Nach oben pdf Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften

Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften

Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften

Auf welcher Plattform für welches Publikum und dank welcher Finanzierung sollen welche Inhalte unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen ins Netz gestellt werden? Diese und andere Fragen rund um Open Access stellen sich nun auch immer mehr in den Geisteswissenschaften. Insbesondere besteht Unsicherheit in Bezug auf die Lizenzen, unter denen der Content aus dem Kultur- und Forschungsbereich zugänglich gemacht werden sollte. Daher war das Interesse an der vom Münchner Zentrum für digitale Geisteswissenschaften und dem Arbeitskreis für digitale Geistes- und Sozialwissenschaften organisierten Tagung „Offene Lizenzen in den Digitalen Geis- teswissenschaften“ groß. Rund 50 Forschende und Lehrende aus wissenschaftlichen Instituten und Fakultäten sowie in der Bibliotheks-, Archiv- und Museumswelt Tätige tauschten sich am 27. und 28. April 2015 in den Räumlichkeiten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften über die neuen Herausforderungen des Digitalen aus.
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Lizenzauswahlwerkzeuge für die digitalen Geisteswissenschaften

Lizenzauswahlwerkzeuge für die digitalen Geisteswissenschaften

Bei der Wahl einer Lizenz ist darauf zu achten, dass die Lizenzen, die für Software geeignet sind, nicht gleichermaßen für Daten geeignet sind und umgekehrt. Darüber hinaus sind nicht alle öffentlichen Lizenzen „frei“, da einige Lizenzen beispielsweise nicht den Anforderungen für das Open Access / Open Data / Open Source Label genügen.

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Anzeige von Barcamp Data Literacy: Datenkompetenzen in den digitalen Geisteswissenschaften vermitteln

Anzeige von Barcamp Data Literacy: Datenkompetenzen in den digitalen Geisteswissenschaften vermitteln

verantwortungsvolle und möglichst offene Umgang mit Forschungsdaten auf Basis von Datenkompetenzen ist laut der DFG der Schlüssel für die Sicherstellung von For- schungsqualität und -exzellenz. Die zunehmende allgemeine Aufmerksamkeit für Da- ta Literacy manifestiert sich jedoch in den einzelnen Disziplinen unterschiedlich. In geisteswissenschaftlichen Studiengängen und im Forschungsalltag ist dieses Thema noch nicht umfassend angekommen, u. a. wegen grundsätzlicher Akzeptanzprobleme des Forschungsdatenmanagements sowie (gefühlt) fehlender Kompetenzen. 3 Diesen

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Bericht zum Workshop "GeoHumanities: Karten, Daten, Texte in den Digitalen Geisteswissenschaften"

Bericht zum Workshop "GeoHumanities: Karten, Daten, Texte in den Digitalen Geisteswissenschaften"

Daten im CSV- und KML-Format exportiert werden können. Außerdem ist es möglich, selbst erstellte Sprachkarten über Permalinks zu teilen oder als Bilder für Publikationszwecke zu speichern. Daran schloss sich die Frage nach den Rechten an diesen Karten, die auf Basis der Datengrundlage des Projektes erstellt werden können an: Die Rechte seien frei für wissen- schaftliche Zwecke – allerdings werden die Rechte für jeden Fall gesondert herausgegeben. Rechte für die im System zu findenden Karten etc. würden von den Rechteinhabern im Ein- zelfall eingeholt werden und teilweise Lizenzen erworben werden.
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Creative-Commons-Lizenzen im Kontext von Open Content

Creative-Commons-Lizenzen im Kontext von Open Content

• CC-Lizenzen sind generische Lizenzen, die für Musik, Filme, Texte, Bilder und alle anderen schöpferischen Kreationen verwendet werden können (Ausnahme: Software) • jede Lizenz ist weltweit einsetzbar und gilt so lange, wie der Schutz des Urheberrechts andauert

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Zum Potential von E-Learning in den Geisteswissenschaften

Zum Potential von E-Learning in den Geisteswissenschaften

Beide Lehrformen weisen in den Geisteswissenschaften ein lange Tradition auf und werden den eingangs gestellten Ausbildungszielen in adäquater Weise ge- recht. Somit stellt sich nun die Frage, inwieweit Konzepte des E-Learning hier sinnvoll integriert werden können. Eine Klärung des Begriffs „E-Learning“ scheint müßig, denn zu viele konkurrierende Definitionen sind derzeit in Umlauf (Baumgartner, Häfele & Maier-Häfele, 2002, S. 13–19). Wir wollen „E-Learning“ daher global als jede Lehr- und Lernform ansehen, die den Computer als ver- mittelnden Träger von Inhalten und zur Förderung von Fähigkeiten einsetzt. Somit fallen unter „E-Learning“ sämtliche ausgereiften Formen des CBT (Computer Based Training), des WBT (Web Based Training) und der virtuellen Ver- anstaltungen. Daneben beinhaltet „E-Learning“ aber auch die an den Hochschulen häufig vertretenen unterstützenden Elemente wie elektronische Datenablage, Be- reitstellung einzelner multimedialer Module sowie die Einrichtung diskussions- fördernder Elemente wie elektronische Foren und dergleichen. Im Hinblick auf die Geisteswissenschaften wurde in der Vergangenheit der Versuch unternommen, nahezu all diese Formen zu übertragen – wenn auch nicht in großem Maße, so doch wenigstens punktuell. Als Beispiele für entsprechend umfangreiche Um- setzung des E-Learning sollen hier exemplarisch zwei Projekte angeführt werden:
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Nutzung des Internets in den Geisteswissenschaften und der Kulturvermittlung

Nutzung des Internets in den Geisteswissenschaften und der Kulturvermittlung

Der gesteigerte Medieneinsatz verändert den organisatorischen Rahmen des Wis- senschaftsbetriebs. Die Veränderungen schaffen völlig neue Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche Kommunikation, Organisation und Präsentation. Die wissenschaftliche Infrastruktur wird zunehmend durch den Zugang zum Internet geprägt. Es entstehen neue Formen interinstitutioneller Zusammenarbeit. Der tra- ditionelle Tätigkeitsbereich der Geisteswissenschaften verlagert sich zunehmend an den Ort, an dem man diesen Zugang erhält. Lokale Institutionen wie Bibliothe- ken und Archive verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung. Zunehmend ist zu er- kennen, dass die Grenzen der einzelnen Wissenschaftsbereiche verschwimmen. Diese Schwierigkeit einer treffsicheren Einordnung der diversen Dienstleistungen in die tradierten Kategorien Kommunikation, Information und Publikation ist ein Zeichen für einen strukturellen Wandel in der wissenschaftlichen Kommunikati- on. Was früher streng und klar in eigenen Gebieten voneinander abgegrenzt war, zeigt sich nun in hybriden Formen. So wandeln sich beispielsweise die elektroni- schen Fachzeitschriften von einem traditionellen Medium der Publikation und Distribution zu einem Forum der wissenschaftlichen Kommunikation. Folgende Tabelle soll diesen Prozess des Wandels im Wissenschaftsbetrieb veranschauli- chen:
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Lizenzen – Open Educational Resources (OER): Impulsvortrag

Lizenzen – Open Educational Resources (OER): Impulsvortrag

Namensnennung – nur nicht-kommerzielle Nutzung (Achtung: problematisch für Privatschulen; nicht für Wikipedia nutzbar). Namensnennung – nur nicht-kommerzielle Nutzung – Weitergabe unter[r]

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Offene Bildungsressourcen - offene Bildungszugänge? Chancen und Herausforderungen

Offene Bildungsressourcen - offene Bildungszugänge? Chancen und Herausforderungen

Im Zusammenhang mit dieser Herausforderung stellt sich auch die Frage, welche konkreten Kompetenzen Lehrende und Lernende benötigen, um maximal von offenen Bildungsressourcen zu profitieren. Jedoch bleibt der Ljubljana OER Action Plan auch hier eine Antwort schuldig. Dass ein Einsatz von OER in digitalen Formaten keine Option für Lehrende und Lernende mit geringer Medienkompetenz ist, scheint naheliegend. Andererseits können OER auch analoge Formate umfassen. Ob hier zum Beispiel Blended-Learning-Formate als Brücke fungieren kön- nen, muss sich im praktischen Einsatz noch erweisen und sollte idealerweise wissenschaftlich fundiert begleitet und evaluiert werden. Eine aktuelle Studie aus der Schweiz bescheinigt jedenfalls einen wach- senden Trend zu Blended-Learning-Angeboten (siehe Sgier/Haberzeth/Schüepp 2018).
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Offene Universitäten, offene Gesellschaften. Gekürzter Nachdruck

Offene Universitäten, offene Gesellschaften. Gekürzter Nachdruck

Die Gleichung „offene Universitäten, offene Gesellschaften“ lässt es mit der Kommasetzung bewusst offen, wie sich die beiden Elemente zueinander verhalten. Eine simple Kausa- lität ist auf jeden Fall auszuschließen: Offene Universitäten bewerkstelligen nicht notwendigerweise offene Gesellschaf- ten – sie können allenfalls dazu beitragen, dass Gesellschaf- ten offener werden. Als Diskursräume und Experimentier- felder sind Universitäten in gewissen Hinsichten traditionell offener als die Gesellschaften, in welchen sie sich befinden – das konnte hingenommen werden, weil Universitäten in getrennten sozialen Räumen lebten. Die inzwischen altmo- dische Phrase town and gown (Stadt und Talar) ist somit als Gegensatz zu deuten. An sich müssten offene Gesellschaften eigentlich offene Universitäten hervorbringen – aber nur, wenn diese sich von der Gesellschaft nicht abkapseln bzw. wenn sie die Herausforderungen der Zeit, in welcher sie sich befinden, verkennen und sich von manchen liebgewonnenen Selbstverständlichkeiten nicht lösen können.
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Geisteswissenschaften – Religion und Gewalt

Geisteswissenschaften – Religion und Gewalt

der Sexualität um der Prokreation willen sowie die maßgeblich von Jesus vertretene Vorbildhaftigkeit, ja Heiligkeit der Kinder; andererseits das Bluttabu, das jedwede Sexualität ink[r]

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Über das gegenwärtige Selbstbewußtsein der Geisteswissenschaften

Über das gegenwärtige Selbstbewußtsein der Geisteswissenschaften

S ELBSTBEWUßTSEIN - 27 - _________________________________________________ 'kulturellen Produkte', für die Nachfrage besteht, keine Geschichten, sondern Wissen, keine Funktionselite, sondern gebildete Subjekte, die im Übertritt in die außeruniversitäre Gesellschaft zumeist nachsozialisiert werden müssen. Das kann auch so bleiben, wenn es als Chance genutzt wird. Zumeist aber ist ein Professor der Literatur ein falscher Herr, der sich und andere darüber täuscht. Er hat das Bewußtsein des Falschen, Angemaßten, Unselbständigen und auch Hochstaplerischen - mit der eingebauten Angst, entlarvt und erwischt zu werden. Das hängt auch damit zusammen, daß die Geisteswissenschaften nicht unmittelbar Dinge und Praktiken bearbeiten, sondern sich nur vermittelt über die Texte anderer, die ihrerseits nicht praktisch, sondern symbolisch arbeiten, auf Realität beziehen. Diese Unselbständigkeit und Abhängigkeit werden die Geisteswissenschaften nicht los.
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Glanz und Elend der Geisteswissenschaften

Glanz und Elend der Geisteswissenschaften

Mit ihrer Orientierungsrolle ist es nicht weit her, und mit ihrer Selbständigkeit auch nicht. Modernisierung ist die Kunst der anderen, nicht die eigene Kunst. Zugleich diffundiert das, was die Geisteswissenschaften leisten sollen, in die Bereiche des allgemeinen Kulturbetriebs: Die geisteswissenschaftliche Fa- kultät wird zum Konkurrenten oder guten Nachbarn des Thea- ters, des Feuilletons, der Belletristik; sie gerät, ihrer Funktion nach, in die Nähe von Courths-Mahler und "Reader's Digest". Der Artist wird wieder entdeckt oder der Virtuose; nur sind die auch in einer philosophischen oder geisteswissenschaftli- chen Fakultät heute recht selten geworden. Die Geisteswissen- schaften drohen zu Entspannungswissenschaften zu werden, zu Teilen eines Kulturbetriebs, der keine wissenschaftlichen Probleme löst - was die Geisteswissenschaften schließlich tun sollten, wenn sie ihren Platz im System der Wissenschaften bewahren wollen -, sondern von diesen gerade ablenkt, andere Wirklichkeiten ins Auge faßt, unterhält, entlastet, eben gegen- über dem Innovationsdruck der erfolgreichen Natur- und Technikwissenschaften, selbst auf die Ausübung eines solchen Druckes verzichtend, 'kompensiert'.
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Forschungsdatenmanagement in den Geisteswissenschaften an der Universität zu Köln

Forschungsdatenmanagement in den Geisteswissenschaften an der Universität zu Köln

Der Standort Köln gehört zu den frühen Akteuren auf dem Gebiet der digitalen Methoden in den Geisteswissenschaften und hat prägend an der Etablierung der Digital Humanities in Deutschland mitgewirkt. Stellvertretend seien hier die Gründung der komplementären Lehrstühle für Sprachli- che Informationsverarbeitung und Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung in den 1990er Jahren an der Philosophischen Fakultät genannt. Hinzu kommen Entwicklungen wie die der Objektdatenbank Arachne am CodArchLab, der kunsthistorischen Bilddatenbank prometheus oder dem Fachportal historicum.net seit Ende der 1990er bzw. Beginn der 2000er Jahre. 11 Die Phi-
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Editorial - Natur- und/versus Geisteswissenschaften

Editorial - Natur- und/versus Geisteswissenschaften

Da aber auch Wilson (noch?) kein Rezept zur Hand hat, auch wenn er sich die Possierlichkeit erlaubt zu glauben, diesmal liege »die Lösung des Problems schon in greifba- rer Nähe«, haben [r]

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Wissenschaftskommunikation auf Twitter? : eine Chance für die Geisteswissenschaften!

Wissenschaftskommunikation auf Twitter? : eine Chance für die Geisteswissenschaften!

2. Austausch suchen und genießen. Twitter ist für den Austausch bestens geeignet: Wer Fragen stellt, erhält Ant- worten, wer Thesen bietet, wird mit Gegenargumenten auf die Probe gestellt werden, wer Material liefert, wird noch mehr bekommen. Wer Twitter dagegen ausschließlich als ›Lautsprecher‹ für das Verkünden von Ergebnissen und Erfol- gen benutzen möchte, wer nicht vorhat, überhaupt zu interagieren und auf wiss- begierige, neugierige Nachfragen zu antworten, verschenkt das zentrale Potenzial dieser Plattform. Eine Agenda-orientierte Wissenschaftskommunikation wird daher nicht allein eigene Beiträge und Leistungen vorzeigen, sondern einen breiteren Kommunikationsraum mitgestalten. In Bezug auf die Reichweite be- deutet das, dass man sowohl Menschen im Blick haben sollte, mit denen man bestimmte Themenschwerpunkte teilt, als auch solche, die affine Kooperations- partner*innen sind für grundsätzlichere Anliegen der Wissenschaftskommuni- kation im Bereich Geisteswissenschaften. Interaktion bedeutet dabei nicht, dass man auf jede Reply antworten und sich mit jedem Account unterhalten müsste. Niemand hat ein Recht auf Antworten. Gerade bei kontroversen Themen und ganzen Forschungsfeldern wie den Gender Studies ist das auch keinesfalls zu empfehlen. Das Ziel erfolgreicher Kommunikation sollte nur nicht ausschließlich senderorientiert, sondern stärker dialogbezogen gedacht werden. Dann kann der Austausch mit anderen über die eigenen Themen lehrreich und erfreulich für alle Beteiligten sein. Zugleich gilt: Im Unterschied zum ›Verkündigen‹ kostet Aus-
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Standardisierte Zeichen : ein Paradigmenwechsel in den Geisteswissenschaften

Standardisierte Zeichen : ein Paradigmenwechsel in den Geisteswissenschaften

Trennung unmöglich ist, so lässt sich doch eine Grundpolarität zwischen den Geistes- und den Naturwissenschaften festhalten. Zwischen ihnen werden Übergänge möglich, aus denen Mischformen entstehen können. In diesem Spannungsfeld ist der Computer in seiner Funktionalität in den Blick zu bringen. Denn der Computer – verstanden als Rechenmaschine – zeigt sich zwar in seiner natürlichen Verwandtschaft zum Paradigma der Naturwissenschaften, indem er selbst grundlegend auf Berechenbarkeit basiert. Insofern er aber ein Medium für Zeichen unterschiedlichster Natur ist, zeigt sich seine Eignung auch für die Geisteswissenschaften. Mehr noch: Im Computer liegt eine Fusion von Zahl und Zeichen vor, die einen ungeheuren Transformationssog für unser Selbst- und Weltverständnis zur Folge hat, weil der Computer unseren Umgang mit kulturellem Erbe und mit Wirklichkeit tiefgreifend ändert. Ein zentrales Schlagwort ist in die- sem Zusammenhang die Digitalisierung, die unseren gesamten Alltag betrifft und insbeson- dere auch die geisteswissenschaftliche Forschung verändert, die hier zum Gegenstand ge- macht werden soll.
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Forschungsdatenmanagement in den Geisteswissenschaften an der Universität zu Köln

Forschungsdatenmanagement in den Geisteswissenschaften an der Universität zu Köln

Eine digitale Plattform für das Arbeiten mit Altindischen Texten Bietet Originaltext der Rigveda,. Übersetzungen und morphologische Formen[r]

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Kreativität in den Geisteswissenschaften: organisationssoziologische Überlegungen

Kreativität in den Geisteswissenschaften: organisationssoziologische Überlegungen

Wenn man als Soziologe über (geistes)wissenschaftliche Kreativität nachdenkt, so muss man sich zuallererst über die Faktoren klar werden, die den größten Einfluss auf die Kreativität in den Geisteswissenschaften ausüben dürften. Aus soziologischer Perspektive kommt es natürlich primär auf die Organisation der wissenschaftlichen Arbeit an, weniger auf den individuellen kreativen Genius. Jeder (organisations-) soziologische Zugang zu wissenschaftlicher Kreativität erschiene irrelevant, verstünde man „wahre“ Kreativität als etwas vollkommen unvorhersehbar Neues, das man dem genialen Einzelnen zuschreibt. Solche Vorstellungen könnten nicht erklären, warum bestimmte Denker, Begabung unterstellt, neue Probleme aufstellen und lösen, bisher Unerkanntes erkennen und verstehen, schließlich Einfluss auf das Denken anderer gewinnen können, während anderen mit vielleicht ähnlichen Grundbegabungen keine solchen Erfolge beschieden sind. An dieser Stelle kommt dann die originär soziologische Hypothese ins Spiel, dass die unterschiedliche Verteilung von Kreativität unter Wissenschaftlern auch und gerade etwas mit Unterschieden in der Wissenschaftsorganisation bzw. einer unterschiedlichen Einbettung der Wissenschaftler zu tun haben könnte.
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Über den Nutzen naturwissenschaftlicher Denkmodelle für die Geisteswissenschaften

Über den Nutzen naturwissenschaftlicher Denkmodelle für die Geisteswissenschaften

Im folgenden will ich zwei Denkmodelle betrachten, die in den Naturwissenschaften gleichfalls stark gewirkt haben und immer noch wirken, aber weniger unumstritten sind. Sie sind nicht auf die Geisteswissenschaften übertragen worden. In den letzten Jahren gibt es jedoch vermehrt Versuche in diese Richtung, getragen nicht zuletzt von der Vorstellung, wichtige, aber bislang eher spekulativ behandelte Fragen endlich einer Analyse zuzu- führen, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

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