Nach oben pdf Verständnis für Menschen mit Demenz

Verständnis für Menschen mit Demenz

Verständnis für Menschen mit Demenz

Schule hat u. a. den Auftrag, neben der Vermittlung von Wissen auch Kompetenzen im Umgang mit der Krankheit Demenz auszubilden. Nach F. E. Weinert ist eine Person kompetent, „wenn sie bereit ist, neue Auf- gaben- oder Problemstellungen zu lösen, und dieses auch kann. Hierbei muss sie Wissen bzw. Fähigkeiten erfolgreich abrufen, vor dem Hinter- grund von Werthaltungen reflektieren sowie verantwortlich einsetzen“ (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung 2015, S. 11). Mit Blick auf das Thema Demenz stehen hier neben Fachkompetenz, al- so der „Bereitschaft und Fähigkeit, auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens Aufgaben und Probleme zielorientiert, sachgerecht, metho- dengeleitet und selbstständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen“ und Sozialkompetenz, mit der „Bereitschaft und Fähigkeit, soziale Bezie- hungen zu leben und zu gestalten, Zuwendungen und Spannungen zu er- fassen und zu verstehen sowie sich mit anderen rational und verantwor- tungsbewusst auseinanderzusetzen und zu verständigen“ (Kultusminis- terkonferenz, 2018, S. 15), wozu „insbesondere auch die Entwicklung so- zialer Verantwortung und Solidarität“ (ebd.) gehört, vor allem Selbstkom- petenz im Fokus: Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Blick auf die Entfaltung eigener Begabungen durchdachte Wertvorstellungen entwi- ckeln und Lebenspläne fassen. Dazu braucht es die Stärkung von Selb- ständigkeit und Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit sowie Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, aber auch Kritikfähigkeit (vgl. ebd.).
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Material und Handreichung für allgemein- und berufsbildende Schulen „Verständnis für Menschen mit Demenz“

Material und Handreichung für allgemein- und berufsbildende Schulen „Verständnis für Menschen mit Demenz“

Dieser gesellschaftlichen Herausforderung ist es geschuldet, dass die Bundesregierung die „Nationale Demenzstrategie“ mit einer Laufzeit bis in das Jahr 2026 initiiert hat. Hier haben sich die beteiligten Akteure auf 27 Ziele mit 162 Einzelmaßnahmen, die das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern, vereinbart. Die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“ aus den Jahren 2014 bis 2018 wird fortgesetzt und neu ausgerichtet. Die Kultusministerkonferenz beteiligt sich an der Initiative und hat dazu den Beitrag der Länder zur Umsetzung der Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“ – Material und Handreichungen für allgemein- und berufsbildende Schulen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10.12.2015) mit dem vorliegenden Dokument aktualisiert. Die Einbindung des Themas Demenz in den Unterricht trägt zur Sicherung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihrer Entstigmatisierung bei. Schülerinnen und Schüler lernen auf diesem Weg früh und nachhaltig, die Hintergründe und die Problem- und Lebenssituationen dementiell erkrankter Menschen kennen und verstehen. Lehrerinnen und Lehrer werden durch Hinweise und Material bei der unterrichtlichen Umsetzung dieser Zielsetzung unterstützt.
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Angehörige von Menschen mit Demenz seelsorglich begleiten

Angehörige von Menschen mit Demenz seelsorglich begleiten

Jeder Gottesdienst beginnt mit der Zusammenkunft der Gläubigen. Der Eröffnungsteil der Messfeier dient dem „pneumatischen Geschehen […] [der] Versammlung der Gemeinde als Kirche“ 253 , die zusammenkommt, um ihrem erhöhten Herrn zu begegnen. So sollen sich auch die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen als Teil einer Gemeinschaft erleben, die zusammen Gottesdienst feiert. Der Initiator dabei ist Gott und das primäre Subjekt Christus. 254 Durch diesen beten auch die Gläubigen, in deren Namen der Vorsteher spricht, im Heiligen Geist zum Vater. Die Mitfeiernden verlassen ihre Alltagswelt und treten in den „Raum“ Gottes ein. Das „wird sprachlich durch das trinitarische Eingangsvotum (‚Im Namen des Vaters…’) markiert“ 255 . Es folgt der kurze liturgische Gruß „der Herr sei mit euch“, der den Feiernden bewusst macht, dass der erhöhte Herr in ihrer Mitte ist. Die Kyrie-Rufe mit ihrem Huldigungscharakter richten sich dann auch an Christus. Von seiner Geschichte her ist dieser Ruf schon in vorchristlicher Zeit in Verwendung. Er wurde an eine Gottheit oder einen Herrscher gerichtet, der in eine Stadt einzog. Es geht dabei um das Anerkennen der rettenden Macht des anderen. Im christlichen Verständnis bezeugt der Ruf „den Glauben an die rettende Gegenwart des Kyrios Christus in seiner Gemeinde“ 256 . Dieser Gedanke kann gerade auch für die Zielgruppen, wenn sie sich hilflos und alleine gelassen fühlen, bedeutsam sein. Die Huldigungen werden im Gloria weitergeführt und erweitert. Sie richten sich dort erst an Gott, dann an Christus und schließen mit einer trinitarischen Formel. Das einleitende Schriftzitat aus Lk 2,14 holt den Ausgangspunkt des Heils ins Bewusstsein. Gott kommt durch das Kind in die Welt und dadurch verbinden sich Himmel und Erde. Mit dem Tagesgebet schließt der Eröffnungsteil der Messe. In diesem wendet sich der Vorsteher im Namen der Versammlung zum ersten Mal direkt und ausdrücklich an den Vater. Dabei wird auf den Feiergedanken des Tages thematisch Bezug genommen. Für dieses Gebet gibt es auch die Bezeichnung „Collecta“. Denn durch die Gebetseinladung („lasset uns beten“) ist jeder aufgerufen, im Stillen zu beten. Das vom Vorsteher
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Erleben und Verhalten bei Angehörigen von Menschen mit Demenz in Konfliktsituationen

Erleben und Verhalten bei Angehörigen von Menschen mit Demenz in Konfliktsituationen

Hinsichtlich der Erklärungsversuche sahen zwei Angehörige die Ursache in ihrer eigenen Persönlichkeit in Bezug auf Impulsivität und Ungeduld. Die meisten Angehörigen gaben als Erklärung für ihr Verhalten allerdings situationsspezifische Merkmale an, deren Gemeinsamkeit unter dem Stichwort „Überforderung“ zusammengefasst werden kann. Dies bezog sich z.B. auf Situationen, in denen Zeitdruck entstand oder auf Situationen, in denen wiederholte Fragen des Erkrankten auftauchten oder auch auf Situationen, in denen der Angehörige neben der Erledigung notwendiger Alltagsaufgaben den Betroffenen bei bestimmten Tätigkeiten beaufsichtigen musste. In Bezug auf Situationen der Überforderung wurde auch mehrfach die Phrase „Ich bin auch nur ein Mensch“ zur Rechtfertigung des eigenen Verhaltens verwendet. Eine Angehörige formulierte, dass „irgendwann das Fass voll ist und es dann raus müsse“. Diese Formulierungen deuten darauf hin, dass viele Angehörige Verhaltensregeln im Umgang mit den Erkrankten bis zu einem bestimmten Punkt umsetzen können. Wenn jedoch die Anforderungen der Situation zu hoch werden, wird wider besseres Wissen den Ärgerimpulsen nachgegeben und in für den Betroffenen ungünstiger Weise reagiert. Eine Angehörige sah den Grund dafür, dass es ihr schwer falle, sich gegenüber dem Partner geduldig zu verhalten, darin dass die Erkrankung erst vor kurzem diagnostiziert wurde und sie dies noch nicht voll akzeptiert habe. Dies kann auch als Hinweis darauf gesehen werden, dass Angehörige sich zu Beginn der Erkrankung des Partners in einem Prozess des „Verstehen Lernens“ befinden, der im weiteren Verlauf zu mehr Akzeptanz, Verständnis und günstigerem Verhalten führen kann.
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Sinnkonstruktionen von Menschen mit Alzheimer-Demenz : eine Biographieanalyse

Sinnkonstruktionen von Menschen mit Alzheimer-Demenz : eine Biographieanalyse

Das zentrale Ergebnis für die anwendungsbezogene Soziale Arbeit mit Menschen mit Alzheimer-Demenz besteht in der regelrechten Pflicht, die Erkenntnisse aus der Biographieforschung für die praktische Arbeit brauchbar zu machen. Der professionelle Helfer muss ein Verständnis für den Menschen, vor dem Hintergrund seiner biographischen „Gewordenheit“, entwickeln. Es handelt sich eben nicht um die in der Pflegepraxis gern ausgeübte und sterile Aufnahme der ausschließlich lebensfaktischen Daten. Es gilt nicht zuletzt, sich besonders sensibel auf individuelle Sinn- und Identitätskonstruktionen, generationsspezifische Charakteristika, den historischen und kulturellen Hintergrund, den biographisch determinierten Handlungsorientierungen, auf eingenommene Rollen, relevante Lebensthemen, Ängste oder vorhandene Moral- und Erwartungshaltungen einzulassen. Dies gilt natürlich auch für andere Berufsgruppen, die mit der Betreuung, Begleitung oder Pflege von Menschen mit Alzheimer-Demenz vertraut sind. Im Vorfeld einer sozialarbeiterischen Intervention sollte infolge stets ein Mindestmaß an biographischem Wissen über den Adressat erhoben worden sein, um nicht an den entsprechenden Bedürfnissen vorbei zu arbeiten und vorhandene Ressourcen erkennen zu können. Frau Finks Fall zeichnet sich zudem durch ein vom Leben Abschied nehmen, durch überwiegende Trauer über den durch die Alzheimer- Erkrankung zu ertragenden Verlust, aus. Diese Jenseits-Hinwendungen gilt es genauer zu erforschen, um unter Umständen adäquate Konzepte zum praktischen Umgang entwickeln zu können. Neue Ansätze könnten angesichts der gegenwärtigen Praxis in eine völlig andere Richtung, konträr zum kulturellen Umgang mit dem Thema Sterben und Tod, gehen. Die Soziale Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen sollte vor diesen Hintergrund besonders sensibel auf Jenseits-Hinwendungen achten, sie vordringlich akzeptieren und im Sinne der bestehenden Bedürfnisse vor Bagatellisierung schützen.
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Klangbrücken. Beziehungsentwicklung bei Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen durch ambulante Musiktherapie

Klangbrücken. Beziehungsentwicklung bei Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen durch ambulante Musiktherapie

Seit den letzten Jahren verändert sich der Blick auf die Demenzerkrankten in der Gesellschaft ganz allmählich: weg von einer einseitig defizitorientierten Sicht- weise hin zu einem Verständnis von Demenz als Daseinsform im Alter. Eine aus- schließlich medizinische und verlustorientierte Sichtweise orientiert sich an dem meist progredient verlaufenden kognitiven Abbau und vernachlässigt dabei das (An)Erkennen der verbliebenen Fähigkeiten. Demenz nicht nur als ein Störungs- bild, sondern positiv umgedeutet als ein Phänomen anzusehen, eröffnet einen Raum, den Menschen mit Demenz therapeutisch mit nicht medikamentösen psychosozialen Interventionen zu begegnen. Es geht dabei nicht um die (unmögliche) Heilung, sondern um eine höhere Lebensqualität für die Be- troffenen, indem in einem Beziehungsgeschehen zwischen PatientenInnen und TherapeutInnen die momentanen Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden sollen. Hierbei gilt es zu unterscheiden: Defizitorientierte kognitive Therapien wie beispielsweise das ROT (Realitätsorientierungstraining) nach Taulbee und Folsom (1966) zeigen keine oder sogar eine negative Wirkung, weil sie Frustrationen hervorrufen können. Dagegen scheinen ressourcenorientierte Verfahren wie die kreativen Therapien, die Selbsterhaltungstherapie und die Ergotherapie besser geeignet, das Wohlbefinden der Patienten und Patientinnen zu stärken. Zu den kreativen Therapien zählen die Musiktherapie, Kunst-, Theater- und Tanztherapie (Haberstroh & Pantel, 2011).
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Übergänge von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz in vollstationäre Pflegeeinrichtungen

Übergänge von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz in vollstationäre Pflegeeinrichtungen

Im Bereich der Gesundheits- und Pflegeforschung wird das Konzept der Transition seit den 1980er Jahren in verschiedenen Forschungsbereichen als theoretischer Bezugsrahmen angewandt und in unterschiedlichsten Formen eingesetzt. Die bedeutsamsten Impulse kommen in diesem Zusammenhang aus der Forschung in anderen Ländern. Wichtige Ver- treter, die ein differenziertes Theoriegebäude zur Abbildung von Transitionen im Gesund- heitssystem entwickelt haben, sind A. Meleis und ihre Forschungspartner sowie F. Selder. Beide Konzepte beschäftigen sich mit der Frage, welche Probleme und Anforderungen sich in Transitionsprozessen ergeben und wie die Betroffenen mit ihnen umgehen (vgl. Kralik et al. 2006; Kralik/Visentin et al. 2010; Munk et al. 2018). Meleis und ihre Forschungs- gruppe ordnen Transitionsprozessen bestimmte charakteristische Merkmale zu, die sich in der Regel bei allen Übergängen identifizieren lassen. Diese Kennzeichen und Gemeinsam- keiten bilden in ihrer Gesamtheit die Unterscheidungsmerkmale einer Transition gegen- über anderen Entwicklungsprozessen. Eine Transition wird nach diesem Verständnis im- mer durch ein bedeutendes Ereignis ausgelöst, welches wiederum neue Bewältigungsan- forderungen nach sich zieht. Dieser Auslöser wird von Meleis et al. als »signifikantes Er- eignis« definiert und stellt in diesem Kontext den Beginn einer Transition dar. Weiterhin weist jede Transition eine zeitliche Struktur auf. Die Transition führt zu einer erheblichen Veränderung der individuellen Lebenssituation des Betroffenen und seines sozialen Um- felds (vgl. Chick/Meleis 1986; Schumacher/Meleis 1994; Schumacher et al. 1999). Bedingt durch die auslösenden Faktoren werden innerhalb des Transitionskonzepts drei verschie- dene Übergangstypen definiert. Unterschieden werden die entwicklungsbedingte Transiti- on, bezogen auf Übergänge, die durch natürliche Lebensphasenprozesse ausgelöst werden,
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Edoweb: Menschen mit Demenz begegnen

Edoweb: Menschen mit Demenz begegnen

Was können Menschen mit Demenz tun? Im Verlauf einer Demenz geht die Fähigkeit zur rationa- len Entscheidungsfindung zunehmend verloren. Darum ist die „frühe Phase“ eine Zeit für wichtige Weichen- stellungen. Durch Vollmachten können Betroffene Ein- fluss darauf nehmen, wer später an ihrer Stelle Entschei- dungen treffen darf. Rechtzeitige Absprachen innerhalb der Familie helfen den Angehörigen dabei, die spätere Betreuung nach den Vorstellungen und Wünschen des erkrankten Familienmitgliedes zu gestalten. Für die Be- troffenen ist es außerdem wichtig, soweit wie möglich aktiv zu bleiben. Ein anregendes Leben kann den Verlauf einer Demenz positiv beeinflussen und zur Lebenszufrie- denheit beitragen. Wichtig ist außerdem ein offener Umgang mit dem Geschehen gegenüber der Familie, dem Verwandtenkreis und den Menschen im sozialen Umfeld. So können Ängste und Vorbehalte abgebaut und Solidarität und Verständnis mobilisiert werden.
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Advance Care Planning als Versorgungsansatz bei der Pflege von Menschen mit Demenz

Advance Care Planning als Versorgungsansatz bei der Pflege von Menschen mit Demenz

Allerdings sind weitere Forschungen wünschenswert, insbesondere quantitative Forschung in Form von randomisiert kontrollierten Studien wäre nötig, um herauszufinden, welche Interventionen im Rahmen von ACP sich wie auf Belastungen von Angehörigen auswirken und wie diese besser unterstützt werden können. Die anfangs gestellte Frage „Ist das Advance Care Planning ein geeignetes Konzept, um die Belastungen von Angehörigen von Menschen mit Demenz zu reduzieren?“ wird in dieser Arbeit verhalten mit ‚ja‘ beantwortet. Dabei ist zu bedenken, dass der Begriff ‚Advance Care Planning‘ zurzeit nicht bindend definiert ist und das Verständnis von ACP stark variiert. Grundsätzlich erscheint eine ‚vorausschauende Versorgungsplanung‘ sinnvoll und die Bedeutung der Einbeziehung der Familie wurde oben ausführlich dargestellt. Es ist nun nötig, die gewonnen Kenntnisse zu nutzen um Menschen mit Demenz respektvoll und mit Würde bis an ihr Lebensende nach ihren vorher geäußerten Vorstellungen zu begleiten und deren Angehörigen jede Hilfe und Entlastung anzubieten, die dazu möglich ist.
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Belastungserleben pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz während eines Krankenhausaufenthaltes

Belastungserleben pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz während eines Krankenhausaufenthaltes

Entlastung und vor allem Erholung erleben pflegende Angehörige während eines Urlaubs. Um sich während des Urlaubs erholen zu können ist es bedeutend, dass die Pflege und Betreuung des Demenzerkrankten auf mehrere Personen verteilt werden kann. Urlaube mit der Familie werden daher als besonders entlastend und erholsam empfunden. Sie ermöglichen dem/der pflegenden Angehörigen die Pflege und Betreuung zeitweise abgeben zu können und Abstand vom gewohnten Alltag zu gewinnen. Dadurch kann neue Energie geschöpft sowie schöne, positive Erlebnisse mit dem an Demenz erkrankten Familienmitglied geschaffen werden: „Total, also das war wirklich eine ganz große Hilfe die Familie. Meine Tochter und ihr Mann […] haben […] uns mit in den Urlaub genommen. Und das sind Höhepunkte und das ist sowas wichtiges gewesen […].“ (Interview 3, Zeile 175- 181). Von Pflegenden Angehörigen wird die Unterstützung durch das soziale und familiäre Umfeld als eine essentielle Ressource bei der Pflege und Betreuung eines Menschen mit Demenz angesehen: „Also Familie und Freunde und ein soziales Netz ist das aller wichtigste, was man haben kann.“ (Interview 3, Zeile 197-199). Doch nicht nur die Unterstützung durch Familie und Freunde ist elementar, sondern auch die Unterstützung des Arbeitgebers, wenn die Berufstätigkeit neben der Pflege des/der Demenzerkrankten aufrechterhalten wird. Das Verständnis des Arbeitgebers für die Rolle des/der Mitarbeitenden als pflegende/r Angehörige/r und für die Erkrankung Demenz wird als entlastend empfunden: „[…] als sie anfänglich immer weglief oder mich nicht fand, da ist mir der Chef […] damals sehr, sehr entgegengekommen und hat gesagt, du ich lös dich hier […] ab, […] lauf und such sie. Also das fand ich immer ganz toll. Sie sind mir sehr, sehr entgegengekommen.“ (Interview 5, Zeile 99-106).
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Wirkungen tiergestützter Interventionen auf Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Wirkungen tiergestützter Interventionen auf Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Dieser Interpretationsprozess wird in den Rahmenempfehlungen als „Verstehende Diagnostik“ bezeichnet. Dabei wird versucht nachzuvollziehen, weshalb sich eine Person dementsprechend verhält und zieht zum Verständnis die Lebensumstände und das Geflecht der Beziehungen aller beteiligten Personen mit in Betracht. Die Ursachen für die Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz können äußerst vielfältig sein und es ist besonders schwierig, wenn der Mensch sich nicht verbal verständlich machen kann. Daher wird in den Rahmenempfehlungen das bedürfnisorientierte demenzbezogene Verhaltensmodell genannt NDB-Modell (need driven dementia compromised behaviour model) vorgeschlagen, welches in Nordamerika auf Basis von vielfältigen Studien entwickelt wurde. Mit diesem NDB-Modell (vgl. Abbildung 2) kann das Verhalten von Menschen mit Demenz mit zwei Arten von Faktoren erklärt werden. Auf der einen Seite gibt es die Hintergrundfaktoren, die zwar durch Interventionen kaum beeinflusst werden können, jedoch aber die Risiken beschreiben. Hierzu gehören die physischen und kognitiven Fähigkeiten, biographische Ereignisse bzw. Entwicklungen sowie Persönlichkeitsmerkmale oder frühere Formen der Stressbewältigung. Auf der anderen Seite gibt es die direkten Faktoren, die eher beeinflusst werden können, um das herausfordernde Verhalten zu verändern. Hierzu gehören physiologische Bedürfnisse wie Hunger, Schmerz und Durst, Schlafstörungen und psychosoziale Bedürfnisse, wie auch Umgebungsreize bspw. Licht und Geräusche. Zusätzlich spielen die soziale Umgebung wie bspw. die Kontinuität der Pflegefachkräfte und die räumliche Atmosphäre eine Rolle (vgl. BMG 2006, ebd.).
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Sexualität im Alter : speziell bei an Demenz erkrankten Menschen

Sexualität im Alter : speziell bei an Demenz erkrankten Menschen

Trotzdem scheint der Hunger nach Liebe, Annahme, Zärtlichkeit, Bindung und in diesem Zusammenhang auch nach erfüllter Sexualität unter den jüngeren Generationen fast noch größer zu sein, als bei der Generation der Alten. All das bedeutet, dass die Lebensweisen sich zu einem differenzierteren Ausmaß gewandelt und sich Intimbeziehungen vervielfältigt haben. Zudem haben sich auch die sexuellen Erlebnisse und Praktiken unter alternden und mitunter pflegebedürftigen Menschen differenziert. Durchschnittliche Erhebungen bezüglich Koitus oder Selbstbefriedigung sind hier deshalb nicht mehr besonders aussagekräftig. (vgl. Grond, 2011, S. 13) Die Einstellung zur Sexualität und die Hemmung den körperlichen Akt in einer Freundschaft oder Beziehung zu vollziehen hat sich komplett verwandelt. Ältere Menschen verbinden damit zumeist etwas Besonderes, aber auch sehr persönliches und intimes, weil sie in ihrer Jungend oftmals lange Zeit Enthaltsamkeit übten bevor sie sich wirklich auf Geschlechtlichkeit einließen. Ältere Menschen erlebten Sexualität ganz anders als die heutige junge Generation. In früheren Generationen war es etwas Schambehaftetes und es war nicht wirklich üblich darüber zu sprechen oder dieses Thema im gesellschaftlichen Leben zur Schau zu stellen. Sexualität war ein striktes Tabuthema. Die Sexualmoral des 20. Jahrhunderts war oft verlogen und unbarmherzig. Die Unterschiede, welche in diesem Bereich zwischen Männern und Frauen gemacht wurden waren nahezu katastrophal und konträr. Was Männern erlaubt war, galt bei Frauen als unmoralisch und verboten. Schon allein diese gesellschaftliche Denke von Damals, ist objektiv gesehen völlig verwirrend. Braucht es doch nach menschlichem Verständnis Mann und Frau zu gleichen Teilen um Sexualität im Sinne von Geschlechtsverkehr in allen Facetten überhaupt ausleben zu können. Homosexualität oder wechselnder Geschlechtsverkehr ohne ernsthafte Partnerschaft galt damals als sündhafte Verwahrlosung und stieß die Menschen mit diesem Lebensstil oft an den unbarmherzigen Rand der Gesellschaft. (vgl. Grond, 2011, S. 13)
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Technische Unterstützung für Menschen mit Demenz : Symposium 30.09. - 01.10.2013

Technische Unterstützung für Menschen mit Demenz : Symposium 30.09. - 01.10.2013

ten betroffen (Ribotsche Regel). Diese Reihenfolge gilt auch für Stö- rungen des Denkens, indem sich in den zu späteren Zeitpunkten des Lebenslaufs erworbenen Leistungen eher Defizite zeigen als in den zu früheren Zeitpunkten des Lebenslaufs ausgebildeten Fähigkeiten. Charakteristisch für mittelschwere Demenzen ist eine hochgradige Vergesslichkeit, die nicht nur auf neue Gedächtnisinhalte beschränkt ist, sondern auch mehr und mehr auf das Altgedächtnis übergreift. Das analytische Denken, vor allem das Erkennen von Zusammen- hängen und das Planen von Handlungsabläufen, ist erheblich einge- schränkt, die sprachlichen Äußerungen verarmen auf ein floskelhaf- tes Niveau und werden vor allem durch falsche Wortbildungen sowie durch ständiges Wiederholen von Wörtern oder Satzteilen beeinträchtigt. Andererseits versuchen demenzkranke Menschen häufig, Gedächtnislücken auszufüllen, und geraten dabei ins Fabu- lieren. Bewegungsabläufe und Handlungsfolgen werden auch bei alltäglichen Verrichtungen, etwa dem Ankleiden oder dem Gebrauch von Geräten, nicht mehr vollständig beherrscht oder können gar nicht mehr ausgeführt werden. Störungen der Lese- bzw. Rechenfä- higkeit bilden weitere, häufige Störungen. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen kommt es zu Wahnbildungen und Wahrnehmungs- störungen.
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Pflege für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz : Pflegerische Interventionen zur Unterstützung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz im Umgang mit emotionalen Belastungen im ersten Jahr nach dem Übertritt in eine Langzeitpflegeeinrichtun

Pflege für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz : Pflegerische Interventionen zur Unterstützung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz im Umgang mit emotionalen Belastungen im ersten Jahr nach dem Übertritt in eine Langzeitpflegeeinrichtung

Im Gegensatz zu bestehenden Forschungsarbeiten stellen Gaugler et al. (2008) in ihrer Untersuchung fest, dass pflegende Ehepartner von Menschen mit Demenz kurz nach dem Übertritt in eine Langzeitpflegeeinrichtung eine erhebliche Reduktion der Belastung und des Erlebens depressiver Symptome zeigen. Ihre Beobachtungen führen sie auf die regelmässige Datenerhebung nach dem Übertritt in eine Langzeitpflegeeinrichtung zurück. Bei pflegenden Ehepartnern von Menschen mit Demenz, die an der NYUCI teilnahmen, wurden zum Zeitpunkt der Institutionalisierung und im Anschluss daran signifikant tiefere Werte bei der Belastung und dem Erleben depressiver Symptome gemessen. Dennoch weist ihre Forschungsarbeit mehrere Limitationen auf wie der Fokus auf Ehepartner und die Homogenität der Stichprobe. Ihre Studie zeigt, welchen Effekt die Kombination aus ineinandergreifenden Interventionen auf die Belastung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz hat.
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Stärkung der Selbstmanagement-Kompetenzen pflegender Angehöriger türkeistämmiger Menschen mit Demenz

Stärkung der Selbstmanagement-Kompetenzen pflegender Angehöriger türkeistämmiger Menschen mit Demenz

ihres Mannes als ihm zugehörig anzunehmen. Die Rollenfindung ist der dritte Aspekt, der die Selbstmanagement-Kompetenzen beeinflusst, da bei unklarem Rollenerleben durch die Angehörigen eine Ambivalenz bezüglich der Pflegesituation und dem eige- nen Lebensentwurf entstehen kann, der einen konstruktiven Umgang mit den Heraus- forderungen und den eigenen Ressourcen verhindert. Ein vierter Aspekt ist die Stig- matisierung der Demenzerkrankung, bzw. die Inanspruchnahme pflegerischer Unter- stützung, die durch einige Communities in der Bevölkerung erfolgt. Handlungen, die auf die Aktivierung von Selbstmanagement-Kompetenzen hin getätigt wurden, wie z.B. die Inanspruchnahme einer Demenz-WG oder die Entscheidung zur häuslichen Pflege in der finalen Phase, werden mit Ausgrenzung und Diskriminierung sanktioniert. Das geschieht aus unterschiedlichen Beweggründen heraus, etwa im ersten Fall durch die türkeistämmige Community, die die Pflege in einer Einrichtung nicht guthieß oder im zweiten Fall, in dem die Ausgrenzung und Sanktionierung durch Ärzte im Krankenhaus erfolgte, die es vorgezogen hätten, den Pflegebedürftigen in ein Pflegeheim zu über- führen. Festgestellt werden konnte auch, dass Angehörige, die sich den (Teil-)gesell- schaftlichen Normen insbesondere aus türkeistämmigen Communities fügen, seltener den eigenen Bedürfnissen entsprechende Selbstmanagement-Kompetenzen aktivie- ren und ausleben konnten. Bei den Angehörigen, denen dies gelang wird ein bewuss- ter Übergang von der Ohnmacht in eine aktive Haltung des Selbstmanagements deut- lich. In dieser Studie konnten keine Erkenntnisse dazu erlangt werden, ob durch das Ausleben der Selbstmanagement-Kompetenzen die normativ wirkenden Werte der (Teil-)Gesellschaften gelingt oder, ob die Überwindung der normativ wirkenden Erwar- tungen in den entsprechenden Communities ermöglicht, Selbstmanagement-Kompe- tenzen zu aktivieren. Um diese Wirkmechanismen zu erkennen, wären sowohl quan- titative Studien, als auch weitere qualitative Studien mit hermeneutischen Interpretati- onsansätzen notwendig, um durch die Analyse Kenntnis der latenten Sinnstrukturen zu erlangen.
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Ambulante Pflegedienste in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz – Bedingungen für ein erfolgreiches Projekt

Ambulante Pflegedienste in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz – Bedingungen für ein erfolgreiches Projekt

Bei dem bearbeiteten Thema ist genau dies der Fall. Es existiert wenig Literatur zu der Frage, wie ambulante Pflegedienste in diesem Arbeitsfeld erfolgreich arbeiten können. Es existieren einige „Grundlagenwerke“, beispielsweise von Pawletko, der im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Thema Wohngemein- schaften für Menschen mit Demenz bearbeitet hat 97 und vom Kuratorium Deutsche Alters- hilfe, welches im Rahmen des Projekts „Leben und Wohnen im Alter“ neue Wohnformen untersucht und beschrieben hat. 98 In mehreren Bundesländern wurden Leitfäden für Ange- hörige und Initiatoren veröffentlicht und Qualitätskriterien aufgestellt. Die zahlreichen späteren Veröffentlichungen enthalten zusätzlich zu den beiden oben genannten Quellen wenig Neues und Ergänzendes. Dadurch bleiben die Aussagen allgemein und es kommen kaum neue Informationen hinzu. Vor allem findet man wenig konkret Handlungsanleiten- des für ambulante Pflegedienste in den Veröffentlichungen. Meistens werden Ansprüche und Forderungen formuliert, zu denen dann keine Vorschläge zur Umsetzung gemacht werden. Eine Literaturrecherche und Zusammenfassung der Ergebnisse reicht darum nicht aus, um Antwort auf die Frage zu geben, die in dieser Arbeit beantwortet werden soll. Die Antwort können die Menschen geben, die Experten auf dem Gebiet der Umsetzung sind. Deren Wissen geht weit über das hinaus, was bisher publiziert wurde, und übersteigt außerdem die theoretischen Überlegungen die auf Grundlage einer Literaturrecherche an- gestellt werden können. Aus diesem Grund wurden Menschen befragt, die für ihren ambu- lanten Pflegedienst das „Projekt Wohngemeinschaft“ erfolgreich umgesetzt haben.
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Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz als innovativer Baustein eines solidarischen Hilfesystems

Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz als innovativer Baustein eines solidarischen Hilfesystems

Aufgrund der strengen Trennung von stationärem und ambulantem Sektor, haben sich auch zwei Grundtypen entwickelt: Im stationären Bereich hat sich das Konzept der Hausgemeinschaften herausgebildet. Im ambulanten Bereich findet man auch Hausgemeinschaften, dann allerdings mit Mieterstatus. Die Bezeichnung ambulant betreute Wohngruppen und eben Wohn-(Pflege)-Gemeinschaften für Menschen mit Demenz. Hinter ähnlichen Begriffen stehen also ganz verschiedene Konzepte. Die schwerpunktmäßige Ausrichtung kann ebenfalls sehr unterschiedlich sein, z.B. ob die Begegnung von Jung und Alt im Vordergrund steht oder der Quartiersbezug, ob Angehörige in den Dienstplan fest eingeplant sind oder ob sie eher zusätzlich da sind, ob die Gruppen homogen oder gemischt sind. Zunächst ist bei diesen Begriffen also nur klar, dass es sich um betreute Wohngruppen i.w.S. handelt.
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Lebensqualität bei Menschen mit Demenz : Dementia Care Mapping im Fokus

Lebensqualität bei Menschen mit Demenz : Dementia Care Mapping im Fokus

Der Sozialpsychologe Tom Kitwood vertritt zwei zentrale Aussagen in seiner Arbeit (Kitwood 1993, Brooker 2008). Zum einen gibt er an, dass das medizinische Modell erweitert werden müsse und ruft dazu auf, dass das Standartparadigma der einseitigen Betrachtung von Demenz in Frage gestellt werden sollte (ebd.). Er stellt dabei die Annahme auf, dass die einseitige Betrachtung aus dem Blickwinkel der neuropathologischen Betrachtung nicht ausreicht, um die Erkrankung Demenz zu verstehen (Rokne & Wahl 2014). Ferner gibt er an, dass Demenz aus der person-zentrierten Sicht eine Form der Behinderung darstellt. Jene Behinderung beruhe hierbei auf einen individuellen Ursachenkomplex und sei daher in seiner Ausprägung unterschiedlich angelegt (ebd.). Eine demenzielle Erkrankung sei laut Kitwood ein Zusammenspiel aus den Komponenten Persönlichkeit, Biografie, physischer Gesundheit, neurologischer Beeinträchtigungen und der
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Herausforderndes Verhalten : Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bei Menschen mit Demenz

Herausforderndes Verhalten : Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bei Menschen mit Demenz

Bei der Frontotemporallappen-Demenz (FTD) sterben immer mehr Neuronen insbesonde- re in den Frontal- und Temporallappen (Stirn- und Schläfenlappen) ab. Der Frontallappen steuert beim Menschen zum grossen Teil die Motorik. Der Temporallappen steuert haupt- sächlich die Funktionen des Hör- und Sprachzentrums, wie auch des Gedächtnisses. Die FTD kann bereits ab 21 Jahren auftreten, üblicherweise aber zwischen 45 und 60 Jahren. Familiäre Häufungen zeigen sich in 50% der Fälle. Im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz stehen nicht die frühzeitigen Gedächtnisstörungen, sondern Persönlichkeitsveränderungen im Vordergrund. Ausserdem entwickeln FTD-Erkrankte eher Verhaltensstereotypien, wo- hingegen Alzheimer-Patienten Mühe mit der räumlichen Orientierung haben. Bei der FTD tritt eine wechselnde Amnesie auf, bei der Alzheimer-Demenz eine progrediente. Wortfin- dungsstörungen bis hin zur globalen Aphasie kennzeichnen den Morbus Alzheimer, frühe Sprachverarmung und Echolalie (Nachsprechen vorgesagter Wörter) bis zu Mutismus (Stummheit) die FTD. Alzheimer-Patienten nehmen ihre zunehmenden Defizite meistens wahr und leiden darunter. Typisch für FTD-Erkrankte ist eine fehlende Krankheitseinsicht. Das Verhalten von FTD-Patienten lässt sich als gleichgültig, klagend, schamlos und situa- tiv unangepasst beschreiben. Das Verhalten von Alzheimer-Betroffenen als besorgt, von Schamgefühlen gequält, bagatellisierend und psychisch sehr angestrengt.
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„Ich muss jetzt aber nach Hause...“ : Pflegeinterventionen zur Linderung von Sundowning bei Menschen mit Demenz

„Ich muss jetzt aber nach Hause...“ : Pflegeinterventionen zur Linderung von Sundowning bei Menschen mit Demenz

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