Nach oben pdf Entwicklung der Bürobeschäftigung in deutschen Städten

Entwicklung der Bürobeschäftigung in deutschen Städten

Entwicklung der Bürobeschäftigung in deutschen Städten

Niveau darstellt. So gesehen gäbe es jedoch in Frankfurt genügend Büroflächen, um abwandernde Banken aus dem Finanzzentrum London Raum zu bieten. Hamburg weist dagegen eine niedrige Leerstandsquote von unter 7 Prozent aus. Das liegt zum einen daran, dass Hamburg mit 60 Prozent einen hohen Anstieg der Bürobeschäftigtenanzahl seit 2007 bei den Top 3 Branchen nach Größe vorzuweisen hat. Andererseits haben die Top 3 Branchen nach Rückgängen im Schnitt nur 29 Prozent verloren. Hamburg konnte die hohen Verluste im Bereich der Versicherungs- und Pensionskassen (30 Prozent Rückgang der Bürobeschäftigten seit 2007) durch starke Zuwächse in den Bereichen Unternehmensberatung (108 Prozent Zuwachs der Bürobeschäftigten seit 2007) und mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verbundene Tätigkeiten (101 Prozent Zuwachs seit 2007) wettmachen. Für Hamburg ist insgesamt eine weitere positive Entwicklung zu erwarten, wenn auch nicht so stark wie in den anderen deutschen Städten, weist Hamburg doch die zweit
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Kommunaler Klimaschutz: Handlungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen in deutschen Städten und Gemeinden

Kommunaler Klimaschutz: Handlungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen in deutschen Städten und Gemeinden

Die Europäische Union fördert stark die hori- zontale Netzwerkbildung der Kommunen. Exemplarisch ist dabei der Konvent der Bür- germeister (CoM) zu nennen, der durch die Kommission im Jahr 2008 gegründet wurde, um Kommunen bei der Umsetzung einer nachhaltigen Energiepolitik zu unterstützen (Covenant of Mayors 2013). Der Konvent un- terstützt die Kommunen bei der Entwicklung von Energieaktionsplänen, die konkrete Ziele und ggf. Maßnahmen vorsehen. Es besteht heute eine große Vielfalt an horizontalen Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten für die Kommunen. Nationale und transnati- onale Städtenetzwerke als zentrales Beispiel entwickeln sich dynamisch und nehmen ste- tig an Bedeutung zu. Weitere Beispiele dafür sind der Deutsche Städtetag, das Klimabündnis Europäischer Städte, Euroci- ties, Energy Cities, Transition Towns und das International Council for Local Enviomental Initiatives (ICLEI). Städtenetzwerke dienen dabei nicht nur als Ort der Netzwerkbildung, des Austausches von Wissen und guter Bei- spiele aus der Praxis, sondern auch und ins- besondere als Interessenvertretung der Städte und Gemeinden in nationalen, inter- nationalen und europäischen Politikarenen (Kern 2001). Kommunen und hier vor allem
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Internationale Hochqualifizierte in deutschen Städten: Integration auf Zeit

Internationale Hochqualifizierte in deutschen Städten: Integration auf Zeit

Nicht nur das politische und volkswirtschaftliche, sondern auch das wissenschaftliche Interesse an internationalen Hochqualifizierten hat in den letzten zehn Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Insbesondere hochrangige Beschäftigte in Ma- nagementpositionen (Beaverstock 2005), in der Wissenschaft (Jöns 2009) und im Kunstbereich (Borén/Young 2013; Bennett 2010) stehen im Fokus von Studien, und damit insbesondere eine Personengruppe, die als „kreative Klasse“ bezeichnet wird und für die regionalökonomische Entwicklung von besonderer Bedeutung sein soll (Florida 2002). Durch ihre Ausbildung sind diese Personen meist in hoch angesehenen Berufen mit häufig überdurchschnittlichen Einkommensmöglichkeiten tätig und ver- fügen durch ihre gesicherte finanzielle Situation in der Regel auch über alle Möglichkei- ten, ihre (hohen) Ansprüche an Lebensqualität (Wohnumfeld, Nachfrage nach Dienstleistungen etc.) zu verwirklichen. Ihre oftmals internationalen Tätigkeitsberei- che und ihre internationalen Netzwerke erfordern, dass sie einen Lebensstil pflegen, den Elliott/Urry (2010) als „mobile lives“ beschrieben haben. Praktisch bedeutet dies, dass die Aufenthalte ausländischer Hochqualifizierter häufig nicht dauerhaft angelegt sind. So werden Mitarbeiter/innen in Managementpositionen von ihren Firmen für ei- nen zeitlich klar umrissenen Aufenthalt ins Ausland entsandt (Kreutzer/Roth 2006) und auch die berufliche Auslandsmobilität von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaft- lern und Künstlerinnen/Künstlern zeichnet sich häufig durch zeitlich befristete Aufent- halte aus (Jöns 2009; Borén/Young 2013). In der Migrationsforschung wird diese zeit- lich befristete Form der internationalen Migration als temporäre Migration oder Transmigration bezeichnet. Im Unterschied zu klassischen Zuwanderern, die auf Dau- er das Land ihrer Geburt verlassen, versteht man unter temporären Migrantinnen/ Migranten Personen, die nur für wenige Jahre zuwandern, um danach wieder in ihr Heimatland zurückzukehren oder in ein drittes Land weiterzuwandern. Allerdings ist der Migrationsverlauf oft nicht im Vorhinein festgelegt. Häufig werden Absichten, zu- rückzukehren oder in ein anderes Land weiterzuwandern während des Aufenthalts modifiziert (Hess 2009), oder es wird aus einem Aufenthalt von wenigen Jahren ein längerfristiger Aufenthalt.
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Internationale Hochqualifizierte in deutschen Städten: Integration auf Zeit

Internationale Hochqualifizierte in deutschen Städten: Integration auf Zeit

Nicht nur das politische und volkswirtschaftliche, sondern auch das wissenschaftliche Interesse an internationalen Hochqualifizierten hat in den letzten zehn Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Insbesondere hochrangige Beschäftigte in Ma- nagementpositionen (Beaverstock 2005), in der Wissenschaft (Jöns 2009) und im Kunstbereich (Borén/Young 2013; Bennett 2010) stehen im Fokus von Studien, und damit insbesondere eine Personengruppe, die als „kreative Klasse“ bezeichnet wird und für die regionalökonomische Entwicklung von besonderer Bedeutung sein soll (Florida 2002). Durch ihre Ausbildung sind diese Personen meist in hoch angesehenen Berufen mit häufig überdurchschnittlichen Einkommensmöglichkeiten tätig und ver- fügen durch ihre gesicherte finanzielle Situation in der Regel auch über alle Möglichkei- ten, ihre (hohen) Ansprüche an Lebensqualität (Wohnumfeld, Nachfrage nach Dienstleistungen etc.) zu verwirklichen. Ihre oftmals internationalen Tätigkeitsberei- che und ihre internationalen Netzwerke erfordern, dass sie einen Lebensstil pflegen, den Elliott/Urry (2010) als „mobile lives“ beschrieben haben. Praktisch bedeutet dies, dass die Aufenthalte ausländischer Hochqualifizierter häufig nicht dauerhaft angelegt sind. So werden Mitarbeiter/innen in Managementpositionen von ihren Firmen für ei- nen zeitlich klar umrissenen Aufenthalt ins Ausland entsandt (Kreutzer/Roth 2006) und auch die berufliche Auslandsmobilität von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaft- lern und Künstlerinnen/Künstlern zeichnet sich häufig durch zeitlich befristete Aufent- halte aus (Jöns 2009; Borén/Young 2013). In der Migrationsforschung wird diese zeit- lich befristete Form der internationalen Migration als temporäre Migration oder Transmigration bezeichnet. Im Unterschied zu klassischen Zuwanderern, die auf Dau- er das Land ihrer Geburt verlassen, versteht man unter temporären Migrantinnen/ Migranten Personen, die nur für wenige Jahre zuwandern, um danach wieder in ihr Heimatland zurückzukehren oder in ein drittes Land weiterzuwandern. Allerdings ist der Migrationsverlauf oft nicht im Vorhinein festgelegt. Häufig werden Absichten, zu- rückzukehren oder in ein anderes Land weiterzuwandern während des Aufenthalts modifiziert (Hess 2009), oder es wird aus einem Aufenthalt von wenigen Jahren ein längerfristiger Aufenthalt.
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Anzeige von ‚Städtische Krisen‘ und ‚Austerity Urbanism‘ in griechischen und deutschen Städten. Nachbetrachtungen eines gemeinsamen Projekts

Anzeige von ‚Städtische Krisen‘ und ‚Austerity Urbanism‘ in griechischen und deutschen Städten. Nachbetrachtungen eines gemeinsamen Projekts

Wohnraum. In diesem Sinn hat die Erfahrung aus beiden Workshops die Notwendigkeit der weiteren Arbeit an der Entwicklung weiterer akademi­ scher Analysewerkzeuge aufgezeigt, die kontextsensitiv sind und die Viel fäl­ tig keit und Unterschiedlichkeit der verschiedenen Settings mit einbeziehen. Dennoch haben wir, den unterschiedlichen Phänomenen und den stark un­ terschiedlichen historischen Prozessen der Stadtentwicklung zum Trotz, die­ ses gemeinsame Projekt als herausfordernd und als von großem kritischem Potenzial geprägt empfunden. Bei der Diskussion von ‚Austerity Urbanism‘ anhand vielfältiger und unterschiedlicher Perspektiven geht es nicht um direkte Eins­Zu­Eins­Vergleiche, sondern um das Verständnis der neuen, komplexen und dynamischen Geographien von Macht und Ungleichheit, die sich über vielfältige Skalen von der europäischen Ebene bis hinunter zur Ebene des Alltagslebens erstrecken. Städte als komplexes soziales Terrain, auf dem globale und lokale Dynamiken aufeinandertreffen, bieten in diesem Sinne Möglichkeiten für kritische, die dominanten Vorstellungen in Frage stellende Ansätze, indem sie auf die vielfältigen Akteure, die heute in der Politik involviert sind, aufmerksam machen und neue Forderungen und sich herausformende politische Subjekte aufzeigen.
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Kulturwirtschaft in den 30 größten Städten Deutschlands und deren Entwicklung

Kulturwirtschaft in den 30 größten Städten Deutschlands und deren Entwicklung

Im Vergleich ergeben sich deutliche Unterschiede bezüg- lich der angebotenen und gelebten Kultur in den deutschen Städten. Die vorderen Plätze im Kulturstädteranking neh- men Stuttgart, München und Dresden ein. Berlin folgt auf Rang vier, Hamburg landet auf Rang sieben und Köln auf Rang acht. Essen, Europas Kulturhauptstadt 2010, belegt den 13. Platz. Schlusslichter sind Mönchengladbach, Gel-

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Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte? Trends und Analysen der Segregation in 74 deutschen Städten

Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte? Trends und Analysen der Segregation in 74 deutschen Städten

Bevölkerungsgruppen also überwiegend negative Effekte attestiert. Im Un- terschied dazu werden für die ethnische Segregation sowohl negative, eingliederungshemmende als auch positive, integrierende Effekte diskutiert (Farwick 2012: 400ff). Problematisch, so kann man festhalten, ist Segregation immer dann, wenn sie soziale Ungleichheit verfestigt oder verschärft (ILS & Strohmeier 2003: 3). Da dies auch durch positive Effekte sozial privilegierter Nachbarschaften ge- schehen kann (Helbig 2010), wäre die Erforschung von Reichtumssegregation ebenso wichtig. Gerade weil Segregation derart folgenreich ist, halten wir es für wichtig, ein aktuelles Bild der Situa- tion in Deutschland zu zeichnen. Um Ausmaß, Entwicklung und Determinanten (sozialer) Segregation in deutschen Städten zu untersuchen, gehen wir wie folgt vor: Zunächst fassen wir in Abschnitt 2 den Stand der Forschung zur sozialen, ethnischen und demografischen Segregation in deutschen Städten zusammen und vergleichen sie mit Befunden für andere europäische Städte und die USA. Dabei wer- den wir auch Zusammenhänge zwischen den drei Segregationsformen thematisieren.
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Internationale Hochqualifizierte in deutschen Städten: Integration auf Zeit

Internationale Hochqualifizierte in deutschen Städten: Integration auf Zeit

Nicht nur das politische und volkswirtschaftliche, sondern auch das wissenschaftliche Interesse an internationalen Hochqualifizierten hat in den letzten zehn Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Insbesondere hochrangige Beschäftigte in Ma- nagementpositionen (Beaverstock 2005), in der Wissenschaft (Jöns 2009) und im Kunstbereich (Borén/Young 2013; Bennett 2010) stehen im Fokus von Studien, und damit insbesondere eine Personengruppe, die als „kreative Klasse“ bezeichnet wird und für die regionalökonomische Entwicklung von besonderer Bedeutung sein soll (Florida 2002). Durch ihre Ausbildung sind diese Personen meist in hoch angesehenen Berufen mit häufig überdurchschnittlichen Einkommensmöglichkeiten tätig und ver- fügen durch ihre gesicherte finanzielle Situation in der Regel auch über alle Möglichkei- ten, ihre (hohen) Ansprüche an Lebensqualität (Wohnumfeld, Nachfrage nach Dienstleistungen etc.) zu verwirklichen. Ihre oftmals internationalen Tätigkeitsberei- che und ihre internationalen Netzwerke erfordern, dass sie einen Lebensstil pflegen, den Elliott/Urry (2010) als „mobile lives“ beschrieben haben. Praktisch bedeutet dies, dass die Aufenthalte ausländischer Hochqualifizierter häufig nicht dauerhaft angelegt sind. So werden Mitarbeiter/innen in Managementpositionen von ihren Firmen für ei- nen zeitlich klar umrissenen Aufenthalt ins Ausland entsandt (Kreutzer/Roth 2006) und auch die berufliche Auslandsmobilität von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaft- lern und Künstlerinnen/Künstlern zeichnet sich häufig durch zeitlich befristete Aufent- halte aus (Jöns 2009; Borén/Young 2013). In der Migrationsforschung wird diese zeit- lich befristete Form der internationalen Migration als temporäre Migration oder Transmigration bezeichnet. Im Unterschied zu klassischen Zuwanderern, die auf Dau- er das Land ihrer Geburt verlassen, versteht man unter temporären Migrantinnen/ Migranten Personen, die nur für wenige Jahre zuwandern, um danach wieder in ihr Heimatland zurückzukehren oder in ein drittes Land weiterzuwandern. Allerdings ist der Migrationsverlauf oft nicht im Vorhinein festgelegt. Häufig werden Absichten, zu- rückzukehren oder in ein anderes Land weiterzuwandern während des Aufenthalts modifiziert (Hess 2009), oder es wird aus einem Aufenthalt von wenigen Jahren ein längerfristiger Aufenthalt.
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Die kommunale Effizienzrevolution für den Klimaschutz in den deutschen Städten - "KomRev". Voraussetzungen, Transformationspfade und Wirkungen

Die kommunale Effizienzrevolution für den Klimaschutz in den deutschen Städten - "KomRev". Voraussetzungen, Transformationspfade und Wirkungen

Um das Konsumverhalten der Verbraucher entsprechend der Zielvisionen zu berücksichtigen, wurde definiert, welcher Anteil an Neuanschaffungen auf Effizienztechnologie (BAT) entfällt und welcher Anteil an durchschnittlicher, zum jeweiligen Stützjahr marktüblicher Technologie angeschafft wird. Das Konsumverhalten hat auf die Effizienzsteigerung entscheidenden Einfluss und ist ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung der unterschiedlichen Zielvisionen. Nicht nur der Anteil an Effizienzgeräten unter den Neuanschaffungen kann sich in Abhängigkeit des Konsumverhaltens ändern. Auch die vorhandene Anzahl und Nutzungsintensität insbesondere energieintensiver Gebrauchsgüter hängt stark vom unterstellten Bewusstsein für Energieeffizienz der Verbraucher ab. So ist z.B. anzunehmen, dass die Ausstattungsrate von elektrischen Wäschetrocknern in einem Zielkonzept niedriger wird, je mehr den Konsumenten ein suffizientes Verhalten zugesprochen wird. Die in (Matthes, Markewitz, Dieckmann, u. a. 2009) angegebene Fortschreibung der Ausstattungsraten bis in das Jahr 2030 wurde zunächst übernommen. Darüber hinaus wurden in Abhängigkeit des Zielkonzepts weitere Änderungen der Ausstattungsraten vorgenommen. Während die Entwicklungen im MOD-DEZ Konzept nach 2030 dem Trend nach (Matthes, Markewitz, Dieckmann, u. a. 2009) folgen, werden für das MAX-DEZ Konzept davon abweichende Annahmen für energieintensive Geräte getroffen. Konkret schlägt sich dies in einer um 5% erhöhten Ausstattungsrate von Kühl-Gefrier- Kombinationen nieder. Dafür werden verbrauchsintensivere Gefriergeräte entsprechend weniger verwendet. Zudem bleibt das Ausstattungsniveau der Wäschetrockner im MAX-DEZ Konzept nach 2030 konstant. Zuletzt geht ebenso die Ausstattung mit großen TV-Geräten im Vergleich zu MOD-DEZ um 1% gegenüber 2030 zurück.
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Aufsuchender Verbraucherschutz im Quartier: Die zunehmende soziale Spaltung in deutschen Städten und ihre Implikationen für die Verbraucherarbeit

Aufsuchender Verbraucherschutz im Quartier: Die zunehmende soziale Spaltung in deutschen Städten und ihre Implikationen für die Verbraucherarbeit

Gerade in ostdeutschen Städten hat die Segregation seit der Wende erschre- ckende Ausmaße angenommen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass 1995 noch eine sehr geringe soziale Segregation in Ostdeutschland beobachtet wur- de (Harth, Herlyn und Scheller 1998, 28). Helbig und Jähnen stellen fest, dass es in Ostdeutschland in den letzten neun Jahren einen Anstieg der Segregation um 23,4 Prozent gab, während im Westen nur eine Zunahme um 8,3 Prozent erfolgte. 2014 befinden sich unter den 16 Städten mit den höchsten Segregati- onswerten neun ostdeutsche Städte (Helbig und Jähnen 2018, 29). Die Autoren sprechen daher von einer „massive[n] Veränderung der sozialen Architektur“, in deren Verlauf viele ostdeutsche Städte von ehemals gemischten Städten zu den am stärksten segregierten Städten in Deutschland geworden sind (Helbig und Jähnen 2018, 29). Dabei spielen Großsiedlungen eine besondere Rolle. In vielen ostdeutschen Städten erklärt sich die hohe soziale Segregation beina- he ausschließlich über die Ballung von SGB-II-Empfängern in Großsiedlungen (Helbig und Jähnen 2018, 1) und das, obwohl diese Siedlungen zu DDR-Zeiten durch eine altersspezifische Belegungspolitik von einer Bevölkerungsschicht bewohnt wurden, „die überproportional über bessere Qualifikationen ver- fügte“ (Harth, Herlyn und Scheller 1998, 29). Diese Gebiete sind demnach von der gesellschaftlichen Entwicklung zudem noch entkoppelt. Sie profitieren nicht in gleichem Maße wie andere Stadtgebiete von positiven wirtschaftlichen Entwicklungen, sondern verharren in ihrer wirtschaftlichen Randlage (Helbig und Jähnen 2018, 86).
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Kurzanalyse: Wiedervermietungsmieten in ausgewählten deutschen Städten

Kurzanalyse: Wiedervermietungsmieten in ausgewählten deutschen Städten

 Bezogen auf das eigentliche Marktgeschehen sind vor allem die neu abgeschlossenen Mietverträge interessant. Hierbei wird üblicherweise die sogenannte Angebotsmiete herangezogen. Diese basiert auf den Angaben aus Wohnungsannoncen, die systematisch bereinigt und aggregiert werden. Der hier abgebildete Index IMX-D von Immobilienscout24 spiegelt die bundesweite preisliche Entwicklung aller zum jeweiligen Zeitpunkt geschalteten Wohnungsangebote wider, wobei sowohl Neubau (Neuvermietung) als auch Bestandsgebäude (Wiedervermietung) enthalten sind.

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Die kommunale Effizienzrevolution für den Klimaschutz in den deutschen Städten - KomRev : Voraussetzungen, Transformationspfade und Wirkungen ; Abschlussbericht

Die kommunale Effizienzrevolution für den Klimaschutz in den deutschen Städten - KomRev : Voraussetzungen, Transformationspfade und Wirkungen ; Abschlussbericht

Die zukünftige Entwicklung des Effizienzpfades im Bestand einzelner Technologien kann mit Hilfe durchschnittlicher Lebensdauern (Schmalwasser, Müller, und Weber 2011a), sowie einer technologiespezifischen Effizienzsteigerung prognostiziert werden. Grundsätzlich wird für den Gerätebestand angenommen, dass durch eine Mischung von alten und neuen Geräten im Bestand ein relativ hoher mittlerer Energieverbrauch (gemessen an Energieverbrauchswerten aktueller Geräte) besteht. Dies begründet sich darin, dass die Energieeffizienz, insbesondere im Bereich der Weißware, erst in den vergangenen ca. 10 Jahren zu einem verstärkten Auswahlkri- terium geworden ist. Heute erhältliche Geräte, welche eine vergleichsweise niedrige Energieef- fizienz im Vergleich zu den besten am Markt verfügbaren Geräten aufweisen, sind dennoch wesentlich sparsamer als gleichwertige Geräte, die bereits länger im Bestand sind. Zudem werden aufgrund hoher Anschaffungskosten nicht immer Geräte mit hohem oder höchsten Effizienzstandard gekauft, sodass die durchschnittliche Effizienz im Bestand eher gering ist. Grundsätzlich wird angenommen, dass nach Ablauf der Lebensdauer eines Gerätes stets ein neues mit der nächsthöheren Effizienzklasse angeschafft wird. Dass nicht etwa die effizienteste Technik am Markt eingesetzt wird, begründet sich darin, dass im Moderat-Dezentral Konzept die Annahme gilt, dass die Akteure keine Eigeninitiative ergreifen, um Energieeffizienz zu fördern (vgl. Kapitel 5). In Bezug auf die Ausstattung mit neuen Haushaltsgeräten bedeutet dies, dass ein höherer Kaufpreis für effiziente Technologie nur selten in Kauf genommen wird. Dies führt in den ersten Jahrzehnten zu einer eher konservativen Abschätzung des Anstiegs der Energieeffizienz, bedeutet es doch, dass sich der Stand der Technik z.B. bei Waschmaschinen lediglich um eine Effizienzklasse je Lebenszyklus (16 Jahre) erhöht. In der Vergangenheit lag dieser Wert, je nach Technologie wesentlich höher. Bei steigender Effizienz ist jedoch mit geringeren Effizienzzuwächsen zu rechnen.
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Entwicklung der Marktstruktur im deutschen Baugewerbe

Entwicklung der Marktstruktur im deutschen Baugewerbe

zuvor gefundenen signifikanten Effekte finden sich auch bei dieser Unterscheidung (d.h. die Effekte beim Mitarbeitenden-HHI sind ebenfalls statistisch insignifikant). Die geschätzten Koeffizienten für die Anzahl der Unternehmen unterscheiden sich dabei nicht stark zwischen Stadt- und Landkreisen. Ansonsten zeigen die unterschiedlichen Koeffizienten bei den anderen Variablen an, dass Stadt- und Landkreise unterschiedlich stark betroffen sind. Im Speziellen wirken die Aufhebung der Meisterpflicht, der EU Ost-Index sowie das Zinsumfeld stärker in Städten. Gründungen erscheinen demnach leichter in Ballungsgebieten. Ebenso scheint sich die durch niedrige Zinsen erhöhte Investitionsbereitschaft eher in Städten zu zeigen. Gegeben dass der Anteil der Arbeitenden aus neuen EU Mitgliedsstaaten unabhängig von der Losgröße eines Bau- vorhabens ist, zeigt sich, dass der EU-Ost Index hat einen stärkeren Effekt in den Städten aufweist, was darauf schließen lässt, dass Arbeitende aus neuen EU Mitgliedsstaaten stärker in Städten eingesetzt wer- den. Die Entwicklung der Unternehmensgröße ist hingegen im ländlichen Raum stärker durch die öffentli- chen Ausgaben und die Baugenehmigungen betroffen, was darauf hindeutet, dass öffentliche Aufträge auf dem Land proportional wichtiger sind und eine stärkere konjunkturelle Abhängigkeit vorliegt. Zudem wird der ländliche Raum auch stärker durch die Abstrahleffekte aus benachbarten Kreisen beeinflusst, was dafür spricht, dass Märkte bei Städten tatsächlich eher entlang der Stadtgrenze abgegrenzt werden. Auf dem Land sind die Grenzen hingegen fließend.
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Zur Entwicklung der Jugendgewalt seit 1998 in den Städten München, Stuttgart, Hannover und Schwäbisch Gmünd

Zur Entwicklung der Jugendgewalt seit 1998 in den Städten München, Stuttgart, Hannover und Schwäbisch Gmünd

Drittens lässt sich folgern, dass 1998 und 2005 weitestgehend die gleichen Fakto- ren als Risikofaktoren gewalttätigen Verhaltens gelten können. Jedoch prädizieren die ethnische Herkunft und die besuchte Schulform mittlerweile stärker den Über- gang in den Status der Gewalttäterschaft. Dieser Befund ist darauf zurückzuführen, dass bei Gymnasiasten und deutschen Jugendlichen die Gewalttätigkeit relativ ge- sehen stärker zurückgeht als bei anderen Jugendlichen. Dieses Ergebnis kann als ei- ne Art Polarisierung zwischen »erfolgreichen« und »erfolglosen« Jugendlichen inter- pretiert werden, wobei letztere nicht häufiger, sondern noch immer in tendenziell gleichem Ausmaß wie 1998 zu gewalttätigen Verhalten neigen. Insofern erweisen sich vor allem Hauptschüler und Schüler nichtdeutscher Herkunft als Personen- gruppen mit erhöhtem Bedarf an Präventionsmaßnahmen (vgl. hierzu auch Pfeiffer/Windzio/Baier 2006).
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Die Errichtung von Krankenkassen in deutschen Städten nach dem Gesetz betr. die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni 1883

Die Errichtung von Krankenkassen in deutschen Städten nach dem Gesetz betr. die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni 1883

schlechter, als die der größeren; denn trotz der im Vergleich zu ihrer Mitglie- derzahl sehr erheblichen Verwaltungsausgaben vermögen jene keine Kräfte zu gewinnen, welche den an sie ges[r]

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Menschen zählen aus dem All: Möglichkeiten und Grenzen von Satellitendaten zur Abschätzung der Bevölkerungsentwicklung und des Gebäudebestandes in deutschen Städten

Menschen zählen aus dem All: Möglichkeiten und Grenzen von Satellitendaten zur Abschätzung der Bevölkerungsentwicklung und des Gebäudebestandes in deutschen Städten

Der vorliegende Beitrag geht von einer ähnlichen Idee – die Bevölkerungszahl mit Hilfe von Fernbeobachtung indirekt zu erfassen – aus wie Sutton et al. (2001). Diese Autoren benutzten nächtliche Satellitenaufnahmen, die die Helligkeit auf der Erdoberfläche aufgrund künstlichen Lichts erfassen, als Indikator für die Bevölkerungsdichte von über 1000 Städten („census from heaven“). Dieser Ansatz ist für Großstädte in der Dritten Welt und stark wachsende Megastädte in Schwellenländern besonders interessant. Er kann auch zu einem Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ausgebaut werden, da mit steigendem Wohlstand das Ausmaß künstlicher Lichtquellen steigt (Henderson et al. 2009). Chen und Nordhaus (2010) zeigen überdies, dass „luminosity“ dazu dienen kann die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Ländern besser zu schätzen, die kein gutes amtliches Statistik-Berichtssystem haben.
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Lebensqualität in Städten

Lebensqualität in Städten

jeweils zur "subjektiven Lebensqualität" zugezählt wird, werden sich auch weiter¬. hin die Leitbilder der Stadtentwicklung wandeln[r]

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Die Entwicklung des deutschen Textilaußenhandels

Die Entwicklung des deutschen Textilaußenhandels

m enmäßig betrug demnach der Einfuhrrückgang im 1. V ierteljahr 1949 65 Vo von 1938, der Ausfuhr­ rückgang 73 Vo. Da es sicih in den beiden Vergleichsjahren um den Außenhandel zweier verschiede­ ner Gebiete (Bizone — Altreich) handelt, kennzeichnet dieser V er­ gleich nicht eine Entwicklung im eigentlichen Sinne des Wortes. Auch sonst ist die einleuchtend klingende Vergleichsmethode nicht so improblematisch, w ie es auf den ersten B lick scheint. Die handels­ statistischen Positionen, die den A usgang der Berechnung bilden, sind vielfach insofern kom plex, als sie eine eanze Anzahl von W a­ ren verschiedenster A rt und Preis­ lagen in einer einzigen M engen- und Wertsumme enthalten. Natur­ gemäß ändert sich die Waren-
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Stadtregiment und Bürgerfreiheit: Handlungsspielräume in deutschen und italienischen Städten des Späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Stadtregiment und Bürgerfreiheit: Handlungsspielräume in deutschen und italienischen Städten des Späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Auch in Köln hatte die besonders bei Konflikten mit dem Erzbischof aktivierte Freiheitsrhetorik nichts mit dem Recht auf bürgerliche Partizipation zu tun (S. Die tatsächlichen Konsens-[r]

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Pollen in Städten

Pollen in Städten

Allergische Erkrankungen sind ein weltweit zunehmendes Problem, vor allem in den industriali- sierten Ländern. Nahezu ein Fünftel der europäischen Bevölkerung ist von einer Pollenallergie betroffen [1]. In Deutschland liegt die Lebenszeitprävalenz für Asthma bronchiale bei 8,6 % und für Heuschnupfen bei 14,8 % [2], wobei die Prävalenz für Heuschnupfen in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen sogar bis zu 40 % erreicht [3]. Als häufigste chronische Erkrankung der un- ter 65-Jährigen, die den größten Anteil der arbeitenden Bevölkerung darstellen, beeinträchtigen Allergien nicht nur die Lebensqualität, sondern wirken sich auch, unter anderem aufgrund der Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit, sozioökonomisch deutlich negativ aus [4]. Die Krankheitshäufigkeit wird unter anderem durch das Leben in Großstädten erhöht [2]. In den Städten nimmt auch die Pollenbelastung stärker zu als auf dem Land [5]. Dafür wird in erster Linie der – besonders in den Städten ausgeprägte – Kohlenstoffdioxid (CO 2 )- und Lufttempera-
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