Nach oben pdf Open Educational Resources (OER), Open-Content und Urheberrecht

Open Educational Resources (OER), Open-Content und Urheberrecht

Open Educational Resources (OER), Open-Content und Urheberrecht

Freie (oder öffentliche) Lizenzen, wie sie bei OER, Open Source Software, Open Content oder Open Access eingesetzt werden, sind kein Gegenmo- dell zum Urheberrecht. Im Gegenteil: Sie basieren auf dem Urheberrecht und können ohne dessen Schutz nicht funktionieren. Die hierunter veröf- fentlichten Werke sollen schließlich nicht wie gemeinfreie Werke behandelt werden. Vielmehr wollen ihre Rechteinhaber für ihre Nutzung Bedingungen aufstellen. Durch den Einsatz der öffentlichen Lizenz bringen sie zum Aus- druck, dass ihr Werk nur im Rahmen der Lizenz und unter Einhaltung der Li- zenzpflichten (z. B. Nennung des Autors) genutzt werden darf (daher some rights reserved und nicht no rights reserved). Ohne Urheberrecht könnten solche Beschränkungen und Lizenzpflichten jedoch weder aufgestellt noch durchgesetzt werden, da ein gemeinfreies Werk ohne jede Einschränkung von jedermann genutzt werden kann.
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Open Educational Resources (OER) in der Hochschullehre - Anwendungsfall Informationssicherheit

Open Educational Resources (OER) in der Hochschullehre - Anwendungsfall Informationssicherheit

W¨ahrend f¨ur Werke der Kunst oder Musik h¨aufig der vom Urheberrecht gesch¨utzte Profit im Vordergrund steht, ist f¨ur Bildungsmaterialien eine einfache Verbreitung meist zentraler. Durch eine zielgruppenorientierte und einfache Anpassung von Bil- dungsmaterialien profitieren besonders die Lernenden. Nichtsdestotrotz konnte die- se Arbeit auch herausstellen, wie trotz Einsatz freier Lizenzen wirtschaftlicher Er- folg generiert werden kann. Dabei lehnen sich die gezeigten Gesch¨aftsmodelle an etablierte Modelle aus dem Open-Source- und dem Journalismus-Bereich an. Be- sonders interessante Gesch¨aftsmodelle bauen unmittelbar auf die einfache Verbrei- tung von OER auf: So k¨onnen allgemeine Bildungsmaterialien unter freier Lizenz ver¨offentlicht und zu Werbezwecken eingesetzt werden. Sobald ein Interessent weitere Unterst¨utzung ben¨otigt – etwa durch Seminare –, werden die freien Bildungsmateria- lien durch kostenpflichtige Serviceleistungen erg¨anzt. Dadurch r¨uckt die Erstellung der Materialien in den Hintergrund und die Implementierung der Maßnahmen in den Vordergrund. Durch die große Transparenz dieses Modells k¨onnen Maßnahmen zur Qualit¨atssicherung einfach etabliert werden.
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Praxisrahmen für Open Educational Resources (OER) in Deutschland

Praxisrahmen für Open Educational Resources (OER) in Deutschland

heberrechtsgesetz als wichtiger Rechtsrahmen angepasst werden. Urheberinnen und Urheber müssen in die Lage versetzt werden, anderen Personen auf möglichst simple Art und Weise die für Bildungszwecke entscheidenden Nutzungsrechte an den von ihnen erstellten Materialien einzuräumen. Die Einführung einer allgemeinen Bildungs- schranke im Urheberrecht in Form eines konsistenten und umfassenden Ansatzes anstatt des bisherigen Stückwerks an Detailregelungen und Ausnahmen wird bereits disku- tiert. Hinzu kommt hier die Schwierigkeit, dass nicht nur im Kontext des Lebenslangen Lernens oft nicht eindeutig fest- gelegt werden kann, wo Bildung anfängt und wo sie endet. Ohne auf gesetzgeberische Ergebnisse warten zu müssen, können Erstellende und Nutzende von Bildungsmaterialien bereits heute auf die erwähnten freien Lizenzen zurück- greifen. Freie Lizenzen werden auch „Open-Content-Li- zenzen“ genannt, wobei das Lizenzen-Set von creative Commons die mit Abstand bekannteste Form solcher Frei- gabewerkzeuge darstellt. Der Einsatz von Creative-Com- mons-Lizenzen (CC-Lizenzen) für die Bereitstellung von OER ist im Vergleich zu anderen freien Lizenzen nicht nur aufgrund ihrer großen Verbreitung, sondern auch aufgrund ihrer Vielzahl an kombinierbaren Lizenzelementen sinnvoll. Damit die mit freien Lizenzen grundsätzlich rechtlich er- laubte Weiterbearbeitung und Nachnutzung auch prak- tisch funktioniert, muss zusätzlich technisch sichergestellt werden, dass OER auch in offenen Formaten vorliegen (vgl. Pickhardt, 2015).
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Herausforderung OER – Open Educational Resources

Herausforderung OER – Open Educational Resources

Im Hinblick auf das Copyright für digitale Ressourcen lässt sich eine differen- zierte Bewusstseinbildung bei Autor(inn)en von Bildungsressourcen im akade- mischen Bereich erst in Ansätzen feststellen. Open-Content-Lizenzen (z.B. Crea- tive Commons, GNU Free Documentation Licence) wurden entwickelt, um effek- tive und leicht nachvollziehbare Wege kontrollierten Austausches zu ermöglichen, die wiederum als grundlegend für den Erfolg von OER-Initiativen angesehen werden (Fitzgerald, 2006; McCracken, 2006). Für die Bedeutsamkeit dieser Entwicklungen lässt sich leicht argumentieren, wenn berücksichtigt wird, dass das MIT zu Beginn ihres OCW (OpenCourseware-)Projektes allein in den Freikauf von Lizenzrechten einen Großteil des Budgets investierte. Eine Regelung der Rechte für die angebotenen Bildungsressourcen im Hinblick auf Verwendung, Wiederverwendung und Veränderung, stellt also eine weitere wesentliche zu berücksichtigende Herausforderung dar.
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Open Educational Resources als neue Aufgabe für Wissenschaftliche Bibliotheken

Open Educational Resources als neue Aufgabe für Wissenschaftliche Bibliotheken

Entstanden sind die sogenannten ’Jedermannlizenzen’ oder Public Licences. Zu den bekann- testen zählen die GNU Free Documentation License (GFDL) für die Beschreibung von Soft- ware und anderen Produkten und die Creative Commons Public Licenses (CC-Lizenzen) für alle Arten von Inhalten, an denen Urheber- oder Leistungsschutzrechte bestehen könnten. 46 Die ’Creative Commons Initiative’ 47 ist eine 2001 in den USA gegründete Non-Profit- Organisation. Sie bietet vorgefertigte Lizenzverträge, mit deren Hilfe Rechteinhaber geschütz- te Inhalte freigeben können. Wichtig dabei ist, dass sich CC-Lizenzen im rechtlichen Rahmen des jeweiligen Landes bewegen und dadurch der Schutz durch das Urheberrecht (bspw. § 2, ’Geschützte Werke’ im Deutschen Urheberrecht) 48 nicht aufgegeben wird. 49 Da das ’All rights reserved / Alle Rechte vorbehalten’ des Urheberrechts dem Wesen von OER widerspricht, werden mit der Vergabe der CC-Lizenzen dem Nutzer vom Rechteinhaber die Rechte einge- räumt, die benötigt werden, um die Nutzungsfreiheiten der OER ’Some rights reserved / Eini-
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Open Educational Resources (OER). Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes in Hochschulen

Open Educational Resources (OER). Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes in Hochschulen

Bei Creative Commons handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die 2001 in den USA gegründet wurde und sogenannte Jedermannlizenzen (Public Licenses) entwickelt. Der Vorteil ist, dass sich diese Lizenzen juristisch bereits bewährt haben – Präzedenzfälle haben ihre Gültigkeit bestätigt. Die Funktionsweise der CC-Lizenzen ist denkbar einfach. Es geht nicht darum, mit ihnen das herkömmliche Urheberrecht außer Kraft zu setzen, dem Nutzer werden durch sie vielmehr automatisch bestimm- te Rechte eingeräumt, ohne dass es zu einer Verhandlung mit dem Urheber kommen muss. Sobald ein Werk in einer Weise verwendet wird, wie es in der Lizenz vorgese- hen ist (also bestimmte Richtlinien eingehalten werden), kommt automatisch ein Ver- trag zwischen den beiden zu Stande.
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Die Open Educational Resources Bewegung – Optionen und Hürden für Lehrende an deutschen Hochschulen

Die Open Educational Resources Bewegung – Optionen und Hürden für Lehrende an deutschen Hochschulen

tent-Lizenzen liegt im möglichen Verbot von Bearbeitungen. Während dies im Open Source oder Free Software Bereich praktisch unbekannt und auch uner- wünscht ist, werden derartige Lizenzarten von Urhebern der Open Educational Resources im Bereich Open Content doch relativ häufig vergeben (Mantz, 2007, S. 417). Bei Open Content wird darüber hinaus – anders als bei Open Source – die kommerzielle Verwendung häufig untersagt, in der Definition der UNESCO ist dies sogar explizit aufgenommen. Eine Auswertung der Yahoo back-links 9 zu Inhalten unter den sogenannten Creative Commons-Lizenzen zeigt, das zwei Drit- tel der lizenzierten Inhalte eine kommerzielle Nutzung ausschließen. Downes und Tuomi weisen darauf hin, dass sich die OER-Gemeinde hier Möglichkeiten in Bezug auf Verbreitung und Nachhaltigkeit nimmt (Downes, 2007, S. 36; Tuomi, 2006, S. 31). Die ursprünglichen Absichten eines OER Autors können durch ei- nen non-commercial Lizenz durchaus untergraben werden, da viele der anderen offenen Lizenzen, die z. B. in Projekten wie der Wikipedia genutzt werden, nicht kompatibel sind. Erik Möller gibt daher die Empfehlung, über die Nutzung der Share-Alike Lizenz nachzudenken, die eine Verwertung im großen Stil aus- schließt (Möller, 2006, S. 278), aber z. B. die Verwendung in einem werbefinan- zierten Weblog erlaubt. Auch entsteht durch diese Einschränkung eine Rechtsun- sicherheit (Dr. R. Mantz, Jurist, persönliches Gespräch, 24. April 2008) – ab wann nutzt bspw. ein Bildungsanbieter eine OER kommerziell? Wenn er Gebühren für seine Kurse erhebt? Wie steht es mit Webseiten, die sich via Werbung (co- )finanzieren. Wiley hält dagegen, dass viele Institutionen die non-commercial Bedingung als Einstieg in die Welt der OER brauchen und diese Lizenz deswegen nicht herabgesetzt werden darf (Wiley, 2007d).
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Open Schweiz – eine (selbst-)kritische Einschätzung aktueller Initiativen und Projekte zum Themenfeld ‚Open Educational Resources‘ (OER)

Open Schweiz – eine (selbst-)kritische Einschätzung aktueller Initiativen und Projekte zum Themenfeld ‚Open Educational Resources‘ (OER)

Auf Basis der Erfahrungen des Swiss Virtual Campus wurde im Jahr 2005 ein Pro- jektvorschlag an die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) und die Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH) eingereicht, um einen nationalen Dienst einer Plattform basierend auf Open Source Software anzubieten. Nach Evaluation des Projektes wurde deutlich, dass die Entwicklung einer Plattform, die als E-Learning Plattform dienen sollte, nicht dem Bedarf entspricht, sondern vielmehr stattdessen ein Repositorium notwendig sei. In einem Arbeitsgruppenpro- zess, der durch Mitarbeitende von SWITCH koordiniert und in Zusammenarbeit mit Mitgliedern verschiedenster Hochschulen durchgeführt wurde, entwickelte man ge- meinsam das Learning Object Repository. Eine Vielzahl unterschiedlicher Anforde- rungen (Schnittstellenmanagement zu Learning Management Systemen, Zugang über AAI (Authentifizierungs- und Autorisierungsinfrastruktur), Metadatenerfassung etc.) konnte formuliert werden. Heute hat das Repositorium die Bezeichnung SWITCH- collection und bietet eine direkte Schnittstelle zu einem System zur Aufzeichnung von Vorlesungen an. SWITCHcollection (http://collection.switch.ch) ist über Suchma- schinen im Netz zu finden und ermöglicht den Usern, einzelne Beiträge, vorrangig in Form von Vorlesungsaufzeichnungen oder Webinaren, direkt einzusehen. SWITCH- collection bietet hierfür verschiedene Ausgabeformate an: Flash, Quicktime und mp4 (ein Format für mobile Geräte). User können sich die Beiträge sortiert nach Instituti- onen und Disziplinen anzeigen lassen oder die freie Suchfunktion nach Stichworten nutzen. Die Maske zum Eintrag der Metadaten kann vollständig von den Content- Ersteller/-innen ausgefüllt werden, damit den Usern Informationen zu den OERs zur Verfügung stehen und die Suche erleichtert wird sowie die Materialien im jeweils spezifischen Kontext verortet werden können. Überdies erlaubt das System die direk- te Darstellung der gewünschten Creative Commons Lizenz.
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Volitional-supported learning with Open Educational Resources

Volitional-supported learning with Open Educational Resources

OER are expected to evolve together with new generation of information and communication technologies (ICT). More specifically so-called “social software” such as Wikis, Weblogs and related tools and services such as RSS-based content syndication or social book-marking provide a new vision of learning. These applications are now being even more used outside the commercial domain and first spill-over effects can be detected within the realm of education. The close relationship between OER and social software is emphasised by the Open eLearning Content Observatory Services (OLCOS) in which the FernUniversität in Hagen is one of the six partner organisations. This EU-funded project aims at fostering the production, sharing and re-use of OER in Europe and beyond. Its main tasks are as follows:
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Entwicklung eines Qualitätsanforderungskatalogs für Open Educational Resources (OER)

Entwicklung eines Qualitätsanforderungskatalogs für Open Educational Resources (OER)

[es wurde diskutiert, ob man die Personengruppe "im Guten und im Schlechten" hervorhebt, z.B. "studentischer Content", falls ein Studierender die OER eingestellt hat oder im Positiven eine Hervorhebung, falls der Einsteller z.B. ein "OER-Fachexperte" ist (vgl. https://www.oer- fachexperten.de/)]

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Öffnung der Bildung. Zur Diskussion um Open Educational Resources

Öffnung der Bildung. Zur Diskussion um Open Educational Resources

fen und konzipieren Infrastrukturen und Unterstüt- zungs-Tools für freie Bildungsmedien. Eine wichtige Rolle übernimmt hierbei die Bundeszentrale für politische Bildung, indem sie die Diskussion publi- zistisch begleitet und thematische Kommunikations- und Arbeitsplattformen bereitstellt. Der Deutsche Bildungsserver, das Medieninstitut der Länder – FWU und die Landesbildungsserver bieten mit dem Content-Sharing-Portal ELIXIER eine Suchmaschine für redaktionell kuratierte Bildungsressourcen, die aktuell zu einem Nachweissystem auch für crea- tive-commons-lizenzierte Unterrichtsmaterialen weiterentwickelt wird. Auch das Social-Bookmar- king-Tool „Edutags“, ein Kooperationsprojekt des Deutschen Bildungsservers und der Universität Duisburg-Essen, das Lehrkräften zur individuellen und kollaborativen Sammlung von Unterrichtsres- sourcen dient, weist OER gesondert aus und etab- liert sich zunehmend als Referenzsystem für offene Materialien.
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Offene Lehr- und Forschungsressourcen. Open Access und Open Educational Resources

Offene Lehr- und Forschungsressourcen. Open Access und Open Educational Resources

Die neuen Möglichkeiten führen jedoch aus urheberrechtlicher Perspektive zu neuen Herausforderungen und Regelungen: So war Ende 2012 unklar, in welcher Weise und in welchem Umfang die Verwendung di- gitaler Kopien von Schulbüchern in deutschen Klassenzimmern zukünftig erlaubt sein soll. So eine ‚digita- le Kopie‘ ist beispielsweise ein Foto eines Fotos aus einem Lehrbuch, das per Beamer gezeigt wird. Für äl- tere Schulbücher (vor 2004) ist eine Verwendung digitaler Kopien im Unterricht, auch auszugsweise, wei- terhin verboten, für jüngere (ab 2005) auszugsweise erlaubt. Dieses Beispiel ist nur eines für viele unter- schiedliche Regelungen, die es im deutschsprachigen Europa beziehungsweise den unterschiedlichen Bil- dungssektoren gibt und welche häufig unbekannt sind. Gemeinsam ist ihnen, dass es in aller Regel nicht gestattet und ein Verstoß gegen das Urheberrecht ist, Materialien aus dem Web, beispielsweise hilfreiche Bilder oder Arbeitsblätter, für den Unterricht zu nutzen.
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OPUS 4 | Open Educational Resources in Öffentlichen Bibliotheken - eine Analyse von Potenzialen und Grenzen

OPUS 4 | Open Educational Resources in Öffentlichen Bibliotheken - eine Analyse von Potenzialen und Grenzen

18 Wiley, D. (2007): Open Education License Draft 19 Im März 2014 hat David Wiley die „4 Rs“ um ein fünftes, „Retain – the right to make, own and control pieces of the content“, ergänzt. Dadurch wird nicht nur der Zugriff, son- dern auch der Besitz der Inhalte erlaubt. Der Gedanke dahinter ist u.a., dass so Kopien der Originale an verschiedensten Stellen im Internet zu finden wären. So wäre der Zugriff auch dann gewährleistet, wenn das Repositorium, in dem das Original hinterlegt ist, seine Lizenzbestimmungen ändern würde oder offline gehen würde. Obwohl die „4 Rs“ die Ko- pie von Originalen nicht ausschließen, wird dies innerhalb der OER-Bewegung als unan- gebracht angesehen. Durch das Hinzufügen des „fünften Rs“ möchte Wiley diese Sicht- weise ändern. Ergänzend: Wiley, D. (2014): The Access Compromise and the 5th R so- wie die darauffolgenden Kommentare zum Blogeintrag.
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Open Educational Resources – ein Policy-Paper

Open Educational Resources – ein Policy-Paper

Mit der breiten Akzeptanz und Nutzung innovativer Technologien, wie z.B. Wikis und Weblogs entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein partizipatorischer An- satz in der Lehre: Lernende sind nicht mehr „bloße Konsumenten und Konsu- mentinnen“ der von den Lehrenden angebotenen Inhalte, sondern treten in einen aktiven Lernprozess, indem sie selbst digitale Ressourcen generieren und einer breiten Öffentlichkeit zuführen. Diese Entwicklung eröffnet einen neuen Blick auf Lehren und Lernen und damit einhergehend ist auch die Diskussion um Open- Content-Initiativen entfacht worden.
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Open Educational Resources zur sozialen Öffnung der Hochschule. Eine kritische Analyse

Open Educational Resources zur sozialen Öffnung der Hochschule. Eine kritische Analyse

Die herkunftsabhängige Nutzung von Bildungsangeboten zeigt sich entspre- chend auf allen Ebenen des Bildungssystems (Solga & Dombrowski, 2009; Bargel & Bargel, 2010; Gillen, Elsholz & Meyer, 2010; Leven et al., 2013). Dies trifft gleichermaßen für die formale Bildung sowie für die Wahrnehmung informeller Lernmöglichkeiten zu (Brussig & Leber, 2004; Kaufmann, 2012). Dies lässt vermuten, dass sich auch bei der Nutzung von OER herkunftsspezi- fi sche Differenzierungen zeigen. So zeigen Untersuchungen von de los Arcoset et al. (2014), die Nutzer von OER als „highly qualifi ed, with a majority indi- cating that they hold a postgraduate or undergraduate degree“ (ebd., S. 9). Bei der Analyse von MOOCs belegen Christensen et al. (2013, S. 6) auf Grundlage ihrer Untersuchungen von 32 MOOCs an der University of Pennsylvania, dass MOOCs – entgegen den Behauptungen von MOOC-Betreibern wie Anant Agarwal, Gründer von edX, nicht „borderless, gender-blind, race-blind, class- blind, and bank account-blind“ (Argawal, 2013) machen: „MOOCs may have potential to someday mitigate some of the world’s educational disparities by expanding access to high-quality collegiate education, but the early adopters of the MOOC phenomenon are those who have already attained the highest levels of education in their countries“ (Christensen et al., 2013, S. 6f.).
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Open Educational Resources – eine Strukturanalyse

Open Educational Resources – eine Strukturanalyse

Das Problem, dass die Vielzahl der menschlichen Sprachen für OER darstellt, kann allerdings nicht ohne größeren Aufwand gelöst werden. Jemand muss über- setzen, um fremdsprachliche OERs nutzbar zu machen. CORE (China Open Re- sources for Education) versucht, die Übersetzung von Kursen der MIT OCW- Initiative ins Chinesische als commons-based peer production zu organisieren. Auf den ersten Blick erscheint dieses System nicht auf alle, insbesondere liberale- re, Gesellschaften übertragbar. Die Übersetzung eines größeren Teils der OCW- Kurse ins Spanische und Portugiesische wird ebenfalls nicht von den Zweitnutzern selbst durchgeführt; Leselisten und andere Teile, die eine spezifische Anpassung an den lokalen bzw. nationalen Kontext erfordern, bleiben im (Englischen) Origi- nal und sind damit zumindest teilweise unbrauchbar. „In order to be most effecti- ve, OER should be both culturally and linguistically ‚translated’ so as to enhance greater understanding, relevance and adaptability within developing populations.“ (UNESCO Forum 2005) Entsprechend sollten Übersetzungen möglichst von Zweitnutzern durchgeführt werden, um die Adäquanz zum jeweiligen Kontext zu gewährleisten. Wenn sie die Fremdsprache verstehen, ist das Problem wieder weitgehend reduziert auf das Problem relevante und hinreichend qualitätsvolle Materialien im Internet zu finden.
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Open Educational Resources – Onlineplattformen unter der Lupe: eine explorative Analyse

Open Educational Resources – Onlineplattformen unter der Lupe: eine explorative Analyse

Die untersuchten Onlineplattformen wurden nach den folgenden Selektionskriterien aus- gewählt: (1) Es wurden ausschließlich Onlineplattformen in die Stichprobe aufgenommen, auf denen auch offene Bildungsmedien angeboten werden, die durch eine entsprechende Lizenz (CC-BY; CC-BY-SA) als OER gemäß der unter 2. genannten Definition ausge- wiesen sind. (2) Berücksichtigt wurden weiterhin nur Onlineplattformen, auf denen Lehr-/Lernmaterialien mit klar erkennbarem Bildungsbezug verfügbar sind. Damit wur- den solche ausgeschlossen, die beispielsweise ausschließlich Grafiken und Clip Arts (u. a. pixabay, Open Clip Art), kostenlos nutzbare Musik (u. a. jamendo, Free Music Archive) oder Filme (z. B. vimeo) anbieten. (3) Zudem beschränkt sich die Untersuchung auf den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) (vgl. OER World Map 2018). (4) Ferner lag der Schwerpunkt auf Onlineplattformen mit Materialien für den
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Nachhaltige Zukunftsperspektiven. Erstellung von Open Educational Resources (OER) in der Hochschullehre

Nachhaltige Zukunftsperspektiven. Erstellung von Open Educational Resources (OER) in der Hochschullehre

Nachhaltige Zukunftsperspektiven. In Zeiten von Klimawandel, vermehrter Anzahl ge- flüchteter Menschen, Biodiversitätsverlust und ungleichen Bildungschancen braucht es nachhaltige Lösungen. Die Gegenwart und Zukunft so zu gestalten, dass die heutige Ge- sellschaft und auch die nachfolgenden Generationen mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen umgehen können, ist nicht nur Aufgabe jedes Einzel- nen, sondern auch der Hochschule. Im März 2015 wurde der Antrag auf eine stärkere Un- terstützung dieses Bildungsansatzes „Bildung für nachhaltige Entwicklung - Mit dem Weltaktionsprogramm in die Zukunft“ von der Mehrheit der Fraktionen im deutschen Bundestag angenommen. Die Universität Hamburg versteht sich als Universität der Nachhaltigkeit. Im Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg ist, neben einer beabsichtigten interdisziplinären Ausrichtung, festgehalten, dass Lehre die Aufgabe hat, „Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Studierenden […] sich als mündige Mitglieder der Gesellschaft weiterentwickeln können, die bereit und in der Lage sind, an deren sozial und ökologisch nachhaltiger, demokratischer und friedlicher Gestaltung maßgeblich mitzu- wirken und für ihre Zukunftsfähigkeit Verantwortung zu übernehmen“ (Universität Ham- burg, 2014). Das im Fokus dieses Buches stehende interdisziplinäre Lehr-Lern-Format ‚Sustainable Futures‘ zum Thema Nachhaltigkeit orientiert sich an diesem Leitbild univer- sitärer Lehre und steht in Tradition des Interdisziplinären Problembasierten Lernens, das von 2013 bis 2015 erfolgreich unter der Leitung von Mirjam Braßler zwischen den Wirt- schaftswissenschaften (BWL und VWL) und der Psychologie durchgeführt wurde. Im Rahmen der entstehenden Hamburg Open Online University (HOOU) wurde das Konzept durch die Erstellung von Open Educational Resources (OER) um die Openness und durch die Gewinnung weiterer Wissenschaftler/Lehrender um die Disziplinen Erziehungswissen- schaft und Geographie erweitert. Das vorliegende Sammelwerk trägt auf unterschiedliche Weise zur Förderung der Nachhaltigkeit bei.
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pub H-BRS | Open Educational Resources in Einführungsveranstaltungen der Ingenieurmathematik

pub H-BRS | Open Educational Resources in Einführungsveranstaltungen der Ingenieurmathematik

Durch neue Technologien und die Open-Access-Bewegung, bezogen auf die Lernmaterialien auch im Bereich der Mathematik, haben sich in den letzten Jahren die Lernbedingungen geändert: Nicht selten kommt es vor, dass sich Studierende in den Übungen fehlende Definitionen oder Zusammenhänge nicht mehr aus ihrem Vorlesungsskript heraussuchen, sondern stattdessen mittels Tablet oder Smartpho- ne im Internet nach einer entsprechenden Quelle suchen. Auf diese Weise gefunde- ne OER, „Materialien für Lernende und Lehrende, die kostenlos im Web zugäng- lich sind, entsprechend zur Verwendung und auch Modifikation freigegeben, das heißt lizensiert wurden“ (GESER, 2012), sind mittlerweile zu einem wichtigen As- pekt an den Hochschulen geworden, sodass Lehrende versuchen sollten, strategi- sche Wege zu finden, diese in ihre Lehrveranstaltung sinnvoll zu integrieren. Für OER-Beispiele aus dem Bereich der Mathematik ist vor allem die Khan Academy 2 zu nennen, die seit 2007 regelmäßig kurze Lernvideos zu den einzelnen Themen- gebieten und deren Problemstellungen auf einer internationalen Plattform zur Ver- fügung stellt. Vertiefende Literatur zum Thema OER findet sich zum Beispiel in EBNER (2011) oder MRUCK (2011).
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Open Educational Resources - Onlineplattformen unter der Lupe: eine explorative Analyse [Poster]

Open Educational Resources - Onlineplattformen unter der Lupe: eine explorative Analyse [Poster]

Siegel, Stefan; Proff, Alexandra von; Heiland, Thomas (i. V.): Open Educational Resources – Onlineplattformen unter der Lupe: Eine explorative Analyse. In: Matthes, Eva; Heiland, Thoma[r]

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