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Produktivitätswachstum in den USA und Deutschland: fällt Deutschland weiter zurück?

Produktivitätswachstum in den USA und Deutschland: fällt Deutschland weiter zurück?

Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 30/2005 458 Produktivitätswachstum in den USA und Deutschland: Fällt Deutschland weiter zurück? Die Ergebnisse des deterministischen Modells für Deutschland zeigen, dass das durchschnittliche Produktivitätswachstum nicht konstant ist. Der Hansen-Test belegt, dass es mindestens einen Strukturbruch bei der durchschnittlichen Wachs- tumsrate ebenso wie bei deren Varianz, oftmals auch als Volatilität bezeichnet, gibt. Die Ergebnisse der Prozedur nach Bai und Perron – mit einem vor- gegebenen Mindestabstand von drei Jahren zwi- schen den Bruchpunkten – machen deutlich, dass ein Modell mit insgesamt fünf Brüchen (4. Quartal 1966, 4. Quartal 1969, 2. Quartal 1979, 4. Quartal 1982, 4. Quartal 1996) die beste Anpassung liefert. Die Ergebnisse sind zusammen mit der Anpassung des Zustandsraummodells – hier die geglättete Komponente des zeitvariablen Koeffizienten zu- sammen mit dem 95%-Konfidenzintervall – in Abbildung 2 dargestellt.
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Wirtschafts- und Produktivitätswachstum in Deutschland

Wirtschafts- und Produktivitätswachstum in Deutschland

tät: In den USA hat vor allem eine rasante Investitionsperformance zu einem starken Kapitalstockwachstum geführt. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt um 1,3 Prozent gewachsen. Die Kapi- talintensivierung in den USA war also weniger kostenbedingt als vielmehr eine Reaktion auf stellenweise Knappheitsprobleme am Arbeitsmarkt. In Deutschland resultierte das steigende Verhältnis von Kapital- zu Arbeitsein- satz dagegen aus einer verhaltenen Investitionstätigkeit bei in jeder Hinsicht rückläufigem Arbeitseinsatz. Eine kostenbedingte Substitution von Arbeit durch Kapital hat hier die Kapitalintensivierung angetrieben. Mangels ver- gleichbarer Kapitalstockdaten spricht ein Blick auf die Investitionstätigkeit in Deutschland und den USA eine deutliche Sprache: Im Durchschnitt des Zeitraums 1991 bis 2003 sind die realen Bruttoanlageinvestitionen in den USA um 5,2 Prozent pro Jahr angestiegen. In Deutschland waren sie dage- gen im Jahresdurchschnitt um 0,1 Prozent rückläufig. Auch ein Blick auf die Veränderung der zugrunde liegenden nominalen Werte zeigt diese Diskre- panz bei der Investitionsdynamik – einen Zuwachs in Deutschland um 0,5 Prozent und in den USA um 5,8 Prozent pro Jahr. Unterschiedliche Deflati- onsmethoden ändern somit an der unterschiedlichen Investitionsperformance beider Länder kaum etwas. Vor diesem Hintergrund wird auch argumentiert, dass in Deutschland inzwischen zu wenig Kapital zur Verfügung stehe, um weitere Arbeitsplätze auszustatten (Gordon, 2004, 454).
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Produktivitätswachstum in Deutschland: kein nachhaltiger Aufschwung in Sicht

Produktivitätswachstum in Deutschland: kein nachhaltiger Aufschwung in Sicht

Die gesamtwirtschaftliche Produktivitätsentwick- lung in Deutschland ist nach dem Wiedervereini- gungsboom im internationalen Vergleich deutlich eingebrochen. Nicht nur gegenüber den USA und Schwellenländern wie Südkorea, sondern auch im Vergleich zu anderen EU-Staaten fi el Deutsch- land seitdem zurück. Jedoch hat der wirtschaft- liche Aufschwung im Jahr 2006 vorübergehend zu einem Anstieg der Stundenproduktivität je Erwerbs tätigen geführt. Kann dieser Anstieg als eine Rückkehr zu einem höheren Trendwachstum gedeutet werden? Ökonometrische Tests zeigen, dass es sich wohl vor allem um einen konjunkturell bedingten Anstieg handeln dürfte. Der Rückgang der trendmäßigen Wachstumsrate ist demnach bestenfalls zum Stillstand gekommen. Soll sich das Produktivitätswachstum dauerhaft verbessern, ist eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik erforderlich.
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Die Entwicklung der Arbeitslosenquote: Ein langfristiger Vergleich zwischen Deutschland und den USA

Die Entwicklung der Arbeitslosenquote: Ein langfristiger Vergleich zwischen Deutschland und den USA

Westdeutschland Im nächsten Schritt führen wir dieselbe Ana- lyse für die deutschen Arbeitslosenzahlen durch. Zunächst untersuchen wir die Ent- wicklung für Westdeutschland. Die Trend- komponente startet 1950 mit einem Wert von 11,8% und fällt dann stetig auf das Mi- nimum von 0,6% im Jahre 1965. Danach beobachten wir einen zunächst flachen und ab Mitte der siebziger Jahre steileren An- stieg, der sich dann in den achtziger Jah- ren abflacht. In den Jahren 1988 bis 1991 fällt der Trendwert leicht von 8,4 auf 8,2%, steigt dann aber nach der Wiedervereini- gung ständig an, bis er im ersten Halbjahr 2003 einen Wert von 10,1% erreicht. Die drift-Rate ist zurzeit mit 0,15% zwar nur leicht höher als die der USA. Zu beachten ist aber, dass Deutschland – abgesehen vom leichten Rückgang Ende der achtzi- ger Jahre – über fast vier Jahrzehnte einen Anstieg der Trendkomponente der Arbeits- losigkeit zu verzeichnen hat, während die USA in den letzten beiden Jahrzehnten ei- nen deutlichen Rückgang aufweisen. Am aktuellen Rand ist die Schätzung der Kom-
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Die Entwicklung der Arbeitslosenquote: Ein langfristiger Vergleich zwischen Deutschland und den USA

Die Entwicklung der Arbeitslosenquote: Ein langfristiger Vergleich zwischen Deutschland und den USA

Im nächsten Schritt führen wir dieselbe Ana- lyse für die deutschen Arbeitslosenzahlen durch. Zunächst untersuchen wir die Ent- wicklung für Westdeutschland. Die Trend- komponente startet 1950 mit einem Wert von 11,8% und fällt dann stetig auf das Mi- nimum von 0,6% im Jahre 1965. Danach beobachten wir einen zunächst flachen und ab Mitte der siebziger Jahre steileren An- stieg, der sich dann in den achtziger Jah- ren abflacht. In den Jahren 1988 bis 1991 fällt der Trendwert leicht von 8,4 auf 8,2%, steigt dann aber nach der Wiedervereini- gung ständig an, bis er im ersten Halbjahr 2003 einen Wert von 10,1% erreicht. Die drift-Rate ist zurzeit mit 0,15% zwar nur leicht höher als die der USA. Zu beachten ist aber, dass Deutschland – abgesehen vom leichten Rückgang Ende der achtzi- ger Jahre – über fast vier Jahrzehnte einen Anstieg der Trendkomponente der Arbeits- losigkeit zu verzeichnen hat, während die USA in den letzten beiden Jahrzehnten ei- nen deutlichen Rückgang aufweisen. Am aktuellen Rand ist die Schätzung der Kom-
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Sparen in Deutschland und den USA

Sparen in Deutschland und den USA

SPAREN IN DEUTSCHLAND UND DEN USA Die Privaten Haushalte in den USA haben in den neunziger Jahren nicht nur weniger gespart als die in Deutschland, sondern sie haben ihre Sparan- strengungen auch stärker zurückgefahren. Berücksichtigt man allerdings die staatliche und unternehmerische Spartätigkeit, dann fällt zum einen der Ni- veauunterschied bei der gesamtwirtschaftlichen Sparquote beider Länder geringer aus. Zum anderen konnte in den USA über eine längere Zeit ein Anstieg der Sparquote aller Sektoren beobachtet werden. Während die Zins- entwicklung in beiden Ländern für eine rückläufige Sparquote der Privaten Haushalte spricht, erklären die bessere Arbeitsmarktlage, die höhere und stärker ansteigende Vermögensquote sowie die günstigere staatliche Bud- getentwicklung einen wachsenden Abstand zwischen den Sparquoten der Privaten Haushalte beider Länder. Der schneller steigende Altenquotient spricht dagegen für ein stärker nachlassendes Sparen in Deutschland. Die hohe Attraktivität des Anlagestandorts USA erlaubte es den Amerikanern trotz der geringeren Sparanstrengungen der Privaten Haushalte, die stark angestiegenen Investitionen durch internationales Kapital zu finanzieren.
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Kombilöhne gegen Erwerbsarmut: Warum die USA erfolgreicher sind als Deutschland

Kombilöhne gegen Erwerbsarmut: Warum die USA erfolgreicher sind als Deutschland

fügbares Einkommen unterhalb des dreifachen Mindest- konsums an Grundnahrungsmitteln liegt. 4 Nach Liebman 5 befanden sich 1996 80% der EITC-An- spruchsberechtigten hinsichtlich ihres Einkommens im Be- reich zwischen der Armutsgrenze und dem 1,5-fachen der Armutsgrenze. Ein außerordentlich großer Teil der Trans- ferempfänger war somit faktisch nicht von Armut betroffen. Weiterhin stellt Liebman fest, dass vor allem Haushalte in den unteren beiden Quantilen der Einkommensverteilung vom EITC profi tieren. Diese konnten ihren Anteil am Ge- samteinkommen um jeweils 0,15 Prozentpunkte erhöhen. Stärker fällt dieser positive Einkommenseffekt aus, wenn die Armutsbetrachtung auf Haushalte mit mindestens ei- nem Kind begrenzt wird. Dort liegen die Werte zwischen 0,2 und 0,4 Prozentpunkten.
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Internationalisierung von rechtswissenschaftlichen Fakultäten : ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA

Internationalisierung von rechtswissenschaftlichen Fakultäten : ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA

Mit!Blick!auf!Deutschland!entstehen!durch!die!zunehmenden!internationalen!Aktivitäten! der! Mandanten! neue,! komplexe! Herausforderungen! für! Anwälte.! Um! Mandanten! in! grenzüberschreitenden!Aktivitäten!zu!beraten!und!zu!betreuen,!benötigen!Anwälte!neue! fachliche! und! überfachliche! Kompetenzen,! die! bis! dato! durch! das! juristische! Studium! noch!nicht!ausreichend!vermittelt!werden.!Beratung!und!Begleitung!bei!Kauf,!Fusionen! und! Joint! Ventures! von! Unternehmen! im! Ausland! und! die! damit! zusammenhängende! Vertragsgestaltung!zwischen!mehreren!ausländischen!Geschäftspartnern!sind!Beispiele! für! Aktivitäten! im! internationalen! Kontext,! die! wirtschaftsberatende! Anwälte! für! ihre! Mandanten!lösen!müssen.!Hier!reicht!es!aber!nicht!aus,!eine!solide!juristische!Methodik! zu!beherrschen!und!die!Gesetze!des!eigenen!Landes!zu!kennen.!Es!bedarf!vielmehr!des! Grundverständnisses!anderer!Rechtssysteme,!ausgeprägter!Kommunikationsfähigkeiten! und! interkultureller! Kompetenzen,! um! in! diesem! Umfeld! erfolgreich! tätig! zu! werden.! Vor!diesen!Herausforderungen!stehen!Juristen!aus!Deutschland!und!den!USA!gleicherC maßen.! Der! Vergleich,! wie! Juristen! aus! einem! kontinentaleuropäischen! Rechtskontext! und! Juristen! aus! dem! Common! Law! mit! dieser! Herausforderung! umgehen,! soll! AufC schluss!über!Gemeinsamkeiten!und!Unterschiede!geben!sowie!Entwicklungen!aufzeigen,! von! denen! gegenseitig! Impulse! gewonnen! werden! können.! Der! Vollständigkeit! halber! soll! hier! nicht! unerwähnt! bleiben,! dass! die! Verfasserin! einer! Internationalisierung! der! Hochschulen!nicht!nur!positiv!gegenüber!steht 2 ,!sondern!diese!Entwicklung!als!notwenC
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Armutsdynamiken: Zeitanalysen in der Armutsforschung der USA und der Bundesrepublik Deutschland

Armutsdynamiken: Zeitanalysen in der Armutsforschung der USA und der Bundesrepublik Deutschland

gestützt, d~e "die jeweilige Konstellation von Einstellungen, Erfahrungen und Forderungen [gegenüber der Institution Sozialhilfe - P.B./M.L.] ( ... Der Zugang zum Gegenstan[r]

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Network-Marketing Konzepte: Ein Vergleich Deutschland und USA

Network-Marketing Konzepte: Ein Vergleich Deutschland und USA

Wie wird sich Network Marketing in den kommenden fünf Jahren entwickeln? Rechnet man die Wachstumsraten der letzten Jahre linear hoch, würde der Network-Marketing-Umsatz im Jahr 2005 in Deutschland ca. 6 Mrd. DM betra- gen (bei einer jährlichen Wachstumsrate von ca. 34 Prozent). 66 Die Zahl der aktiven Networker würde entsprechend von derzeit ca. 300.000 67 auf etwa 1,3 Mill. anwachsen - mit entsprechendem Niederschlag in der Existenzgrün- dungsstatistik. Vergleicht man das Ergebnis dieser Prognose mit dem derzeiti- gen Stand in den USA, so erscheint dies durchaus nicht übertrieben optimis- tisch zu sein: In den USA werden derzeit ca. 24 Mrd. $ 68 von etwa zehn Mill. aktiven Beratern im Direktvertrieb 69 umgesetzt. Hiervon sind 78 Prozent, also ca. acht Mill. im Network Marketing tätig. Dies entspricht drei Prozent der Ein- wohner. Würden in Deutschland im Jahr 2005 ebenfalls drei Prozent der Ein- wohner Network Marketing betreiben - dies käme dem heutigen Stand in den USA gleich -, entspräche das einer Zahl von etwa 2,4 Mill. aktiven Beratern. Genau diese Entwicklung - 2,4 Mill. aktive Berater - prognostiziert Edward LUDBROOK für das Network Marketing hierzulande, allerdings bereits zum Jahre 2004. 70
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Interessen und Ideen: Die Entstehung der Arbeitslosenversicherung in Deutschland und den USA

Interessen und Ideen: Die Entstehung der Arbeitslosenversicherung in Deutschland und den USA

Eine dritte institutionalistische Strömung entspringt der soziologischen Be - schäftigung mit Organisationen und organisationellen Feldern (DiMaggio/ Pow- ell 1991). Der soziologische Institutionalismus betont die normativen Prinzipien, die durch die Schaffung von Organisationen institutionalisiert werden. Neu entste- hende Institutionen orientieren sich an bereits vorhandenen staatlichen oder verbandlichen Strukturen, indem sie deren Organisationsprinzipien nachbauen, um Legitimität nach außen zu sichern. Diese Außenwirkung ist dabei wichti- ger als die Effi zienz des inneren Aufbaus (Meyer/Rowan 1991; Fligstein 2001, 1996). So zeigt etwa Dobbin (1994), wie Grundprinzipien des institutionellen Aufbaus der politischen Systeme Frankreichs, der USA und Großbritanniens die strategischen Überlegungen wirtschaftlicher Akteure nicht nur strategisch be- grenzt, sondern die Denkmuster dieser Akteure jenseits des strategischen Kon- texts geprägt haben. Institutionen etablieren soziale Normen und formen so das Handeln der Akteure nicht nur im Sinne einer ›Kalkulation‹ möglicher Folgen‚ sondern auch im Sinne der normativen ›Angemessenheit‹ dieses Handelns. Ei- nige Ansätze betonen hier auch die Einschränkungen der normativen Legitima- tionsbasis für spätere sozialpolitische Innovationen durch bereits institutiona- lisierte und legitimierte wohlfahrtsstaatliche Leitbilder (Mahoney 2000: 517ff.; Lessenich 2003: 211ff.). Institutionen setzen normative und kognitive Standards dafür, welche Erwartungen die Akteure von ihnen haben können, was als ›nor- mal‹ zu gelten hat oder auch welche sozialen Rechte und Pfl ichten bestimmte Akteure oder Gruppen haben (Offe 1996: 199). Sie beeinfl ussen nicht nur den Lernprozess strategischer Akteure, sondern nehmen auch Einfl uss auf die Erin- nerung der Handelnden an vergangene Ereignisse: »It [the institution] provides the categories of their thought, sets the terms for self-knowledge, and fi xed identities« (Douglas 1986: 112). Institutionen haben, so Douglas’ Argument, ein Element des Sakralen im Durkheim’schen Sinne, das sie zugleich an Gerechtig- keitsvorstellungen ankoppelt. Sie müssen gleichen Zugang für alle bieten, um Legitimität gewinnen zu können (ebd.: 115).
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Globalisierung der universitären Forschung. Beispiele aus Deutschland und USA

Globalisierung der universitären Forschung. Beispiele aus Deutschland und USA

Aus dem Interviewmaterial konnten einige zusätzliche Erklärungsan- sätze herausgearbeitet werden. Zentral hierfür scheint ein grundlegendes Strukturmuster universitärer Forschung zu sein, das in Deutschland und den USA gleichermaßen zum Tragen kommt: die hohe Autonomie der Einzelpersonen im Bereich der Forschung. Daraus ergeben sich Konse- quenzen für die Art und Weise, mit der Forschungskooperationen zustan- de kommen. Im universitären Bereich findet man Forschungskooperatio- nen, insbesondere wenn sie grenzüberschreitend organisiert sind, über- wiegend in der Form von personalisierten Netzwerken. Die persönlichen Kapazitäten und auch das Interesse an der Durchführung grenzüber- schreitender Forschungskooperationen variieren dabei erheblich. Soll ei- ne verstärkte Globalisierung der Forschung explizit eine Zielvorgabe für Hochschulentwicklung sein, haben Hochschulen auf Grund dieses Struk- turmusters zunächst wenig Möglichkeiten einer gezielten Einflussnahme. Dies zeigt sich gerade auf der Ebene von Instituten, die in ihrer Personal- stärke z.T. vergleichbar sind mit außeruniversitären Einrichtungen, aber wesentlich weniger durch hierarchische Strukturen geprägt sind, die sich auf die Planung und Durchführung von langfristigen Forschungsvorhaben beziehen.
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Die Entwicklung des Reallohnniveaus: Ein Vergleich der Situation in Deutschland und den USA

Die Entwicklung des Reallohnniveaus: Ein Vergleich der Situation in Deutschland und den USA

In den „E conom ic News“ , Brisbane, vom Juli-August 1948 w ird auf Grund amerikanischer Arbeiten des National Bureau o f E conom ic R eseardi (S. S. K uz- nets und S. Fabricant) versucht, die tatsächliche P ro- kutivitätssteigerung in den USA seit 1939 zu berech­ nen. Die Sdiw ierigkeit besteht darin, die in den In­ dizes nicht zum Ausdruck kommende V ersdiiebung in der Zusammensetzung des amerikanischen Sozial­ produkts und Massenkonsums und die von den In­ dizes abweidienden w irklidien Preisdurchschnitte riditig zu erfassen. W ährend in Preisen jedes Jahres ausgedrückt das Volkseinkommen der U S A von 72,5 Mrd. $ (1939) auf etwas m ehr als 200 Mrd. $ (1947—48), also fast das D reifadie stieg, betrug die Realzunahme, ausgedrückt in Preisen v on 1939, nach der australischen Zeitschrift nur etwas m ehr als die Hälfte (von 90 auf etwa 140 Mrd. $). Die Zahl der Berufstätigen (ohne Wehrmacht) verm ehrte sid i um ein Drittel, von etwa 45 auf nahezu 60 Mill., die Zahl der L ohn - und Gehaltsempfänger entsprechend von nahezu 33 auf nahezu 46 Mill. Für die D urdisdinitts- ■ Produktivität aller USA-Erwerbstätigen berechnen die Australier eine etwa 20 “/oige Zunahme 1939— 48,
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Eigeninteresse und Gemeinwohlbindung: kulturspezifische Ausformungen in den USA und Deutschland

Eigeninteresse und Gemeinwohlbindung: kulturspezifische Ausformungen in den USA und Deutschland

Die Krise der Arbeitsgesellschaft Arbeitsgesellschaft fortwirkende Äquivokation, die sich mit dem Arbeitsbegriff verbindet. Denn nicht die Arbeit als Verausgabung von Arbeitskra[r]

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MOnAMi | Fernsehwerbung in Deutschland und den USA : eine kritische Gegenüberstellung

MOnAMi | Fernsehwerbung in Deutschland und den USA : eine kritische Gegenüberstellung

Ein Beispiel der aktuellen Fernsehwerbung verdeutlicht, wie sehr ein Gedanke in Bezug auf eine nationalsozialistische Richtung selbst in der heutigen Zeit noch falsch aufgegrif- fen bzw. interpretiert werden kann: Es geht um den bereits in Kapitel 4.1.3 beschriebe- nen Werbespot #Zeitschenken des Unternehmens EDEKA. Im Hintergrund spielt ein Lied mit dem Text „Muss noch dies, muss noch das, muss noch jenes [...]“ (EDEKA, 2016) während ein Auto mit dem Kennzeichen MU-SS-420 zu sehen ist (Vgl. Anlage 27). Das stößt laut einem Bericht, der auf der N24-Webseite veröffentlicht wurde, auf große Ablehnung. Kritiker sehen in dem Kennzeichen eine Anspielung auf die national- sozialistische Zeit: So soll SS für Adolf Hitlers Schutzstaffel und die Zahlenkombination 420 für Hitlers Geburtstag, den 20. April, stehen (Vgl. N24, 2016). Dieses Beispiel zeigt, dass die Werbemacher in Deutschland aufpassen müssen, dass sie keine patriotischen bzw. nationalsozialistischen Anspielungen machen (wenn auch unbewusst).
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Wissensintensive Branchen: Deutschland überholt bei der Wertschöpfung die USA

Wissensintensive Branchen: Deutschland überholt bei der Wertschöpfung die USA

Mit der zunehmenden Spezialisierung auf die gehobenen Gebrauchstechnologien und dem Ab- bau der Defizite bei Spitzentechnologien scheint Deutschland auf dem richtigen Weg. Es profitiert bei den Spitzentechnologien auch von internen Strukturverschiebungen. So hat in den letzten Jahren das Gewicht des IKT-Bereichs, auf den Deutschland nur gering spezialisiert ist, deutlich an Bedeutung verloren. Für eine positive Beschäf- tigungsentwicklung hat allerdings gerade auch die Expansion wissensintensiver Dienste eine große Bedeutung. Deutschland weist im inter- nationalen Vergleich trotz positiver Entwicklung immer noch keine Spezialisierung auf diese Dienstleistungen aus.
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Kombilöhne gegen Erwerbsarmut: Warum die USA erfolgreicher sind als Deutschland

Kombilöhne gegen Erwerbsarmut: Warum die USA erfolgreicher sind als Deutschland

Der US-amerikanische Kombilohn wird von der Bevölkerung intensiv genutzt und zeigt so- mit eine hohe Akzeptanz auf, wie Moffitt und Scholz (2010) für 2004 ermittelten. Nahezu alle Alleinerziehenden und 96% der Paar-Haushalte mit Kindern und mit einem steuer- bereinigten Markteinkommen zwischen dem 0,5-fachen und 1,5-fachen der Armutsgrenze nehmen den EITC als Kombilohn wahr. In Alleinerziehenden-Haushalten ist der EITC sogar im Bereich des 1,5-fachen bis 2-fachen der Armutsgrenze sehr stark präsent. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Armutsgrenze für Alleinerziehende nied- riger liegt als die für Paar-Haushalte. Der Kombilohn EITC scheint demnach die Armuts- quote in den USA nachhaltig senken und die unteren Quantile der Einkommensverteilung stärken zu können. Insgesamt lässt sich dem EITC attestieren, dass er als Instrument zur Bekämpfung der Armut und des Working Poor wirksam ist. Dennoch muss festgehalten werden, dass Haushalte mit Kindern und Paar-Haushalte, in denen lediglich ein Partner erwerbstätig ist, stärker von der EITC-Förderung profitieren. Das Ziel, speziell Familien zu unterstützen, wird in diesem Sinne erreicht. Es bleibt zu überlegen, inwieweit der EITC in Zukunft der steigenden Anzahl an Single-Haushalten gerecht wird. 1980 bestand ein Viertel der Haushalte in den USA aus Single-Haushalten. 2011 lag der Wert bereits bei
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Wirtschaftswachstum in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen: Ein Vergleich Deutschland - USA

Wirtschaftswachstum in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen: Ein Vergleich Deutschland - USA

Für Deutschland gibt es naturgemäß keine Angaben der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf Basis eines Fisher-Index. Näherungsweise kann die mögliche Verzer- rung durch den herkömmlichen Laspeyres-Mengenindex allerdings dadurch bestimmt werden, dass die Wachs- tumsraten des realen Bruttoinlandsprodukts vor und nach der Umstellung auf ein neues Preisbasisjahr einander gegenübergestellt werden (Scheuer und Leifer 1996, S. 476). Die letzte Revision der Preisbasis erfolgte im Jahr 1999, aller- dings sind diese Ergebnisse durch konzeptionsbedingte Änderungen der deutschen Volkswirtschaftlichen Gesamt- rechnungen (Umstellung auf das ESVG 1995) in so star- kem Maße mitbeeinflusst, dass eine Isolierung der Effekte nicht möglich ist (Nierhaus und Meister 1999, S. 3 ff.). Aus- sagefähiger ist deshalb ein Vergleich der vorangegangenen Umstellung im Jahr 1993. Vergleicht man alternativ die Wachstumsraten vor und nach dieser Revision (Umstellung der Preisbasis von 1985 auf 1991) für Westdeutschland, so weichen die Veränderungsraten des Bruttoinlandspro- dukts in Preisen von 1991 im Zeitraum 1970 bis 1989 um höchstens 0,2 Prozentpunkte von denjenigen in Preisen von 1985 ab. Größere Abweichungen gibt es nur in den Jahren 1991 und 1992, die allerdings durch Sonderentwicklungen im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung beeinflusst sein dürften. Außerdem unterliegen zeitnahe Angaben natur- gemäß stärkeren Korrekturen, weil die Ergebnisse von zwi- schenzeitlich ausgewerteten Primärstatistiken nach und nach die von den Statistischen Ämtern zunächst teilweise ge- schätzten Werte ersetzen. Insgesamt ist nach dem Wech- sel der Preisbasis die reale Entwicklung sogar geringfügig
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Bringt das EU-Recht den Europawahlen in Deutschland die 5%-Klausel zurück?

Bringt das EU-Recht den Europawahlen in Deutschland die 5%-Klausel zurück?

Das Bundesgesetz nach § 3 Abs. 1 und 2 IntVG böte einen Ansatzpunkt dafür, die Änderung des Art. 3 DWA an grundgesetzlichen Maßstäben zu überprüfen. Dagegen könnten auf Art. 38 GG gestützte Verfassungsbeschwerden mit der Behauptung eingelegt werden, dieses sei mit der Wahlrechtsgleichheit (Art. 3 Abs. 1 GG) unvereinbar. Zwar nähme der neue Art. 3 DWA am Anwendungsvorrang des Unionsrechts vor dem deutschen Verfassungsrecht teil, doch reicht dieser nach Art. 23 Abs. 1 Satz 3 nur bis zur Grenze des Art. 79 Abs. 3 GG. Die Beschwerdeführer müssten daher versuchen, das BVerfG zu einer „Identitätskontrolle“ des neuen Art. 3 DWA anhand von Art. 20 GG zu bewegen. Eine Sperrklausel bei den Europawahlen würde die von Art. 20 Abs. 2 GG geschützte Demokratie in Deutschland indes kaum berühren. Auch die Berufung auf Art. 23 Abs. 1 Satz 1 GG, der die EU auf demokratische Grundsätze verpflichtet, dürfte im Ergebnis erfolglos bleiben, galten bei den Europawahlen doch jahrzehntelang Sperrklauseln, ohne dass der demokratische Charakter der EU dadurch in Frage gestellt wurde.
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Deutschland nach den USA zweitgrößter Forschungsstandort für multinationale Unternehmen

Deutschland nach den USA zweitgrößter Forschungsstandort für multinationale Unternehmen

Welches Fazit ziehen Sie aus Ihren Untersuchungen? Deutschland hat sich in den letzten Jahren unter den Be- dingungen der Globalisierung von Forschung und Entwicklung sehr gut geschlagen. Der For- schungsstandort ist auch für multinationale Unternehmen, die prinzipiell bei der Wahl ihrer Forschungsstandorte mobiler sind als kleine und mittlere Unternehmen, sehr attraktiv. Ich denke, ein wichtiges Fazit für die Politik ist, die Stärken des Forschungsstandorts Deutschland auszubauen. Deutschland ist Leitmarkt für vie- le wichtige Technologieprodukte, unter ande- rem im Kraftfahrzeugbau. Es hat eine sehr ent- wickelte Forschungsinfrastruktur mit starken öffentlichen Forschungsinstituten, die intensiv mit der Wirtschaft kooperieren. Zudem gibt es in Deutschland sehr qualifi zierte Fachkräfte, die auch die Attraktivität dieses Forschungs- standorts nicht nur für einheimische, sondern auch für ausländische Unternehmen erhöhen.
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