Nach oben pdf Freie Software, Open Source

Freie Software, Open Source

Freie Software, Open Source

Die Interoperabilität freier Software hat dort ihre Grenzen, wo wesentliche Marktstandards als proprietäre und ggf. geheime Standards implementiert werden. Hier müssen die entsprechenden internen Standards von der Open Source Community mehr oder weniger analytisch erhoben werden. Dieser Prozess, der unter Technikern gern als „Reverse Engineering“ bezeichnet wird, kann sich jeweils nur auf die aktuell zur Verfügung stehenden Versio- nen stützen. Darüber hinaus lassen sich nicht immer alle Aspekte eines Standards durch die reine Beobachtung eines Systems valide abbilden. Einige Closed Source-Anbieter erweitern oder verändern mit jeder neuen Version den entsprechenden proprietären Standard, um freien Software- entwicklern die Bereitstellung von interoperablen Komponenten zu er- schweren. Im Ergebnis sind interoperable Komponenten für die neuesten Versionen meist fehlerhaft oder gar nicht verfügbar. Typische Beispiele sind das freie Softwareprojekt WINE, das eine unter Linux ablauffähige Emulati- on der Windows-API 8 zur Verfügung stellt. Hier ist nur ein Teil der Software
Mehr anzeigen

22 Mehr lesen

Heterogene Ingenieure: Open Source und Freie Software zwischen technischer und sozialer Innovation

Heterogene Ingenieure: Open Source und Freie Software zwischen technischer und sozialer Innovation

Auch innerhalb der FS/OS-communities sind die Bezüge auf technische und soziale Innovation, auf technische Exzellenz und gesellschaftliche Transformation vielfältig. Manuel Castells, Theoretiker der „Netzwerkgesellschaft“ (Castells 1996) hat skizziert, wie bereits bei der Entwicklung des Internet die professionellen und akademischen Orientierungen auf technische Exzellenz und kollegiale Kooperation mit den Überzeugungen sozialer und gegenkultureller Bewegungen von freier und kreativer Entfaltung ineinandergriffen (Castells 2001; Holtgrewe u. Werle 2001). Mit der Entstehung freier und Open Source-Software differenzierten sich in der Diskussion um Lizenzen und politische Positionierung diese Positionen alsbald aus, und es ließen sich „Aktivisten“ im Sinne sozialer Bewegung und „Ingenieure“ im Sinne technischer Exzellenz unterscheiden (Holtgrewe 2001). Insistiert etwa Richard M. Stallman auf dem weit gehenden sozialen und philosophischen Anspruch der Freiheit, die vom Gebrauchswert, der kreativen und intelligenten Nutzung und Weiterentwicklung der Produkte her gedacht wird, so hielt Eric S. Raymond solche “philosophischen” Ansprüche und Programme für eher reputationsschädlich im Kontext industrieller Anwendung: “Shut up and show them the code!” (Raymond 1999b).
Mehr anzeigen

15 Mehr lesen

Kreativität als Norm - zum Erfolg verdammt? Open-Source- Software zwischen sozialer Bewegung und technischer Innovation

Kreativität als Norm - zum Erfolg verdammt? Open-Source- Software zwischen sozialer Bewegung und technischer Innovation

Bei Open-Source-Projekten handelt es sich um nichtkommerzielle Software- Entwicklungsprojekte, in denen eine Vielzahl Beteiligter – von einigen Dutzend bis zu Hun- derten oder sogar einigen tausend SoftwareentwicklerInnen – Programmbestandteile und - module schreiben, testen, verbessern und dokumentieren. Mit den Möglichkeiten elektroni- scher Vernetzung können solche Weiterentwicklungen fast ohne Kosten ins Netz gestellt und anderen weitergereicht werden. Räumlich und zeitlich getrenntes Arbeiten an dem Pro- gramm(paket) wird möglich. Der Anspruch ist ein dezidiert öffentlicher: Die Einstiegshürden sind niedrig, alle sind zur Mitarbeit eingeladen, die einen qualifizierten Beitrag leisten kön- nen. (Die schwierige und oft wenig explizite Hürde macht natürlich aus, was als qualifizierter Beitrag angesehen wird.) Diskussion findet weitgehend über öffentliche Mailinglisten statt. Die Entscheidung, welche Beiträge in neue Softwareversionen aufgenommen werden, wird jedoch meist ziemlich zentral getroffen. Das bekannteste Open-Source-Beispiel ist wohl das Betriebssystem Linux, das sich in den letzten Jahren auch auf private PCs verbreitet hat. Aber auch wer das WWW nutzt oder e-mail verschickt, greift auf freie Software zurück, unter der – für die Normalnutzerin meist hinter den Kulissen – Web- und Mailserver laufen.
Mehr anzeigen

15 Mehr lesen

Freie Software. Zwischen Privat- und Gemeineigentum

Freie Software. Zwischen Privat- und Gemeineigentum

des GNU-Projektes, Richard Stallman, dem Berliner Gentechnikexperten von Greenpeace, Benny Härlin, und dem New Yorker Kunstkritiker und Kurator Timothy Druckrey gelang, Korrespondenzen und parallele Ent- wicklungen in scheinbar sehr verschiedenen Wissensbereichen aufzuzei- gen. Zu den weiteren Vortragenden zählten führende Vertreter freier Soft- wareprojekte wie Kalle Dalheimer (KDE) und Lars Eilebrecht (Apache), Anwender und Distributoren wie SuSE, Intershop, Apple und die tages- zeitung, einer der deutschen Internet-Pioniere, Claus Kalle (Rechenzen- trum der Universität Köln), der führende deutsche Mikroökonom Prof. Norbert Szyperski und der Netzwerkökonom Rishab Aiyer Ghosh (Neu Delhi), die Netzwerkpolitologin Jeanette Hofmann (Wissenschaftszen- trum Berlin) der Kulturwissenschaftler Prof. Friedrich Kittler, der Verleger Tim O’Reilly, die Juristen Prof. Bernd Lutterbeck (TU Berlin) und RA Jür- gen Siepmann (Freiburg), der Netzkünstler Alexei Shulgin (Moskau), In- go Ruhmann (BMBF), Hubertus Soquat (BMWi), Peter Bingel (Freie Soft- ware und Bildung e.V.) und der mexikanische Filmemacher Fran Ilich. Am Tag vor den WOS 1 richteten wir für das Bundeswirtschaftsministeri- um ein Fachgespräch »Open Source-Software« aus. Einige der bereits Ge- nannten trafen hier in einem intensiven ganztägigen Gespräch mit Ver- tretern von Ministerien und Behörden wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen. Der Widerhall all dieser ver- schiedenen Stimmen ist in das vorliegende Buch eingegangen.
Mehr anzeigen

441 Mehr lesen

Das Potential von Open-Source-Software für Bibliotheken in ausgewählten Ländern

Das Potential von Open-Source-Software für Bibliotheken in ausgewählten Ländern

den Begriff freier Software mit Open- Source- Software ersetzte, die 10 Punkte um- fasst, sowie die Vergabe eines Zertifikats für Software die diesen Punkten entspricht eingeführt hat. Das Siegel ist dabei nur auf die Software anzuwenden und kann nicht auf die Lizenz übertragen werden, was sicherstellt das es sich bei einem entsprechen- den Softwarepaket um eine Open- Source- Distribution handelt. Die zehn Punkte, die mehr einem Standard als einer Lizenz entsprechen, umfassen: 1. Freie Weitervertei- lung (keine Lizenzgebühr/Software darf als Bestandteil mit Software aus unterschied- lichen Quellen verteilt werden), 2. Quellcode (Das Programm muss als Source- Code und in binärer Form frei verfügbar sein, wird dieser nicht weitergegeben muss ein Hin- weis auf den Bezug zum Selbstkostenpreis vorhanden sein). 3. Abgeleitete Versionen (erlaubt modifizierte Versionen der ursprünglichen Version und die Veröffentlichung dersselben unter den gleichen Bedingungen), 4. Integrität des Quellcodes (Einschrän- kungen die Verbreitung abgeleiteter Versionen: keine Verbreitung mit Patches die das Programm bei Kompilierung verändern, Software die aus der Abänderung des ur- sprünglichen Codes besteht muss einen anderen Namen oder Versionsnummer aufwei- sen, ansonsten darf die Lizenz die Verbreitung geänderten Codes nicht untersagen), 5. Keine Diskriminierung einzelner Personen oder Gruppen (die Software ist für alle zur Verfügung zu stellen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sonstigen Unter- schieden), 6. Keine Diskriminierung kommerzieller Nutzer (die kommerzielle Nutzung ist für alle Anwendungsbereiche zu gestatten), 7. Lizenzerteilung (Lizenz für alle Nut- zer bei Erhalt anwendbar ohne dass dieser eine Registrierung durchführen oder weitere Lizenzen erwerben muss), 8. Lizenzneutralität (Lizenz betrifft nur den Quellcode und keine spezifische Distribution ), 9. Lizenzneutralität (die Verbreitung in Verbindung mit anderer, auch proprietärer Software ohne eunsichtbaren Code ist restriktionsfrei zu gestatten) 10. Die Lizenz muss technologie- neutral sein (die Verbreitung darf nicht auf
Mehr anzeigen

70 Mehr lesen

Die Politik der freien libre Open Source Software in Lateinamerika : zum techno-politischen Regime der Software in Argentinien, Brasilien und Chile

Die Politik der freien libre Open Source Software in Lateinamerika : zum techno-politischen Regime der Software in Argentinien, Brasilien und Chile

platziert. Kurz gesagt, ist es die Idee des Projekts, dass die Schöpfer ihre Werke per Internet auf Basis der Protokolle, die sie für die Erweiterung der Wiedernutzung und die Vergrößerung des digitalen Gemeinsamen begünstigen, verteilen (Fitzgerald, 2006: 2). Es handelt sich um ein Verfahren einer von den Produzenten intellektueller Werke selbst bestimmten Lizenzierung. D. h., dass der Verfasser oder Autor selbst die Ausweitung der auf dem Werk konstituierten Rechte durch die Regelungen eines Lizenzvertrags determiniert, der zugleich an die entsprechende Rechtsordnung gebunden ist. So reguliert er direkt die Vervielfältigung und Verbreitung seines elektronischen Werks. Durch das Creative Commons kann der Schöpfer eines Werks, sei es ein Text, Audio, Bild oder Video, seine Schöpfung unter selbst bestimmten Bedingungen für die Nutzung anderer online stellen. Die gemeinsamen Eigenschaften der Creative Commons-Lizenzen sind folgende: Die Lizenzen garantieren das Recht auf Kopien, Verteilung, Digitalisierung und Archivierung in anderen Formaten; sie besitzen während der gesamten Dauer des Urheberrechts weltweite Gültigkeit und sind unwiderruflich; sie erlauben keine technologische Selbstschutzmaßnahme für die Beschränkung des Zugangs zum Werk; die Aufzeichnung des Urheberrechts darf von den Werken und jeder seiner Kopien nicht entfernt werden; jede Kopie muss ein Link zur Lizenz enthalten; und zuletzt muss immer der Zusatz des Autors oder Schöpfers anerkannt werden, sowie des Ursprungsautors in den modifizierten Werken (Barker/Duncan/Guadamuz/Jordan/Waelde, 2005: 12). Optional können die Lizenzen eine kommerzielle Nutzung erlauben. Allerdings ist die freie allgemeine Nutzung zugunsten des öffentlichen Interesses die generelle Regel, während die kommerzielle Nutzung die Ausnahme ist (Kuhlen, 2005: 159). Die Lizenzen können auch die Modifikation des Werks erlauben oder die Verbreitung der Modifikationen (derivative Werke) unter derselben Lizenz bestimmen. Sie stehen in Laien- und Rechtssprache sowie in einem digitalen Code zur Verfügung und können einfach mittels eines Besuchs der Creative Commons Webseite (creativecommons.org) online ausgewählt werden. Auf diese Art ist die Lizenz immer an das lizenzierte Werk gebunden.
Mehr anzeigen

549 Mehr lesen

Einsatzmöglichkeiten von freier und Open-Source-Software in Klein- und Mittelbetrieben als Alternative zu proprietärer Software : eine Betrachtung im Kontext von Sprachdienstleistungsunternehmen

Einsatzmöglichkeiten von freier und Open-Source-Software in Klein- und Mittelbetrieben als Alternative zu proprietärer Software : eine Betrachtung im Kontext von Sprachdienstleistungsunternehmen

Softwaremarkt erhältliche Freeware und freie und OpenSourceSoftware  für  den  Unternehmensdesktop.  Für  die  Freeware  gilt,  dass  der  Einsatz  auch  im  Rahmen  eines  kommerziellen  Umfeldes  erlaubt  sein  muss.  Die  ausgewählte  Software  spiegelt  nur  einen  sehr  kleinen  Teil  der  auf  dem  Markt erhältlichen kostenfreien Software wider. In die getroffene Auswahl  der  Softwareprogramme  sind  neben  der  Auswertung  der  Umfrageergeb‐ nisse  auch  die  praktischen  Erfahrungen  des  Autors  im  IT‐Umfeld  von  Sprachdienstleistern  mit  eingeflossen.  Die  nachfolgenden  Einschrän‐ kungen  bezüglich  der  Softwareauswahl  sind  ebenfalls  ein  Ergebnis  der  Umfrageauswertungen: 
Mehr anzeigen

126 Mehr lesen

Konzeption und Entwicklung eines erweiterbaren Passwortmanagers als Cross-Platform Open-Source-Software mit gemeinsamer Code-Basis

Konzeption und Entwicklung eines erweiterbaren Passwortmanagers als Cross-Platform Open-Source-Software mit gemeinsamer Code-Basis

Hier manifestiert sich die in Kapitel 3.1.2 genannte Auassung zu den strengen und freien Lizenzen. Oft wird erwähnt, dass eine OSS-Lizenz nur frei sei, wenn es keine Einschränkungen oder Pichten bei der Nutzung und Weiterentwicklung gäbe. Dementsprechend wird von GPL-Verweigerern oft auf die BSD-, Apache-, oder MIT- Lizenz verwiesen. Die Wahl der GPLv3 für Open-Source-Software ist aber die richtige, da die Weiterentwicklung nicht durch Vertrauen auf denjenigen, der die Software mo- diziert, gesichert werden kann. Der Begri freie Lizenz wird im Sinne von freier Software und nicht Open Source verstanden, was jedoch zwei unterschiedlich weit gefasste Begrie sind, siehe Begrisdenition von Open Source in Kapitel 2.1.10. Interessant ist auch der Umgang mit der GPL-Lizenz von Hardware-Herstellern zum Beispiel bei dem ARM-SoC-Hersteller Allwinner. Dieser soll Meldungen zufolge in das verkaufte Produkt LGPLv3-Software integriert und modiziert, aber nicht ver- öentlicht haben 11 . Als dies bekannt wurde, wurden Funktionsnamen geändert, um die Nutzung dieser Bibliotheken zu verschleiern. Der Quellcode wurde bis heute nicht veröentlicht und Allwinner hat kein Stellungnahme zu der Thematik veröentlicht 12 . Ein weiteres Beispiel ist die gerichtliche Auseinandersetzung von Entwicklern der An- wendung iptables mit einer Firma, die die unter der GPL lizenzierte Software in einer proprietären Anwendung nutze (Metzger, 2015, S. 204). Der Richter hat der Unterlassungsklage stattgegeben, sodass die Firma den Quellcode der Anwendung oenlegen musste. Dies zeigt für den Prototypen, dass die GPLv3-Lizenz leider nicht immer sicherstellen kann, dass auch alle Entwickler diese befolgen. Nichtsdestotrotz nimmt die GPLv3 die Entwickler mehr in die Picht als andere Lizenzen, sodass der zurückieÿende Code-Anteil höher ist als bei den Konkurrenten, die die Veröentli- chung auf freiwilliger Basis vorsehen. Die Zukunft wird aber zeigen, ob die Entwickler zunehmend die Bedingungen der GPL akzeptieren, oder es weitere Gerichtsverfahren zur Durchsetzung der GPL geben wird.
Mehr anzeigen

126 Mehr lesen

Einsatz freier / Open Source Software in der kommunalen Verwaltung - M

Einsatz freier / Open Source Software in der kommunalen Verwaltung - M

Der verbreitetste freie Proxy ist „Squid“ [218]. Er steht unter der GPL und ist für Microsoft Windows, Mac OS X, Linux, sowie Solaris und einige Betriebssysteme mehr erhältlich. Squid basiert auf dem Harvest Cache Daemon der frühen 90er an der University of Colorado at Boulder [219]. Weiterentwickelt wurde er an der University of California, San Diego mit der Unterstützung der „National Science Foundation“ und einigen Firmen. Der älteste Squid Changelog-Eintrag [220] stammt von 1997 als an der Version 1.2 gearbeitet wurde. Diese wurde als Squid Version 2 Ende 1998 freigegeben. In der 2.x-Reihe ist die Entwicklung heute bei der Version 2.7 STABLE7. Squid ist sehr flexibel und lässt sich sowohl in kleinen Netzwerken mit wenigen Anwendern für die üblichen Proxy-Funktionen wie filtering, caching, loging einsetzen, als auch in großen Netzwerken. Durch das Zusammenschalten mehrerer Squid-Server
Mehr anzeigen

119 Mehr lesen

Open-Source-Software für das Enterprise Resource Planning

Open-Source-Software für das Enterprise Resource Planning

Teilweise unterscheiden sich die rund 200 verschiedenen Open-Source-Lizenzen recht erheblich von einander, auch wenn ihre gemeinsame Basis in der voranstehend erläuter- ten Open-Source Definition besteht. Insbesondere bei der kommerziellen Verbreitung von OSS sowie der Weitergabe als (Teil einer) Closed-Source-Software kommen teils unterschiedliche Philosophien zum Tragen. Des Weiteren ist Open-Source nicht mit kostenlos gleichzusetzen. Zwar darf für die jeweilige Software keinerlei Lizenzgebühr erhoben werden, ein Entgelt für die Vervielfältigung ist jedoch üblich. Ferner darf ein Anbieter für Zusatzleistungen Geld fordern. Im Allgemeinen basieren die Geschäftsmo- delle von OSS daher auf Dienstleistungen wie bspw. Beratung, Implementierung und Integration, Optimierung, Wartung und Support. Eine weitere Möglichkeit stellt die Doppellizenzierung dar. Ein Unternehmen stellt die Software bspw. unter der GPL zur Verfügung, bietet jedoch zeitgleich denselben Funktionsumfang auch als kommerzielle Variante mit Gewährleistung und Support an. Allerdings bleibt festzuhalten, dass, genau wie bei proprietärer Software, der Autor einer OSS deren Urheber ist und das Copyright an seiner Schöpfung behält. Die jeweilige Lizenz bestimmt demzufolge lediglich die Bedingungen, unter welchen Dritte die Software verändern und weitergeben dürfen. Von besonderer Relevanz ist zudem das so genannte Copyleft, welches nur dem Urhe- ber die Verbreitung der Daten gestattet. Das Copyleft besagt, dass alle Änderungen und Weiterentwicklungen einer OSS ausschließlich unter der gleichen Lizenz als freie Soft- ware weitergegeben werden dürfen. Dies wird als „starkes Copyleft“ bezeichnet, wie es bspw. in der GPL umgesetzt ist. Jedoch gibt es auch hier weniger restriktive Lizenzen mit „schwachem Copyleft“, wie z.B. LGPL und MPL. Bei diesen dürfen Weiterent- wicklungen bspw. als proprietäre Software weitergegeben werden. Ferner verzichten einige Lizenzen ganz auf das Copyleft. Software unter diesen Lizenzen, wie bspw. BSD und Apache, dürfen vollständig als proprietäre Software weitergegeben werden. Für den reinen Endanwender ist die Lizenz jedoch nicht von Belang, da ihm grundsätzlich das Recht auf freie Nutzung und private Weiterverbreitung eingeräumt wird. Für Software- Entwickler und –Vertreiber ist die Lizenz jedoch von Relevanz, da hierdurch bspw. die Integration in eigene proprietäre Software untersagt wird. Dominierend im Bereich der Open-Source-Lizenzen ist zurzeit die GPL mit ca. 70% aller auf sourceforge registrier- ten Projekte. (vgl. Kleijn 2006)
Mehr anzeigen

97 Mehr lesen

Special Issue on Open Source Software Development

Special Issue on Open Source Software Development

Because commercial software vendors typically wish to license or sell the code they develop, they have an incentive to sharply restrict access to the source code of their software products to firm em- ployees and contractors. The consequence of this restriction is that only “insiders to the firm” possess the information required to modify and improve that proprietary code further (see Meyer and Lopez, 1995 , for more on commercial software development). In sharp contrast, all are offered free access to the source code of open source software. This means that anyone with the proper programming knowledge and moti- vations can use, study, and modify any open source software written by anyone. In early hacker days described earlier, this freedom to learn and use and modify software was exercised by informal sharing and co-development of code—often by the physical sharing and exchange of computer tapes, disks, or punch cards upon which the code was recorded. In current Internet days, rapid technological advances in computer hardware and software and networking technologies have made it much easier to create and sustain a communal development style at ever-larger scales. Also, implementing new projects is becom- ing progressively easier as effective project designs becomes better understood, and as infrastructures for such the management of projects become available on the Web.
Mehr anzeigen

9 Mehr lesen

The FLOSSWALD Information System on Free and Open Source Software

The FLOSSWALD Information System on Free and Open Source Software

2.3 Adequacy of the Data Sources We believe that the presented data sources are adequate for an information system such as the one we are planning. In order to serve as a knowledge base for a CBR system, the data provided needs to be correct with respect to content, of a sufficient supply as well as structured and in a simple format. Regarding the Debian packages, the correctness of the data may be assumed since they are taken directly from a working system and the Debian policy tells package maintainers to describe their packages in a neutral and objective way. Debian’s open development model further supports their correctness. Also, all information on the Debian packages is freely available in a structured pure text file and can thus easily be worked with or stored, e.g. into a database. The same goes for the data provided by the FLOSSmole project which can be downloaded as a pure text database dump and are also collaboratively reviewed and updated.
Mehr anzeigen

5 Mehr lesen

Open IT und Open Source

Open IT und Open Source

Eine große Stärke von OpenProject liegt in der großen Anpas- sungsfreudigkeit: Startseite, Logo, Schriftart, Farben, Module kön- nen nach den Wünschen und Vorgaben der Kunden angepasst werden. Und wenn etwas fehlt? Die finnlabs bauen es. OpenPro- ject ist frei verfügbar (GNU General Public License). Alle Entwick- ler und Nutzer profitieren von der kontinuierlichen und kollabo- rativen Weiterentwicklung der Kernapplikation und neuer Plugins durch eine aktive OpenProject Entwickler-Community. Namhafte Kunden der Finn GmbH wie Deutsche Telekom, Siemens, cong- star, WDR setzten die Software ein und beteiligen sich an der Wei- terentwicklung des Projektes. Gemeinsam mit Entwicklern und Nutzern wurde die OpenProject Foundation e.V. gegründet, um diesem Open-Source-Projekt einen organisatorischen Rahmen zu geben. Unternehmen können bei der Weiterentwicklung mitwir- ken und sich über neue Anforderungen, Ideen, Best Practices rund um Projektkollaboration und den Einsatz von OpenProject austauschen.
Mehr anzeigen

42 Mehr lesen

The impact of commercial open source software on proprietary software producers and social welfare

The impact of commercial open source software on proprietary software producers and social welfare

5. Conclusions By building two vertical-differentiation models, this study investigates the impact of competition from commercial open source software on proprietary software producer. It assumes that commercial open source software is better than community open source software and inferior to proprietary software in the usability and mainly finds that: (i) in contrast to the case of proprietary software only competing with community open source software, the equilibrium price and profit of proprietary software producer is lower when the market also exists commercial open source software; (ii) if the difference in the functional quality between open source and proprietary software is large (resp. small) enough, the equilibrium demand of proprietary software producer is lower (resp. higher) when commercial open source software presents than when it does not; (iii) the presence of commercial open source software can lead to the increase of the consumer surplus and social welfare.
Mehr anzeigen

15 Mehr lesen

3D Modellierung mit der Open Source Software Blender

3D Modellierung mit der Open Source Software Blender

3DS « 3D Studio ist das populärste Datenformat in der 3D Modellierung. Publiziert und vertrieben wird das Format 3DS derzeit durch die Softwarefirma Autodesk, in de- ren Produkt 3D Max. Aufgrund der populären Historie der Software 3D Max (ehemals 3D Studio bzw. 3D Studio Max) hat sich das Format 3DS zu dem weitverbreitestenden Austauschformat entwickelt. Nahezu jedes 3D-Modellierungsprogramm unterstützt in der Bearbeitung 3DS. Grundlegend enthält 3DS sämtliche Geometriedaten eines Objektes, Angaben zu extern gelegenen Texturen, Eigenschaften des 3DS-Objektes sowie Angaben zu einer vorhandenen Beleuchtung. Auf der Grundlage das 3DS kommerziell durch die Software 3D Max vertrieben wird, werden in Entwicklercommunity lediglich Mutmaßungen über den Aufbau des Formates 3DS angestellt. Diese Mutmaßungen wurden bisher nicht durch Autodesk bestätigt. Die bekannteste Ausführung zum Aufbau des 3DS-Formates kann unter http://the-labs.com/Blender/3dsspec.html (Juli 2008) nachgelesen werden.
Mehr anzeigen

77 Mehr lesen

Atomic: an open-source software platform for multi-level corpus annotation

Atomic: an open-source software platform for multi-level corpus annotation

4 Conclusion Software for multi-level corpus annotation is sub- ject to a number of requirements. It should op- erate on a generic data model to allow for poten- tially unlimited types of annotations, be easily ex- tensible so that new types of annotations and the tooling required for them can be added to it by third parties, and be compatible to other software and data formats in order to make it usable for en- riching pre-annotated corpora with additional an- notation levels. Additionally, it should be acces- sible to users with different levels of experience in corpus annotation, as some annotations may be provided not only by corpus linguists, but also by less experienced annotators.
Mehr anzeigen

7 Mehr lesen

License usage analysis and license recommendation in open source software development

License usage analysis and license recommendation in open source software development

There is no solely established way to publicize a license, however, the following approach seems most recommendable. It seems reasonable to combine the advantages of the pub- lication with a license file and the publication within a file-header. Therefore, the license file should contain the license text of the license used in the project and be located at the project’s root folder. This is also recommended by the Free Software Foundation [21] and even required by some licenses [30]. If there are multiple licenses, extra license files should be added, as the collection of multiple license texts in just one file makes those files really confusing and also the editing can be fault-prone. For eventual automation processes, a common file format for license texts could be an opportunity, an example can be seen in figure 4.6. “.LICENSE” for example, is a file extension which is also supported by different operating systems (e.g. Windows) and should be preferred over “.txt”-files, which are currently the mostly used file format. Additionally every source file should
Mehr anzeigen

88 Mehr lesen

Untersuchung der Möglichkeiten zum Einsatz von Open Source CFD Software für Strömungssimulationen im Bereich der Gebäudetechnik

Untersuchung der Möglichkeiten zum Einsatz von Open Source CFD Software für Strömungssimulationen im Bereich der Gebäudetechnik

Bis etwa zur Mitte des Jahres 1960 war Software grundsätzlich „Frei“ und wurde als kostenlo- se Beigabe zum neuen Rechner ausgeliefert. Die Hersteller verdienten dabei ausschließlich an der Computer-Hardware und die den Programmen zugrunde liegenden Quellcodes waren für jeden interessierten Nutzer der Welt frei zugänglich. Ab 1965 stellten dann etwa IBM dieses Verfahren ein. Die Hilfe außenstehender Entwickler wurde nicht mehr benötigt, da inzwischen genügend eigene Programmierer beschäftigt wurden. Spätestens zu Beginn der siebziger Jahre stellten viele Programmierer fest, dass sich mit der von ihnen entwickelten Software erhebli- che Gewinne erzielen ließen. Zur Sicherung ihrer Einnahmequellen wurden Lizenzverträgen geschaffen, die die Weitergabe von Software von einem Nutzer an einen anderen einschränkten oder komplett verboten. Die Quellcodes wurden zu den bestgehütetsten Geheimnissen der Un- ternehmer auf dem IT-Markt.
Mehr anzeigen

129 Mehr lesen

Open Source Software for Train Control Applications and its Architectural Implications

Open Source Software for Train Control Applications and its Architectural Implications

Main Contributions The following new, scientific contributions were gained by this dissertation: → the introduction of open source software developed under model-driven aspects with the n[r]

316 Mehr lesen

Open Source im DLR

Open Source im DLR

> FSFE Fellowshiptreffen Düsseldorf > Andreas Schreiber • Open Source im DLR > 19.05.2015 DLR.de • Folie 2.. „Open Source im DLR" von Andreas Schreiber (DLR) ist liz[r]

59 Mehr lesen

Show all 10000 documents...