Nach oben pdf Psychotherapie in der Psychiatrie über digitale Medien? Kontra

Psychotherapie in der Psychiatrie über digitale Medien? Kontra

Psychotherapie in der Psychiatrie über digitale Medien? Kontra

Wir wissen sehr gut, dass Psychotherapie wirksam ist, wenngleich wir 2007 noch zu wenig Ahnung davon hatten, warum und vor allem wie sie funktioniert [ 1 ]. Mittlerweile ist durch konsequente Wirk- samkeitsforschung klar, dass die Thera- pieerfolgsvarianz in kontrollierten Studi- en zu 5 % und in Versorgungsstudien zu 17 % durch den Behandler erklärt wird [ 2 ]. Die Effektstärken für Therapeutenef- fekte betragen 0,13–0,74, die Rückfallra- ten schwerer psychiatrischer Erkrankun- gen liegen je nach Therapeut zwischen 25 und 100 %. Die Frequenz bzw. Selten- heit von Therapieabbrüchen steht mit der Therapeutenvariable in Zusammenhang. Supervision, Selbsterfahrung und Patien- tenkontakt sind nützlich zur Kompetenz- förderung [ 2 ]. Dies zur Wichtigkeit des physisch anwesenden Behandlers – und warum?
Mehr anzeigen

2 Mehr lesen

Viktor Frankl und die gegenwärtige philosophische Sinndiskussion: Ein Beitrag zur Theorie des sinnvollen Lebens in Psychotherapie, Psychiatrie und Philosophie

Viktor Frankl und die gegenwärtige philosophische Sinndiskussion: Ein Beitrag zur Theorie des sinnvollen Lebens in Psychotherapie, Psychiatrie und Philosophie

verstärkt ein Thema, sondern auch in Psychiatrie und Psychotherapie. Bereits seit langer Zeit jedoch spielt es eine zentrale Rolle in der Existenzanalyse und Logothe- rapie, die der Psychiater Viktor E. Frankl entwickelt hat. Frankls eigenständige Sinn- theorie wird in der gegenwärtigen philosophischen Sinndebatte allerdings weitest- gehend ignoriert. Das Ziel dieses Artikels ist es, diesen Zustand zu beenden und die heutige philosophische Sinndebatte mit Frankl ins Gespräch zu bringen. Einerseits geht es darum, Frankls Sinntheorie im Lichte der philosophischen Sinndebatte zu verstehen und zu bewerten: Was für eine Art von Sinntheorie vertritt er? Wie ist sie einzuordnen? Wie steht es um ihre innere Kohärenz, die Plausibilität seiner sinn- theoretischen Überzeugungen und die Qualität ihrer Begründung? Andererseits soll geprüft werden, inwiefern Frankls Ansatz die gegenwärtige philosophische Sinndis- kussion voranbringen kann: Gibt es bei ihm theoretische Elemente, die in der Philo- sophie zu wenig Beachtung fi nden? Kann er der philosophischen Sinntheorie wichti- ge Impulse geben?
Mehr anzeigen

40 Mehr lesen

Psychiatrie in der Medizin Psychotherapie in der Medizin: Zuhören Verarbeiten In Beziehung sein Intervenieren. Die Rolle der Psychiatrie und Psychotherapie in der Medizin

Psychiatrie in der Medizin Psychotherapie in der Medizin: Zuhören Verarbeiten In Beziehung sein Intervenieren. Die Rolle der Psychiatrie und Psychotherapie in der Medizin

In diesem Zusammenhang gilt es sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass gerade die Psy- chotherapie durch die Inklusion von geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsfragen das na- turwissenschaftliche Forschungsparadigma erweitert und ergänzt. Aus diesem Grund gestaltete die AG Ambulante Psychotherapie der Österreichischen Ge- sellschaft für Psychiatrie, Psychosomatik und Psy- chotherapie (ÖGPP) angesichts des Tagungstitels der ÖGPP-Jahrestagung 2015 „Psychiatrie in der Medizin“ in Gmunden einen Workshop zum Thema Psychothe- rapie in der Medizin und lud zur Diskussion ein. Wir stellten eine Literaturanalyse vor: Anhand von Tho- mas Bernhards Aussagen über „Die Medizin“, „Das Patiententum“, „Die Mediziner“ und „Der Medizin- betrieb“ wurde eine Abhandlung über das Subjektive im Menschen gezeigt, wobei diese Auseinanderset- zung als Diskussions-Start diente, in der versucht wurde, den medizinischen Diskurs wieder gezielt mit Für die AG Ambulante Psychotherapie der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychosomatik und
Mehr anzeigen

9 Mehr lesen

Über die Veränderung in Psychiatrie und Psychotherapie

Über die Veränderung in Psychiatrie und Psychotherapie

ist für die Verbindlichkeit der Diagnosestellung und für die wissenschaftlichen Möglichkeiten einer disziplinierten, nunmehr globalisierten Kommunikation unbestritten. Sie hat nur einen, allerdings ganz entscheidenden Nachteil: dass nämlich die genaue Beschreibung und Klassifizierung eines zutiefst rätselhaften Phänomens, wie dasjenige der seelischen Veränderungen, nicht identisch ist mit der komplexen Tragweite eben dieser Phänomene. Es wäre ungefähr so, als könnten sie die Turbulenzen und Veränderungen in Ihren partnerschaftlichen Beziehungen jeweils in irgendwelchen Kompendien nachschlagen, um dann daraus eine genaue Diagnose des Beziehungszustandes, der daran beteiligten Gefühle und letztlich sogar die eventuellen Richtlinien für Ihr Handeln daraus ableiten. Für die Psychiatrie, aber auch für die Psychotherapie (für welche es inzwischen eine ähnliche Systematik, das OPD «Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik», in der 3. Auflage gibt) ist daraus eine Verlagerung des klinischen Denkens und Handelns ganz einseitig in Richtung Diagnostik entstanden, was an sich zwar keineswegs unwichtig, aber für die Arbeit mit Patienten tendenziell verhängnisvoll ist. Will ich vor allem wissen, was für eine Krankheit der Patient hat und wie ich sie zu codieren habe, so wird dies zwar der statistisch relevanten Forderung nach Objektivierung gerecht, nicht aber und noch keinesfalls dem spezifischen Erleben, ja der Einmaligkeit desselben für eben diesen Patienten. Und meine eigenen psychischen Reaktionen auf das Rätselhafte, was diese «Störung» in mir in Bewegung versetzt – und was für jede Psychotherapie unerlässlich ist – werden kurzerhand im gekröpften Anflug auf die Diagnose eliminiert. Aber auch auf die Ausbildung der jungen Kollegen und Kolleginnen hat diese tendenzielle Hegemonie der Diagnostik einen nicht zu unter- schätzenden, aus meiner Sicht negativen Einfluss. Das Verweilen und Hinsehen, das nur sehr langsam und in schwierigen Prozessen erlangbare hoch-individuelle Wissen über den jeweiligen Patienten – zunächst ganz ungeachtet seiner Diagnose – droht unterzugehen und nimmt der Faszination eben dieser Arbeit die Aura der unerlässlichen Subjektivität. An den erwähnten Veränderungen ändert sich auch dann nichts, wenn man sie mit dem netten Bastardenbegriff «bio-psycho-sozial» versieht.
Mehr anzeigen

11 Mehr lesen

Veränderung der Behandlungsprävalenz von Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Homburg/Saar im Zeitraum 1986 bis 2009

Veränderung der Behandlungsprävalenz von Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Homburg/Saar im Zeitraum 1986 bis 2009

Die klinischen Beschreibungen und diagnostischen Leitlinien waren in einer vor- läufigen Fassung Gegenstand einer internationalen multizentrischen Feldstudie, welche die Akzeptanz der teilweise neu geschaffenen diagnostischen Kategorien, deren Passgenauigkeit (= Validität) und Reliabilität überprüfen sollte. Die Ergeb- nisse der internationalen Studie wurden von Sartorius et al. 1993 publiziert. Von der deutschsprachigen Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) wurde diese Untersuchung von Dilling (Dilling et al. 1990, Dittmann et al. 1992) unter Federführung der Klinik für Psychiatrie Lübeck in zehn teilnehmenden Zentren durchgeführt und als Merkmalslistenstudie veröffentlicht. Ein wichtiger Bestandteil dieser Studie war die Entwicklung einer ICD-10 Merkmals- liste (ICDML) mit allen relevanten Kriterien zur Diagnostik von ICD-10 Störungen. Damit sollte die Erprobung und Anwendung der ICD-10 in der Praxis untersucht wer- den.
Mehr anzeigen

311 Mehr lesen

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/download/de/publikationen/2017

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/download/de/publikationen/2017

Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie. Springer, Berlin, 2017. Band 1: Allgemeine Psychiatrie 2, S. 610-630. 75. Höglinger GU, Respondek G, Stamelou M, Kurz C, Josephs KA, Lang AE, Mollenhauer B, Müller U, Nilsson C, Whitwell JL, Arzberger T, Englund E, Gelpi E, Giese A, Irwin DJ, Meissner WG, Pantelyat A, Rajput A, van Swieten JC, Troakes C, Antonini A, Bhatia KP, Bordelon Y, Compta Y, Corvol JC, Colosimo C, Dickson DW, Dodel R, Ferguson L, Grossman M , Kassubek J, Krismer F, Levin J, Lorenzl S, Morris HR,

25 Mehr lesen

Wahrung von Patientenautonomie und Menschenrechten in deutschen Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie: Umsetzung in Klinik und Recht

Wahrung von Patientenautonomie und Menschenrechten in deutschen Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie: Umsetzung in Klinik und Recht

Aus diesem Grund wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert, ob, unabhängig von einer akut zu erfolgenden Gefahrenabwehr, psychiatrische Kliniken der richtige Ort für eine Unterbringung sind, wenn die Betroffenen eine Behandlung beispielsweise durch eine Patientenverfügung grundsätzlich ablehnen oder einwilligungsfähig sind (Pollmächer, 2016; Schalast, 2016). Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) fordert, dass Menschen, die selbstbe- stimmungsfähig sind und eine Behandlung ablehnen, unabhängig von einer gleichzeitig vorliegenden Selbst- oder Fremdgefährdung nicht mehr in psychiatrischen Kliniken un- tergebracht werden müssen (DGPPN, 2016), was von juristischer Seite kritisiert wird. Denn, „wenn sich die Psychiatrie für psychisch kranke und zugleich gefährliche Personen nicht mehr zuständig fühlt, kommt jedoch unweigerlich die äußerst beunruhigende Frage auf, wohin diese Personen stattdessen sollen“ (Henking, 2015, S. 172).
Mehr anzeigen

62 Mehr lesen

PatientInnenbilder in der Psychiatrie und Psychotherapie / eingereicht von Madeleine Kassar

PatientInnenbilder in der Psychiatrie und Psychotherapie / eingereicht von Madeleine Kassar

Medizinethische Belange sind in der Psychiatrie von enormer Bedeutung. Die PsychiaterInnen und psychotherapeutisch ausgebildeten Ärzte und Ärztinnen sehen sich häufig ethischer Fragestellung im beruflichen Alltag ausgesetzt. Vermutlich begegnen dem medizinischen Personal mehr Sachverhalte, die ethische Komponenten aufweisen, als sie tatsächlich wahrnehmen, denn versteckte ethische Inhalte zu erkennen, stellt eine schwierige Aufgabe dar, fordert sie doch in hohem Maße Ethikkompetenz. Viele Ärztinnen fühlen sich bekanntlich unsicher in Bezug auf ethische Fragestellungen. Es scheint, als müsse vorab bei Ärztinnen eine gewisse Bereitschaft vorhanden sein, um sich überhaupt in einen ethischen Diskurs einbinden zu lassen oder diesem zumindest offen zu begegnen. Im Bereich Medizinethik umfasst das literarische Schaffen bis dato unzählige Sach- und Lehrbücher im englisch- wie im deutschsprachigen Raum. Nachvollziehbarerweise werden seit einigen Jahren verschiedene Fachrichtungen der Medizin mit für diese Richtungen typischen Fällen ethisch beleuchtet, weshalb es auch hier an spezifischer Fachliteratur nicht mangelt. Dennoch sind Fachbücher, welche die Bereiche Ethik und Psychiatrie bzw. Psychotherapie miteinander verknüpfen, vergleichsweise selten.
Mehr anzeigen

208 Mehr lesen

Implementierung und Evaluierung eines fallbasierten e-learning Angebotes im
Fach Psychiatrie und Psychotherapie

Implementierung und Evaluierung eines fallbasierten e-learning Angebotes im Fach Psychiatrie und Psychotherapie

Andererseits lassen sich bei den Aussagen die eigentliche Tätigkeit in der Psychiatrie betreffend überwiegend negativ gefärbte Einstellungen feststellen. So verstärkte sich die anfangs leichte Zustimmung zu der Aussage, dass Psychiater viel reden und wenig tun, über das Semester signifikant (Prätest Item 14: 3,47 ; Posttest Item 3: 4,09; p < 0,01). Dies ist auch im Zusammenhang mit der Zustimmung zur Aussage, dass Psychiater nichts für ihre Patienten tun könnten, zu sehen und lässt sich als starke Skepsis gegenüber der Sinnhaftigkeit psychiatrischer Tätigkeit auffassen. Auch die zu beiden Messzeitpunkten konstant deutliche Zustimmung zu der Aussage, dass sich vor "richtiger Medizin" drücke, wer Psychiater werden wolle, sei in diesem Kontext nochmals erwähnt (Prätest Item 18: 3,87; Posttest Item 4,09; n.s.). Ebenso wurde die Zustimmung zur Aussage, dass
Mehr anzeigen

132 Mehr lesen

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/download/de/publikationen/2016

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/download/de/publikationen/2016

Die Psychiatrie 2016; 13: 88-93. IF – 31. Falkai P, Malchow B, Wetzestein K, Nowastowski V, Bernstein HG, Steiner J, Schneider-Axmann T, Kraus T, Hasan A, Bogerts B, Schmitz C, Schmitt A Decreased oligodendrocyte and neuron number in anterior hippocampal areas and the entire hippocampus in schizophrenia: A stereological postmortem study. Schizophr Bull 2016; 42 Suppl1: S4-S12. IF 7.575

22 Mehr lesen

Häufigkeit und Korrelate von Persönlichkeitsstörungen in der statioären Psychotherapie der Psychiatrie

Häufigkeit und Korrelate von Persönlichkeitsstörungen in der statioären Psychotherapie der Psychiatrie

Die 107 Probanden dieser Studie, stationär-psychiatrische Patienten mit vorwiegend affektiven Störungen, wurden anhand des Selbstbeurteilungsfragebogens des Strukturierten Klinischen I[r]

115 Mehr lesen

Digitale Kultur - Von alten und neuen Medien

Digitale Kultur - Von alten und neuen Medien

Neben den autografischen Medien verdanken wir dem 19. Jahrhundert die neuen optischen und elektrischen Kommunikationstechniken der Telegrafie und der Telefonie. Zum ersten Mal konnte eine Botschaft über Rufweite hinaus schneller als mit einem reitenden Boten überbracht werden und schon 1850 wurde der At- lantik mit einem Kabel untertunnelt. Die Kontrolle über diese Kommunikati- onsmedien ist weitgehend staatlich geregelt mit strengem supranationalen Über- bau und der bedeutenden Ausnahme der USA, wo sich private Monopole der Western Union oder der AT&T herausbilden.

7 Mehr lesen

Digitale Tafeln – (Medien-)Technik, die begeistert?

Digitale Tafeln – (Medien-)Technik, die begeistert?

Kann ein technisches Medium Aufmerksamkeit und Interesse für einen Lern- gegenstand generieren? Wie entsteht der Effekt der Motivationssteigerung auf Schülerinnen und [r]

16 Mehr lesen

Das Lernen verlernen? Digitale Medien und Unterricht

Das Lernen verlernen? Digitale Medien und Unterricht

Sie dürfen dieses Dokument nicht in irgendeiner Weise abändern, noch dürfen Sie dieses Dokument für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, aufführen[r]

21 Mehr lesen

Entdeckendes Lernen und Digitale Medien – ein Traumpaar

Entdeckendes Lernen und Digitale Medien – ein Traumpaar

ressante und wichtige Impulse zum Thema Digitale Medien in der Lernwerk- statt. In diesem Netzwerk findet ebenfalls jedes Jahr ein Workshop für interes- sierte Pädagog*innen statt. Aufgrund der Expertise wurde das eXplorarium für die Durchführung dieses Workshops angefragt. Im September 2018 fand eine Veranstaltung zum Thema Entdeckendes Lernen und Digitale Medien in einer Grundschule in Kreuzberg statt. Auch hier hatten Interessierte die Gelegenheit digitale Tools (Tablets, diverse Apps, Robotik, Programmierung, Calliope und MakeyMakey) kennenzulernen und sie für eigene Mini-Projekte zu nutzen. Die angebotene Auswahl konnte durch einige Neuentdeckungen aus Halle um in- teressante Elemente (z.B. Ozobots, Actionbound, Augmented Reality) erweitert werden.
Mehr anzeigen

19 Mehr lesen

Anzeige von Screenagers: Digitale Medien in der österreichischen Jugendarbeit

Anzeige von Screenagers: Digitale Medien in der österreichischen Jugendarbeit

Wir führten eine österreichweite Online-Befragung durch, die sich an die Zielgruppe JugendarbeiterInnen richtete, und speziell an jene, die direkt mit Jugendlichen arbeiten. Die sehr umfangreiche Umfrage haben 147 JugendarbeiterInnen vollständig beantwortet. Das Beantworten der Umfrage nahm einige Zeit in Anspruch und es gab keine materiellen Anreize für die Teilnahme. Es ist daher anzunehmen, dass wir vor allem jene JugendarbeiterInnen erreicht haben, die sich bereits für das Thema interessieren. Bei allen Fragen, in denen es um die Einstellungen und Ansichten geht, ist daher zu berücksichtigen, dass wir vermutlich besonders die Stimmen jener hören, die digitalen Medien offen gegenüber stehen. Die Aussagen darüber, was der Einsatz von digitalen Medien für die Jugendarbeit und ihre Zielgruppe bringen kann, gewinnen hingegen an Gewicht: Es ist anzunehmen, dass viele hier bereits aus eigener Erfahrung sprechen.
Mehr anzeigen

10 Mehr lesen

Knowledgebay. Lernspiel für digitale Medien in der Hochschullehre

Knowledgebay. Lernspiel für digitale Medien in der Hochschullehre

Die Produktion von E-Learning-Angeboten ist aufwändig und teuer – diese Tat- sache scheint eine der wichtigsten Erkenntnisse zu sein, mit der Entwickler von E- Learning-Projekten konfrontiert sind. Aktuell steht die deutsche Hochschulland- schaft vor dem Problem, dass die umfangreiche Förderung von E-Learning-Pro- jekten ausläuft und Wege der Weiterfinanzierung gefunden werden müssen, um begonnene Projekte abzuschließen oder weiterzuentwickeln. Das Projekt Know- ledgebay geht mit einem einfachen und pragmatischen Ansatz einen unkonven- tionellen Weg. Das Konzept des Projekts heißt: Studierende machen Medien. Im weiteren Sinne bedeutet dies, Studierende „ihr eigenes E-Learning machen zu lassen“.
Mehr anzeigen

20 Mehr lesen

Diversität und Spaltung. Digitale Medien in der Gesellschaft

Diversität und Spaltung. Digitale Medien in der Gesellschaft

Aktuelle Studien zeigen, dass das Cybermobbing ein ernst zu nehmendes Problem ist. Nach der Studie von Quandt und Festl (2013) nimmt das Cybermobbing, vor allem in Schulen, zu. Die Forschenden konn- ten in der 10. Klasse bereits 14 Prozent der Schüler/innen als Täter identifizieren. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die vor Cybermobbing schützen können. Da eine klare Unterscheidung zwischen den Täterin- nen und Tätern und den Opfern nicht immer möglich ist (Quandt & Festl, 2013), ist eine Sensibilisierung sowohl seitens der potenziellen Täter und Täterinnen als auch der potenziellen Opfer wichtig. Auch Kon- trollmaßnahmen, zum Beispiel das Einsehen der aktuellen Internetaktivitäten durch Lehrende und Eltern, und Thematisierung der Probleme und Aufklärung in Bildungskontexten, zum Beispiel Integration in den Unterricht (siehe Merksatz unten), können gegen Cybermobbing eingesetzt werden. Wichtig ist auch, die positive Nutzung und Erfahrungen mit neuen, digitalen Medien in Bildungskontexten zu fördern, zum Bei- spiel digitale Medien in der Schule gezielt einzusetzen, um den Aufbau von sozialen Lernnetzwerken zu er- möglichen.
Mehr anzeigen

11 Mehr lesen

Praxisbericht über digitale Medien in der Bildung an Beispielen von Museen

Praxisbericht über digitale Medien in der Bildung an Beispielen von Museen

Die Pinakotheken in München veranstalteten von 15. Juli bis 4. Oktober 2014 in den sozialen Medien unter dem Hashtag #myrembrandt Aktionen zu Rembrandts Selbstbildnis aus der Alten Pinakothek, das wegen der Schließung nicht gezeigt werden konnte, aber in digitaler Form als „Selfi e“ in neuen Welten weiter exi- stiert. Sieben Reproduktionen des Gemäldes nahmen ausgewählte Personen mit auf Reisen und können so dem Rembrandt ihre Welt zeigen (sogar auf der Raumstation ISS); dazu gibt es eine Tweetwall (mit Bildern zu Abenteuern der Repliken) und ein Storify auf der Webseite der Pinakotheken. 17 Die Aktion
Mehr anzeigen

23 Mehr lesen

Digitale Medien - Werkzeuge für exzellente Forschung und Lehre

Digitale Medien - Werkzeuge für exzellente Forschung und Lehre

Technologien für das Lehren und Lernen ist seit Jahren groß. Das gilt inzwi- schen auch für den Bereich des Prüfens: Unter dem Stichwort „E-Prüfungen“ und „E-Assessment“ (vgl. Ruedel & Mandel, 2010; Wolf, 2010) werden unter anderem kostspielige elektronische Prüfungszentren eingerichtet, Daten- schutzprobleme diskutiert und aufwändig gelöst, mit externen Dienst leistern der Testindustrie kooperiert usw. Wohin wären die kreativen und fi nanzi- ellen Ressourcen gefl ossen, wenn man sich 1970 für eine Universität ohne Prüfungen mit Rechtsfolgen entschieden hätte? Nun war 1970 gerade ein- mal der Begriff Hypertext erfunden (Schulmeister, 2011, S. 3). Wegweisende Weiter entwicklungen des damaligen Systems Xanadu lagen noch in wei- ter Ferne. Erst ein Viertel Jahrhundert später wurden mehrere Browser ent- wickelt, welche die Anwendungsmöglichkeiten des Internets enorm erhöhten. Seitdem aber wäre die Denkleistung vieler Mediendidaktiker und Informatiker in Sachen E-Assessment wohl in eine andere Richtung gegangen: Statt über elektronische Prüfungsfragen zu verfügen, die Kenntnisse möglichst „objek- tiv“ erfassen können, wüssten wir heute womöglich, wie man Studierenden unter Nutzung digitaler Medien dabei helfen kann, wissenschaftliche Konzepte zu bilden, die sie auch verstanden haben. Statt Kontrollmechanismen für stan- dardisierte Prüfungsabläufe in E-Assessment-Zentren zu optimieren, hätten wir heute bereits hohe Expertise in der Unterstützung von Studierenden, die ihre Lernergebnisse selbständig digital dokumentieren. Statt immer komplizierter werdende Punkte- und Bewertungssysteme mit kriterien- oder normorientier- ten Legitimationsgrundlagen anzuwenden, könnten wir heute auf ein bewähr- tes System an Feedback, Beratung und Empfehlungsleistungen zurückgreifen, welche Studierende nach ihrem Studium in Anschlusssystemen verwenden kön- nen. Digitale Medien in einer prüfungsfreien Universität wären das Werkzeug der Studierenden für die Darstellung dessen, was sie können, und nicht das Werkzeug der Lehrenden, um ihnen nachzuweisen, was sie nicht können.
Mehr anzeigen

513 Mehr lesen

Show all 3115 documents...