Soziale Bewegung

Top PDF Soziale Bewegung:

Soziale Bewegung, Öffentlichkeit und Legitimität

Soziale Bewegung, Öffentlichkeit und Legitimität

Rammstedt, O. (1981). Soziale Bewegung, Öffentlichkeit und Legitimität. In W. Schulte (Hrsg.), Soziologie in der Gesellschaft: Referate aus den Veranstaltungen der Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der Ad- hoc-Gruppen und des Berufsverbandes Deutscher Soziologen beim 20. Deutschen Soziologentag in Bremen 1980 (S. 319-323). Bremen: Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS). https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168- ssoar-188825

6 Mehr lesen

Religiöses Feuer oder revolutionäre Begeisterung: mythisches Gedankengut, Religiosität und soziale Bewegung bei Mariátegui

Religiöses Feuer oder revolutionäre Begeisterung: mythisches Gedankengut, Religiosität und soziale Bewegung bei Mariátegui

M ythisches Gedankengut, R eligiosität und soziale Bewegung bei M ariátegui 51 (OC 3: 23). Sätze wie dieser legen die Interpretation nahe, daß M ariátegui sich mit seiner Verteidigung des Mythos in erster Linie gegen die platte W issenschaftsgläubig­ keit des Positivismus wandte, die auch in die lateinamerikanische Politik Einzug gehalten hatte.3 Die Bourgeoisie ist zwischen Resignation und Nihilismus einerseits, blindem Fortschrittsglauben andererseits hin- und hergerissen. Was ihr fehlt, ist eine Idee, die zum Handeln anspomen kann. «Was heutzutage Bürgertum und Proletariat am klarsten und deutlichsten unterscheidet, ist der Mythos. Die Bourgeoisie besitzt keinen Mythos mehr. Sie ist ungläubig, skeptisch, nihilistisch geworden. [...] Das Proletariat besitzt einen Mythos: die soziale Revolution. A uf diesen Mythos bewegt es sich mit heftigem und tätigem Glauben zu. Die Bourgeoisie verneint, das Proletariat bejaht. Die bürgerliche Intelligenz vergnügt sich damit, die M ethoden, die Theorie, die Technik der Revolutionäre einer rationalistischen Kritik zu unterziehen. W elch ein Mangel an Verständnis! Die Stärke der Revolutionäre liegt nicht in ihrer W issenschaft, sondern in ihrem Glauben, ihrer Leidenschaft, ihrem Willen. Es ist eine religiöse, mystische, spirituelle Kraft. Es ist die Kraft des Mythos.» (OC 3: 27).
Mehr anzeigen

16 Mehr lesen

publish.UP Internetmacht und soziale Bewegung in Südkorea

publish.UP Internetmacht und soziale Bewegung in Südkorea

Die Charakteristika dieser neuen zivilgesellschaftlichen Organisationen fasst Ju Seong Su, ein koreanischer Soziologe, so zusammen: „1. Von progressiv- reformerischen Weltanschauungen ausgehend gestalten sie ihre sozialen Bewe- gungen und befürworten dabei wirtschaftliches Wachstum ebenso wie soziale Gerechtigkeit. 2. Sie führen ihre soziale Bewegung nicht konfrontativ, sondern wollen mit anderen Kräften zusammenarbeiten. 3. Sie suchen für ihre Bewegung eine möglichst breite soziale Basis zu finden [...] 4. Sie führen ihre Bewegung friedlich und halten sich an die Gesetze. 5. Sie haben normalerweise eine dezen- trale Struktur und sind an der Basis autonom entstanden. 6. Sie fördern öffentli- che Güter.“ (zitiert nach Im 2004, S. 87).
Mehr anzeigen

13 Mehr lesen

Soziale Bewegung und kulturelle Evolution: Überlegungen zur Rolle der neuen sozialen Bewegungen in der kulturellen Evolution der Moderne

Soziale Bewegung und kulturelle Evolution: Überlegungen zur Rolle der neuen sozialen Bewegungen in der kulturellen Evolution der Moderne

Selbstbilder kosmopolitische Identität Klassenidentität individualisierte Identität Organisationsmodelle bürgerliche Öffentlichkeit strategische Organisation kollektives Lernen Auf der ersten Ebene ergeben sich Unterschiede, die auf eine beträchtliche Differenz in den Antriebsressourcen kollektiven Handelns schließen lassen. Angst und Schmerz sind die Motive jener neuen sozialen Bewegungen, die Kern einer sich konstituierenden neuen sozialen Bewegung sind. Sie treiben die Ökologiebewegung in derselben Weise an wie sie das motivationale Fundament der Friedensbewegung bilden. Die Angst vor einer unkontrollierbaren Zukunft und das Leiden an dieser Zukunftserwartung sind zum zentralen gemeinsamen Nenner dieser beiden wohl wichtigsten neuen sozialen Bewegungen geworden. Das Motiv der Arbeiterbewe- gung ist dagegen das unmittelbare, konkret erfahrbare Leid in der Gegenwart, die durch die Industrialisierung beschleunigte Pauperisierung der Arbeiter und die damit verbundene Ausbeutung der Arbeitskraft gewesen. Die bürgerliche Emanzi- pationsbewegung hat demgegenüber ihren motivationalen Impetus aus einer ein- facheren Motivlage, nämlich aus der Erfahrung rechtlicher Ungleichheit im System absolutistischer politischer Herrschaft gezogen. Man könnte in der Veränderung dieser unterschiedlichen Motivlagen einen Trend zu einer zunehmenden Psychologi- sierung der Motivgrundlagen kollektiven Handelns sehen. 24 Damit ist ein Umbau in der Logik der Selbstbeschreibung notwendig verbunden.
Mehr anzeigen

36 Mehr lesen

„THE RAINBOW FAMILY OF LIVING LIGHT“UND IHRE ZUSAMMENKÜNFTE : deskriptive Betrachtung einer Subkultur und ihre Relevanz als soziale Bewegung

„THE RAINBOW FAMILY OF LIVING LIGHT“UND IHRE ZUSAMMENKÜNFTE : deskriptive Betrachtung einer Subkultur und ihre Relevanz als soziale Bewegung

„Ein steter Strom von Leuten wandert auf das Gelände [des Rainbow Gatherings]. Ein gewichtiger, kahlköpfiger Mann in den Fünfzigern kommt den Pfad entlang […].Weil er kein Gepäck trägt, glaubt Sunflower [ein Pseudonym], dass er sein Camp schon irgendwo aufgeschlagen hat. Als er jedoch näher kommt, bemerkt Sunflower eine beklommene, ängstliche Neugierde in seinem Blick. Sunflower begreift rasch – Gepäck oder kein Gepäck – für diesen Mann ist es das erste Mal hier. Sunflower geht lächelnd zu ihm und umarmt den verwunderten Mann. „Welcome home brother, welcome home.“, flüstert Sunflower. Mit großen brauen Augen, blickt der Mann ihn an. Er macht eine Bewegung in Richtung seines Mantels und erklärt: “Dies ist alles was ich besitze. Ich hörte, ein Mann, mit nicht mehr als dem bisschen Zeug am Leib wie ich, würde hier willkommen sein.“ Zwei vorbeigehende Frauen hören ihn und stoppen um ihn umarmend willkommen zu heißen. Der Mann stellt sich als „Sam, Sam the Hobo“ vor. Er erzählt den beiden Frauen und Sunflower, dass er auf der Straße lebe und dort einen Bericht über das Rainbow Gathering in einer Zeitung fand. „Es hörte sich nach einem Platz an, wo ich wieder als Mensch behandelt werden würde. Es ist einige Jahre her, dass ich mich wie ein Mensch fühlte. Ich suche nur nach einem schattigen Platz, wo ich einige Zigaretten rauchen und mit Leuten reden kann – ich will einige Dinge überdenken und in Ordnung bringen.“ Sunflower greift in seine Tasche und reicht Sam seine Schüssel. Eine andere sollte nicht all zu schwer zu finden sein. Er deutet in die Richtung der nächstgelegenen Küche und sagt zu Sam: “Sag ihnen dort, dass du hungrig bist. Sie werden dir etwas zubereiten.“ Eine der Frauen bemerkt: “In meinem Camp gibt es ein Tipi mit einem freien Platz.“ Ihre Freundin fügt hinzu: “Ich denke, es müsste ein Schlafsack in der ´Give away - Kiste´ liegen.“ (angeführt nach Niman 1997, S.18/ Übers. d. Verf.)
Mehr anzeigen

111 Mehr lesen

Populismus, Protest  - und politische Bildung. Soziale Bewegung(en) in Spannungsfeldern von Affektivität, Rationalität und Praktiken der Kritik im öffentlichen Raum

Populismus, Protest - und politische Bildung. Soziale Bewegung(en) in Spannungsfeldern von Affektivität, Rationalität und Praktiken der Kritik im öffentlichen Raum

und an, sowie gegen (vermeintlich dominante) Asymmetrien geht. Die gewählte Form des Protests bildet einen Kontrast zu einer Auffassung, die populistische Aktionen im politischen Raum mit einer (abwertenden) Referenz auf dumpfe, regressive Ausdrucksformen kurz- schließt. Könnten die Ziele der Identitären und der studentischen Jugend von 1968, deren Spaßguerilla-Aktionen hier kopiert wurden (vgl. Wagner 2017b), nicht verschiedener sein, die Form des Protests selbst versucht jedoch auf den ersten Blick, die gewohnte Unterschei- dung zwischen „rechts“ und „links“ zu verflüssigen und gegen eine politische Vereindeuti- gung des Geschehens zu arbeiten. Sellners Erzählung im Interview präsentiert eine Strategie, die eine für die Aktivisten vorteilhafte Lesart nahelegt: Die ablehnende, genervte Haltung der Politologin und die gesprächsbereiten Identitären. Der Auftritt stellt damit die Unter- scheidung zwischen der universitär legitimierten Repräsentation eines Wissens und den Zu- hörenden gerade dadurch in Frage, dass die Aktivisten sich zum einen als diejenigen ins Spiel bringen, um die es ‚eigentlich‘ geht. Die Identitäre Bewegung ist Gegenstand des Vortrags. Und zum anderen laden sie ostentativ zur Korrektur des über sie vermittelten Bildes ein. Diese Geste kokettiert mindestens damit, dass das referierte wissenschaftliche Bild nicht ‚der Wahrheit‘ entspreche.
Mehr anzeigen

22 Mehr lesen

Soziale Bewegung braucht kritische Wissenschaft – oder anders herum? | Maren Kirchhoff | 2014

Soziale Bewegung braucht kritische Wissenschaft – oder anders herum? | Maren Kirchhoff | 2014

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac Deutschland institutionali- sierte 2002 einen wissenschaftlichen Beirat, um der Bewegung »wissen- schaftliche Expertise« zur Identifizierung von Problemen der Globali- sierung und Alternativen zur gegenwärtigen Form der Globalisierung zur Verfügung zu stellen. Zehn Jahre danach betonten mehrere Mitglie- der des Beirats in Interviews die Auswirkungen dieser engen Beziehung zu ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit, und sie unterstrichen, dass diese Beziehung ihre Wahrnehmung von relevantem Wissen beeinflus- se.

13 Mehr lesen

Gewerkschaft als internationale soziale Bewegung: das ExChains-Netzwerk in der Bekleidungsindustrie

Gewerkschaft als internationale soziale Bewegung: das ExChains-Netzwerk in der Bekleidungsindustrie

Projekte von NGOs und teilweise auch von den internationalen Gewerk- schaftsdachverbänden wollen die Gewerkschaften darin qualifi zieren, solche Verstöße zu erkennen und anzuzeigen, anstatt gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie sich die Beschäftigten selbst dagegen wehren, lokal oder regional Lösungen erkämpfen und gesellschaftliche Kräfteverhältnisse ver- ändern können. In diesen Projekten geht es zumeist darum, dass Expert*innen Wissen vermitteln, wie innerhalb von Beschwerdemechanismen agiert wer- den kann, und weniger darum, Gegenwehr durch den Aufbau von sozialer Bewegung zu erreichen. Fragen, ob und wie grundlegende gesellschaftli- che Veränderung aussehen kann, haben in einer Projektlogik keinen Platz (Smith 2007: 9f). Daher erhalten Selbstorganisation und der Aufbau von Wissen und Handlungskapazitäten, um weitergehende Kämpfe zu führen, wenig Aufmerksamkeit. Bleibt die Perspektive auf einen einzelnen Konfl ikt verengt, kann vielfach mit öffentlichen Kampagnen, die von professionel- len Organizer*innen getragen werden, vermeintlich einfacher ein Erfolg erzielt werden. Gesellschaftliche Veränderung wird dann zur Aufgabe von „erfahrenen Strategen, Verhandlungsführern und Technokraten“ (Choudry & Kapoor 2013a: 15) und ist nicht länger Resultat des Aufbaus von Bewegung.
Mehr anzeigen

24 Mehr lesen

Bewegung und Lernen

Bewegung und Lernen

Auf den ersten Blick sah es so aus, als ob beide Gruppen gleich gut lernten. Die Studenten konn- ten die Fantasieobjekte richtig benennen und kor- rekt zuordnen. Bei genauerem Hinschauen zeigten sich jedoch Unterschiede genau dann, wenn es schwierig wurde. Wenn die Antwort nicht genau an der Form abgelesen werden konnte, sondern erst noch im Gehirn gekramt werden musste (»Wie sieht nochmal ›kurn‹ aus? Und was ist ›urge‹? Zu welcher Familie gehört ›gigo‹?«), kamen die Stu- denten der Pantomime-Gruppe schneller zu den Lösungen. Wer beim Lernen der Fantasieobjekte also relevante Bewegungen mitlernte, war im Vor- teil. Er konnte mit den Begriffen ganz offensicht- lich mental besser, also schneller umgehen. Und er zeigte auch eine typische Aktivierung der Gehirn- bereiche für motorische Gedächtnisspuren. Das Experiment macht deutlich: Das gleiche Ob- jekt wird anders gelernt, wenn man beim Lernen eine Handbewegung macht, die zu diesem passt, als wenn man nur auf dieses zeigt. Und das Ex- periment weist auch daraufhin: Es geht nicht um Bewegung der Bewegung willen, sondern um rele- vante, zum Gegenstand passende Bewegung. Schreiben lernen:
Mehr anzeigen

304 Mehr lesen

Die Klimagerechtigkeits-Bewegung in Deutschland

Die Klimagerechtigkeits-Bewegung in Deutschland

Die Suche nach neuen sozial-ökologischen Ansatzpunkten ist eng mit der Frage einer lokalen Praxis der Klima- bewegung verbunden. So betont eine Reihe von GesprächspartnerInnen, dass es durchaus wichtig sei, in der näheren Zukunft wieder verstärkt lokale Klimagruppen aufzubauen, die selbst handlungsfähig sind und eine lokale Klimagerechtigkeitspolitik entwickeln können, die auch Themen jenseits den Kohlekonflikts aufgreift. Eine starke lokal verankerte Basis und überregionale Kristallisationspunkte könnten sich gegenseitig befruch- ten und wechselseitig verstärken. Das sei auch deshalb wichtig, weil Kampagnen wie «Ende Gelände» dazu tendierten, dass sie von eingespielten Kreisen organisiert werden, denen es aber nicht gelingt, sich tatsäch- lich zu verbreitern und neue Leute zu empowern. Wie einfach dieser Schritt gelingen kann, darüber bestehen allerdings unterschiedliche Sichtweisen. Einige sind überzeugt, dass die aktiven Klimagerechtigkeitsgruppen sich zunächst darauf konzentrieren sollten, dass «Ende Gelände» in den nächsten Jahren weiter wächst. Auf dieser Grundlage würden sich dann gewissermaßen in einem Trickle-down-Effekt wieder Gruppen finden, die auch lokal neue Themenfelder erschließen können und wollen. Der Umstand, dass in einigen Städten bereits lokale «Ende-Gelände»-Bündnisse gegründet wurden, die auch eigenständige Aktionen vor Ort durchführen, verdeutliche dieses Phänomen. Andere weisen aber darauf hin, dass es eine sehr voraussetzungsvolle Aufga- be sei, eine effektive lokale Klimapraxis zu entwickeln. Denn eine solche Praxis erfordere eine politisch-strate- gische Zielstrebigkeit und eine langfristige Ausrichtung, weil sie sehr mühsam und kleinteilig sein könne. Eine Aktivistin verdeutlicht das am Beispiel ihrer Erfahrungen in Leipzig:
Mehr anzeigen

45 Mehr lesen

Geradlinige Bewegung

Geradlinige Bewegung

Beachte: Die Formeln für die gleichförmige Bewegung erhält man direkt aus denen für die konstant beschleunigte Bewegung, indem man einfach a = 0 setzt!. (und v statt v 0 schreibt).[r]

1 Mehr lesen

Bewegung geht uns alle an

Bewegung geht uns alle an

Über den Bezirk hinausgehende Kooperationen erachtet die Projektgruppe als sehr wichtig, genannt seien: Gedankenaustausch im AK Bewegung und Ernährung bei Gesundheit Berlin e.V., Vermittlung von Kindern mit Adipositas an die entsprechenden Klinikeinrichtungen. Im Sinne der Primärprävention gibt es im Bezirk Pankow viele Maßnahmen: In mehreren Kitas wurde das Projekt „Fitness für Kids“ unter der Leitung von Frau Dr. Ketelhut durchgeführt, zur Zeit ist das Kindermuseum Labyrinth im Ortsteil Weißensee mit dem Projekt „gesund groß werden“ in acht Einrichtungen aktiv.
Mehr anzeigen

59 Mehr lesen

Bewegung geht uns alle an

Bewegung geht uns alle an

auszutesten. Das wird laut Angaben der Sportlehrer unter anderem auch über Trendsportarten versucht, sowie über den Einsatz verschiedener Sportgeräte und das Einbringen von Spielen, die das soziale Miteinander fördern sollen. Von den Sportlehrern/innen der Grundschulen wurde betont, dass Sportdistanz und Sportverweigerung keine in der Grundschule typischen Probleme sind. Die Kinder bewegen sich in dem Alter noch gerne. Ziel sollte es allerdings seine, diese Freude an der Bewegung zu erhalten.

66 Mehr lesen

Arbeiter in Bewegung

Arbeiter in Bewegung

Bei Erwerbstätigen, die von ausserhalb der Stadt nach Zürich zur Arbeit kommen, fahren 38 Prozent der Männer mit dem Auto oder dem Motorrad (gegenüber 27 % bei den Frauen).. Bei.[r]

32 Mehr lesen

Krankenhäuser in Bewegung

Krankenhäuser in Bewegung

Die dadurch vorangetriebene Legitimierung von nationalistischen und konservativen Fi- guren und Diskursen im Mittelpunkt sozialer und potenziell progressiver Proteste ist be- sorgniserregend. Um diese Entwicklung zu verstehen und ihr entgegentreten zu können, muss sie im breiteren postkommunistischen Kontext begriffen und untersucht werden. Ei- ne solche Auseinandersetzung dient nicht der erneuten Legitimation von rechten Diskursen und Praktiken, sondern – im Gegenteil – fech- tet sie an und stellt sie grundlegend infrage. In den letzten 30 Jahren nach dem Fall des sozia- listischen Regimes wurde das nationale Ethos in der öffentlichen Sphäre revitalisiert. Gleich- zeitig werden soziale Fragen wie die Erhöhung der Sozialausgaben oder des Mindestlohns, die Einführung einer progressiven Besteue- rung oder die Existenz von staatlichen Betrie- ben wie beispielweise die Bulgarische Staats- eisenbahn als «Gespenst aus den dunklen kommunistischen Zeiten» dargestellt. Demzu- folge können Menschen ihre Wut auf die sozi- alen Missstände besser durch nationalistische Narrative artikulieren, ohne Gefahr zu laufen, im politischen Diskurs sofort marginalisiert zu
Mehr anzeigen

53 Mehr lesen

Städte in Bewegung

Städte in Bewegung

die Arbeit an dieser Publikation war eigentlich schon Anfang März so gut wie abgeschlossen. Dann kam Covid-19 und auf einmal erschien das Titelmotiv, Städte in Bewegung, in einem neuen Licht. Ein warmer Sommer- tag mit vielen Menschen auf den Straßen, ohne Sicher- heitsabstand und Mund-Nasen-Schutz, das wirkt wenige Monate später fast wie eine utopische Vorstellung. Die Erfahrung des Stillstands hat uns vor Augen geführt, wie schnell sich Dinge ändern können, die wir für selbst- verständlich und kaum veränderbar halten. Umso mehr stellt sich die Frage, was uns immer wieder aufhält, welche Veränderung wir anstreben, wo wir im Moment stehen und wie wir den Wandel gestalten wollen. Für die Mobilität in der Stadt gibt die Verkehrswende ein Leitbild vor: eine Stadt, die allen mobilen Menschen gerecht wird – nicht nur Menschen in Automobilen –, mit hoher Lebensqualität, ohne Klima, Umwelt und Gesund- heit zu belasten. Unsere Publikation liefert Zahlen, Daten und Fakten, wie weit wir bei der Verkehrswende in den Städten gekommen sind – und wie viel noch zu tun ist. Grundlage für unsere Standortbestimmung ist die Studie „Mobilität in Deutschland“, kurz: MiD, deren Daten 2017, also vor Corona erhoben wurden. Die MiD ist Deutsch- lands größte Mobilitätsbefragung. Sie stellt repräsenta- tive Daten über die Alltagsmobilität der deutschen Bevöl- kerung bereit. Mit Hilfe der MiD haben wir 35 Städte ausgewählt, für die belastbare Daten in allen für uns relevanten Kategorien vorliegen, und Profile erarbeitet, die eine schnelle Übersicht über vielfältige Mobilitäts- kennziffern der ausgewählten Kommunen ermöglichen und einen Vergleich zwischen ihnen zulassen.
Mehr anzeigen

106 Mehr lesen

Bewegung bei den Reformen

Bewegung bei den Reformen

Wirtschaftsdienst 2003 • 2 70 Bewegung bei den Reformen D ie Lage ist ernst. Der wirtschaftliche Aufschwung lässt länger auf sich war- ten, als von vielen erwartet und von allen erhofft. Die politische Unsicherheit lähmt. Kommt es zum Krieg im Irak? Wenn ja, wie lange wird er dauern und wird sich ein Flächenbrand verhindern lassen, der auch andere Ölfelder in Flammen setzen wird? Wenn nein, wie geht es ohne Krieg weiter? Doch so dramatisch die Lage auch sein mag: Sie hat trotzdem ihr Gutes. Sie hat es in Deutschland ver- mocht, den politischen Wind drehen zu lassen. Nach der Wiederwahl der rot-grü- nen Bundesregierung im letzten September spürten alle Reformversuche einen strammen Gegenwind. Das Mandat an die neue alte Koalition war zunächst der Auftrag, den Status Quo beizubehalten. Das Motto lautete „weiter so, wie bis- her“. Folgerichtig war die Regierungserklärung des Bundeskanzlers am Beginn der neuen Legislaturperiode keine Blut-Schweiß- und Tränen-Rede. Im Gegenteil schien es der rot-grünen Koalition zunächst darum zu gehen, jene Interessen- gruppen zu belohnen, die mit ihrer Treue die schon nicht mehr erwartete Wie- derwahl doch noch möglich gemacht hatten. Es folgte eine Neiddiskussion, die in Forderungen nach einer Erbschaft- und nach einer Vermögensteuer gipfelte. Es folgte ein „Steuervergünstigungsabbaugesetz“, das bei genauerem Hinsehen Steuer- und Abgabenerhöhungen mit sich brachte. Es folgte eine wirtschaftspoli- tische Irrfahrt ohne erkennbares strategisches Ziel, ohne eine sachgerechte Wahl der Mittel und ohne verbindliche Vorgaben.
Mehr anzeigen

3 Mehr lesen

Der Ölmarkt in Bewegung

Der Ölmarkt in Bewegung

Der Ölmarkt in Bewegung DOI: 10.1007/s10273-015-1810-2 Seit letztem Sommer sind die Rohölpreise kräftig gefal- len. So ist der Brentpreis zwischen Juni 2014 und Ende Februar 2015 um 46% zurückgegangen. In der Spitze lag der Rückgang sogar bei rund 60% (Anfang Januar 2015). Zu den niedrigeren Ölpreisen hat vor allem das gestiege- ne weltweite Ölangebot beigetragen. Aufgrund der För- derung unkonventionellen Erdöls mithilfe des Frackings gelang es den USA in den letzten Jahren, so viel Öl zu fördern wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Auch Russland hat seine Ölproduktion auf ein Niveau ausgedehnt wie zuletzt zu Sowjetzeiten.
Mehr anzeigen

3 Mehr lesen

Bewegung in der Regionalpolitik

Bewegung in der Regionalpolitik

W ährend sich trotz aller Ankün­ digungen im Gesamtkomplex der Subventionen kaum Verände­ rungen zeigen, scheint ein Element der Förderungspolitik-die regiona­ le Strukturpolitik - hinsichtlich ihrer Konstruktion in Bewegung zu gera­ ten. Verstärkt diskutiert werden ge­ genwärtig neben der Entleerung des ländlichen Raumes die Unter­ schiede der Wachstumsraten des Sozialprodukts und der Arbeitslo­ senquote zwischen Nord- und Süd­ deutschland, die mangelnde An­ passung in alten, monostrukturier­ ten Industriegebieten und die fi­ nanzwirtschaftlichen Engpässe in großen Zentren.
Mehr anzeigen

2 Mehr lesen

Die Agrarökologische Bewegung in Deutschland

Die Agrarökologische Bewegung in Deutschland

P5: Also ich sehs so, es gibt immer Akteure die also die die Möglichkeit haben durch auch Projektmittel und ähnliches sowas voran zu bringen, also konkret wie jetzt so nen Positionspapier oder wir konnten damals in diesem Projekt auch diese Deklaration übersetzen von Nyeleni auch auf deutsch, solche Sachen. Und das heißt aber nicht, dass das dann einfach sozusagen führende Organisationen sind, darum gehts ja auch garnicht, sondern es geht sozusagen, um so ne gesellschaftliche, zivilgesellschaftliche Bewegung und die in englisch sagt man ja, funktioniert über 'Notes', also wie so nen Netz sozusagen, das so Verknüpfungspunkte hat einfach und das ist wichtig dass es so breit ist halt und also ich würde sagen natürlich, es gibt immer diese also für mich war, würde ich so Nyeleni.de als wichtiges Netzwerk sehen, wo verschiedene Leute zusammen kommen und angedockt auch an das europäische Netzwerk und darüber hinaus auch natürlich. Also ich finde diese europäischen Netzwerke einfach sehr wichtig. Ich denke dass auch natürlich von uns ne besondere Position weil wir besonders viel damit zu tun haben aber tatsächlich die großen Impulse kommen, von der Agrarökologie kommen tatsächlich denke ich erstens mal aus dem globalen Süden, das finde ich auch wichtig, also das Konzept ist viel stärker für, also kommt ja ausm globalen Süden auch, diese Deklaration von Mali, das ist ja kein Zufall, weil das Konzept von Agrarökologie viel stärker noch dort gelebt wird in vielerlei Hinsicht auch weil einfach aus der Klasse (unv.) heraus, dass das Konzept von Agrarökologie viel stärker mit kleinbäuerlichen Strukturen sozusagen angedockt ist und wir haben einfach sehr wenig kleinbäuerliche Strukturen, die jetzt noch übrig sind hier in Deutschland zum Beispiel, anders als jetzt in Italien zum Beispiel, wo es ja, also noch wirklich hunderttausende 'Contagini' (unv.) also Kleinbauern gibt. Und deswegen war sozusagen, die europäischen Kontakte, die waren sozusagen das Bindeglied dann vom globalen Süden jetzt hier nach Deutschland. Aber was hier nicht ist, ist ja nicht, dass heißt ja nicht, dass es nicht relevant ist, deswegen Agrarökologie ist nen sehr relevantes Konzept hier für uns und deswegen müssen wir es auch noch stärker hier in Deutschland etablieren. Aber die globalen und die europäischen Netzwerke haben auf Jedenfall geholfen das zu pushen auch.
Mehr anzeigen

156 Mehr lesen

Show all 2658 documents...