Nach oben pdf Persönliche Beziehungen im Kontext der Moral

Persönliche Beziehungen im Kontext der Moral

Persönliche Beziehungen im Kontext der Moral

Neben der Instrumentalisierung der persönlichen Beziehung wird zudem unterstellt, dass diese materiellen Zugewinne etwas seien, das zu den ohnehin bestehenden Vorteilen einer lohnenswerten Beziehung hinzukomme. Diese These ist deshalb unplausibel, da nicht klar ist, worin eine persönliche Beziehung überhaupt noch bestehen soll, wenn nicht zumindest ein bestimmtes Maß an persönlichem und damit parteilichem Interesse zugelassen wird. LaFollettes und Schefflers Kongruenzthese, derzufolge besondere Verpflichtungen und ein besonderes Maß an persönlichem Engagement konstitutive Bestandteile von Freundschaften und anderen engen Beziehungen sind, ist mit einem distributiven Konzept jedenfalls nicht vereinbar. Doch nicht nur auf der definitorischen, auch auf der praktischen Ebene ist die These der Kongruenz persönlicher Beziehungen und besonderer Verpflichtungen notwendig: Woran sollte man erkennen, dass eine bestimmte Person ein Freund ist, eine andere hingegen nicht, wenn sich die Freundschaft nicht zumindest in bestimmten wohlwollenden Handlungen äußern darf? Selbst die immateriellen Wertaspekte der persönlichen Beziehung werden durch das erforderliche rigide Zeitmanagement im distributiven Einwand unmöglich. Die Konsequenz ist also vielmehr, dass es in einer strikt auf distributive Gleichheit ausgelegten Konzeption überhaupt nicht mehr möglich ist, persönliche Beziehungen zuzulassen.
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Soziale Beziehungen von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan im Kontext ihres Erwerbslebens: eine problemzentrierte Netzwerkanalyse / Maxim Gartler

Soziale Beziehungen von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan im Kontext ihres Erwerbslebens: eine problemzentrierte Netzwerkanalyse / Maxim Gartler

Transnationaler Kontakt ist für MigrantInnen und insbesondere Flüchtlinge also von enormer Bedeutung. Über moderne Kommunikationsmedien halten sie den Kontakt zu ihrer Familie aufrecht und werden mitunter nicht nur auf emotionaler, sondern auch auf materieller oder informationeller Ebene unterstützt. Die Erzählungen im Zuge der Interviews bringen außerdem zwei weitere, für Netzwerke von MigrantInnen bzw. Flüchtlingen typische Aspekte zu Tage. Zum einen erhellen sie die Veränderungsprozesse, denen die Beziehungsstrukturen von MigrantInnen im Zuge der Wanderung ausgesetzt sind. Das gewohnte und im Verlauf des Lebens aufgebaute Netzwerk im Heimatland wird - ganz der Natur der Sache entsprechend – durch das Verlassen der Heimat zum größten Teil aufgelöst. Es besteht zwar die Möglichkeit, mittels Kommunikationsmedien einen Teil der Beziehungen aufrechtzuerhalten, die dahingehenden Bemühungen beschränken sich allerdings in den meisten Fällen auf die Familie und die engsten FreundInnen. Die Ankunft im Aufnahmeland ist dementsprechend, vor allem bei Personen, die die Flucht allein in Angriff nehmen, von Einsamkeit geprägt. In der Flüchtlingsunterkunft ergeben sich zwar mitunter Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und damit zum Aufbau von neuen Beziehungen, diese ist jedoch aufgrund der belastenden Situation, die häufig mit zurückliegenden und anhaltenden Traumatisierungen in Verbindung steht, für viele MigrantInnen nicht einfach. Was erschwerend hinzukommt ist, dass strukturelle Hindernisse MigrantInnen dabei hindern, mit Personen der Aufnahmegesellschaft in Kontakt zu treten. Nach dem Erhalt der Aufenthaltsgenehmigung müssen sich MigrantInnen, teilweise von der Caritas, ähnlichen Einrichtungen, oder MigrantInnenorganisationen unterstützt, um Angelegenheiten, wie dem Suchen einer eigenen Wohnung, Aus- und Weiterbildung oder dem Suchen einer Arbeitsstelle, kümmern. In dieser Phase besteht wiederum die Möglichkeit, das eigene persönliche Netzwerk durch neue Beziehungen zu erweitern 13 .
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An der Peripherie :  Alltag und soziale Beziehungen im Kontext von Migration und Urbanisierung am Beispiel einer informell gegründeten Siedlung in Tirana, Albanien

An der Peripherie : Alltag und soziale Beziehungen im Kontext von Migration und Urbanisierung am Beispiel einer informell gegründeten Siedlung in Tirana, Albanien

151 Oben aufgeführtes Beispiel von Besarta zeigt eine Tendenz eines bevorzugten Freund- schafttyps von verheirateten Frauen in Bathore auf: Sie befürworten Freundschaften zu Nachbarinnen, die keine Verwandten sind, aber aus derselben Region kommen. Diese kön- nen sie durch alltägliche Interaktionen festigen, die aufgrund der physischen Nähe möglich und auf der Grundlage von sozialem Vertrauen in Personen derselben Herkunft legitim sind. Nachbarinnen aus derselben Region besuchen sich während der Sommermonate täglich abwechselnd zuhause und halten sich in dem Wohnzimmer oder auf der überdachten Ve- randa vor dem Haus auf. Meist stimmen sie sich kurz zuvor von ihrem Garten oder Balkon aus ab. Wenn sie keine Zeit für einen Besuch haben, führen sie über die Grundstücksmau- ern hinweg kurze Gespräche, um sich auf dem Laufenden zu halten. Förmliche Begrüßungs- floskeln fallen eher kurz aus, lieber unterhalten sie sich über das Wetter und die Gesundheit, tauschen altbewährte und neue Kochrezepte sowie Neuigkeiten aus der Nachbarschaft aus, ob zum Beispiels Besuche von Familienmitgliedern aus dem Ausland, Verlobungen oder Hochzeiten bevorstehen. Zudem helfen sich Nachbarinnen bei der Zubereitung von Speisen, wenn eine von ihnen Vorkehrungen für angekündigte Gäste treffen muss. Durch diesen all- täglichen Austausch erfahren Frauen oftmals aktuelle Ereignisse wie Arbeitsmöglichkeiten früher als Männer, so dass deren Kontakte bei der Arbeitssuche hilfreich sind. Solche Freundschaften gehen von mir befragte Frauen, die nur ein bis zwei nicht-verwandte Nach- barinnen als ihre Freundin (shoqe) bezeichnen, sehr bedacht ein. Sie müsse sich dadurch auszeichnen, dass sie ihr Alltagsprobleme, aber auch persönliche Probleme wie beispiels- weise Konflikte mit einer Schwägerin oder ihrem Ehemann anvertrauen können. Persönli- ches Vertrauen ist also ein wesentlicher Faktor von freundschaftlichen Beziehungen unter Nachbarinnen. Jedoch ist soziales Vertrauen in Personen beziehungsweise Frauen dersel- ben Herkunftsregion eine grundlegende Voraussetzung für die Personalisierung dieser nachbarschaftlichen Beziehungen. Gespräche mit anderen Nachbarinnen fallen hingegen oberflächlich aus und entsprechen mehr den vorgegebenen Begrüßungs- beziehungsweise Gesprächskriterien, was wiederum deren Beziehungsverständnis widerspiegelt: Sie bezeich- nen sich gegenseitig als Nachbarinnen und nicht als Freundinnen.
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Kundenorientierung als persönliche Ressource im Stressprozess : eine Längsschnittstudie

Kundenorientierung als persönliche Ressource im Stressprozess : eine Längsschnittstudie

Ein weiterer wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die Gerechtigkeit bzw. Fairness innerhalb der Organisation. Insbesondere geht es in diesem Kontext um den Aspekt der Interaktionsgerechtigkeit (Greenberg, 1990, 1993). Dies beinhaltet faires Verhalten im persönlichen Umgang. Es gibt Grund zur Annahme, dass bei dem Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, auf Dauer die Bereitschaft sinkt, sich im Interesse der Organisation weiterhin kundenorientiert zu verhalten. Ungerechtigkeiten erfährt man in der Regel durch Vorgesetzte oder das Management, gegenüber dem man sich in einer unterlegenen Position befindet. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieses Gefühl der Ungerechtigkeit in irgendeiner Weise kompensiert werden muss. Eine mögliche Reaktion wäre Sabotage (Bies & Tripp, 1998), um ein Gleichgewicht wieder herzustellen. Es kann aber auch vorkommen, dass man diese negativen Gefühle auf andere richtet, in dem man sich eventuell an jemandem abreagiert, der ursächlich nicht dafür verantwortlich ist (Marcus-Newhall, Pedersen & Miller, 2000; Spector, 1997). Dieser Mechanismus wird auch unter dem Begriff der „Displaced Aggression“ diskutiert (Folger & Skarlicki, 1998). Displaced Aggression beschreibt, dass Personen nach erlebter Ungerechtigkeit ein Bedürfnis nach Wiedergutmachung haben, aber häufig, aus Angst vor Gegenmaßnahmen oder Unterlegenheit gegenüber dem eigentlichen Ungerechtigkeitsverursacher, diese persönlichen Ärgergefühle an unschuldigen Dritten abreagieren. Kunden verfügen in der Regel über weniger Vergeltungsmacht als beispielsweise der unmittelbare Vorgesetzte. Aufgrund dieser Überlegungen besteht die Gefahr, dass die Gerechtigkeit über den Kunden wieder hergestellt wird, indem man ihn beispielsweise weniger freundlich behandelt. George (1991) konnte in diesem Zusammenhang feststellen, dass wahrgenommene Gerechtigkeit innerhalb der Organisation mit einer positiven Stimmung einhergeht und diese wiederum sich positiv auf das Serviceverhalten auswirkt. Es ist daher davon auszugehen, dass eine hohe organisationale Ungerechtigkeit mit einer verringerten Kundenorientierung korreliert.
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Edoweb: Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Edoweb: Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Beschäftigten ist eine geeignete PSA bereitzustellen; vor der Bereitstellung ist der Beschäftigte anzuhören. Dem Beschäftigten ist die PSA in ausreichender Anzahl zur persönlichen Ver- wendung für die Tätigkeit am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

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Literaturbesprechung: Asiye Kaya: Mutter-Tochter-Beziehungen in der Migration. Biographische Erfahrungen im alevitischen und sunnitischen Kontext

Literaturbesprechung: Asiye Kaya: Mutter-Tochter-Beziehungen in der Migration. Biographische Erfahrungen im alevitischen und sunnitischen Kontext

Das in diesem Buch vorgestellte Dissertationsprojekt von Asiye Kaya befasst sich mit den Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern vor dem Hintergrund ihrer Erfah- rungen von Zugehörigkeit und Migration. Basis für die empirische, biographietheore- tisch angelegte Studie sind die Familien- und Lebensgeschichten von Müttern, die Ende der 1960er bzw. Anfang der 1970er Jahre aus der Türkei nach Deutschland migrierten, sowie von deren sich in der Adoleszenz befindlichen Töchtern, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Gegenstand der Untersuchung sind die Erfahrungen der Frauen im Kontext ihrer alevitischen oder sunnitischen Herkunftsfa- milien in der Türkei sowie im Einwanderungskontext Deutschland und wie diese in der gegenwärtigen familialen Interaktion zwischen Müttern und Töchtern bearbeitet werden.
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Die Union Rußland-Belarus im Kontext der Intra-GUS-Beziehungen. (I): Kontroversen in Moskau über den Vertrag mit Minsk

Die Union Rußland-Belarus im Kontext der Intra-GUS-Beziehungen. (I): Kontroversen in Moskau über den Vertrag mit Minsk

• Aus Moskauer Sicht wurde der Erfolg der liberalen Strömung wohl vor allem dadurch mög- lich, daß man die ökonomischen Kosten der Integration scheute (in einem Moment, wo Nem- zow soziale Versprechungen einlösen soll) und in dem die Beziehungen zum Westen frische Impulse erhielten (Helsinki-Gipfel). Dies kann sich jedoch wieder ändern – insbesondere dann, wenn die Exekutive nach Ventilen für innere Probleme und/oder nach Kompensationen für solches Verhalten des Westens sucht, das als Mißachtung des Großmachtanspruchs und der nationalen Würde Rußlands perzipiert wird (z.B. erste und mögliche zweite Welle der NATO-Erweiterung). Auf Bedenken der Nachbarstaaten Polen, Litauen und Ukraine sowie des Westens allgemein wird Moskau dabei nur begrenzt Rücksicht nehmen – dies demons- triert die kaum verhüllte Unterstützung und Legitimierung von Lukaschenkas Referendums- Putsch von November 1996. Wichtiger wäre der Führung in diesem Fall die Ruhigstellung der "Nationalpatrioten", deren Ableger ja bis hinein in Präsidialverwaltung und Regierung rei- chen.
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Meine ganz persönliche Kohlendioxid-Bilanz

Meine ganz persönliche Kohlendioxid-Bilanz

VW Touareg sein, der 3.948 Kilogramm CO2 im Jahr verursacht. Fahren Sie dagegen einen sparsamen VW Polo, verbrauchen Sie in einem Jahr nur 1.530 Kilogramm CO2. Auch die Ernährung hat großen Einfluss auf die persönliche Treibhausgasbilanz. Nicht nach jedem Geschmack, aber aufschluss- reich: Wer sich vegetarisch ernährt und Lebensmittel aus der Region kauft, spart im Vergleich zu einer fleischlastigen Ernährung jährlich 1,33 Tonnen CO2 ein. Vielleicht essen Sie künftig nur noch halb so viel Fleisch wie bisher und kaufen doppelt so viel aus ökologischer Landwirtschaft.
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Persönliche Eigenschaften als Faktoren zur Führungseignung

Persönliche Eigenschaften als Faktoren zur Führungseignung

Aber wo liegt dann der Unterschied zu Owen? Sprenger stellt klar, dass es eine der wichtigsten Aufgaben der Führungskraft ist, dem Mitarbeiter den Rücken freizuhalten, damit dieser sei[r]

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Persönliche Codes bei Längsschnittstudien: ein Erfahrungsbericht

Persönliche Codes bei Längsschnittstudien: ein Erfahrungsbericht

Da ein erheblicher Teil der Schülerinnen und Schüler nicht in der Lage war, das Codeblatt in beiden Jahren richtig oder zumindest gleich auszufüllen, muss die Fra- ge gestellt werden, ob die Codefragen zu schwierig waren. Möglicherweise waren nicht alle Schülerinnen und Schüler der vier befragten Jahrgangsstufen in der Lage, die oben genannten Fragen richtig zu beantworten oder sich bei der Beantwortung genügend zu konzentrieren. Zwar waren einige Fragen schwieriger zu beantworten, z. B. Haarfarbe des Vaters oder Vorname der Oma mütterlicherseits, falls persönliche Gründe die Beantwortung schwierig oder unmöglich machten (z. B. beim Fehlen einer solchen Bezugsperson). Jedoch waren die Interviewerinnen und Interviewer diesbezüglichen angewiesen worden, die problematischen Fälle vor dem Ausfüllen anzusprechen bzw. in diesen Fällen Antwortvorgaben zu nennen.
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Skalendokumentation "Persönliche Ziele von SchülerInnen"

Skalendokumentation "Persönliche Ziele von SchülerInnen"

Die in dieser Skalendokumentation dargestellten drei Schulstudien sind Teil eines vom Kultus- ministerium des Landes Sachsen-Anhalt geförderten Forschungsprojektes „Persönliche Ziele von SchülerInnen in Sachsen-Anhalt und ihre Beziehungen zu Lern- und Leistungsverhalten, Sozialverhalten und subjektivem Wohlbefinden unter Berücksichtigung von Schülerpersönlich- keit, Alter und wahrgenommener Unterstützung durch LehrerInnen und Eltern“, Förder-Nr. 3136A/0089G (Projektleiter: Dr. Joachim Stöber und Prof. Dr. Claudia Dalbert). Für diese fi- nanzielle Förderung möchte ich dem Kultusministerium und dem Projektträger sehr herzlich danken. Des Weiteren möchte ich mich bei Herrn Ochs und Frau Giesel vom Staatlichen Schul- amt Halle für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung in allen Phasen des Projekts be- danken, was immer eine große Hilfe war. Des Weiteren gilt mein ganz besonderer Dank allen an den Studien beteiligten Schulen, die da waren (in alphabetischer Reihenfolge): das Frieden- Gymnasium, das Georg-Cantor-Gymnasium, das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium, die Kooperative Gesamtschule „Wilhelm von Humboldt“, die Paulusschule, die Sekundarschule „Erich Kästner“, das Südstadt-Gymnasium, das Thomas-Müntzer-Gymnasium, das Tor-Gymna- sium und das Trotha-Gymnasium „Hanns Eisler“. Allen SchulleiterInnen, LehrerInnen und den vielen SchülerInnen, die teilgenommen haben, sei für ihr Engagement und ihre Bereitschaft teilzunehmen ganz herzlich gedankt! Ferner bedanke ich mich bei allen studentischen Hilfskräf- ten des Arbeitsbereiches Pädagogische Psychologie (Erziehungspsychologie) für ihre Hilfe, insbesondere bei Dorothea Dette und Anke Röder, die das Projekt in allen Phasen mit betreut haben, ferner bei Steffi Bozau und Anke Märker, die im Rahmen des Projektes ein Forschungs- praktikum absolvierten, bei den TeilnehmerInnen des Projektseminars „Schulklima“ des Som- mersemesters 2000 sowie dem Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung (ZLS) der Martin-Luther-Universität. Schließlich gilt mein Dank Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert für ihre Unterstützung, wertvollen Hinweise und Beratung in allen Phasen des Projektes.
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„Das persönliche Engagement derer, die hier sind, das ist doch das eigentlich Wertvolle“

„Das persönliche Engagement derer, die hier sind, das ist doch das eigentlich Wertvolle“

Wie in Kapitel II. bereits begründet, wird die Größe des Einzugsgebietes Region die aktivierende Wirkung der Bürgerausstellung eher reduzieren als fördern. Durch die Präsentation an einem bekannten, vom Kooperationspartner beworbe- nen Ort und den Einbezug regional bekannter Persönlichkeiten dürfte es jedoch gelungen sein, das Interesse an der Ausstellung deutlich zu erhöhen. Insofern ist zu erwarten, dass die Bürgerausstellung die Menschen, die in der Region leben, dazu anregen konnte, sich mit ihren Wünschen und Meinungen zur Zukunft der Energieregion Lausitz und erneuerbaren Energien darin auseinanderzusetzen. Vielleicht noch wichtiger könnte es sein, die Meinungen von BürgerInnen über- haupt erst einmal im Zusammenhang mit einer regionalen Perspektive sichtbar gemacht zu haben, also in einem Kontext, in dem man davon ausgehen könnte, dass die Meinung der „ganz normalen Menschen von der Straße eh nichts zählt“ und Entscheidungen von „denen da oben“ getroffen werden. Durch diese symbo- lische Handlung wurde ohne große Worte sichtbar, dass die Meinung des/der Ein- zelnen auch im regionalen Kontext wichtig ist und gehört werden sollte.
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Die persönliche Gleichung in der Astronomie und ihre didaktischen Implikationen

Die persönliche Gleichung in der Astronomie und ihre didaktischen Implikationen

In Zeiten zunehmender Technisierung stellt sich auch für den Physikunterricht die Frage, inwie- weit man sich auf komplexe Messgeräte stützt oder „herkömmliche” Instrumente h[r]

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Vorteile von und persönliche Erfahrungen mit Open Access

Vorteile von und persönliche Erfahrungen mit Open Access

● OA-Publikation der Diss war nicht möglich ● keine OA-Zeitschrift für Rechtswissenschaft ● Aufbau einer solchen: sui-generis.ch. ● Erwähnungen in NZZ, Sonntagszeitung, Infosperber, ...[r]

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Persönliche Angriffe auf Richterinnen und Richter durch die Presse

Persönliche Angriffe auf Richterinnen und Richter durch die Presse

[Rz 17] Drittens brauchen Richterinnen und Richter eine starke Lobby: Wenn sich Angehörige der Justiz nicht selber gegen mediale Angriffe wehren sollen, wer soll es dann tun.. Grundsätzli[r]

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FBFHB-014 „Persönliche Absturzschutzausrüstungen bei der Feuerwehr“

FBFHB-014 „Persönliche Absturzschutzausrüstungen bei der Feuerwehr“

Hierzu nimmt das Sachgebiet Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen wie folgt Stellung: Auch die in den DGUV Regeln 112­198 „Benut­ zung von persönlichen Schutzausrüstungen ge­ gen[r]

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Perspektiven von Jugendlichen auf die gesellschaftliche und persönliche Zukunft

Perspektiven von Jugendlichen auf die gesellschaftliche und persönliche Zukunft

schere persönliche Lebensplanung entgegenhalten. Dies klingt zunächst wider- sprüchlich. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Individualisierung in der Moderne und den damit verbundenen komplexen Herausforderungen an die Identitätsarbeit des Einzelnen können wir diesen Widerspruch aber als ein pro- duktives Spannungsverhältnis deuten, das sich darin ausdrückt, stärker der eige- nen Leistung als den begrenzten Möglichkeiten der Gesellschaft zu vertrauen. An den aktuellen Daten lässt sich ablesen, dass der Glaube an die eigene Zu- kunft höher ist als der an die Gesellschaft allgemein. Legen wir die Daten der Shell-Jugendstudien zugrunde, war das nicht immer so. Im Zeitvergleich zeigt sich, dass dies ein noch verhältnismäßig junges Phänomen ist, das erst mit Be- ginn des neuen Jahrhunderts sichtbar wird und als Reaktion auf die gesell- schaftlichen Veränderungen, die vornehmlich mit Risiken und Verunsicherun- gen verbunden sind, interpretiert werden kann. Die Verunsicherung wirft das Individuum auf sich selbst zurück. In diesem Sinne können wir die optimisti- sche Zukunftssicht auf das eigene Leben als eine Anpassungsstrategie der Ju- gendlichen an die gesellschaftlichen Gegebenheiten der Gegenwart deuten.
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Glaubenserkenntnis als Weg. Verlässliche Inhalte und persönliche Erkundungen

Glaubenserkenntnis als Weg. Verlässliche Inhalte und persönliche Erkundungen

Gegebenes auffassen und bewerten und die dadurch unser Verhalten bestimmt. Sie ist auch für wissenschaftliche Erfahrung erforderlich. Sie ist vergleichbar mit einem Apriori – sie ermöglicht Erfahrung und kann nicht durch Erfahrung kritisiert, sondern nur mit anderen bliks verglichen werden.“ (Vgl. O. Muck, Dialog und (religiöser) Glaube. Zur Interpretation religiöser Rede: P. Tschuggnall (Hg.), Religion – Literatur – Künste II. Ein Dialog (Anif/Salzburg 2002), 30-40, hier 31.). Vgl. dazu auch die Überlegungen von Hans Julius Schneider, der für einen weiten Erfahrungsbegriff plädiert. Er schreibt, dass die Schwierigkeit über religiöse Erfahrungen zu sprechen, damit in einem Zusammenhang stehen könnte, dass es sich dabei um eine neue Sicht und nicht um die Begegnung mit einem neuen Gegenstand handelt. „Wo über Meditation gesprochen wird, dienen die Worte dazu, zu Erfahrungen im Kontext einer sehr langen Überlieferung anzuleiten und nicht, sie zu ersetzen.“ (Vgl. H. J. Schneider, Wissenschaftliche Erfahrung, lebensweltliche Erfahrung, religiöse Erfahrung. Eine erkenntnistheoretische Landschaftsskizze: F. Uhl – A. R. Boelderl (Hg.), Zwischen Verzückung und Verzweiflung. Dimensionen religiöser Erfahrung (Düsseldorf 2001), 103-127, hier 125.).
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60 Jahre Bundesgesundheitsblatt – eine sehr persönliche Laudatio

60 Jahre Bundesgesundheitsblatt – eine sehr persönliche Laudatio

Zwar wurde dieser Akt der Zerschlagung eines Amtes bis heute in keiner Deiner Ausgaben erwähnt oder gar historisch eingeordnet, aber zu- mindest reflektierte das Impressum die Veränderung[r]

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Soziale Identität junger Erwachsener mit türkischen Wurzeln in Deutschland:  Überlegungen im Kontext aktueller deutsch- türkischer Beziehungen

Soziale Identität junger Erwachsener mit türkischen Wurzeln in Deutschland: Überlegungen im Kontext aktueller deutsch- türkischer Beziehungen

Für Ruokonen-Engler (2010, S.254) steht dies für ein Konzept „um die Partizipation und Identifikation von Subjekten an verschiedenen Wissens- und Symbolsystemen über eine bestimmte Gemeinschaft hinaus zu verstehen“. Transnationalität geht somit eine Betrach- tungsebene weiter und schaut nicht nur auf das Zusammenleben in Deutschland, wie es bei der Diskussion um die interkulturelle Integration geschieht. Unter dem Aspekt der Transnationalität liegt der Blick vor allem auf der kontinuierlichen Bindung an das Land aus dem Familienangehörige, seien es die Eltern oder die Großeltern, nach Deutschland eingewandert sind (vgl. Faist, Fauser und Reisenauer 2014). Fauser und Reisenauer (2013) stellen fest, dass nicht nur wie in der Öffentlichkeit angenommen wird, die erste Generation der Migranten besonders transnationale Bindungen zwischen ihrem Wohnort und ihrem Herkunftsland pflegt, sondern, dass auch die zweite und dritte Generation diese Bindung auf unterschiedliche Art besitzt. Allerdings seien die Erscheinungsformen der Nachfolgegeneration noch unerforschter (vgl. ebd.). Die Formen der Transnationalität sind vielfältig und individuell sehr verschieden. Es gibt diejenigen, die vor allem persön- liche Beziehungen zur Türkei pflegen, andere sind auch wirtschaftlich, politisch oder kul- turell aktiv. Ob regelmäßig ein tatsächlicher Grenzübertritt in das andere Land stattfindet, ist nicht entscheidend. Es gibt auch diejenigen Menschen, die nur für ihren Urlaub in die Türkei reisen (vgl. ebd.). Kritiker an dem Ansatz der Transnationalität sehen die Mehr- gleisigkeit als Schwierigkeit an, da für sie eine Verortung in mehrere Gesellschaften ein Problem darstellt (vgl. Faist et al. 2014). Auf der einen Seite steht somit der Anspruch, dass man sich zu dem Land identifizieren soll, in dem man lebt und auf der anderen Seite stößt dieser Gedanke an seine Grenzen bei den Menschen, die nicht eindeutig einer Nation zuzuordnen sind. (vgl. Ruokonen-Engler 2016).
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