Nach oben pdf Schein und Wirklichkeit der amerikanischen Zahlungsbilanz

Schein und Wirklichkeit der amerikanischen Zahlungsbilanz

Schein und Wirklichkeit der amerikanischen Zahlungsbilanz

P r o f. D r. R o b e rt G . W erth eim er, C am bridge/M ass. Schein und Wirklidikeit der amerikanischen Zahlungsbilanz D e r w'ohlinformierte Laie w ie auch der Fachmann in den USA und im A usland sind über d ie großen Defizite der am erikanischen Zahlungsbilanz besorgt. W ährend m an die Defizite des am erikanischen Bün- deshaushalts für e in e dro h en d e Inflationsgefahr hält, sind Defizite dem A usland gegenüber noch gefähr­ licher, da sie die S tabilität des Dollars, die Gold­ reserv e und die gesunde w ährungspolitische Situation der USA als einer führenden N ation der freien W elt bedrohen. Der Schock is t um so größer, als eine ü ber­ m äßige Dollarnachfrage erst kürzlich ein en nicht endenw ollenüen D ollarm angel verursachte, der Gold w esentlich w ichtiger erscheinen ließ als den Dollar. Eine A nalyse d es am erikanischen A ußenhandels so­ w ie der S truktur und der Entwicklung der Z ahlungs­ bilanz zeigte jedoch, daß kein grundsätzlicher W andel in d e r in ternationalen Stellung des Dollar eingetreten ist. Demzufolge sind w eder Zweifel am W echselkurs noch an der erstklassigen Q ualität des Dollar als R eservew ährung berechtigt. Die Zahlungsbilanz läßt nicht erkennen, daß die am erikanische W irtschaft ihre D ynam ik v erloren hat, d ie sie w eiterhin ihre füh­ rende Position in den V olksw irtschaften der freien W elt b ehaupten läßt.
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Lean Production : Schein und Wirklichkeit ; Arbeiten und Lernen

Lean Production : Schein und Wirklichkeit ; Arbeiten und Lernen

Durch halbjährli- che Beurteilungen wird maßgeblich die Bonuszahlung bestimmt und hierdurch wiederum die Geschwindigkeit der Beför- derung, Dies geschieht alles im Rahmen einer Hierar[r]

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Vom schönen Schein der Demokratie

Vom schönen Schein der Demokratie

deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden (und) das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen …« Wie wenig dieses Idealbild, das von der politischen Klasse selbst, allen voran Helmut Kohl, mit Inbrunst ausgemalt und der Öffentlichkeit immer wieder formelhaft vorgehalten wird, in Wirklichkeit zutrifft, hat jüngst der Parteispendenskandal um Kohl überdeutlich gemacht. Dem langjährigen Bundeskanzler, der als CDU-Vorsitzender seine Partei ein Vierteljahrhundert prägte, war die Macht offenbar derart wichtig, daß er zu ihrer Sicherung sogar gegen Gesetz und Verfassung verstieß – und das nicht nur gelegentlich, sondern systematisch über viele Jahre hinweg. Kohl hat ein ganzes Beziehungsgeflecht zur Stützung seiner parteiinternen Position entwickelt, das berüchtigte »System Kohl«, und ein ganzes Netz von Einflußnahmen und Abhängigkeiten gesponnen, das er mit Hilfe von Schwarzgeldern auch finanziell unterfütterte.
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III. Schöner Schein: Barock – gefälscht

III. Schöner Schein: Barock – gefälscht

Marino Massimo De Caro gibt an, dass er 2003 auf die Idee kam, den Sidereus Nuncius zu fäl- schen; er verschaffte sich für den Druck geeig- netes Papier und beauftragte einen angeblich in Buenos Aires ansässigen Restaurator und Maler damit, nach dem stilistischen Vorbild origina- ler, Galilei zugeschriebener Mondzeichnungen in der Biblioteca Nazionale Centrale in Florenz die entsprechenden Fälschungen in das nach- gedruckte Exemplar einzutragen. De Caro be- hauptet, dann noch selbst mit einem alten Koh- lestift zarte Spuren über Darstellungen gelegt zu haben. Im Originaldruck weicht der auf S. 9 verso gezeigte Mond hinsichtlich seines Durch- messers (77 mm) um 4 mm von dem der ande- ren Mond-Bilder ab (81 mm), während in der Fälschung alle Mond-Durchmesser gleich groß sind. Ebenfalls verräterisch ist, dass sich das Bild des auf der Versoseite angedruckten Textes zu einheitlich und regelmäßig auf die hier auf- geschlagenen Seiten durchdrückt – etwas, das sich bei einem Originaldruck des 17. Jahrhun- derts unregelmäßiger ausnehmen müsste. Auf einer der vorangehenden Seiten (S. 8 recto, Abb. S. 143) ist zudem ein ebenfalls verräterischer, da zu vollständiger Stempel Cesis angebracht (echte Stempel weisen Fehlstellen in dem Rand links von dem Maul des Luchses auf), der hier vielleicht nicht zufällig dicht unter dem Wort „verum“ (Wahrheit, Wirklichkeit) angebracht wurde, um indirekt die Echtheit des Ganzen zu suggerieren.
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Das Glck, sein Wesen und sein Schein

Das Glck, sein Wesen und sein Schein

sähe auf der anderen Seite, wie ein anderer bloß aus seiner Phantasie heraus, also aus dem bloßen Schein, nicht aus der rea- len Tatsachenwelt, eine innere Wirklichkeit entwickelt, etwas, was für das Innere wahrhaftig recht sehr wirklich ist, dann könnte ein solcher Mensch sich sagen: Wäre das nicht die un- glaublichste Unangemessenheit in Bezug auf das Innere des Menschen gegenüber der äußeren Welt, wenn es mit dieser Tat- sache in diesem einen Leben des Menschen erschöpft wäre? - Zweifellos ist, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, dasjenige ausgelöscht, was er hier mit dem Begriffe der Realität verbindet, was als Eifersucht oder als Glücksillusion in ihm lebt. Aber was sich als Lust und Leid mit seiner Seele verei- nigt hat, was als Wirkung in der Gemütsbewegung aufgetreten ist, das ist eine Kraft geworden in seiner Seele, das lebt ein Le- ben in der Seele, das mit seiner weiteren Entwickelung in der Welt zusammenhängt. Und so sehen wir durch die charakteri- sierte Umwandlung, wie der Mensch in der Tat berufen ist, aus dem Schein seine Wirklichkeit heraus zu entwickeln.
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Direktinvestitionen und Zahlungsbilanz

Direktinvestitionen und Zahlungsbilanz

I n der Bundesrepublil^ wird seit einiger Zeit die Frage diskutiert, ob mit Hiife einer Steigerung der Direl<tinvestitionen eine dauertiafte Kompen­ sation der Exportübersciiüsse und damit ein lang­ fristiger Ausgleich der Zahlungsbilanz erreicht werden kann. Dieses Problem ist nicht nur unter stabilitäts-, sondern auch unter wachstumspoliti­ schen Aspekten von eminenter Bedeutung, da die Exporte bislang ein wesentliches Stimulans des wirtschaftlichen Wachstums waren und ihre Reduk­ tion aus Gründen des Zahlungsbilanzgleichge­ wichts zu Wachstumseinbußen führen könnte. Während Bundesbank’), Bundesregierung^) und Gewerkschaften®) einem dauerhaften Zahlungs­ bilanzausgleich durch eine Anhebung der lang­ fristigen Kapitalexporte eher skeptisch gegenüber­ stehen, bejahen die Interessenvertreter der Industrie'*) diese Möglichkeit, womit unterstellt wird, daß die Anhebung der Kapitalexporte lang­ fristig passivierend wirkt. Die unterschiedliche Argumentation ist darauf zurückzuführen, daß die in der Zahlungsbilanzstatistik erfaßten Transak­ tionen kaum Rückschlüsse auf die Zahlungsbilanz­ wirkungen von Direktinvestitionen zulassen. Denn von einer Veränderung einzelner Zahlungsbilanz­ posten oder Teilbilanzen läßt sich nicht auf die
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Interview with Edgar Schein

Interview with Edgar Schein

Ruth Alas: Your recent book about corporate culture has been titled as a "survival guide". Why is organizational culture so important? Edgar Schein: For most organizations their culture is their source of strength, so to survive they at least need to understand what in their culture is the strength and what needs to be changed, if anything.

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Konvertibilitätsreife und internationale Arbeitsteilung: Eine Untersuchung an Hand der westdeutschen Zahlungsbilanz

Konvertibilitätsreife und internationale Arbeitsteilung: Eine Untersuchung an Hand der westdeutschen Zahlungsbilanz

P reisniveau prinzipiell stabil zu halten, w ährend in an d eren Ländern sta rk e Preissteigerungen zu verzeich­ nen w aren. Dadurch ist, gem essen etw a a n den K auf­ k raftparitäten, der deutsche W echselkurs nicht nur richtiger gew orden, sondern im Vergleich zu einer ganzen Reihe von Ländern m it sta rk inflationistischer Entwicklung, v o r allem natürlich gegenüber Frankreich, sogar zu niedrig. Diese Länder sind in gleichem Zuge in der Bilanz ih rer laufenden Z ahlungen sowohl Deutschland als auch d ritte n Ländern gegenüber p a s­ siv gew orden und zum Teil in eine für ih ren A ußen­ handel offensichtlich u n h altb are S ituation gelangt. W ollen sie ihre Zahlungsbilanz w ieder in O rdnung bringen — und au f die D auer w ird ihnen im eigenen Interesse nichts anderes übrig bleiben —, so m üssen sie sich m indestens zu einer starken Zurückhaltung in ih re r Geldpolitik, in zahlreichen F ällen d arüber hinaus zu einer A bw ertung entschließen. Tun sie das, so w ird ihre E xportsituation gekräftigt, d. h. ih re Kon­ kurrenzlage auf dritten M ärkten und auf dem d eu t­ schen M arkt auch im V erhältnis zur deutschen Indu­ strie w esentlich begünstigt. U m gekehrt w ird ih r Im­ port, auch sow eit er deutscher Export ist, hem m end beeinflußt. Insow eit m üssen w ir also u n se re gegen­ w ärtige E xportlage a ls durch die G eldpolitik dieser Länder anom al begünstigt ansehen u n d m üssen m it entsprechenden Berichtigungen, die im Interesse des W elthandels nichts als eine Gesundung sind, rechnen. W ir dürfen auch nicht darauf hoffen, daß dafür k ü n st­ liche E xportförderungsm aßnahm en je n e r Länder in gleichem Außmaß in W egfall g eraten könnten. Zw ar ist das z. T. möglich, aber die Exportförderungsm aß­ nahm en je n e r Länder reichen ja eben nicht aus, F ehler ihres gegenw ärtigen W echselkurses bzw. ih re r G eld­ politik auszugleichen — sonst w ären ihre Z ahlungs­ bilanzen nicht passiv.
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Kehren die alten Zahlungsbilanzprobleme wieder? Zahlungsbilanz 1963: kein Grund zum Alarm

Kehren die alten Zahlungsbilanzprobleme wieder? Zahlungsbilanz 1963: kein Grund zum Alarm

Ist die Zinspolitik ein w irksam es M ittel? Kaum, w enn m an nicht in den F ehler bew ußter V erwechslung von Geld und K apital verfallen will. W ir haben nun einm al Kon­ vertibilität. Das schließt eine strik t nationale W ährungspolitik aus, das schließt auch internationalen Gleichschritt ein. P räsident Blessing kann keine Politik w ie sein V or­ gänger, P räsident Vocke, machen. Je d e r Versuch, künstlich über den Zins die Zahlungsbilanz zu m ani­ pulieren, schlägt auf die D auer fehl. Die N otenbank steh t vielm ehr v o r dem Problem, eine Zem entie­ rung des K apitalzinses n a d i unten verhindern zu müssen. Es gibt stark e Kräfte, die den Sparzins re­ solut anheben wollen. Das w ürde, da das K ontensparen ein e niedere, das W ertpapiersparen eine höhere Sparform ist, den K apitalzins oben halten.
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Die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen im Spiegel der Zahlungsbilanz 1945–1970

Die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen im Spiegel der Zahlungsbilanz 1945–1970

Die Betrachtung der Zahlungsbilanz insgesamt zeigte deutlich die Entwicklung des Verhältnisses Westdeutschland s z u Frankreic h vo n de r Besatzungszei t mi t eine m großen Gewicht der Reparationen und Besatzungslasten in der Übertragungsbilanz über di e Zei t restriktive r Devisengesetzgebun g un d Einfuhrkontrolle , i n de r di e Handelsintegration beide r Länder weiterhin stockte, bis hin zu verstärkter Zusam- menarbeit im Rahmen der EWG, als beide Volkswirtschaften füreinander die jeweils größten Handelspartner wurden und auch die gegenseitige Verflechtung des Unter- nehmensbereichs durc h Direktinvestitione n sowi e ei n größere r Reiseverkeh r be - gann. Diese ganz e Sequenz dauert e wesentlich länge r al s im Falle der Integratio n Westdeutschlands mit anderen Ländern, was nicht zuletzt an großen Widerständen in Frankreich lag. Die kleineuropäische Integration hat aber entscheidend dazu bei- getragen, diese Widerstände zu überwinden. Insofern hat sie, außer ihrer politischen Bedeutung, eine wichtige Rolle gespielt bei m Aufbau de s wirtschaftlichen Funda - ments der deutsch-französischen Zusammenarbeit .
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Mehr Sein als Schein: modifizierte Geldscheine

Mehr Sein als Schein: modifizierte Geldscheine

Die Botschaft auf diesem Geldschein und die Einladung auf der Rückseite der Dollarnote „You always have a place to stay in the United States of America and now a little cash to get you there“ spiegelt die Beziehung zweier bestimmter Personen wider, erhält und verstärkt sie. Hier bestand schon ein positiver Be- zug zwischen dem Schreiber und der Empfängerin, was auch erklärt, warum der Geldschein nicht mehr in den Geldumlauf eingefügt wird; die Frau trägt die Dol- larnote in ihrer Geldtasche. Warum wurde die Botschaft auf einen Geldschein geschrieben und zum Beispiel nicht in einer E-Mail verfasst? Die Banknote besitzt noch immer einen, wenn auch geringen, monetären Wert. Der Schein und seine Nachricht werden somit nicht unüberlegt weggeworfen. Da die Frau ihn jedoch
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Parteienverbote in Afrika: mehr Schein als Sein?

Parteienverbote in Afrika: mehr Schein als Sein?

Da andere Konfliktlinien, beispielswei- se die zwischen Kapital und Arbeit, in den meisten afrikanischen Staaten kaum ausgeprägt sind, wurde spekuliert, dass es für die neuen [r]

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Die Wirklichkeit der Mitbestimmung

Die Wirklichkeit der Mitbestimmung

nicht als solche erkannt werden kön- nen und überdies auch, daß der Ka- pitalismus auch auf erkannte Bela- stungen meist weniger mit einer Än- derun.g der Arbeitssituation. sondern[r]

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Die Wirklichkeit nicht ignorieren

Die Wirklichkeit nicht ignorieren

Arbeitsmigranten kaum umgesetzt werden, führt zu unfairem Wettbewerb und letztlich zu einer Schwächung dieser Standards. Die Linke muss zu einer Einwanderungspolitik finden, die einerseits Rassismus entschieden ablehnt, aber andererseits die Wirklichkeit nicht ignoriert. Sollen die nationalistischen und migrantenfeindlichen

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Von Ideal und Wirklichkeit

Von Ideal und Wirklichkeit

der Fokus auf humanitäre Hilfe als auch die umfassenden Sanktionen eine effektive und nachhaltige Unterstützung der Bevölkerung nicht zulassen.. Diese wäre vor allem angesichts der sich [r]

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Verschleierung der Wirklichkeit

Verschleierung der Wirklichkeit

„Zum Beispiel kann es im Sozialis­ mus keine aussdiließlidi und extrem marktsdiaffende Funktion der Werbung mehr geben. Dagegen gibt es audi im Sozialismus weiterhin[r]

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Subjektivität und Wirklichkeit

Subjektivität und Wirklichkeit

was, ohne es genau bestimmen zu wollen, indem sie es an­ ders als sonst ordnet. Indem sie Inhalte weglässt und da­ mit auswählt, ergänzt oder umstellt, schafft sie ein neues Gebilde. Sie überschreitet die gewohnte oder anders er­ fasste Welt. Dadurch wird jemandem sein derartiges Kön­ nen bewusst. Diese Fähigkeit erwächst aus seinem gefühls­ gebundenen Streben nach Selbstbehauptung. Jemand spielt unübliche Situationen durch, um erfolgreich zu sein. Ob nun erfahrungs gebunden oder nicht, die Einbildungskraft schließt eine Richtung auf gegenständlich Vorzustellendes ein. Dabei hebt sie die Gebundenheit dessen, der erfasst, an seine jeweilige Raum-und Zeitstelle auf. Denn sie er­ laubt es ihm, sich von der gerade erfahrenen Wirklichkeit zu lösen, um sie um Erinnertes oder Geahntes zu ergän­ zen. Oder sie lässt es zu, sich eine eigene Welt zu schaffen, in der sich j emand ungebunden oder beliebig vollzieht. Gleichwohl ist auch diese Welt in sich gegliedert. Sie stellt zwar eine andere Bezugsebene dar, als sie im Wahrnehmen oder eindeutigen Begreifen vorliegt. Denn sie ist mit nicht verbindlich ausfüllbaren Leerstellen versehen. Aber dadurch formt die Einbildungskraft das Erfassen der vertrauten Welt mit, indem sie einem einengenden Zugriff zuvorkommt oder über das schon bestimmt Gegebene mehrdeutig hin­ aus greift. Folglich ergänzt sie entweder einordnend oder überbietend das, was jemand jeweils gewahr wird.
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Die Wirklichkeit der Freiheit

Die Wirklichkeit der Freiheit

Vermittelte Hegel noch die Bildungsgeschichte des absoluten Geistes mit jedem individuellen Bil- dungsprozeß derart, daß letzterer den Gang seiner Entwicklung am Gang des Bildungsprozesses des absoluten Geistes ablesen konnte, so ist auf dem Hintergrund der von Adorno und Habermas aufge- zeigten Problemlage nach der Vermittlung von individueller Sozialisation und intersubjektiv geteilter Lebenswelt zu fragen. Die Lebenswelt ist vergleichbar dem absoluten Einheitspunkt der Metaphysik, die dem vielerlei Einzelnen Grund und Bestand gibt. Die vielerlei Einzelnen sind die einzelnen Individuen. Nur, kann man hier den metaphysischen Einheitspunkt auf empirischer Ebene einholen; bedarf es der meta-physischen Anstrengungen nicht mehr? Die Lebenswelt, die Habermas beispielsweise mit Hilfe einer Universalpragmatik analysiert, wäre dann das, was ich mit der Wirklichkeit des metaphysischen Einheitspunktes meine. Es wäre - wenn man so will - Metaphysik ohne Metaphysik. Es soll im Folgen- den versucht werden, diese Frage zu beantworten und nach der Möglichkeit der Metaphysik ohne Me- taphysik zu suchen.
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Bild und Wirklichkeit

Bild und Wirklichkeit

Eine besondere Sorte von Zeichen sind die Geschichten, die in einer Gemeinschaft erzählt werden (vgl. von Uexküll 1984). Denn teilweise wird das, was als Wirklichkeit gilt, auch durch Erzählungen festgelegt. So ge- hört etwa seit dem Zerfall der Sowjetunion und des östlichen Militärbünd- nisses eine Entität zur unserer Wirklichkeit, die „Neue Weltordnung“ ge- nannt wird. Diese Entität verdankt ihren Wirklichkeitswert aber weniger unseren Sinneswahrnehmungen als vielmehr den Erzählungen unserer Politiker und Administratoren. Um unmittelbar mit Sinneswahrnehmungen in Beziehung zu treten, ist sie viel zu abstrakt. Ein anderes Beispiel sind sogenannte „demokratische Verfassungen“. Auch solche Entitäten ver- danken ihren Wirklichkeitswert viel stärker Erzählungen als Wahrnehmun- gen. Ob ein gegebener Text als eine demokratische Verfassung betrach- tet wird oder nicht, entscheidet sich vor allem daran, welche Erzählungen in der betreffenden Gemeinschaft über ihn kursieren.
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publish.UP Zwischen Sein und Schein : die Transformationsforschung ringt mit sich und ihrem Gegenstand

publish.UP Zwischen Sein und Schein : die Transformationsforschung ringt mit sich und ihrem Gegenstand

weiterzuarbeiten, aber auch die Offenheit für die Erkenntnisse der politischen Sozio- logie und der Regionalforschung. Mitunter gibt es auch ausgeprägte Skepsis. Dies sollte man unter Konsolidierung einer wissenschaftlichen Disziplin verstehen: Nach der „Veralltäglichung des disziplinarischen Charismas“, welche auf kurz oder lang jeder Neuentwicklung in der Forschungslandschaft folgt, machen die einen unbeirrt weiter wie bisher, die anderen passen ihr Forschen und Arbeiten an neue Einsichten an; wohingegen die letzteren sich mit einem „Ich habe es schon immer geahnt“ ver- drossen abwenden. Zweitens sollte die Forschung verstärkt nach geeigneten Begrif- fen jenseits der gängigen Demokratietheorie suchen. Wie ein Schleier legte sich bis- her ein demokratietheoretisches Lehrgebäude über den sozialen Wandel in Trans- formationsgesellschaften, was letztlich die notwendige Unterscheidung zwischen „Sein“ und „Schein“ verwischte. Dem „Sein“ und auch „Werden“ einer Gesellschaft ist wohl am ehesten noch mit staatstheoretischen und herrschaftssoziologischen Über- legungen beizukommen. Ohne Umschweife: Die systematische Lektüre von Max Weber und seinen Epigonen ist der Transformationsforschung zu empfehlen. Rezensierte Literatur
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