Nach oben pdf Partizipation in öffentlichen Bibliotheken. Einige Beispiele aus der Praxis.

Partizipation in öffentlichen Bibliotheken. Einige Beispiele aus der Praxis.

Partizipation in öffentlichen Bibliotheken. Einige Beispiele aus der Praxis.

Ganz anders ging eine ähnliche Auseinandersetzung in Kassel 12) aus, wo der Oberbürgermeister für den Beitritt der Stadt zum sog. „kommunalen Schutzschirm“ u. a. drei Stadtteilbibliotheken einsparen wollte. Die Öffentlichkeit, die betroffenen Bürger, die Mitarbeiter der Bibliotheken und die zuständigen Ortsbeiräte wurden bei der Beratung übergangen und erfuhren erst aus der Presse von dem Kürzungsvorhaben. Eine Bürgerinitiative begann daraufhin für ein Bürgerbegehren Unterschriften zu sammeln und knüpfte damit zahlreiche Kontakte in der Stadt. Das erfolgreiche Bürgerbegehren erwirkte einen Bürgerentscheid. Mit Info-Ständen, 40.000 Flyern und 1.400 Plakaten fanden die Bürger große Unterstützung bei Parteien, Gewerkschaften, Stadtteilinitiativen, Geschäftsleuten und vielen anderen Institutionen. Doch das Quorum wurde trotz der erzielten 36.900 Stimmen nicht erreicht. Damit war der rechtsverbindliche Erhalt der drei Stadtbibliotheken gescheitert.
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Dienstleistungen und Standards im amerikanischen und deutschen Auskunftsdienst, dargestellt anhand ausgewählter Beispiele in Öffentlichen Bibliotheken

Dienstleistungen und Standards im amerikanischen und deutschen Auskunftsdienst, dargestellt anhand ausgewählter Beispiele in Öffentlichen Bibliotheken

Trotz seiner eher materiellen Motive gelang es Green, die damalige Fachwelt der USA und auch Großbritanniens von seinen Ideen zu über- zeugen und zur Nachahmung anzuregen. Es gab zwar vereinzelte Vorbe- halte, vor allem von seiten der Kollegen, die befürchteten, daß „unqualifi- zierte Benutzerfragen“ sie von ihrer wichtigen Arbeit abhalten könnten, aber die Fachliteratur der darauffolgenden Jahre beweist, daß die Unter- stützung der Bibliotheksbenutzer bei der Suche nach Information notwen- diger und wichtiger Bestandteil der Serviceleistungen einer öffentlichen Bibliothek wurde. Man entwickelte wichtige Prinzipien für den Auskunfts- dienst und setzte speziell für dieses Aufgabengebiet ausgebildetes Perso- nal ein. Die Idee des Reference Service fand weite Akzeptanz und war kurz vor der Jahrhundertwende fest in die Praxis des amerikanischen Bib- liothekswesens eingeführt.
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Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis

Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis

Profil: „Demokratie erleben von klein auf in der Kita.“ Die Einrichtung liegt zentral in der Stadtmitte einer Großstadt in Sachsen- Anhalt. Die Elternschaft besteht überwiegend aus Akademiker/-innen, denen Bildung sehr wichtig ist und die sich für und in der Einrichtung engagieren. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind Musik – es gibt zwei Kinderchöre in der Einrichtung – Bewegung und Partizipation. Partizipation geschieht da- bei auf zwei Ebenen. Einmal in Form von Selbstbestimmung: Kinder entschei- den selbst, in welchem Raum sie sich aufhalten möchten, wo sie schlafen, wo sie sitzen, wie viel und was sie essen möchten. Und zum anderen in Form von Beteiligung an Entscheidungsprozessen bzgl. Regeln und Ausgestaltung des Kita-Alltages. Es gibt einen Kinderrat, in den zu Beginn des Kita-Jahres zwei Vertreter/-innen jeder altersgemischten Gruppe (2,5 – 6 Jahre) gewählt wer- den. Ergebnisse des Kinderrates werden in der Kinderkonferenz vorgestellt. Alle Diskussionspunkte werden von den Erzieherinnen und Erziehern doku- mentiert. Die Nachbereitung und öffentliche Dokumentation gewährleisten Transparenz. In Planung ist eine Kinderverfassung, die Rechte und Pflichten enthalten wird.
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Partizipation und Jugendliche : Deckt das Angebot von öffentlichen Bibliotheken
den Bedarf. Eine Analyse

Partizipation und Jugendliche : Deckt das Angebot von öffentlichen Bibliotheken den Bedarf. Eine Analyse

48 Sie dienen als ein Anlaufpunkt für die heranwachsende Generation, um das eigene Leben durch Mitreden und Mitmachen zu gestalten (vgl. Keller-Loibl, 2019). Der Soziologe Hurrelmann sieht die Chance von Bibliotheken für Jugendliche unter anderem darin gegeben, dass in der unübersichtlich werdenden Jugendphase die Lern- und Leistungsanforderungen, die gesellschaftlich auf sie einwirken gestiegen sind. Schuldt schließt sich dahingehend an. Das „Anforderungsdickicht“ zwischen schulischen und beruflichen Ansprüchen, dem Aufbau sozialer Beziehungen, dem „Abkoppeln“ von den Eltern und der Familie, die Nutzung des Konsumwaren- und Medienmarktes sowie das Ausprobieren, Testen und Scheitern sind nur einige der Punkte, die in diesen 9 Jahren der umschließenden Phase erlernt, ausgetestet und bewältigt werden müssen (Hurrelmann, 2000; vgl. Schuldt, 2017). Dabei geht oft der Verlust der eigenen Orientierung aufgrund von fehlenden Widerstandskräften ein- her, die erforderlich wären, um in dieser spannungsreichen, reizüberflutenden und widersprüchlichen Lebenswelt zurechtzukommen. Auch die Bedürfnisse nach Sicher- heit, Orientierung und Hilfestellung können von Bibliotheken durchaus befriedigt werden, wenn die dafür notwendige Sichtweise auf Jugendliche gegeben ist (vgl. ebd.). Ausschlaggebend dafür ist, dass in der Praxis Jugendliche täglich und zahlreich die Bibliothek aufsuchen und nutzen und das zum überwiegenden Teil aus eigenem Antrieb, also freiwillig.
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Pumpversuche in der hydrogeologischen Praxis : Beispiele zu Durchführung und Auswertung.

Pumpversuche in der hydrogeologischen Praxis : Beispiele zu Durchführung und Auswertung.

Die völlige Neuplanung von Grundwassergewinnungsanlagen ist heute in der hydrogeologischen Praxis eher die Ausnahme. Dagegen sind Neubemessungen, der Ersatz von älteren Brunnen oder die Er- mittlung der gewinnbaren Wassermenge und des Einzugsgebietes im Hinblick auf die Erteilung bzw. Erneuerung von Wasserrechten und die Ausweisung von Schutzgebieten (DVGW, 1995) häufig Anlaß für die Durchführung von Pumpversuchen. Dabei ergibt sich die Schwierigkeit, daß die Grundwasserverhältnisse durch einen langjährigen Förderbetrieb nachhaltig gestört sind und damit eine wesentliche Randbedingung üblicher Auswertungsverfahren, näm- lich der Beginn des Pumpversuchs mit einem Wasserstand auf Niveau des natürlichen »Ruhewasserspiegels«, nicht gegeben ist. Bei der Konzeptionierung von Pumpversuchen unter derartigen
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Leseförderung von Jungen in Öffentlichen Bibliotheken : eine Bestandsaufnahme

Leseförderung von Jungen in Öffentlichen Bibliotheken : eine Bestandsaufnahme

Die vorliegende Bachelorarbeit stellt eine Untersuchung des aktuellen Stands in der jungenspezifischen Leseförderung dar. Der erste Themenblock begründet, warum eine jungenspezifische Leseförderung erforderlich ist. Dazu werden empirische Untersuchungen zu Geschlechterdifferenzen im Lesen bei Mädchen und Jungen ausgewertet. Sie belegen unter anderem, dass Jungen dem Lesen gegenüber weniger motiviert eingestellt sind als Mädchen. Der zweite Themenblock befasst sich deshalb eingehend mit der Frage, wie Jungen zum Lesen motiviert werden können. Hier werden die Freizeit-, Medien- und Lektürepräferenzen von Jungen anhand aktueller Studien beleuchtet. Im dritten Themenblock werden die Möglichkeiten der jungenspezifischen Leseförderung in Öffentlichen Bibliotheken erläutert. Anschließend wird am Beispiel der großstädtischen Bibliothekssysteme München und Hamburg gezeigt, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Maßnahmen sie zur Steigerung der Lesemotivation bei Jungen beitragen.
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Anzeige von Leseförderung und Literaturvermittlung in öffentlichen Bibliotheken

Anzeige von Leseförderung und Literaturvermittlung in öffentlichen Bibliotheken

Vieles davon leisten öffentliche Bibliotheken: Sie bieten Bilderbuchkinos, Lesenächte, Leseprogramme und vieles mehr. Ihre große Stärke liegt unter anderem darin, dezentral Zugang zu Lesemöglichkeiten zu bieten, auch für jene, die sich nicht in Städten mit einer großen Auswahl an kulturellen Institutionen befinden.

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Vermittlung von Informationskompetenz für Oberstufenschüler an Öffentlichen Bibliotheken

Vermittlung von Informationskompetenz für Oberstufenschüler an Öffentlichen Bibliotheken

Ich studiere Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW Hamburg. Zurzeit arbeite ich an meiner Diplomarbeit zum Thema „Vermittlung von Informati- onskompetenz an Oberstufenschüler in Öffentlichen Bibliotheken“. Die Diplomar- beit wird von Prof. Dr. Ute Krauß-Leichert und Prof. Dr. Hans-Dieter Kübler betreut. Ich möchte Sie bitten, an meiner Umfrage teilzunehmen. Der beiliegende Fragebo- gen richtet sich an alle Öffentlichen Bibliotheken der DBV-Sektion 3A. Der aktuelle Stand der Vermittlung von Informationskompetenz in Öffentlichen Bibliotheken soll mit Hilfe dieser Befragung ermittelt werden. Nach einer Analyse werden Verbesse- rungsvorschläge ausgearbeitet.
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Evaluation von Leseförderung in Öffentlichen Bibliotheken : eine Vorstudie

Evaluation von Leseförderung in Öffentlichen Bibliotheken : eine Vorstudie

Durch die schwierige Finanzsituation vielerorts sind Öffentliche Bibliotheken ge- zwungen, Rechenschaft über das Fortbestehen ihrer Existenz und ihrer Dienst- leistungen, wozu auch die Leseförderungsaktivitäten zählen, abzulegen. „Die Wirkungsforschung [ist] für Non-Profit-Organisationen [wie Öffentliche Bibliothe- ken], die eine definierte Klientel mit bestimmten Bedürfnissen bedienen“ (Poll 2006, S. 60), von besonderem Interesse. Hierzu ist es nicht ausreichend, eine allgemeine Begründung zu formulieren, sondern notwendig, möglichst kon- krete Ergebnisse vorlegen zu können. Es ist daher ohne Frage für Öffentliche Bibliotheken sehr wichtig, ihre Leistungen mess- und beurteilbar zu machen. Derzeitige Projekte konzentrieren sich jedoch zumeist darauf, die Wirkung ein- zelner Aktivitäten durch einen Vorher-Nachher-Vergleich nachzuweisen. „Über Jahre hinweg die Wirkung zu ermitteln, die die Existenz bestimmter Institutionen (wie z. B. Archive, Bibliotheken und Museen) und ihrer kontinuierlich angebote-
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Kompetenzen für Arbeit an Netzwerken in öffentlichen Bibliotheken

Kompetenzen für Arbeit an Netzwerken in öffentlichen Bibliotheken

Insgesamt haben heute alle bibliotheksbezogenen Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen die Herausforderung neuer oder in der Gewichtung veränderter Kompetenzanforderung aufgenommen und bilden für Tätigkeiten in modernen Netzwerken sowohl in der technologischen wie auch in der organisatorischen Bedeutung des Begriffes aus. Auch in der gut organisierten und lebhaften Fortbildung für Bibliothekspersonal spielen entsprechende Kompetenzinhalte und geeignete Vermittlungsformen eine maßgebliche Rolle. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Personal an Öffentlichen Bibliotheken über neue Kompetenzen für netzwerkorientierte Arbeitsumgebungen teils bereits verfügt, teils exzellente Bedingungen vorfindet, diese Kompetenzen zu erwerben, und insgesamt ein ausgeprägtes Bewusstsein davon hat, dass es sich neuen Anforderungen stellen muss. Es mangelt jedoch oft an systematischer Personalentwicklung; Fortbildung ist noch zu oft auf punktuelle Initiativen und persönliche Tatkraft gegründet.
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Informationskompetenz für alle! : Analyse von Benutzerschulungsangeboten in Öffentlichen Bibliotheken

Informationskompetenz für alle! : Analyse von Benutzerschulungsangeboten in Öffentlichen Bibliotheken

Eine Erweiterung des Angebots muss sicher nicht unbedingt quantitativ erfol- gen, sondern vor allem qualitativ. Ein Vorschlag ist, die bestehenden Angebote vor allem zielgruppenorientierter weiterzuentwickeln und in einer zielgruppenge- rechten Art zu werben, mehr als bisher Jugendliche, Erwachsene und Eltern anzusprechen, und nicht nur für Schulklassen toll gestaltete Angebote zu kon- zipieren. Dazu sollte man auch die Planungen oder Wünsche der Bibliotheken aus Kapitel 5.4. zum Vergleich heranziehen. Von den Bibliotheken wird nämlich bereits selbst erkannt, dass es in diese Richtung weitergehen könnte. Verstärkt könnten z. B. einzelne Lifestyle-Typen oder Berufsgruppen berücksichtigt wer- den. Mit einem „Informationskompetenz-Kurs“ für Modebewusste, einem für Häusliche oder einem für Freizeitmenschen könnte die Bibliothek z. B. neuen Besuchergruppen ins Auge fallen, und trotzdem Wissen vermittelt werden über eine bessere Handhabung persönlicher Informationsprozesse.
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Edoweb: Demenz - Beispiele guter Praxis.

Edoweb: Demenz - Beispiele guter Praxis.

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Betrieb des Vereins eingestellt, wesentlich ein- geschränkt oder in seiner Art verändert wird und die Fort- setzung des Vertrages für[r]

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Subjektive Kartographie : Beispiele und sozialräumliche Praxis

Subjektive Kartographie : Beispiele und sozialräumliche Praxis

(z. B. gruselige Häuser, bellende Hunde, dunkle Gassen), Missstände (z. B. fehlende Fußgängerwege, unübersichtliche Straßenkreuzungen, fehlende Spielmöglichkeiten) oder auch besonders beliebte oder schöne Plätze (z. B. Nussbaum, Spielplatz, Teich, Bushaltestelle) sichtbar machen. Sie können Anlass für weiterführende Untersuchungen (z. B. Woher stammen die Stra- ßennamen in unserem Ort? Wo sind besondere Plätze und Einrichtungen in unserem Ort? Welche Menschen leben in unserem Ort?), für gemeinsame Gespräche (z. B. Welche Bereiche in unserem Ort sind besonders schön? Welche Stellen sind nicht schön? Welche Stellen sind gefährlich?) und im Idealfall sogar für gemeinsame Handlungen oder Problemlöseprozesse (Pla- nung und Durchführung von gemeinsamen Aktionen, Briefe an Verantwortli- che usw.) sein (vgl. hierzu auch Andresen 2000: 185–198). Anhand der Untersuchungsergebnisse der Lerngruppe können Karten, Plakate, Modelle, Materialien etc. erstellt und diese wiederum im Rahmen von öffentlichen Ausstellungen vor Mitschülern, Lehrkräften, Eltern und wenn möglich sogar vor Verantwortlichen aus Politik und/oder Verwaltung präsentiert werden. So eingesetzt bietet subjektives Kartographieren und die Arbeit mit subjektiven Karten viel mehr als nur einen motivationalen Zugang zur klassischen „Ein- führung in die Kartenkunde“ oder zum Thema „Schulwegsicherheit“. Es för- dert die aktive und bewusste Wahrnehmung des Raums und bietet darüber hinaus zahlreiche Ansatzpunkte für die aktive Mitgestaltung des Raums so- wie des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Richtig eingesetzt kann subjektives Kartographieren somit auch einen Beitrag zur historischen und politischen Bildung leisten.
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Expertenkommission "Neuordnung der Berliner Öffentlichen Bibliotheken"

Expertenkommission "Neuordnung der Berliner Öffentlichen Bibliotheken"

Hingewiesen wird auf die Evaluation zum 31.12.2006 „mit dem Ziel ... eine den Aufgaben und der Weiterentwicklung des VÖBB angemessene Organisationsform für das VÖBB-Servicezentrum zu etablieren“. Dies hängt damit zusammen, dass bei allen Absichtserklärungen der Bezirke die Zusammenarbeit zum Teil eine freiwillige Angelegenheit darstellt und von den Bezirken auch unter dem Ge- sichtspunkt der finanziellen Belastung bewertet wird. Der entstehende Nutzen könnte bagatellisiert werden. Allerdings gibt es eine verabschiedete Senatsvorla- ge und eine von allen unterschriebene ‚Vereinbarung über den Betrieb ...’ sowie ein Geflecht von Verträgen, so dass von einem gewissen Maß an verbindlicher Kooperation ausgegangen werden muss. Gründe für eine weitergehende Vision sind beispielsweise die umfangreichen und zeit- wie arbeitskraftzehrenden Be- mühungen um einen gerechten Finanzausgleich beim Verfahren ‚Bezahlen im Verbund’ und im Bereich des VÖBB-Transportservices (d. i. ein innerstädtischer Leihverkehr, der sowohl Nutzer direkt als auch Bibliotheken der Bezirke mit Me- dien beliefert und an anderer Stelle zurückgegebene Bücher an die ausgebende Bibliothek zurücktransportiert). Ein Apercu am Rande: Die Beförderung und der Transport von Medien sind in den einzelnen Bezirken sehr unterschiedlich gere- gelt mit der Folge, dass von Bezirk zu Bezirk Zeitverzögerungen zwischen einem und fünf Tagen eintreten.
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OPUS 4 | Partizipation in Bibliotheken – Ein Blick auf Projekte im In- und Ausland

OPUS 4 | Partizipation in Bibliotheken – Ein Blick auf Projekte im In- und Ausland

glieder zu Vereinen und Organisationen in der Nachbarschaft konnten Kooperationen ge- knüpft und so konkrete Ideen zur Zusammenarbeit zwischen der Bibliothek und anderen Institutionen der Stadt erarbeitet werden. 174 Für die South Brooklyn Branch, die Teil der zweiten Gruppen zur Partizipation in den Bi- bliotheken der Cleveland Public Library war, wurden seitens der CUDC die Inhalte auf die neuen Voraussetzungen und die Umgebungen angepasst. Dazu gehörte auch die Gestal- tung der ersten öffentlichen Versammlung im Stadtteil South Brooklyn. Wie auch schon in Gruppe 1 gab es, neben einer kurzen Einführung ins Projekt, sechs Stationen an denen die Bürger durch die gewählten Methoden partizipieren konnten. Die erste Station war als interaktive Präsentation gestaltet. Hier wurden neue Dienstleistungsideen vorgestellt und Wissen darüber vermittelt, wie sich Bibliotheken durch die digitalen Medien Stück für Stück verändern. Während der Präsentation konnten sich die Zuhörer einbringen und ge- gebenenfalls Fragen stellen. Die zweite Station „Defining the Vision“ zeigte die Sicht des Advisory Committees auf das Umfeld und die Dienstleistungen der Bibliothek. Diese An- sichten waren in die drei Kategorien bibliothekarische Dienstleistungen, die Ausstattung der Bibliothek und die Nachbarschaft unterteilt. Durch ihr Feedback in Form von post-it Zetteln erweiterten die Bürger während der Veranstaltung dieses Bild um ihre persönli- chen Standpunkte. Eine besonders kreative Idee ist die „Library Stories“-Station. Hierbei
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Jugendschutz im digitalen Bereich von öffentlichen Bibliotheken

Jugendschutz im digitalen Bereich von öffentlichen Bibliotheken

- Hauptaufgabe: Überwachung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz- Staatsvertrags (JMStV); Prüfung von Inhalten auf (mögliche) Verstöße gegen den JMStV und Entsc[r]

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Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Praxis und Analyse: Partizipation

Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Praxis und Analyse: Partizipation

partizipiert werden darf und kann, der das Macht- und Herrschaftsgefüge nicht antastet. Die Eingrenzung des Zugriffs von Partizipation auf untergeordnete „Räume“ entlarvt die bestehende Demo- kratie als gerade mal sich in den ersten Anfängen befindende - Das allgemeine Wahlrecht ist formell eingeführt, wenn auch faktisch im Überlebenskampf. Die Ausweitung der Demokratie im radika- len Sinne, als allgemeinste Form der Par- tizipation, muß sich jedoch nicht „im Übergang von der repräsentativen zur direkten Demokratie erweisen, sondern im Übergang von der politischen zur sozialen Demokratie: also nicht so sehr in der Antwort auf die Frage „Wer wählt?“ als vielmehr“ ... „Wo wird ge- wählt?“ ... Solange in einer fortgeschrit- tenen Industriegesellschaft die beiden großen Blöcke einer Macht von oben, das Unternehmen und der Verwaltungs- apparat, noch nicht vom Prozess der Demokratisierung ergriffen wurden, ... kann der Prozess der Demokratisierung noch nicht als abgeschlossen gelten.“ 4
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Partizipation als Forschungsmodus: Aus der Praxis des teilnehmenden Beobachtens

Partizipation als Forschungsmodus: Aus der Praxis des teilnehmenden Beobachtens

Zu den Besonderheiten der teilnehmenden Beobachtung im Kanon sozialwissenschaftlicher For- schungsmethoden zählt der Stellenwert der Partizipation des Forschers oder der Forscherin an dem Alltag der Untersuchten zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen. Von Frank Hamilton Cushings mehrjährigem Aufenthalt bei den Zuñi gegen Ende der nordamerikanischen Indianerkriege, über die Feldforschungen von Bronisław Kasper Malinowski auf den melanesischen Trobriand-In- seln, den stadt- und gemeindesoziologischen Studien im Umfeld der Chicago School of Sociology, bis hin zu heutigen Feldforschern aus Ethnologie, Soziologie oder Erziehungswissenschaft: Teilnehmen- des Beobachten setzt immer eine mehr oder minder intensive Einbindung in den Alltag der Menschen voraus, die im Fokus des Forschungsinteresses stehen. Darin unterscheidet sich teilnehmende Be- obachtung unter anderem von Forschungsansätzen, die gerade in der weitestmöglichen Distanz der Forscher zu den Untersuchten ein Kriterium ihrer wissenschaftlichen Verlässlichkeit sehen; darin unterscheidet sich die teilnehmende Beobachtung aber auch von der Alltagspraxis der Untersuchten selbst, die zwar Teil des sozialen Geschehens um sie herum sind, die aber keine wissenschaftlichen Beobachtungen tätigen. In diesem Spannungsfeld von Distanz und Nähe, von Fremdheit und Mit- gliedschaft, von rezeptivem Beobachten und aktiver Teilnahme bewegt sich teilnehmendes Beobach- ten als qualitativer, entdeckender Ansatz der Sozialforschung. Unter dem Blickwinkel von Partizipa- tion als Forschungsmodus werden im Folgenden Herausforderungen der teilnehmenden Beobach- tung für den Forscher oder die Forscherin, den wissenschaftlichen Betrieb wie auch die Untersuchten aufgezeigt und diskutiert.
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Musik als Praxis aus dem Blickwinkel einer Phänomenologie der Partizipation

Musik als Praxis aus dem Blickwinkel einer Phänomenologie der Partizipation

Alexander].. Bezogen auf d ie Mus ikpädagog ik lenk t Angehrns.. sondern gegens tands- los , in e inem au tonomen Hier und Je tzt en ts teh t. V ie lmehr is t in unserem Ver[r]

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Die wollen nur Spielen? Zielorientierte Gamingkonzepte in Öffentlichen Bibliotheken

Die wollen nur Spielen? Zielorientierte Gamingkonzepte in Öffentlichen Bibliotheken

Bibliotheken sind spezialisiert auf das Medium Buch und als solche sind sie für das Lesen gemacht. Dieser Aspekt findet sich auch in ihrer Programm und Raumgestaltung wieder. Kulturelle Angebote zu digitalen Spielen können neben einer veränderten Raumgestaltung ein Faktor sein, diese Abgrenzung von allen anderen Medienformaten aufzuweichen. Kulturelle Angebote sind neben dem aktiven Zugang also auch vor allem für den Abbau von

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