen ist festzustellen, dass die untersuchten marischen Lexeme häufig den Studentinnen und Multiplikato- rinnen besser bekannt waren als den Vertretern mancher anderer Gruppen. Für die Fachleute ist zumindest in gewissem Maße anzunehmen, dass ihre Angaben eher als Bewertung der vorgegebenen Neologismen denn als objektive Beantwortung der Frage nach ihrer Bekanntheit angesehen werden können – was sich besonders in den hohen Anteilen an Übersetzungen bzw. Erläuterungen in der jeweiligen intendierten Bedeutung zeigte und, in Bezug auf die Verwendung von Neologismen, in der häu- figen Nennung der untersuchten Lexeme. Die Antworten der Studierenden des MarGPI sind mit denjenigen der anderen Befragten nicht ganz vergleichbar: Sie sind eher als die anderen Befragten der Aufforderung nachgekommen, die Sätze, anhand derer die Verwendung ausgesuchter Neologismen untersucht werden sollte, mit den Wörtern zu ergänzen, die ihnen zuerst in den Sinn kamen, und die sie auch im Alltag verwenden würden. Wenn man dies berücksichtigt, ist davon auszugehen, dass die- jenigen, denen die Vermittlung des Marischen an die künftigen Generationen ob- liegt, die Entwicklung ihrer Muttersprache zumindest mit Interesse verfolgen und über die Bemühungen um die Bereicherung des marischen Wortschatzes informiert sind – auch wenn die Antworten der Studierenden des MarGPI sowie die Anführung spontan entlehnter Russismen nahelegen, dass unter den Bedingungen der Mehr- sprachigkeit die alltägliche Umgangssprache weiterhin den starken Einfluss des Russischen widerspiegelt – dies entspricht auch meinen Erfahrungen vor Ort.
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Phonematische Neologismen beim Nachsprechen : Evidenz für prosodisches Regelwissen  im "segmentalen Chaos"

Phonematische Neologismen beim Nachsprechen : Evidenz für prosodisches Regelwissen im "segmentalen Chaos"

Bei der Beschreibung und Analyse von zentralen Störungen des Nachsprechens stehen - wie bei der Beschreibung und Analyse von Sprachproduktionsstörungen allgemein - Abweichungen auf der lautlichen Ebene zumeist im Vordergrund. In der schwersten Form solcher Störungen können dabei nur noch phonematische Neologismen produziert werden. Doch auch die Definition phonematischer Neologismen als „Wörter, die in der Standardsprache aus lautlichen Gründen … nicht vorkommen“ (Huber et al. 1983) bzw. „Lautkette, … die als solche kein Wort der betreffenden Sprache ist“ (Tesak 2006) beschränkt sich auf segmentale Abweichungen. Prosodische Abweichungen hingegen - insbesondere Abweichungen bei der Wortbetonung - sowie mögliche Wechselwirkungen zwischen segmentalen und prosodischen Eigenschaften von Stimulus und Reaktion werden kaum diskutiert.
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