Nach oben pdf Klimawandel global und in Deutschland : Fakten der Vergangenheit und Szenarien der Zukunft

Klimawandel global und in Deutschland : Fakten der Vergangenheit und Szenarien der Zukunft

Klimawandel global und in Deutschland : Fakten der Vergangenheit und Szenarien der Zukunft

Allerdings läuft der globale Klimawandel räumlich und jahreszeitlich sehr unterschiedlich ab, so dass trotz „globaler Erwärmung“ auch regionale Abkühlungen beobachtet werden. Beim Niederschlag haben wir es generell mit Umverteilungen zu tun. Exemplarisch seien eine Zunahme in Skandinavien und eine Abnahme in der Mittelmeerregion erwähnt. Für Deutschland sind in Tab. 1 die Trends der bodennahen Lufttemperatur und des Niederschlags 1901-2000 bzw. 1951-2000 jahreszeitlich und jährlich zusammengestellt. Dabei ist säkular eine in allen Jahreszeiten nahezu einheitliche Erwärmung erkennbar, die mit einem Jahrestrendwert von 1 °C etwas über dem globalen Mittel liegt. In den letzten Jahrzehnten hat sich insbesondere die winterliche Erwärmung verstärkt, verbunden mit einem sich ebenfalls verstärkenden Niederschlagsanstieg. Ähnliches gilt für Frühling und Herbst, während im Sommer die Niederschläge beschleunigt zurückgehen. Jedoch gibt es selbst innerhalb einer so kleinen Region wie Deutschland markante Unterschiede, insbesondere beim Niederschlag. So ist der winterliche Niederschlagsanstieg vor allem auf die westlichen und südlichen Landesteile konzentriert, der sommerliche Rückgang auf die östlichen.
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Die Zukunft der Eisenbahn in Deutschland: Szenarien für das Jahr 2040

Die Zukunft der Eisenbahn in Deutschland: Szenarien für das Jahr 2040

Szenarien für die Eisenbahn in Deutschland im Jahr 2040 Diese Mobilitätskonzepte werden nicht nur innerstädtisch und in urbanen oder subur- banen Regionen, sondern auf Grund ihrer Flexibilität und wirtschaftlichen Vorteile auch im ländlichen Raum angeboten. Dies hatte zur Folge, dass der SPNV im ländlichen Raum eingestellt wurde, weswegen die Zuggattungen Regionalbahn und Regionalex- press der Vergangenheit angehören. Die Eisenbahn konzentriert sich nur noch auf ein wirtschaftlich zu betreibendes Schrumpfnetz – dies allerdings mit Erfolg. Von dem Ver- lust der Eisenbahn in der Fläche sind urbane Verkehrssysteme wie U- oder S-Bahnen nicht betroffen. Das Streckennetz ist in Städten sogar punktuell erweitert worden. Die größte Innovation brachte aber der inzwischen vollautomatisierte Verkehr aller Linien. Der enorme Wandel der Eisenbahn zeigt seine Folgen besonders in der Infrastruktur. Das auf ein Kernnetz zusammengeschrumpfte Eisenbahnnetz verbindet neben den urbanen Räumen nur noch Großstädte mit einer Einwohner_innenzahl von über 200 000 Bewohner_innen. Städte wie Oldenburg, Stralsund, Bamberg oder Passau wurden dadurch abgehängt, was sich negativ auf deren Einwohner_innenzahlen aus- wirkt und in Metropolen zu einem noch rasanteren Anstieg der Bewohner_innen führt. Auch wenn grundsätzlich die Förderung der Schiene zurückgegangen ist, so ist die Qualität im Fernverkehr heute auf vergleichsweise hohem Niveau. Dies liegt mitunter daran, dass der Verkehrsmarkt generell liberalisiert ist und viele Verkehrsunternehmen um die wenig verbliebenen Strecken konkurrieren. Um die Verkehrsleistung erbringen zu dürfen, müssen sie bessere Qualität und günstigere Preise als die Konkurrenz of- ferieren. Zudem wurde das System Bahn grundsätzlich vereinfacht und erinnert heute stark an U-Bahn-Konzepte, weswegen oftmals auch von einer „U-Bahnisierung“ ge- sprochen wird: Die Fernverkehrszüge verkehren vollautomatisiert im Pendelverkehr auf isolierten kreuzungsfreien und eingezäunten zweigleisigen Strecken zwischen zwei Metropolen (z. B. Berlin – Hamburg oder Berlin – Frankfurt). Dabei werden in der Regel Großstädte, die an der Strecke liegen, bedient, aber es gibt keine Abweichun- gen von den starren Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Dies führt zwar insgesamt bei lan- gen Fahrten zu mehr Umsteigevorgänge, jedoch konnte so die Systemstabilität im Ver- gleich zu früher mit vielen Weichen und im Mischverkehr mit Güter- und Regionalver- kehr deutlich erhöht werden. Die Züge verkehren auf artreinen Personenverkehrsstre- cken ohne Güterverkehr. Zudem verkehren die Züge im Vergleich zu früher viel öfter und in kleineren Garnituren, um flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren zu kön- nen. Grundsätzlich verkehren die Pendelzüge im 15-Minuten-Takt mit den gleichen Geschwindigkeiten, weswegen im System keine Überholmöglichkeiten vorgesehen und eingebaut sind.
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Szenarien einer nachhaltigen Kraftwerksentwicklung in Deutschland

Szenarien einer nachhaltigen Kraftwerksentwicklung in Deutschland

3.3 Notwendigkeit einer Anpassung der Erzeugungsstruktur Da die Zusammensetzung eines Kraftwerksparks nur sehr langsam geändert werden kann, beeinflussen die vorhandenen Kapazitäten die CO 2 -Emissionen für viele Jahre. Der deutsche Kraftwerkspark ist dabei noch immer geprägt von der Zeit der Gebietsmonopole des 20. Jahrhunderts, als erhebliche Überkapazitäten aufgebaut wurden. Etwa seit Beginn dieses Jahrzehnts lässt sich jedoch beobachten, dass die im Jahr 1998 eingeführte Marktliberalisie- rung, einhergehend mit der Auflösung der Gebietsmonopole, sowie der dynamische Zubau erneuerbarer Energien den Wettbewerb auf der Stromerzeugungsebene verschärfen. Inzwi- schen ist Strom auf der Großhandelsebene so günstig, dass Steinkohlekraftwerke an der Grenze der Wirtschaftlichkeit betrieben werden. Die Situation hat sich mit dem Jahr 2013 verschärft, da die Stromversorger seit diesem Jahr die Emissionszertifikate des EU- Emissionshandels komplett ersteigern müssen. Einstige Mitnahmeeffekte (engl. „windfall profits“), die in der jüngeren Vergangenheit eine Stütze für die Energieversorgungsunter- nehmen waren, fallen seitdem aus und machen wirtschaftlich bedingte Stilllegungen von Steinkohlekraftwerken in der nahen Zukunft wahrscheinlicher.
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Der Klimawandel in Vergangenheit und Zukunft.

Der Klimawandel in Vergangenheit und Zukunft.

nicht nur ersichtlich, dass die ver- schiedenen Szenarien zu unterschied- lichen Erwartungen des Anstiegs der Globaltemperatur in der Zukunft füh- ren, sondern auch, dass die verschie- denen Modelle wegen ihrer intern un- terschiedlichen Prozessbehandlung (insbesondere hinsichtlich der Wol- ken und Aerosole) sogar bei iden- tischen Szenarien in ihren Ergebnissen streuen. Insgesamt ergibt sich bei der hier gezeigten Auswahl von Szenari- en, dass mit einer Erhöhung der global gemittelten bodennahen Lufttempera- tur zwischen 1,1 °C und 6,4 °C bis 2100 zu rechnen ist (IPCC 2007). Zu diesen quantitativen Unsicherheiten kommen noch die der regionalen Strukturen des anthropogenen Klimawandels, obwohl sich darin einige Ähnlichkeiten mit den bereits eingetretenen Trends erkennen lassen (IPCC 2007; Schönwiese 2003). Ob sich dieser Klimawandel auch auf die Extremereignisse auswirken wird, ist zwar ebenfalls unsicher, aber im Prinzip durchaus wahrscheinlich. Relativ klar ist, dass vielerorts extreme Kälte seltener und extreme Hitze häu- fi ger wird. So lassen regionale Modell- rechnungen und empirische Analysen ein häufi geres Eintreten von Hitze- Dürre-Sommern erwarten. Die bishe- rigen Temperaturrekorde könnten da- bei sogar noch übertroffen werden. Beim Niederschlag könnten sowohl extrem viel (Überschwemmungen) als auch extrem wenig (Dürren) häufi ger werden (IPCC 2007), was für die Ver-
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Emissionsvermeidung oder Anpassung an den Klimawandel: Welche Zukunft hat die Klimapolitik?

Emissionsvermeidung oder Anpassung an den Klimawandel: Welche Zukunft hat die Klimapolitik?

Forderungen nach internationalen Ausgleichszahlungen, denen sich die reicheren Länder nicht entziehen können. So wurde auf den Klimakonferenzen in Kopenhagen 2010 und in Cancun 2011 die Einrichtung eines »Green Climate Fund« auf den Weg gebracht, zu dessen zen- tralen Aufgaben es gehört, Entwicklungsländer bei Maß- nahmen zur Anpassung an den Klimawandel zusätzlich zu unterstützen und der ab 2020 ein jährliches Volumen von 100 Mrd. US-Dollar aufweisen soll. Mit der Einrich- tung derart großzügig ausgestatteter Transfermechanis- men einher geht die Gefahr einer finanziellen Überfor- derung der Industriestaaten, die speziell für Deutschland dadurch noch verschärft wird, dass innerhalb der EU auch entsprechende Zahlungen zugunsten südlicher Mit- gliedsländer anfallen können. Durch den Klimawandel wird der Solidargedanke zwischen verschiedenen Län- dern zusätzlich strapaziert, was zu einem erhöhten Span- nungspotential in den internationalen Beziehungen bei- trägt. Die EU-Staaten sind gut beraten, sich nicht vor- schnell und einseitig auf hohe internationale Zahlungen zur Finanzierung von Anpassungsaktivitäten in anderen Ländern festlegen zu lassen. Stattdessen müssen sie darauf achten, dass private Mittel aus den Industrielän- dern aktiviert und die prosperierenden Schwellenländer mit in die Pflicht genommen werden. Auf ihr Recht zur wirtschaftlichen Konvergenz können diese sich bei der Kofinanzierung von Anpassungsmaßnahmen weniger berufen als bei der Emissionsvermeidung. Wenn auf die- se Weise die finanzielle Belastung vor allem Chinas er- höht werden kann, wächst – als positiver Nebeneffekt – auch dessen Eigeninteresse an Abkommen zur Vermei- dung von Emissionen.
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Emissionsvermeidung oder Anpassung an  den Klimawandel: Welche Zukunft hat die Klimapolitik?

Emissionsvermeidung oder Anpassung an den Klimawandel: Welche Zukunft hat die Klimapolitik?

Mit Cancún kann die globale Klimapolitik auf ein weiteres internationales Treffen zurückblicken, bei dem das Ziel ei- ner effektiven internationalen Klimavereinbarung nicht er- reicht wurde. Dies ist besonders enttäuschend für Europa und noch mehr für Deutschland, weil das Thema dort be- achtliches Medieninteresse findet und die Verhandlungspart- ner aus Deutschland und der Europäischen Union mit be- sonderem Nachdruck für das Zustandekommen einer Kli- mavereinbarung eingetreten sind. Die große Zahl von erfolg- losen Anläufen weckt Zweifel daran, dass die deutsche bzw. europäische Klimapolitik die richtige Strategie verfolgt. Diese Strategie ist gekennzeichnet durch erhebliche Vorleis- tungen in der Klimapolitik. Zu diesen Vorleistungen gehö- ren unter anderem das EU-weite Handelssystem für CO 2 - Emissionszertifikate, die emissionspolitisch motivierten Steu- ern und Abgaben auf fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Benzin, die massive Subvention der Energieerzeugung im Bereich von Windkraft und Solarenergie, das Energieeffi- zienzgesetz, die EU-Verordnung zur Verminderung der CO 2 - Emissionen von Pkws oder das Verbot von klassischen Glüh- lampen. Dieses Maßnahmenbündel ist nicht selten wegen der fehlenden Abstimmung zwischen den Maßnahmen in die Kritik geraten. Schwerer als die Ineffizienz des Maßnah- menmixes wiegt indes die Frage, ob einseitige Vorleistun- gen in Deutschland oder auf Europäischer Ebene überhaupt einen konstruktiven Beitrag zur Vermeidung der globalen Er- wärmung leisten.
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Klimawandel und Extremereignisse in Deutschland.

Klimawandel und Extremereignisse in Deutschland.

Der im Industriezeitalter eingetretene globale Klimawandel steht mit Recht nicht nur im Blickpunkt des wissenschaftlichen, sondern auch öffentlichen Interesses, weil er sich auf den gesamten ökologischen sowie ökonomisch-sozialen Bereich auswirkt und zumindest in den letzten Jahrzehnten hinsichtlich der Temperatur („Global War- ming“) dabei der Klimafaktor Mensch eine nicht zu übersehende Rolle spielt (IPCC, 2001; Schönwiese, 2003; Grieser et al., 2000). Je nach Klimaelement und Jahreszeit bzw. Monat weist dieser Klimawandel jedoch sehr unterschiedliche zeitlich-räumliche Strukturen auf, so dass neben der globalen Übersicht auch detaillierte regionale Stu- dien auf der Grundlage von Beobachtungen notwendig sind.
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Zukunft aus der Vergangenheit: Elemente der politischen Kultur in Rußland

Zukunft aus der Vergangenheit: Elemente der politischen Kultur in Rußland

Ist imperiale Mentalität eine Angelegenheit der Eliten, die das Volk unberührt läßt, das vollständig vom Überlebenskampf im Alltag in Anspruch genommen ist? Die überwiegende Mehrzahl der Politiker geht offenbar davon aus, daß dies nicht so ist und daß man mit imperialen Ansprüchen und Gesten Popularität und Stimmen gewinnen kann. Für den Rückzug, sei es auf die ethnischen, sei es auf die Grenzen der Rußländischen Föderation, plädieren einzelne. Manche haben ein moralisches Gewicht; zu ihnen gehört Solženicyn. Er hält die Geschichte des Rußländischen Reiches seit dem 17. Jahrhundert für ein Verhängnis. Rußland habe seine Kräfte in der Expansion verausgabt und überschätzt: "Welchen Schaden bedeutet es für die führende Nation im Staat, ein multinationales Imperium zu schaffen", insbesondere "ein so entwickeltes, kulturell hochstehendes und intensives Volk wie das polnische in einem Imperium in der Rolle des Unterworfenen zu halten". Heute müsse Rußland all seine Kräfte auf die innere Entwicklung konzentrieren. "Wir müssen nicht der Welt- Schiedsrichter sein noch um die internationale Führerschaft rivalisieren..." Transkaukasien, Moldova, das Baltikum und um so mehr Zentralasien haben "ihren Weg, der nicht unserer" ist. 1 Gegen eine Restauration und gegen die Kontinuität, für den Rückzug und die Konzentration auf die eigene Nation gibt es auch sonst einzelne Stimmen in der Öffentlichkeit: "Denn die Epoche der nationalen Entwicklung einer jungen Nation hat begonnen, für die es Zeit ist, sich mit ihren eigenen Angelegenheiten zu beschäftigen." 2 Historische Prägungen sind also weder unveränderbar noch ein eindeutiger Wegweiser in die Zukunft. Solženicyn begreift sich als Träger der eigentlichen russischen Tradition und tritt gerade deshalb für den Rückzug auf die ethnischen Grenzen ein. Er ist - obwohl mit Einschränkungen - bereit, auch den Ukrainern ihre Eigenstaatlichkeit zuzuerkennen. Im Plädoyer für den Nationalstaat verbindet sich die Ablehnung der imperialen Periode mit der Anknüpfung an die mittelalterliche Tradition des "Sammelns des russischen Landes".
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Die Zukunft der Energieversorgung: Atomausstieg, Versorgungssicherheit und Klimawandel

Die Zukunft der Energieversorgung: Atomausstieg, Versorgungssicherheit und Klimawandel

Die Versorgung mit Energie ist die Basis unseres Wohl- stands. Eine unbeschränkte Nutzung bisheriger Energie- träger, ob zur Strom- und Wärmeerzeugung oder auch für den Verkehr, trägt aber zugleich wesentlich zum Klimawan- del bei. Der Beschluss, alle deutschen Kernkraftwerke bis 2022 still zu legen und Strom überwiegend aus erneuer- baren Energien zu gewinnen, stellt enorme Herausforde- rungen an Technik und Wirtschaft. Es gilt, die Balance zwi- schen Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz bei hoher Zuverlässigkeit der Energieversorgung und ohne unver- hältnismäßigen Anstieg der Energiepreise zu wahren. Zu dieser Problematik veranstaltete am 24. und 25. Januar 2012 das ifo Institut gemeinsam mit der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ein Rundgespräch mit dem Titel »Die Zukunft der Ener- gieversorgung: Atomausstieg, Versorgungssicherheit und Klimawandel«.
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MOnAMi | Historymarketing als Eventkultur : Vergangenheit, das ommunikationsinstrument der Zukunft?

MOnAMi | Historymarketing als Eventkultur : Vergangenheit, das ommunikationsinstrument der Zukunft?

Das Marketing in Deutschland hat bisher zumeist auf externe Hilfsmittel gesetzt, man nehme nur jene Marketingstrategien, die v.a. prominente Persönlichkeiten, Schauspie- ler, Sportler u.a. eingesetzt haben, um ihre Botschaften zu transportieren. Leider haben diese aber keinerlei Beziehung zum Unternehmen oder zur Einrichtung selbst, es sei denn z.B. ein Fußballer und seine vorangehenden früheren Kollegen werden als Teil oder Verkörperung eines Vereins gesehen und eingesetzt. Die Botschaften, die mit externen „Idolen“ oder Promis gesetzt werden können, haben i.d.R. so gar nichts mit dem Unternehmen oder der Einrichtung selbst zu tun. Eigenes Potential und eigene Stärken treten demgegenüber sogar eher in den Hintergrund. Sollte Historymarketing hier breiter Fuß fassen, dürften diese Marketingstrategien bald der Vergangenheit an- gehören, weil sie weder die Eigenidentifikation im Unternehmen oder der Einrichtung stärken, noch das Image nach außen wirklich verbessern, eben weil sie mit „fremden Federn“ etwas erreichen wollen, was so nicht zu ihnen gehört.
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Europas Zukunft - fünf EU-Szenarien

Europas Zukunft - fünf EU-Szenarien

penden Integrationsprozesses. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass sich die Interessendivergenzen und Verteilungskonflikte im Zuge der EU-Osterweiterung erheblich verschärft haben. Insgesamt wirkt das System EU lethargisch, aber dennoch nicht gelähmt. Trotz ihrer Schwächen zerfällt die Europäische Union nicht. Der Binnenmarkt, das Schengen-Regi- me, die Währungsunion sowie das Bewusstsein, dass der europäische Integrationsprozess dem alten Kon- tinent Frieden und Stabilität beschert hat, halten die Union zusammen. Den Regierungen, Parlamenten und Parteien, aber auch den Bürgern ist bewusst, dass es keine ernsthafte Alternative zur EU gibt. Eine Renationalisierung europäischer Politiken oder die Wiederkehr traditioneller europäischer Mächte- politik in der Abwesenheit eines supranationalen Ordnungssystems sind keine Alternativmodelle für die Zukunft.
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Szenarien für den Produktionsstandort Deutschland

Szenarien für den Produktionsstandort Deutschland

Dic techiiologische Leistungsfnliigkeit Deutschlands weist nach wie vor eine hohe Substanz auf. Allerdings sind die Investitionen im forschungsintensiven Sektor zu schw[r]

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Anzeige von Raumveränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Anzeige von Raumveränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

„über Auswirkungen von Veränderungen im Raum für die Menschen und die Natur so- wie über Gestaltungs- und Verhaltensmöglichkeiten in der Zukunft nachdenken“ (D- EDK, 2016, NMG 8.3e). Letztere Grundanforderung zeigt, dass die Geographiedidaktik neben vernetzendem Denken auch problemlösendes (vgl. Basten, 2013, S. 8–9; Adamina et al., 2013, S. 5; Adamina et al., 2016, S. 9) sowie visionäres Denken schulen will, denn die Kompetenz hat einen Querverweis zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Neben Kompetenzstufen gibt es im Lehrplan 21 auch obligatorische Inhalte; so sind Raumkategorien wie Städte, Agglomerationen, ländliche Gebiete und Berggebiete ver- bindlich (D-EDK, 2016, NMG 8.1). Das bedeutet beispielsweise, dass auch Kinder ohne Bezug zum Berggebiet Wissen dazu aufbauen sollen und ihre Lehrpersonen entspre- chend kompetent sein sollten.
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Der väterliche Bücherschrank - über Vergangenheit und Zukunft der Bildung

Der väterliche Bücherschrank - über Vergangenheit und Zukunft der Bildung

Diese Fragen nach der Bedeutung von Bildung in der Zukunft sind nicht unabhän- gig von der Frage zu beantworten, welche Metamorphose diese mit Eintritt ins 21. Jahr- hundert erfahren wird. Um die zukünftige Gestalt der Bildung näher zu bestimmen, möchte ich sie von zwei Modellen von Bildung absetzen, die kurz vor Ende des letzten Millenniums vorgestellt wurden. Das erste Modell stammt von Dietrich Schwanitz (1999) und versteht Bildung als Konversationskultur. Im Anschluss an höfische und aristokratische Traditionen der Geselligkeit durch Konversation definiert Schwanitz Bil- dung als ein Allgemeinwissen, über das man verfügen und sprechen können muss, um in der Gesellschaft Anerkennung zu gewinnen und im Beruf Erfolg zu haben. Bildung im Sinne dieser Fähigkeit des Mitredenkönnens wird von Schwanitz zur Schlüsselkom- petenz des sozialen Menschen erklärt. Dieses verbindliche Wissen eines bestimmten Kulturkreises muss man nicht aus erster Hand kennen; es genügt, es sich in abstracts und kondensierter Form einzuverleiben. „Alles, was man wissen muß“ heißt das Buch von Schwanitz im Untertitel, das einen crash course für die Einübung in dieses sozial re- levante Wissen anbietet. Man muss nicht alles selbst gelesen und zu den Themen nicht unbedingt eine eigene Meinung haben, wenn man nur weiß, wovon die Rede ist, wenn man elegant zu parlieren versteht und sich keine Blöße gibt.
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Die ukrainische Armee: Hypotheken der Vergangenheit, Perspektiven der Zukunft

Die ukrainische Armee: Hypotheken der Vergangenheit, Perspektiven der Zukunft

Unzureichende soziale Absicherung für die ehemaligen Offiziere und berufliche Perspektivlosigkeit im zivilen Leben verunsichern zusätzlich viele Offiziere [r]

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Die Zukunft der bezahlten und unbezahlten Arbeit : drei Szenarien

Die Zukunft der bezahlten und unbezahlten Arbeit : drei Szenarien

Harrod ( 1939) hat die Summe aus den Wachstumsraten der Bevölkerung (Erwerbs- bevölkerung) und des Produktivitätsfortschrittes als „natürliches“ Wachstum bezeich- net, was zur Erhaltung von Vollbeschäftigung 3 notwendig ist. Sieht man vom Bevölke- rungswachstum ab, dann muss die Nachfrage (Produktion) in einer Volkswirtschaft mit der Wachstumsrate der Produktivität zunehmen, weil anderenfalls die Beschäftigung (genauer das Beschäftigungsvolumen in Stunden) zurückgeht. Ceteris paribus kann die Beschäftigung nur zunehmen, wenn die Produktion stärker als die Produktivität wächst. Produktivitätsgewinne können natürlich auch in Form reduzierter Arbeitszeit „konsu- miert“ werden, was die Zahl beschäftigter Personen ebenfalls stabilisieren kann. Die lange Zeit stagnierende Beschäftigung (oder das Korrelat: Die hohe, persistente Arbeitslosigkeit) in vielen Ländern Europas hat Skepsis gegenüber dem Wachstum als Beschäftigungsmotor aufkommen lassen, was allerdings verwundert, denn ein Blick über unsere Grenzen nach Amerika oder Skandinavien 4 zeigt, dass zumindest Deutschland noch hinreichend Spielraum für die Ausweitung von Beschäftigung hat. 5 In Abbildung 1 wird nachhaltige Beschäftigung durch die dargestellte hyperbolische Funktion beschrieben. Produktivitätsgewinne vermindern bei unveränderter Nachfrage bzw. Produktion die Beschäftigung, d.h. die Volkswirtschaft bewegt sich horizontal zur Vertikalen hin, weil der gleiche Output, dieselbe Nachfrage mit weniger Beschäftigten produziert werden kann. Zur Aufrechterhaltung des Beschäftigungsniveaus (in Personen gemessen) bedarf es deshalb bei Produktivitätsgewinnen zunehmender Nachfrage bzw. Produktion oder einer entsprechenden Verkürzung der Arbeitszeit.
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Wesentliche Fakten zur 'Investitionsschwäche' in Deutschland

Wesentliche Fakten zur 'Investitionsschwäche' in Deutschland

Ein Teil der Bruttoanlageinvestitionen dient allerdings regel- mäßig lediglich dazu, den Kapitalverzehr am bestehenden Anlagevermögen zu ersetzen. Die staatlichen Nettoanlagein- vestitionen stellen den Umfang jener Investitionen der öffent- lichen Hand dar, die über den Kapitalverzehr hinausgehen und somit das Anlagevermögen erhöhen. Abbildung 6 zeigt, dass die staatlichen Nettoanlageinvestitionen in Deutschland seit 2003 überwiegend negativ gewesen sind: Über den Zeit- raum von 1991 bis 2002 hatte das staatliche Anlagevermö- gen insgesamt noch um 72 Mrd. Euro zugenommen, wozu die Investitionen in die Infrastruktur der neuen Bundesländer insbesondere bis 1995 erheblich beigetragen haben dürften. Dagegen verringerte sich von 2003 bis 2013 das öffentliche Anlagevermögen durch die negativen Nettoinvestitionen um fast 15 Mrd. Euro. Bei aller Vorsicht im Hinblick auf die hierbei verwendeten statistischen Abschreibungsregeln bedeutet 4 Vor VGR-Generalrevision; die Daten nach der Revision lagen zum
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Einige Bemerkungen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Instituts für deutsche Sprache

Einige Bemerkungen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Instituts für deutsche Sprache

Es besteht vornehmlich aus Sprach­ wissenschaftlern, aber auch Vertretern des Bundesministe­ riums für Bildung und Wissenschaft, des Landes Baden-Würt­ temberg und der St[r]

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Globaler Klimawandel: Szenarien für Extrem-Hochwasser in Hamburg im Jahr 2030 und 2085

Globaler Klimawandel: Szenarien für Extrem-Hochwasser in Hamburg im Jahr 2030 und 2085

The difference of the mean annual maximum high tide at the Cuxhaven coastal grid box s = (53.8°N 8.8°E) in the Scenario S = A2 and Control-Run C, M(S)-M(C), amounts to 0.21 m. The present mean annual maximum µ H, s is 3.63 m. The expected global mean sea level rise in 2030 is D = 0.09 m. For the Cuxhaven grid box, the increase would be 0.09 m plus 30 % of 21 cm, i.e., about 0.15 cm. For the projected mean annual maximum high tide at St. Pauli in 2030 we have P = NN + 4.73 m, which represents an increase of 0.17 m. If the mean sea level did not simply add, the increase would be smaller, namely 0.08 m.
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Podiumsdiskussion – Aufgaben für die Zukunft (Wasserkraftausbau, Klimawandel und Einfluss von Klimawandel auf die Wasserkraftnutzung - Wasserbaukolloquium 2009)

Podiumsdiskussion – Aufgaben für die Zukunft (Wasserkraftausbau, Klimawandel und Einfluss von Klimawandel auf die Wasserkraftnutzung - Wasserbaukolloquium 2009)

Beantwortung dieser Frage in dem (zu) großen Respekt vor der Politik. Bei Erläuterungen gegenüber Politikern sollten Voraussetzungen geschaffen werden. Einerseits muss eine Bereitschaft zum „Zuhören“ existieren. Des- weiteren sollte der Zuhörer unvoreingenommen und frei von ideologischen Zwängen sein. Bei der Erläuterung der Bedeutung der Wasserkraft kann der Blick in die Geschichte der Wasserkraftnutzung (in Deutschland) hilfreich sein. Ein positives Beispiel stellt die Saalekaskade dar. Ein weiteres Argument ist im Hinblick auf die aktuelle Klimadebatte zu nennen. Strom aus Wasserkraft gilt als die(!) saubere Energie. Da die Möglichkeiten des Ausbaues der Wasserkraftnutzung in Deutschland begrenzt sind, diese gegenwärtig auch nur einen eher geringen Anteil an der Gesamtenergieerzeugung leistet, sollte der Focus auf Technologie- förderungen als wichtige Voraussetzung für den weltweiten Technologie- export gerichtet werden. So kann Deutschland effektiv zur Verringerung der weltweiten CO2-Emmissionen beitragen.
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