Nach oben pdf Open Access in Deutschland

Open Access in Deutschland

Open Access in Deutschland

Um Open Access als integralen Teil der Wissen- schaftskultur in Deutschland zu verankern, braucht es ganz wesentlich die Unterstützung der Länder. So haben Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Berlin bereits Open Access-Strategien vorgelegt und Maßnahmen vorgestellt, um Open Access zu stär- ken. Weitere Länder entwickeln derzeit Strategien und bereiten Maßnahmen vor. Die Bundesregierung begrüßt diesen Prozess und ermuntert die Länder, auf diesem Weg weiter voranzugehen. Ziel muss es sein, dass in allen sechzehn Bundesländern entsprechende Initiativen verankert werden und ein gemeinsames Verständnis von Bedeutung und Chancen einer ver- antwortungsvollen Open Access-Kultur erreicht wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird auf dieses gemeinsame Verständnis auch in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hinarbeiten.
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Open Access und seine Förderung in Deutschland : ein Überblick über Projekte und deren Teilnehmer und Förderer

Open Access und seine Förderung in Deutschland : ein Überblick über Projekte und deren Teilnehmer und Förderer

Um Open Access voran zu bringen, benötigt es eine Vielzahl von Projekten und Initiati- ven, die darauf abzielen die beteiligten Akteure und Inhalte zusammenzubringen und Neues zu entwickeln. In der vorliegenden Arbeit wird ein Fokus auf interdisziplinäre Projekte gelegt, daneben gibt es jedoch eine Vielzahl von Initiativen, die in Umfang und Teilnehmerzahl variieren. Eine der aktuellen und größten Initiativen, die im Jahr 2016 in der Open-Access-Förderung eine Rolle spielen, ist Open Access 2020. Nicht ganz unumstritten, beabsichtigt diese die Open-Access-Transformation zu bewerkstelligen. Im Folgenden soll diese Initiative kurz vorgestellt werden. Daraufhin wird näher auf die Projekte zur Open-Access-Förderung eingegangen. Zuvor wird jedoch ein Einblick ge- geben, welche Themen zu Open Access gerade bei den Beteiligten aktuell sind. Dafür werden die Programmpunkte der letzten fünf Open-Access-Tage betrachtet. Die Open- Access-Tage sind eine Konferenz, die jährlich an verschiedenen Orten stattfindet und Open Access in Deutschland, Österreich und der Schweiz behandelt. Inzwischen wur- de die Konferenz zum zehnten Mal abgehalten. 175
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Open Access zu Textpublikationen und Forschungsdaten: Positionen politischer Parteien in Deutschland

Open Access zu Textpublikationen und Forschungsdaten: Positionen politischer Parteien in Deutschland

Die Aussagen der Landesregierungen von Niedersachsen und Thüringen zeigen deutlich, dass die Ankündigung einer Open­Access­Strategie in einer Koalitionsvereinbarung kein Indiz dafür ist, dass eine solche Strategie beschlossen bzw. in Betracht gezogen wird. Das zugrunde liegende Problem deutete sich bereits bei der Untersuchung der Wahlprogram­ me der Parteien an und wurde durch die Antworten der Parteien bestätigt: Das uneinheit­ liche Verständnis der Begriffe Open Access und Open­Access­Strategie führt zu Missver­ ständnissen. Im wissenschaftlichen Bereich wird der Begriff für den entgeltfreien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen verwendet – zu Textpublikationen oder zu Forschungsda­ ten. In anderen Bereichen, wie der Politik wird unter dem Begriff Open Access darüber hinaus auch Open Government Data, Open Educational Resources und Digitalisierung subsumiert. Die vielfältige Verwendung begünstigt Fehlinterpretationen: wie die Landes­ regierungen von Niedersachsen und Thüringen Open Access oder Open­Access­Strategie definieren, deckt sich offensichtlich nicht mit dem Open­Access­Verständnis der Open­ Access­Gemeinschaft. Falls die Bundesregierung wie geplant die Open­Access­Strategie für Deutschland noch in diesem Jahr veröffentlicht, ist angesichts der maßgeblichen Be­ teiligung der CDU eine Strategie mit Apellcharakter zu erwarten. Aufgrund der Vorrang­ stellung der Hochschulautonomie sind gesetzliche Regelungen unwahrscheinlich oder wenn, nur eingeschränkt anwendbar, ähnlich wie das Zweitveröffentlichungsrecht, das Beiträge der Wissenschaftler an staatlichen Hochschulen ausnimmt.
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Brasilien ist nicht nur Fußball!: Open Access in Brasilien und Deutschland im Vergleich

Brasilien ist nicht nur Fußball!: Open Access in Brasilien und Deutschland im Vergleich

  Die Vermutung, dass die Einbeziehung der Gesamtproduktion entscheidend für die Beurteilung  des Stellenwertes von Open Access ist, bestätigt sich auf den ersten Blick: Großbritannien hat  etwa so viele OpenAccess‐Zeitschriften wie Brasilien, hat aber achteinhalb mal so viele Zeit‐ schriften  insgesamt,  die  im  „Ulrich’s“  verzeichnet  sind;  damit  bekommt  die  Zahl  der  OpenAccess‐Zeitschriften  in  Brasilien  eine  viel  höhere  Bedeutung.  Bezogen  auf  den  prozentualen  Anteil der  frei zugänglichen Zeitschriften an der Gesamtzahl steht die Türkei noch geringfügig  besser  da  als  Brasilien,  mit  Abstand  gefolgt  von  Spanien  und  Indien.  Brasilien  zeichnet  sich  aber durch seine hohen Werte sowohl prozentual als auch absolut aus. Die Länder mit hohen  absoluten  Zahlen,  insbesondere  die  USA,  Großbritannien  und  Deutschland,  fallen  prozentual  deutlich ab. 
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Anzeige von Der Open Access Monitor Deutschland

Anzeige von Der Open Access Monitor Deutschland

Open-Access-Veröffentlichungen. Die Helmholtz-Gemeinschaft verzeichnet im Jahr 2015 einen Open-Access-Anteil von knapp 40 Prozent. Von den weiteren Einrichtungen sind keine Anteile bekannt.“ 6 Dieses Desiderat schmerzt umso mehr in Anbetracht der Tatsache, dass die Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens in den Open Access eigentlich ein Ziel aller deutschen Wis- senschaftsorganisationen mindestens seit der Unterzeichnung der Berlin Declaration 7 im Jahr 2003 ist. Allerdings hat wohl nur eine Minderheit der Einrichtungen umfassende Kenntnis von den Publi- kationsverhältnissen in der eigenen Einrichtung, und wenn die Erkenntnisse vorliegen, dann sind sie in der Regel nicht publiziert. So wurden für die Verhandlungen im Rahmen des DEAL-Projektes 8 zwar umfangreich Daten erhoben, allerdings unter Zusicherung der Vertraulichkeit und mit Beschränkung auf das Projekt. Eine Nachnutzung ist daher nicht möglich. Zu den wenigen zugänglichen Untersu- chungen zählen auf Einrichtungsebene das Open-Access-Barometer des Forschungszentrums Jülich 9 und auf Länderebene die Auswertung für das Land Berlin. 10 Andere Projekte haben zwar einen nationalen Ansatz, aber nur einen begrenzten inhaltlichen Fokus, so etwa das Hybrid Open Access Dashboard 11 und die OpenAPC Initiative. 12,13 Zu erwähnen ist schließlich der Open-Science-Monitor der EU, welcher allerdings nur Auswertungen auf Länderebene bietet. 14 Der Open Access Monitor Deutschland möchte die genannten Beschränkungen vorhandener Ansätze überwinden und von der Einrichtungsebene bis zur nationalen Ebene alle relevanten Daten zur Verfügung stellen.
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Durchbruch DEAL: Open-Access-Publizieren mit nationalen Verträgen für Deutschland

Durchbruch DEAL: Open-Access-Publizieren mit nationalen Verträgen für Deutschland

• Der Einreichungs-Wor/eflow andert sich fur Autorin­ nen und Autoren mit dem Ziel, dass sie aus deutschen Einrichtungen rnoglichst automatisch in den Open­ Access-Publikationsprozess gelangen. Wahrend noch nicht geklart isl (Stand Januar 2020), wie Springer Nature den Einreichungs-Work.flow gestalten wird, wurde von Wiley ein webbasiertes Author Dashboard for die Bearbeilung nach Annahme des Artikels zur Verfogung gestellt.

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Open Access in den Sozialwissenschaften

Open Access in den Sozialwissenschaften

Von über 2600 im Directory of Open Access Journals DOAJ (http://www.doaj.org) geführten Journals entfallen ca. 23% auf die Sozialwissenschaften - weniger als 20 werden in Deutschland veröffentlicht. Vorreiter ist das dreisprachige Journal „Forum Qualitative Sozialforschung FQS“ (http://www.qualitative-research.net/fqs/): Rund 16 Millionen Mal wurde bislang auf FQS zugegriffen, es ist das wohl wichtigste Online-Journal für qualitative Sozialforschung. Erwähnt werden müssen auch „Survey research Methods“ (http://surveymethods.org), das Psychologie-
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Die Farbenlehre des Open Access

Die Farbenlehre des Open Access

Review, also der Prüfung durch die Herausgeber, aus. Magister-und Diplomarbeiten werden oft nur mit Gutachterempfehlung auf Repositories gespeichert. Bei Dissertationen und Habilitationen wird angenommen, dass Qualität qua Dokumentart vorliege. Bei Preprints wird in der Regel davon ausgegangen, dass die Qualität durch die überprüfbare Reputation des Autors aus früheren Veröffentlichungen ebenso sichergestellt ist wie durch die spätere formale Publikation des Dokuments im konventionellen (Nicht-Open-Access-)Verlag. Bei Postprints gestaltet sich die Ableitung am einfachsten: Hier kann eine Begutachtung aus erster Hand durch Verlage unterstellt werden. Diese Aufzählung spiegelt auch das Spektrum der Dokumenttypen wider, die sich auf Repositories finden. Da die meisten Open-Access-Repositories in Deutschland aus
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Ursprünge und Entwicklung von Open Access

Ursprünge und Entwicklung von Open Access

Der Fokus aktueller Maßnahmen der Marktgestaltung auf dem Goldenen, genauer gesagt dem APC-basierten Weg, zeigt zwar eine gewisse Einseitigkeit, er ist jedoch keineswegs als einhellige Entscheidung misszudeuten.Im Gegenteil zielen insbeson- dere in den USA politische Vorstöße vor allem auf die Stärkung des Grünen Weges, und auch die EU erwartet – auch parallel zum Goldenen Weg – die Archivierung in Repositorien. Zudem wird international der technische Ausbau, die funktionale Erweiterung und die zunehmende Standardisierung und Vernetzung von Reposi- torien vorangetrieben. In Deutschland sei nur auf die gezielten Verhandlungen von Selbstarchivierungsrechten z. B. im Rahmen der DFG-geförderten Allianzlizenzen oder das angepasste Zweitver wertungsrecht von 2013 hingewiesen, das bei aller berechtig- ten Kritik (etwa bei Spielkamp, 2015) auf die Förderung des Grünen Wegs abzielt. Fazit
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Open Access in der Berufsbildungsforschung

Open Access in der Berufsbildungsforschung

Institutionell lässt sich Berufsbildungsforschung in Deutschland einerseits an verschiedenen universitären Lehrstühlen (Berufs- und Wirtschaftspädagogik), andererseits an außeruniversitären Instituten in freier Trägerschaft und staatlichen Instituten auf Bundes- und Länderebene verorten. Wichtige Institutionen, die Berufsbildungsforschung betreiben, haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz ( AG BFN ) zusammengeschlossen.

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Open Access an der Universität Kassel

Open Access an der Universität Kassel

einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Pub- likationsaufkommen orientiert (‚Publish & Read-Modell‘)“ stattfindet 21 . Die erste spürbare Konsequenz dieser Verhandlungen an der Universität Kassel war der Verlust des Zugriffs auf das Zeitschriftenportfolio von Elsevier ab Jahrgang 2018. Aufgrund der sich als schwierig gestaltenden Verhandlungen mit dem Verlag folgten die Teilnehmer des HeBIS-Konsortiums wie zahl- reiche andere wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland einstimmig der Empfehlung der Projektgruppe DEAL und kündigten zu Ende 2017 den bis dahin bestehenden Konsortialvertrag mit Elsevier. Die daraus resultie- renden Einsparungen – die UB/LMB zahlte bis dahin jährlich weit über 400.000 € an den Verlag – stehen seitdem dem Erwerbungsetat der UB/LMB anderweitig zur Verfügung, genauso wie die erzielten Einsparungen durch Kündigungen weiterer elektronischer Zeitschriften und Datenbanken im Rahmen des zu 2019 an der UB/LMB eingeführten Portfoliomanagements. 22 Da sich bis 2019 der Eigenanteil des OA-Publikationsfonds und seit 2020 dessen komplette Finanzierung aus dem Erwerbungsetat der UB/LMB speist, wird er anteilig auch aus diesen eingesparten Subskriptionsgebühren finanziert. Damit hat die UB/LMB begonnen, ein Ziel der OA2020-Mission, nämlich die Umschichtung von Ausgaben für Subskriptionen hin zu Ausga- ben für OA, 23 lokal umzusetzen.
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Distributionsformate von Open Access Publikationen

Distributionsformate von Open Access Publikationen

420 Artikel werden in 183 Journals unter CC-BY OA publiziert. Fünf Journals sind mit 84 Artikeln vollständig OA. Alle Artikel sind peer-reviewed und mit einem DOI bezeichnet. Die Forschungsergebnisse werden zu vielen wissenschaftlichen Fachbereichen veröffentlicht. Zum Folgen und Teilen stehen mehr als 290 Möglichkeiten zur Verfügung. Den Veröffent- lichungen kann beispielsweise über den eigenen Blog mittels Search-Widget gefolgt wer- den. Untersucht werden das Journal of Nutritional Science 16 und Parasitology Open 17 . Zwölf Zitationsexport-Möglichkeiten stehen zur Verfügung: ASCII, Biblioscape, BibTeX, CSV, EndNote, HTML, Medlars, Papyrus, ProCite, Reference Manager, RIS und Ref- Works. Per Mail kann die Zitation weiteren Personen gesendet werden. Gleiches gilt für das Abstract. Die Artikel können an Kindle, Google Drive und Dropbox gesendet werden. Verlinkt wird zu verwandten Journals, ggf. werden verwandte Links aufgeführt.
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Zweitveröffentlichungsrecht (Green Open Access)

Zweitveröffentlichungsrecht (Green Open Access)

4. Author’s Retention of Rights. Notwithstanding any terms in the Publication Agreement to the contrary, AUTHOR and PUBLISHER agree that in addition to any rights under copyright retained by Author in the Publication Agreement, Author retains: (i) the rights to reproduce, to distribute, to publicly perform, and to publicly display the Article in any medium for non- commercial purposes; (ii) the right to prepare derivative works from the Article; and (iii) the right to authorize others to make any non-commercial use of the Article so long as Author receives credit as author and the journal in which the Article has been published is cited as the source of first publication of the Article. For example, Author may make and distribute copies in the course of teaching and research and may post the Article on personal or institutional Web sites and in other open-access digital repositories.
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Elektronisches Publizieren und Open Access

Elektronisches Publizieren und Open Access

Bedingungen f¨ ur die Kosten¨ ubernahme oder -erstattung sind dabei etwa die Funktion der bzw. des Beantragenden als Corresponding oder Submitting Author und eine maxi- male H¨ohe der APC, meist 2.000 Euro. Hochschulen bzw. Bibliotheken oder Konsortien k¨onnen auch mit einzelnen Verlagen Vereinbarungen schließen, die Rabatte f¨ ur ihre An- geh¨origen mit sich bringen. Eine weitere Finanzierungsm¨oglichkeit besteht im Rahmen von Drittmittelprojekten. Hier k¨onnen direkt bei der Antragsstellung Sachmittel f¨ ur Open Access-Publikationen eingeplant werden, die dann den Projektbesch¨aftigten f¨ ur ihre projektbezogenen Ver¨o↵entlichungen zur Verf¨ ugung gestellt werden. LehrerInnen ohne Hochschulanbindung befinden sich hier klar im Nachteil: Die genannten Finanzie- rungswege d¨ urften ihnen, jedenfalls als ErstautorInnen einer Publikation, meist nicht o↵enstehen. Besonders f¨ ur sie kann daher Diamond Open Access zu einer attraktiven Alternative werden.
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Institutional Repositories und Open Access

Institutional Repositories und Open Access

ergänzenden Materialien, einschließlich einer Kopie der oben erläuterten Rechte wird in einem geeigneten elektronischen Standardformat in mindestens einem Online-Archiv hinterlegt (und damit veröffentlicht), das geeignete technische Standards (wie die Open Archive-Regeln) verwendet und das von einer wissenschaftlichen Einrichtung, einer wissenschaftlichen

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Open Access in Kunst- und Museumsbibliotheken

Open Access in Kunst- und Museumsbibliotheken

Forschungsergebnissen zu verbessern. Dadurch werden wissenschaftlich Arbeitende in ihren Forschungs- und Publikationsprozessen unterstützt und der Nutzen öffentlich geförderter Forschung maximiert. [Institutsname] als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bekennt sich zu Open Access. Es folgt damit der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ und der „Leitlinie zu Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft“.

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Wissenschaftliche Arbeit und Open Access

Wissenschaftliche Arbeit und Open Access

Auch wenn die OA-Bewegung noch relativ neu ist, ist es möglich, einige Prinzipien und Handlungsrahmen festzulegen. Von mehreren Treffen, die ab dem Jahre 2000 zur Stabilisierung der grundsätzlichen Vorstellung des Open Access stattfanden, lässt sich die Kernaussage der Berliner Deklaration (2003) zitieren: Sie forderte das »freie, weltweite Zugangsrecht zu Veröffentlichungen« und »die Erlaubnis, jedes beliebige digitale Medium für jeden verantwortbaren Zweck zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu übertragen und öffentlich wiederzugeben, sowie Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbrei- ten, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird«. Diese Aussage reflektiert nicht nur die Intuition, dass die gegenwärtige Landschaft die Kommunikationsbedürf- nisse der Forschungsgemeinschaft nicht adäquat erfüllt. Sie markiert auch einen möglichen Rahmen, innerhalb dessen die kommerziellen Restriktionen weniger Bedeu- tung haben als das allgemeine, öffentliche Wohl.
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Open Access: Soziologische Aspekte

Open Access: Soziologische Aspekte

Ähnlich kann man die Forderung nach Open Access mit verschiedenen Demo- kratiekonzepten untermauern: Wenn De- mokratie kein in Verwaltungsrichtlinien und Wahlrecht geronnenes, abstraktes Konzept sein soll, dann benötigt sie prak- tische Realisierung in der Gesellschaft: In einer offenen Demokratie verläuft die po- litische Willensbildung von unten nach oben, dazu ist Öffentlichkeit notwendig, die wiederum eine pluralistische Mei- nungsbildung ermöglicht. Eine pluralisti- sche Meinungsbildung fußt aber auf der möglichst uneingeschränkten Zugäng- lichkeit und Öffentlichkeit der Informatio- nen. Derartige Demokratieprinzipien ge- hören in den Bereich der partizipativen Demokratie: Sie gehen davon aus, dass nur intensive Beteiligung und umfas- sende Informiertheit praktische Demokra- tie ermöglichen. Zentral ist ein offener Diskurs möglichst aller Bürger über mög- lichst alle politischen Themen, um ratio- nale Entscheidungen und Regieren durch Mitwirken zu erreichen. Aus solchen Überlegungen leiten sich auch Grund- rechte wie Versammlungs- und Presse- freiheit ab. Sozialwissenschaftlich ausfor- muliert werden diese Überlegungen zum Beispiel durch Jürgen Habermas in sei- nem Werk „Theorie des kommunikativen Handelns“ (Habermas 1981).
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Open Access im rechtswissenschaftlichen Verlag

Open Access im rechtswissenschaftlichen Verlag

Open Access und Wissenschaftskommunikation Open Access ist die konsequente und jedenfalls auf lange Sicht unverzichtbare Weiterentwicklung der klassischen Form der Wissenschaftskommunikation auch in den Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Der Aktualitätsdruck mag nicht ganz so hoch sein, wie im STM-Bereich. Grundsätzlich besteht aber auch hier der Bedarf nach möglichst freiem Zugang zu Forschungsergebnissen, um auf diesen Er- gebnissen aufzubauen und sie in Zusammenhängen zu nutzen, die mit dem ur- sprünglichen Gegenstand der Forschung nichts oder nur am Rande zu tun haben. Ziel einer Transformation in Richtung Open Access sollte sein, die Kompetenz der bisherigen Partner des Wissenschaftssystems zu nutzen. Die Rolle der AutorInnen bleibt im Wesentlichen unverändert. Professionelle Verlage spielen eine wesentliche Rolle dabei, sicherzustellen, dass Open Access Publikationen denselben Qualitäts- kriterien genügen, die auch für gedruckte Veröffentlichungen gelten, und dass sie mindestens im gleichen Maße gut auffindbar und sichtbar sind. Sie müssen daher B.
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Grundlagen und Rechtliches zu Open Access

Grundlagen und Rechtliches zu Open Access

APC = “perverse incentives for lax quality control” Grundlagen und Rechtliches zu Open Access, Prof. Dr. Daniel Hürlimann 9 portfolios of subscription journals that have become open-access journals. [...] The financial transaction would then no longer be between the author and the editor or journal, removing any concerns about perverse incentives for lax quality control.” ( https://doi.org/10.1038/d41586-019-02547-y )

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