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Das Ende der Literaturwissenschaft

Das Ende der Literaturwissenschaft

Neue Z}rcer Zeitung ZÜRCHER KULTUR Montag, 07.10.2002 Nr.232 34 Ortsgespräche Das Ende der Literaturwissenschaft Im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe «Okno – Fenster zur rus- sischen Kultur» hat der Petersburger Autor Michail Berg gestern die Lage der russi- schen Schriftsteller im Spannungsfeld von Kunst und Macht kommentiert. Berg hat eine wegweisende Studie zu den Mechanismen des literarischen Erfolgs veröffentlicht und gilt als ausgewiesener Kenner der russischen Gegenwartsliteratur.

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Zur Einführung und Anwendung digitaler Tools in der Literaturwissenschaft : ein Lehrbeispiel

Zur Einführung und Anwendung digitaler Tools in der Literaturwissenschaft : ein Lehrbeispiel

setzen, um besser miteinander ins Gespr¨ach zu kommen und einander bei Problemen und Unsicherheiten zu helfen. Hier stellte sich entsprechend eine zunehmende Aktivierung der Studierenden durch die entstandene Peer to Peer-Kommunikation ein (vgl. Demmler u.a. 2012). Zugleich erh¨ohte sich die Feedback-Qualit¨at, weil die Lehrenden den Verstehen- sprozess und die Lernerfolge der Studierenden ebenso unmittelbar mitverfolgten wie Pro- bleme mit den technischen Voraussetzungen und Funktionen. Zwecks Ergebnissicherung wurde den Studierenden zum Ende des Webscraping-Blocks ein kommentiertes Muster- skript f¨ ur den weiteren Seminarverlauf und die sp¨atere Korpuserstellung zur Verf¨ ugung gestellt.
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Schriftliches Staatsexamen Literaturwissenschaft vertieft

Schriftliches Staatsexamen Literaturwissenschaft vertieft

1. Bereich: Erzählliteratur ab 1700 bis zum Beginn der viktorianischen Ära (ca. 1830) 2. Bereich: Erzählliteratur von ca. 1800 bis ca. 1914 3. Bereich: Erzählliteratur seit dem Ende des 19. Jahrhunderts 4. Bereich: Shakespeare (evtl. mit Bezug auf das Drama seiner Zeit) 5. Bereich: Drama seit Ende des 19. Jahrhunderts

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Das Implizite Verstehen: Didaktische Denkanstöße aus der rezeptionsorientierten kognitiven Literaturwissenschaft

Das Implizite Verstehen: Didaktische Denkanstöße aus der rezeptionsorientierten kognitiven Literaturwissenschaft

Raymond Gibbs den kommunikativen Intentionalismus quasi als Teil der conditio humana (vgl. Gibbs 1999: 16). Der menschliche Intentionalismus auch bei der Rezeption literarischer Texte ist demnach derart tief in der Psyche verwurzelt, dass oft gar kein Bewusstsein darüber besteht und die irrige Vorstellung von Wahlfreiheit aufkommen kann. Zur Bekräftigung dieser Position beruft sich Fotis Jannidis in einer neueren Veröffentlichung zusätzlich auf die in der kognitiven Literaturwissen- schaft – etwa durch Lisa Zunshine (zuerst 2006), Yvonne Wübben (2009) oder Julia Mansour (2009) – verstärkt (wenn auch nicht unkritisch) herangezogene kognitions- wissenschaftliche Theory of Mind, welche die zwischenmenschliche Zuschreibung mentaler Zustände behandelt und dabei auch die Zuschreibung kommunikativer Intentionen untersucht (vgl. Jannidis 2009: 45). Solche interpersonalen, notwendig nie ganz gesicherten und insofern immer nur theoretischen Annahmen – daher der Begriff der Theory of Mind –, die über die unausgesprochenen Intentionen eines kommunizierenden Gegenübers, auch einer textbasierten Autor / inn / en-Instanz, konstruiert werden, unterstützen die Erschließung des inhaltlichen Textzusammen- hangs und des Textsinns. Letzteren freilich benennt Jannidis weder als solchen noch grenzt er ihn ausdrücklich von der Textkohärenz ab. Diese von Schwarz-Friesel aus kognitionslinguistischer Sicht vertretene Abgrenzung soll hier aber für den Bereich der kognitiven Literaturwissenschaft tentativ beibehalten werden, da sie einen lite- ratur-pragmatisch und auch literaturdidaktisch sachdienlichen Differenzierungs- ansatz bietet, so schwer bisweilen zwischen (bei entsprechendem Weltwissen) automatischer Kohärenzetablierung einerseits und Interpretationsanstrengung andererseits zu unterscheiden sein mag.
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Das Ende des Korporatismus? - Ende des Korporatismus oder europäischer Neubeginn?

Das Ende des Korporatismus? - Ende des Korporatismus oder europäischer Neubeginn?

dings: Die korporatistischen Ver- suche der Vergangenheit und der Gegenwart operieren auf unter- schiedlichen ökonomischen Ter- rains: Die Konzertierte Aktion der 60er Jahre wollte zykli[r]

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Das Ende der DSL-Flatrate führt zum Ende der Cloud

Das Ende der DSL-Flatrate führt zum Ende der Cloud

Offensichtlich hat die Deutsche Telekom, folgt man Presse- berichten, bereits am 2. Mai dieses Jahres die DSL-Flatrate bei Neuverträgen beendet. Wie beim Mobilfunk will man das Datenvolumen nach oben hin begrenzen. So sollen die künftigen Festnetz-Obergrenzen im Einzelnen bei Datenraten bis zu 16 Megabits pro Sekunde, dem derzeit häufigsten Flatrate-Vertragstypus, auf 75 Gigabyte be- grenzt werden. Nach Überschreiten dieses Datenvolumens wird die Übertragungsrate abgebremst, sie beträgt nur noch 2,4 Prozent der vorherigen Datenrate. Der Nutzer, der auf diese Grenze trifft, wird es wie den Aufprall eines Autos auf eine Betonmauer empfinden und weitgehend auf eine normale Nutzung seines DSL-Anschlusses verzichten müssen. Dieses Tarifmodell soll dann spätestens nach 2016 auch auf alle Altverträge bei einer technischen Umstellung auf All-IP, das heißt dem Ende der klassischen Analog- und ISDN-Telefonverbindungen, angewendet werden. Wer mehr Datenvolumen benötigt, muss nach Logik der Deutschen Telekom mehr dazu kaufen und entsprechend mehr dafür zahlen. Eigentlich dürften diese Tarifmodelle nicht mehr als Flatrate vermarktet werden, dies ist letztendlich irre- führende Werbung. Es sind eben jetzt Stufentarife mit Volumenbegrenzung bei zweierlei Übertragungsraten.
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Biographie als Theoriefolger : eine 'wilde' Gattung in der Literaturwissenschaft

Biographie als Theoriefolger : eine 'wilde' Gattung in der Literaturwissenschaft

K A R IN S. WOZONIG Biographie als Theoriefolger. Eine ‚wilde‘ Gattung in der Literaturwissenschaft Der ‚hybriden‘ Gattung Biographie, zwischen Literatur und Wissenschaft verortet und changierend, wird oftmals Theorieferne vorgeworfen. Der Umstand, dass das Genre Biographie ohne (Regel-)Poetik seine Leserinnen und Leser findet, wird ihm auch heute noch von der germanistischen Literaturwissenschaft angekreidet. Bemühungen jüngerer Zeit, sowohl die ausgelagerte theoretische Reflexion zu würdigen und zu erweitern, als auch die in biographischen Werken enthaltene gattungstheoretische Konzeption aufzuspüren und zu systematisieren, werden unter dem Zeichen der theoretischen Mängelbeseitigung verfolgt. Der Beitrag analysiert die Verknüpfung biographischer Praxis mit Subjekttheorien und stellt die Frage, wie sich aus der Perspektive der Literaturwissenschaft Konzeptionen von Subjekt bzw. Individuum auf die Strukturen biographischer Darstellungen auswirken und inwiefern Biographien zur Verfestigung bzw. Subversion von ‚authentischer‘ und ‚konstruierter‘ Individualität bzw. von Gruppen und Gesell- schaften beitragen.
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Das Konzept der Text-Leser-Interaktion in der Empirischen Literaturwissenschaft

Das Konzept der Text-Leser-Interaktion in der Empirischen Literaturwissenschaft

bezug auf die Darstellung des Radikalen Konstruktivismus, in erster Linie aber um das Problem, ob die Begründung und Ausarbeitung eines solchen (ver-)ab- solut(ierend)en Entwurfs überhau[r]

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Rezeptionsforschung als empirische Literaturwissenschaft: Paradigma- durch Methodendiskussion an Untersuchungsbeispielen

Rezeptionsforschung als empirische Literaturwissenschaft: Paradigma- durch Methodendiskussion an Untersuchungsbeispielen

diese Frageperspektive überantwortet gerade das theoretisch relevanteste Problem der Interpretation, nämlich ob eine einheitliche Werksinn-Konstruk- tion aufzubauen oder ob mehrere n[r]

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Digitalisierung und Beschäftigung: Ein Ende ohne Arbeit oder Arbeit ohne Ende?

Digitalisierung und Beschäftigung: Ein Ende ohne Arbeit oder Arbeit ohne Ende?

Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich Studien, die ein Ende ohne Arbeit prophezeien, als ein bestenfalls gut informierter Blick in die Glaskugel. In vielen Fällen wird lediglich ein technolo- gisches Substitutionspotenzial beziffert, ohne jedoch entschei- dende Arbeitsmarktdynamiken und gegenläufige Effekte wie die Entstehung ganz neuer Arbeitsplätze zu berücksichtigen. Zudem ist die Debatte um ein Ende der Arbeit keinesfalls neu, sondern begleitete stets auch vergangene Innovationsschübe. So zierte der arbeitsplatzstehlende Roboter unter der Über- schrift „Fortschritt macht arbeitslos“ bereits 1978 das Titelbild des Spiegels. Bewahrheitet haben sich die Unkenrufe unter- dessen nie. Ein wirtschaftshistorischer Rückblick zeigt, dass vielmehr das Gegenteil der Fall war: die Fähigkeit zum Wandel auf individueller und gesellschaftlicher Ebene hat nicht etwa trotz, sondern wegen technologischen Fortschritts Beschäfti- gung auch durch neue Arbeitsplätze gesichert und Wohlstand generiert.
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Allgemeine Literaturwissenschaft im Gravitationsfeld Neuer Medien und Technologien

Allgemeine Literaturwissenschaft im Gravitationsfeld Neuer Medien und Technologien

gespeichert, bearbeitet, verbreitet werden konnten. Die Wirksamkeit der bis dahin mnemotechnisch gespeicherten, oral und lokal verbreiteten Literatur setzt ja erst mit dem Buchdruck ein, ihre Massenwirksamkeit erst mit Taschenbuch und Zeitung. Insofern bedeuten neue Medien, hier die Printmedien, nicht das Ende der tradierten, sondern ihre Steigerung, Intensivierung, neue Möglichkeiten ihrer Aktivierung. Ebenso erweitern und intensivieren dann die technischen, die audiovisuellen und elektronischen Medien den Radius der Literatur. Indem sie Schall und Licht (und gegenwärtig, wenn auch noch begrenzt, Druck, Duft,
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Literaturwissenschaft – Slavistik – Hochschuldidaktik : Annäherung an eine mögliche Verbindung

Literaturwissenschaft – Slavistik – Hochschuldidaktik : Annäherung an eine mögliche Verbindung

Derartige Verfahren sind in der Literaturwissenschaft noch unüb- lich und haben dort spezielle Schwierigkeiten zu überwinden (z. B. Inter- pretationsspielräume, die Naturwissenschaften im Grundlagenbereich nicht im gleichen Maße kennen). Gleichwohl können diese Verfahren durchaus die Meinung untergraben, dass Lehre allein davon abhängt, ob ein Funke der Inspiration vom Lehrenden zum Studierenden überspringt. Eine empirisch orientierte literaturwissenschaftliche Fachdidaktik für den Hochschulkontext ist ein Forschungsfeld, das es (so gut wie) noch nicht gibt, das aber das Potential hätte, den literaturwissenschaftlichen Unterricht an Hochschulen zu verändern.
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Anzeige von Aspekte der russischen Literaturwissenschaft aus komparatistischer Sicht

Anzeige von Aspekte der russischen Literaturwissenschaft aus komparatistischer Sicht

Vorwurfs erwehren, ihre Poesie sei bürgerlich-aristokratisch und deka- dent. Auch Boris Pasternak blieb nicht von der Parteikritik verschont. Basierend auf den Parteivorgaben von 1934 wurden von Ždanov 1946 neue Beschrän-kungen angekündigt. Die Kampagne richtete sich nun mas- siv gegen den Westen und erfasste alle intellektuellen Bereiche. Besonders in den Focus der Kritik geriet eine Reihe führender Literaturwissenschaft- ler, die als „bezrodnye kosmopolity“ (wurzellose Kosmopoliten) bezeichnet wurden. Aleksandr A. Fadeev (1901-1956), der Generalsekretär des Sowje- tischen Schriftstellerverbandes, der schon die Attacke gegen Pasternak geführt hatte, griff 1947 in einem Referat über die Aufgaben der sowjeti- schen Literaturtheorie und Literaturkritik das sechs Jahre zuvor veröffent- lichte Buch Nusinovs an, in dem der anerkannte marxistische Literaturkri- tiker bis dahin unwidersprochen auf Puschkins Verbindungen zur westeu- ropäischen Literatur hingewiesen hatte. Nun wurde er als Träger eines wurzellosen „Kosmopolitismus“ bezeichnet. Verantwortlich für seine Sichtweise wurden die Theorien von Aleksandr N. Veselovskij gemacht, der erst den Weg bereitet habe für den „Komparativismus“ und die damit ver- bundene Kriecherei vor dem Westen. 20 Auch Vladimir F. Šišmarev, der für
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Romanische Philologie, insbesondere französische und italienische Literaturwissenschaft

Romanische Philologie, insbesondere französische und italienische Literaturwissenschaft

(Nachfolge Prof. Dr. Rainer Zaiser) zu besetzen. Die/Der zukünftige Stelleninhaber*in soll das Fachgebiet Romanische Philologie (französische und italienische Literaturwissenschaft) in seiner vollen Breite in Forschung und Lehre vertreten. Erwartet werden daher durch Forschungsarbeiten ausgewiesene fachliche Kompeten- zen in theoriegeleiteten Problemstellungen, Literaturgeschichte (nach- gewiesen durch Arbeiten zu mindestens zwei literaturgeschichtlichen Epochen seit dem Mittelalter) und Gegenwartsliteratur sowie Lehr- erfahrung in der französischen oder italienischen Literatur des Mittel- alters und der Frühen Neuzeit. Erwünscht ist eine Schwerpunktsetzung der/des Kandidat*in auf Gebieten der Kultur- und/oder Medienwissen- schaft. Darüber hinaus sind Forschungsbezüge zu verschiedenen Bereichen der internationalen Frankophonie und Italophonie willkommen. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Romanischer Philologie (oder einem vergleichbaren Fach), eine facheinschlägige qualifizierte Promotion in französischer oder italienischer Literaturwissenschaft sowie weitere wissenschaftliche Leistungen in französischer oder italienischer Literatur- und/oder Kultur- bzw. Medienwissenschaft, die durch eine Habilitation, eine positiv zwischenevaluierte Juniorprofessur oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen nachzuweisen sind.
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Wissenschaftsgläubigkeit und Wirklichkeitsverlust in der Sprach- und Literaturwissenschaft

Wissenschaftsgläubigkeit und Wirklichkeitsverlust in der Sprach- und Literaturwissenschaft

sondern von „Regelsystemen der gattungsgebundenen Sprach- strukturen“ ,6 von den „Erzeugnissen der Literatur als Resulta­ ten eines streng determinierten, rational simulierbaren, von be­ stimmten Positionen in bestimmten Sozialstrukturen überde­ terminierten, kollektiven Produktionsprozesses“ ,7 von „Sp ra­ che als Systemoid strukturierter Zeichen und Regeln“ .8 Die Formulierungen tönen optimistisch. Endlich scheint es der Sprach- und Literaturwissenschaft zu gelingen, ihre Gegen­ stände exakt zu erfassen und zu erklären und ein System gültiger Aussagen aufzustellen, wie es die Naturwissenschaften schon lange tun. Die Tatsache aber, daß die Ende der sechziger Jahre in Gang gekommene Methodendiskussion unvermindert anhält und meist mehr Interesse findet als die konkrete Untersuchung von Sprache und Texten, verrät, daß über das wissenschaftliche Selbstverständnis noch keineswegs ein Einverständnis herrscht.
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Zwischen Literaturwissenschaft und Journalismus

Zwischen Literaturwissenschaft und Journalismus

Bernings Diskussion der narratologischen Kategorien ist – sofern man nicht ohnehin mit ihr vertraut ist – so verkürzt, dass sie Außenstehenden nicht allzu viel sagen dürfte. Wenn sie am Ende doch einfach Genettes Kategorien über- nimmt (bzw. Bals für die Raum- und Pfisters für die Figurenanalyse) bleibt die Frage nicht aus, wozu die schlagwortartig anmutende Auflistung theoretischer Texte bei der Einführung der Termini im 2. Kapitel dienen soll. Zudem sind einzelne Termini inhaltlich falsch eingeführt. So verwechselt die Autorin Achronie teilweise mit Anachronie (S. 30f., 156); und in Hinblick auf die Frequenz verwechselt sie das „ikonische Erzählen“ („N-mal erzählen, was n- mal passiert ist“), das Genette (1998, 82) als Variante des singulativen Erzählens anführt, mit dem repetitiven (S. 31). Umgekehrt werden jour- nalistische Termini weitgehend als bekannt vorausgesetzt; auch hinsichtlich der empirischen Methode beschränkt sich die Autorin vor allem auf Literatur- hinweise und gibt wenige Erläuterungen. Betrachtet man die Typologie der Reportage, so sind die Typenkreise alles andere als anschaulich.
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Abgewandt, angewandt, zugewandt : über die Beziehung von Literaturwissenschaft und Kreativem Schreiben

Abgewandt, angewandt, zugewandt : über die Beziehung von Literaturwissenschaft und Kreativem Schreiben

Als im November 1989 auf einer Tagung danach gefragt wird, was die Schreibbewegung eigentlich bewegt („nach einer Phase des fröhlichen Wachstums, des Probierens, des Experimentierens mit den verschiedensten Zielgruppen, Zielen und Methoden“, wie es die Organisatoren der Tagung formulierten 8 ), ist auch Kritik an solchen Rückzugsphantasien, an den therapeutischen Autosuggestionen und an der Bevorzugung des Selbsterfahrungskitsches zu hören. Die Frage aber, ob das Kreative Schreiben überhaupt noch mit der Wissenschaft, vor allem der Literaturwissenschaft in Verbindung zu bringen sei, wird gar nicht gestellt. Zwar wird in der „Arbeitsgruppe 5“ explizit über „Erfahrungen und Perspektiven des Kreativen Schreibens in der Hochschule“ nachgedacht. Aber da man sicher ist, dass Schreibseminare an den Universitäten „weder etwas zur Behebung der Krise der Literatur, noch zur Behebung der Krise der Germanistik beitragen können, da solche Krisen in Tiefenschichten der Kultur unserer Gesellschaft wurzeln, die eine Schreibbewegung nicht aufheben kann“, gibt man sich mit der Aufzählung kleinerer Exerzitien für die Seminararbeit zufrieden: Tagebuch lesen und schreiben, Sensibilisierung für Ausdrucksprobleme und Fragen der Form, Gruppenarbeit, gemeinsame Arbeit an alternativen Formulierungen, Benutzung wissenschaftlicher Hilfsliteratur „bei bestimmten Gestaltungsfragen im Rahmen der Textbesprechung […] (z. B. Symbollexikon, Verslehre u. ä.)“. 9
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Methodologischer Aufriß der empirischen Literaturwissenschaft. Das Rekonstruktions- und Reformpotential der Empirie-Konzeption in der Literaturwissenschaft

Methodologischer Aufriß der empirischen Literaturwissenschaft. Das Rekonstruktions- und Reformpotential der Empirie-Konzeption in der Literaturwissenschaft

Diese beiden Ebenen der Rezeption und Interpretation sollen auch im Hinblick auf den Textbegriff möglichst eindeutig terminologisch getrennt werden: daher ist im folgenden dort, wo es si[r]

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Angewandte Literaturwissenschaft – Gegenwartsliteratur

Angewandte Literaturwissenschaft – Gegenwartsliteratur

(4) Über die Zugangsvoraussetzungen, die Inhalte und Qualifikationsziele, die Lehr- und Lernformen, den zeitlichen Arbeitsaufwand, die Formen der aktiven Teil- nahme, die zu erbringenden studienbegleitenden Prü- fungsleistungen, die Angaben über die Pflicht zur regel- mäßigen Teilnahme an den Lehr- und Lernformen, die den Modulen jeweils zugeordneten Leistungspunkte, die Regeldauer und die Angebotshäufigkeit informieren für die Module des Masterstudiengangs die Modulbeschrei- bungen in der Anlage 1. Für das Modul „Exemplarische Lektüren – Neuere Literatur“ (15 LP) wird auf die Stu- dienordnung und die Prüfungsordnung für den Master- studiengang Deutschsprachige Literatur des Fach- bereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin verwiesen. Für das Modul „His- torische Literaturwissenschaft: Neuere Literatur“ (15 LP) wird auf die Studienordnung und die Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Romanische Literaturwis- senschaft des Fachbereichs Philosophie und Geistes- wissenschaften der Freien Universität Berlin verwiesen. Für das Modul „Gegenwartsdiskurse“ (15 LP) wird auf die Studien- und die Prüfungsordnung für den Master- studiengang Niederlandistik im internationalen Kontext des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaf- ten der Freien Universität Berlin verwiesen. Für das Mo- dul „Studying the Present Moment“ (15 LP) wird auf die Studienordnung und die Prüfungsordnung für den Mas- terstudiengang English Studies: Literature – Language – Culture des Fachbereichs Philosophie und Geistes- wissenschaften der Freien Universität Berlin verwiesen. Für das Modul „Interdisziplinäre Literaturwissenschaft“ (15 LP) wird auf die Studienordnung und die Prüfungs- ordnung für den Masterstudiengang Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Uni- versität Berlin verwiesen.
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Projekt Computerphilologie : über Geschichte, Verfahren und Theorie rechnergestützter Literaturwissenschaft

Projekt Computerphilologie : über Geschichte, Verfahren und Theorie rechnergestützter Literaturwissenschaft

HC-Zentren und elektronische Textarchive entstanden nun in rascher Folge, und zwar vornehmlich im englischsprachigen Raum. 1969 gründete die American Philological Society am Dartmouth College in New Hampshire das Repository of Greek and Latin machine-readable texts; im gleichen Jahr wurde in Cambridge von Roy Wisbey das Centre for Literary and Linguistic Computing etabliert. Hier fand dann auch im folgenden Jahr das erste Symposium on Literary and Linguistic Computing statt. 1972 schließlich begann an der University of California, Irvine die Arbeit am Thesaurus Linguae Graeca. Dieses Projekt sollte ein Vierteljahrhundert in Anspruch nehmen; am Ende stand ein Korpus in elektronischer Form zur Verfügung, der über 8200 griechische Texte von beinahe 3000 Autoren umfaßt: ein gigantischer Thesaurus von 69 Millionen Wörtern Umfang, der auf CD-ROM gespeichert ist. In England begründete 1976 Lou Burnard das Oxford Text Archive, das sich schnell zu einem der größten elektronischen Textarchive moderner Sprachen entwickelte. Viele dieser frühen Archive verfuhren nach einer Maxime, die Burnard als ‚the dustbin policy of archiving’ bezeichnet hat: gesammelt wurde alles, in unterschiedlichen Formaten und Codierungen. Standards gab es noch nicht - wie konnte es das auch in einem Entwicklungsstadium, wo sich die Geister manchmal noch an Fragen schieden wie der, ob man überhaupt die Unterscheidung in Groß- und Kleinschreibung erfassen können mußte, wenn viele Systeme ohnehin nur Kleinbuchstaben anzeigen konnten?
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