Nach oben pdf Umweltfreundliche Beschaffung: Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung

Umweltfreundliche Beschaffung: Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung

Umweltfreundliche Beschaffung: Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung

oder die Recyclingfähigkeit von Inhaltsstoffen oder Verpackungen. Problematisch könnte beispielsweise die Entscheidung sein, eine Ware oder Dienstleistung zu beschaffen, die nur von sehr wenigen oder gar nur einem einzigen Bieter, womöglich im eigenen Land, angeboten werden kann. Die zu diesem Problemkreis ergangene Rechtssprechung besagt le- diglich, dass bei der Verwendung von nationalen Produktanforderungen immer auch gleichwertige Erzeugnisse zugelassen werden müssen. Sie hat aber keine Antwort auf die Frage gegeben, inwieweit Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen bereits bei der Auswahl des Vergabegegen- standes eine Verletzung der europarechtlichen Grundfreiheiten darstellen können. Im Ergebnis bedeutet dies, dass es durchaus zulässig sein kann, wenn der öffentliche Auftraggeber seinen Auftragsgegenstand so (eng) definiert, dass faktisch nur wenige oder sogar nur ein einzelner Bieter die (Umwelt-) Anforderungen erfüllen kann, wenn und soweit diese An- forderungen zur Erfüllung der vom Auftraggeber festgelegten Aufgaben erforderlich sind. Wenn also beispielsweise ein öffentlicher Auftraggeber für den öffentlichen Nahverkehr Busse beschaffen will, die strenge Grenz- werte einhalten 39 , so könnte er bereits bei der Festlegung des Auftragsge-
Mehr anzeigen

40 Mehr lesen

"Das Engagement für umweltfreundliche Beschaffung sollte politisch und praktisch unterstützt werden"

"Das Engagement für umweltfreundliche Beschaffung sollte politisch und praktisch unterstützt werden"

3. Inwieweit findet GPP bereits Anwendung in Deutschland? Unsere jüngste Umfrage zeigt, dass von allen öffentlichen Ausschreibungen der letzten zwei Jahre in Deutschland rund ein Viertel einige Elemente einer umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung enthielten. Im Vergleich zu 2015 ist zwar ein Anstieg zu verzeichnen, dieser ist jedoch immer noch recht moderat. Lediglich 15 Prozent der Vergabestellen schreiben ihre Beschaffungen standardmäßig nach GPP­ Kriterien aus. Weniger als die Hälfte der Vergabestellen, die GPP­Kriterien anwenden, haben dabei Bestimmungen ver­ fasst, die explizit auf die Reduzierung der mit der Beschaf­ fung verbundenen Treibhausgasemissionen abzielen.
Mehr anzeigen

3 Mehr lesen

Umweltfreundliche Beschaffung

Umweltfreundliche Beschaffung

Die M Me etth ho od de e d de err L Le eb be en nssz zy yk kllu uss--K Ko osstte en nrre ec ch hn nu un ng g (englisch: ‚Life Cycle Costing’, LCC) ist eine Methode zur Berechnung der Kosten unterschiedlicher Alternati- ven (z.B. konventioneller und ökologischer Produkte bei der öffentlichen Beschaffung), die Kosten während des gesamten Lebenswegs einbezieht. LCC kann allgemein definiert werden als die Berechnung und Bewertung aller Kosten, die mit einem bestimmten Produkt verbunden sind und die direkt durch einen oder mehrere Akteure im Lebenszyklus dieses Produkts getragen werden. In den letzten Jahren erhielt das Konzept der Lebenszyklus-Kostenrech- nung zunehmend größere Aufmerksamkeit. LCC wird dabei als ein bedeutendes Mittel zur Förderung der umweltfreundlichen Beschaffung angesehen, da ent- sprechende Produkte auf der einen Seite zwar häufig einen höheren Anschaf- fungspreis haben, andererseits aber oft auch mit niedrigeren Folgekosten auf- grund geringerer Kosten für Instandhaltung, Energie- oder Wasserverbrauch oder Entsorgung verbunden sind.
Mehr anzeigen

70 Mehr lesen

Umweltfreundliche Beschaffung: Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen

Umweltfreundliche Beschaffung: Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen

Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es für den Beschaffungs- vorgang dabei nicht in erster Linie darauf ankommt, dass ein bestimm- tes Produkt auch tatsächlich mit einem Umweltzeichen ausgezeichnet ist – vielmehr ist es entscheidend, dass das Produkt die dahinterliegenden Kriterien des entsprechenden Umweltzeichens erfüllt. Produkte können auch ohne ausdrückliche Kennzeichnung mit einem Umweltzeichen die Anforderungen der für die Umweltzeichen geltenden Vergabekriterien erfüllen. Die Verwendung von Umweltzeichen ist immer freiwillig und zudem mit gewissen Kosten für den Hersteller verbunden. Es liegt somit in der freien Entscheidung des Herstellers, ob er mit Hilfe des Umweltzei- chens für sein Produkt wirbt. Entscheidend für die öffentlichen Beschaffer ist daher vielmehr, ob ein Produkt die umweltrelevanten Kriterien, die der Vergabe von Umweltzeichen zugrunde liegen, erfüllt oder nicht. Das folgende Kapitel informiert detailliert zu den rechtlichen Vorgaben. 2 rechtlIche vorgaBen zUr verwendUng
Mehr anzeigen

26 Mehr lesen

Empfehlungen für die umweltfreundliche Beschaffung von Desktop-PCs

Empfehlungen für die umweltfreundliche Beschaffung von Desktop-PCs

Beschaffungswesen eine Schlüsselrolle zu, da Bund, Länder und Kommunen mit jährlichen Ausgaben von insgesamt ca. 250 Mrd. € (davon 17 Mrd. € für ITK-Produkte) ein enor- mes Marktpotenzial besitzen. Dieses Marktpotenzial sollte gezielt für die Nachfrage nach umweltfreundlichen Pro- dukten eingesetzt werden, um technische und systemische Innovationen anzuregen und Umweltentlastungseffekte, etwa bei CO2-Emissionen, Energie- oder Ressourcenver- brauch, zu realisieren. Die Bundesregierung hat sich zudem im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie auch zur Vorbildfunktion des öffentlichen Beschaffungswesens bekannt.
Mehr anzeigen

14 Mehr lesen

Umweltfreundliche Beschaffung: Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool

Umweltfreundliche Beschaffung: Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool

Inhalt des Schulungsskripts 6 ist die Hemmnisanalyse für eine umwelt- freundliche Beschaffung mittels eines Selbstevaluations-Tools. Dazu wur- den eingangs das Ziel und die Methodik der Hemmnisanalyse erläutert. An- schließend wurden mögliche Hemmnisse in der öffentlichen Beschaffung vorgestellt sowie deren Ursachen benannt. Der vierte Abschnitt befasste sich mit dem Selbstevaluations-Tool selbst, das sich in die drei Teilschrit- te Befragung, Auswertung und Interpretation gliederte. Die Befragung zu Hemmnissen in der öffentlichen Einrichtung erfolgt über ein Online- Tool. Wie die öffentliche Einrichtung mit der TU Dresden in Kontakt tritt, die Datenaufnahme vorbereitet wird und die Befragungsteilnehmer die Befragung durchführen, wurde ebenfalls im Skript erläutert. Der Online- Fragebogen besteht aus sechs Fragen. Zuerst wird der Befragungsteilneh- mer gefragt, welcher Ebene im Hinblick auf die Beschaffungsentscheidun- gen, wie zum Beispiel Nutzer oder Finanzen, er angehört. Anschließend ist von der Person einzuschätzen, auf welchen Ebenen, zum Beispiel der EU-Ebene, hauptsächlich Entscheidungen hinsichtlich der Beschaffung für seine Organisation getroffen werden. Im Rahmen der dritten Frage ist einzuschätzen, welche Ebene die Beschaffungsentscheidungen seiner Or- ganisation beeinflusst. Weiterhin wird gefragt, welche Ebene sich um die Implementierung umweltfreundlicher Beschaffung bemüht (Frage 4) und welchen Einfluss die befragte Person selbst hat hinsichtlich der Implemen- tierung umweltfreundlicher Beschaffung (Frage 5). Die 6. Frage beinhaltet 24 Statements zur umweltfreundlichen Beschaffung, die der Befragungs- teilnehmer mit „stimme nicht zu“, „stimme eher nicht zu“, „stimme eher zu“ oder „stimme zu“ beantworten kann.
Mehr anzeigen

40 Mehr lesen

Umweltfreundliche Beschaffung: Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung

Umweltfreundliche Beschaffung: Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung

festgestellt werden, dass die Verbindung der staatlichen Beschaffungstä- tigkeit mit der Erfüllung weiterer staatlicher Zielsätze nicht auf den Um- weltschutz beschränkt ist und diese Verbindung auch nicht die erste war, die offen zu Tage getreten ist. Bereits mit Zusammenführung des Verga- berechts im vierten Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) machte der Gesetzgeber deutlich, dass er bei der Ausgestaltung des Beschaffungswesens besondere Interessen berücksichtigt wissen will, die außerhalb der reinen Beschaffungsfunktion dieser staatlichen Tätig- keit liegen. § 97 Abs. 3 GWB schreibt bindend vor, „dass mittelständische Interessen […] zu berücksichtigen sind“. Konkretisiert wird dies in den auf dem GWB und der Vergabeverordnung (VgV) beruhenden Vergabe- und Vertragsordnungen, die die angemessene Beteiligung des Mittelstan- des näher und für die öffentlichen Auftraggeber bindend vorschreiben. Die Förderung des Mittelstands wird damit per Gesetz zu einem Sekund- ärzweck des öffentlichen Beschaffungswesens erhoben. Eine Verknüpfung des öffentlichen Auftragswesens mit den Interessen der Umwelt liegt dem Grunde nach nicht weniger nah oder fern. Der Bezug kann im Gegenteil teilweise sogar als unmittelbarer wahrgenommen werden. So kann der Umweltschutz bereits schon ein Teil der Verwaltungsaufgabe sein, die den Beschaffungsbedarf auslöst. So dient z. B. der Bau einer Kläranlage in erster Linie dem Umweltschutz. Mit der Ausschreibung des Baus der Klär- anlage wird somit bereits unmittelbar ein umweltpolitisches Ziel verfolgt. Diese Art der Fallgestaltung ist jedoch nicht in erster Linie gemeint, wenn von „umweltfreundlicher Beschaffung“ die Rede ist. Vielmehr geht es da- bei in einem umfassenden Sinn um a) die Beschaffung und Verwendung von Produkten, die im Vergleich mit anderen, demselben Gebrauchszweck dienenden Erzeugnissen über besondere Umweltvorteile verfügen, b) den rationellen und sparsamen Umgang mit Energie, Wasser und Materialien und c) Maßnahmen zur Verringerung von Menge und Schädlichkeit von Abfällen und ihre ordnungsgemäße und umweltgerechte Entsorgung 9 .
Mehr anzeigen

42 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Alle drei Mitarbeiter der Vergabestelle haben die Fortbildungsangebote angenom- men, die die Verwaltungsakademie Berlin mit der Berliner Energieagentur GmbH zur Einführung der VwVBU angeboten hat. Des Weiteren hat die Berliner Feuerwehr eine kostenlose Inhouse-Schulung im Fachbereich Informationstechnik wahrgenommen. Beim Vergabestellentreffen Anfang 2013 erhielten wir weitere, speziellere Informati- onen zur Umsetzung der VwVBU. Auch die Angebote der Schulungsreihe zur VwVBU zu ausgewiesenen Themen, z.B. Berechnung von Lebenszykluskosten oder zur Nut- zung von Umweltzeichen bei der umweltfreundlichen Beschaffung, haben die Be- schafferinnen und Beschaffer wahrgenommen. Die dort erworbenen Kenntnisse ge- ben die Schulungsteilnehmer als Multiplikatoren innerhalb der Berliner Feuerwehr weiter. So sichern wir den Informationsfluss innerhalb der Behörde.
Mehr anzeigen

11 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Noch bis zum 21. Oktober 2016 können sich bewerben Bundes-, Landes- und Kommu- nalverwaltungen sowie öffentliche Unternehmen und Institutionen den gemeinsa- men Preis des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) bewerben. Auch 2017 werden unter dem Motto „Innovation schafft Vorsprung“ bei- spielhafte Leistungen öffentlicher Auftraggeber bei der Beschaffung von Innovatio- nen und der Gestaltung innovativer Beschaffungsprozesse ausgezeichnet. Der Preis in den Kategorien „Beschaffung von Innovationen“ und „Innovative Beschaffungspro- zesse“ ist mit Beratungsgutscheinen in Höhe von jeweils 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der von BMWi und BME gemeinsam durchge- führten Veranstaltung „Tag der öffentlichen Auftraggeber“ am 14. Februar 2017 im BMWi in Berlin statt.
Mehr anzeigen

6 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, begrüßt die Untersu- chung und betont: „Das Ergebnis der Studie macht deutlich, dass Umweltschutz auch Kosten sparen kann. Damit wird auch die vom Land Berlin beschlossene Strategie bestätigt, eine umweltverträgliche Beschaffung als Baustein einer nach- haltigen Umwelt- und Finanzpolitik anzuwenden. Diesen nachhaltigen Weg wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt deshalb auch in den nächsten Jahren durch die Festschreibung von ambitionierten Umweltschutzan- forderungen für die Beschaffung aller relevanter Produkte und Dienstleistungen weiter ausbauen.“
Mehr anzeigen

9 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Die Reform soll zudem für mehr Rechtssicherheit sorgen, wenn bei der Beschaffung auch auf Umweltkriterien geachtet werden soll. So dürfen jetzt beispielsweise Um- weltzeichen als Nachweis verlangt werden. Unternehmen, die bei öffentlichen Aufträ- gen schon einmal gegen Umweltrecht verstoßen haben, können künftig ausgeschlos- sen werden. Auch wurde mehr Rechtssicherheit geschaffen, wenn bei einer Vergabe nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Kosten während und am Ende der Nutzungsdauer von Produkten beachtet werden. Mit dem Vergaberechtsmodernisie- rungsgesetz und der das Gesetz konkretisierenden Vergaberechtsmodernisierungs- verordnung (Mantelverordnung aus fünf Verordnungen) werden die EU-Vergabericht- linien aus dem Jahr 2014 in deutsches Recht umgesetzt.
Mehr anzeigen

9 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Ziel der vorliegenden Überarbeitung und Aktualisierung des Rechtsgutachtens ist es, die im Rahmen der Gesetzesnovelle 2016/2017 durch das Vergaberechtsmodernisie- rungsgesetz, die Vergaberechtsmodernisierungsverordnung sowie die Unterschwel- lenvergabeordnung (UVgO) eingeführten Änderungen zu berücksichtigen. Dabei liegt der Fokus auf den Vorschriften zur umweltfreundlichen Beschaff ung. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Umweltmanagementmaßnahmen und -systeme (UMS) und insbesondere EMAS in der Vergabe verstärkt verwendet werden können.

8 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) wurde im Zuge der Umsetzung der aktualisier- ten Abfallrahmenrichtlinie novelliert. Nach dem neuen KrWG sind die Stellen und Ins- titutionen des Bundes künftig verpflichtet, im Rahmen der Beschaffung Produkte zu bevorzugen, die rohstoffschonend, abfallarm, reparierbar, schadstoffarm und recyc- lingfähig sind.

7 Mehr lesen

Allianz für eine nachhaltige Beschaffung

Allianz für eine nachhaltige Beschaffung

Trotz der bereits verfügbaren vielen Informationen und Orientierungshilfen zur ökologischen Vorteilhaftig- keit und Nutzung von Recyclingpapier sowie zu den entsprechenden vergaberechtlichen Möglichkeiten für Beschaffer der öffentlichen Hand ist die Beschaffung von Recyclingpapier in Deutschland noch deutlich ausbaufähig. Hier sieht die Expertengruppe „Standards“ noch großes Entwicklungspotenzial und fordert des- halb nachdrücklich die Unterstützung und Verstärkung der Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommu- nen. Vor diesem Hintergrund sollten Aktivitäten, die zum Abbau von Informationsdefiziten und Vorurteilen gegenüber Recyclingpapier beitragen, verstärkt und gezielt durchgeführt werden. Aus Sicht der Experten- gruppe bedarf es darüber hinaus einer klaren Positio- nierung der politischen Entscheider zugunsten von Recyclingpapier. Wünschenswert wäre auch ein Erlass zur Verwendung von Recyclingpapier auf Bundesebene ähnlich dem für Holzprodukte.
Mehr anzeigen

57 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Schleswig-Holstein hat seine Recyclingpapierquote innerhalb eines Jahres auf 92 Pro- zent gesteigert. Auslöser sei ein Staatssekretärsbeschluss der Landesregierung von Januar 2017, der die Beschaffung von Blauer-Engel-Papier und eine optimierte Papierbeschaffung durch die zentrale Beschaffungsstelle vorsieht, berichtet die Initi- ative Pro Recycling IPR. Noch 2016 habe die Recyclingpapierquote bei nur 58 Prozent gelegen.

8 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Um die Kreislaufwirtschaft in der Europäischen Union weiter zu stärken, hat die EU- Kommission im März einen neuen Aktionsplan veröffentlicht. Der Aktionsplan enthält auch Maßnahmen in Bezug auf die öffentliche Beschaffung. Diese betreffen zum ei- nen verpflichtende Umweltkriterien und -ziele für beschaffte Waren und Dienstleis- tungen und zum anderen ein verpflichtendes Reporting. Aus dem Aktionsplan geht noch nicht hervor, welche Sektoren beziehungsweise Produktgruppen adressiert wer- den sollen.

7 Mehr lesen

Nachhaltige öffentliche Beschaffung

Nachhaltige öffentliche Beschaffung

Um die in den Kapiteln 5 und 6 beschriebenen rechtlichen und politischen sowie kommunalinter- nen Erfolgsfaktoren zur Umsetzung nachhaltiger öffentlicher Beschaffung auf kommunaler Ebene in NRW zu überprüfen bzw. gegebenenfalls zu ergänzen, wurde eine exemplarische Analyse der öffentlichen Beschaffung der Stadt Bonn vorgenommen. Für die Analyse des Beschaffungswesens der Stadt Bonn wurde mit der VO aus dem Jahr 2011 und der Vergabedienstanweisung (VGDA) in der Fassung vom 19.10.2013 gearbeitet. Um tiefergehende Einblicke in die konkrete Situation der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung der Stadt Bonn zu gewinnen, lagen wenige öffentliche Literaturquellen bzw. Informationen im Internet vor, sodass der Großteil der Analyseergebnisse auf den Erkenntnissen aus einem Experten-Leitfadeninterview resultiert. Ziel des Experteninter- views war die Beantwortung der zwei leitenden Forschungsfragen: Inwiefern erfolgt bei der Stadt Bonn als Beispiel für eine Kommune in NRW die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger öffentlicher Beschaffung und korreliert dies mit den erarbeiteten Erfolgsfaktoren? Dazu wurde ein Leitfadenin- terview mit Herrn Christoph Bartscher geführt. Ausschlaggebend für die Wahl von Herrn Chris- toph Bartscher als Experten zur Analyse des Beschaffungswesens der Stadt Bonn war seine Funk- tion als Leiter des Referates Vergabedienste. Erst im April 2016 referierte er als Podiumsdiskussi- onsteilnehmer zum Thema nachhaltige öffentliche Beschaffung auf einer Veranstaltung im Rah- men der Aktionswoche Wertvoll einkaufen, Köln kann fair. 13 Im Rahmen dieser Podiumsdiskussion
Mehr anzeigen

56 Mehr lesen

Kommunale Beschaffung im Umbruch

Kommunale Beschaffung im Umbruch

In einer offenen Frage wurden in diesem Zusammenhang auch weitere Maßnahmen zur Kostensenkung ermittelt. Als erfolg- reiche Maßnahmen nennen die Studienteilnehmer häufig tech- nische Lösungen, wie etwa das Vernetzen von Druckern und Kopierern oder die Digitalisierung von Vergabeunterlagen. Auch Kooperationen mit anderen Kommunen bei Ausschreibungen und „Bedarfsbündelungen“ werden genannt. Einige Kommu- nen führen auch „Strukturveränderungen in der Verwaltung“ an, wie zum Beispiel den „Aufbau eines zentralen Einkaufs“ oder „Personaleinsparungen“. Die im Vergleich zu anderen offenen Fragen geringe Anzahl an Antworten (13) deutet jedoch auch hier darauf hin, dass die Beschaffung bisher nur eine geringe Bedeutung für Kostensenkungsprogramme hat. Aus Sicht der Teilnehmer des Workshops führten Budgetkürzungen zwar zu weniger Ausgaben bei der Beschaffung, ein aktives Manage- ment der Bedarfe sowie eine systematische Identifizierung und Realisierung von Einsparpotenzialen finde aber nicht statt. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Kostensenkungsmaßnah- men nur auf operative Veranlassung umgesetzt werden, da sie keinen übergeordneten Zielen (Zielsystem) folgen.
Mehr anzeigen

40 Mehr lesen

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Newsletter "Grüne Beschaffung":

Jedes Jahr fallen in Deutschland rund 154.680 Tonnen Windeln als Abfall an. Der neue Leitfaden des UBA unterstützt Kitas und Pflegeeinrichtungen dabei, ökologische Aspekte bei der Ausschreibung zu berücksichtigen. Eine Erleichterung bei der Beschaffung ist ein Fragebogen, der in die Ausschreibungsunterlagen aufgenommen werden kann. Der Leit- faden basiert auf den Kriterien des Blauen Engel Einwegwindeln.

6 Mehr lesen

IT-Unterstützung in der Beschaffung

IT-Unterstützung in der Beschaffung

Die Data Warehouse Systeme können die strategische Analyse mit besseren und vollständigeren Daten versorgen. Deswegen können mit Hilfe der Data Warehouse Systeme komplexere Analyse durchgeführt. Als Beispiel ist im Bereich der Beschaffung die Ausgabenanalyse zu nennen. Zunächst werden die Daten (Materialien, Lieferanten) aus den operativen Systemen (ERP-System, SRM-System) mit Hilfe der ETL-Tools extrahiert und ins Data Warehouse System geladen. Als nächster Schritt ist die Transformation dieser Rohdaten bezeichnet. Die Daten können weiter mit Hilfe der Transformationstools konsolidiert werden. Oder die Stammdaten werden an das MDM-System übergeben, in dem die Konsolidierung der Stammdaten erfolgt und danach an das Data Warehouse System zurückgeliefert. Währenddessen wird die Konsolidierung der Bewegungsdaten im Data Warehouse System noch durchgeführt. Vorteil der zweite Variant ist, dass bei der Konsolidierung von
Mehr anzeigen

43 Mehr lesen

Show all 3198 documents...