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Körperlich-sportliche  Aktivität und Nutzung  elektronischer Medien im  Kindes- und Jugendalter

Körperlich-sportliche Aktivität und Nutzung elektronischer Medien im Kindes- und Jugendalter

Obwohl die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen Sport treibt, ist die täg- liche körperliche Aktivität gering. Mit 27,5 % erreichte lediglich rund ein Vier- tel der Kinder und Jugendlichen die von der WHO empfohlenen 60 min körperli- che Aktivität am Tag. Dies bedeutet, dass 72,5 % der Kinder und Jugendlichen, ge- messen an der WHO-Empfehlung, nicht ausreichend körperlich aktiv waren. Im Laufe der Adoleszenz nahm der An- teil der nicht ausreichend Aktiven deut- lich zu. Studien zur körperlichen Aktivi- tät von Kindern und Jugendlichen kom- men zu heterogenen Ergebnissen. Im Mo- torik-Modul (MoMo), einer Teilstudie der KiGGS-Basiserhebung, gaben 15,3 % der Kinder und Jugendlichen an, täglich die gewünschten 60 min körperliche Aktivi- tät zu erreichen [ 26 ]. Dieser Wert ist nied- riger als das Ergebnis der KiGGS Wel- le 1. Eine Zunahme der körperlichen Ak- tivität über die vergangenen Jahre wä- re zwar denkbar, jedoch könnte die Dif- ferenz auch auf die unterschiedliche Ab- frage der Empfehlungen zurückzufüh- ren sein. Während in KiGGS Welle 1 nach Tab. 3 a) Körperliche Inaktivität (weniger als zweimal/Woche für 60 min/Tag körperlich aktiv) und b) fehlende Sportbeteiligung in Abhängigkeit von der täglichen Bildschirmmediengesamtnutzungsdauer (Fernsehen/Video, Spielkonsole, PC/Internet) bei 11- bis 17-jährigen Jugendlichen nach Geschlecht (KiGGS Welle 1) und Ergebnisse der binär-logistischen Regressionsanalysen für die Zusammenhänge von Bildschirmmedienge- samtnutzungsdauer und körperlicher Inaktivität bzw. fehlender Sportbeteiligung
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Nutzung elektronischer  Medien im Jugendalter

Nutzung elektronischer Medien im Jugendalter

grationshintergrund und Wohnregion [West/Ost inklusive Berlin] getrennt durchgeführt. Der Sozialstatus wurde anhand eines mehrdimensionalen Index bestimmt, der auf der Basis von Angaben der Eltern zu deren schulischer und be- ruflicher Ausbildung, beruflichen Stellung sowie zum Haushaltsnettoeinkommen er- mittelt wurde und eine Einteilung in eine niedrige, mittlere und hohe Statusgruppe ermöglicht [21]. Hinsichtlich des von den Jugendlichen besuchten Schultyps wird zwischen Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium differenziert. Bei Ju- gendlichen, die ihre Schullaufbahn bereits abgeschlossen haben, wurde die Angabe zum höchsten erreichten Schulabschluss als Zuordnungskriterium herangezogen. Der Migrationshintergrund wird in der KiGGS-Studie anhand von Informati- onen zum Geburtsland des Kindes und der Eltern sowie zur Staatsangehörigkeit der Eltern ermittelt. Als Migranten wer- den Kinder und Jugendliche bezeichnet, die selbst aus einem anderen Land zu- gewandert sind und von denen mindes- tens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist, oder von denen beide Eltern zugewandert bzw. nicht deutscher Staats- angehörigkeit sind [22]. Im Hinblick auf die Wohnregion wird zwischen alten und neuen Bundesländern unterschieden. Ent- scheidend dabei war, wo die Jugendlichen zum Zeitpunkt der Befragung lebten [21].
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Körperlich-sportliche Aktivität bei Erwachsenen in Deutschland

Körperlich-sportliche Aktivität bei Erwachsenen in Deutschland

gruppe, unterstützt diese Annahme. Noch deutlicher fallen die statusspe- zifischen Unterschiede in der sportli- chen Aktivität aus. Männer und Frauen mit hohem Sozialstatus treiben mehr als dreimal häufiger Sport als diejenigen mit niedrigem Sozialstatus. Die Angehörigen der mittleren Statusgruppe sind ebenfalls zu einem größeren Anteil sportlich aktiv als die Angehörigen der niedrigen Status- gruppe, allerdings nicht im gleichen Ma- ße wie die Angehörigen der hohen Status- gruppe. In Bezug auf die Sportbeteiligung kann somit von einem sozialen Gradien- ten gesprochen werden: Je höher der so- ziale Status, desto häufiger wird Sport ge- trieben. Dieser Gradient ist bei Männern und Frauen in allen betrachteten Alters- gruppen zu beobachten (vergleiche [20]). Unter Einbeziehung von Daten des Bundes-Gesundheitssurveys 1998 und des telefonischen Gesundheitssurveys 2003 konnte des Weiteren gezeigt werden, dass die Sportbeteiligung in den letzten zehn Jahren zugenommen hat. Im Zeit- raum von 1998 bis 2003 ist insbesondere der Anstieg in den höheren Altersgrup- pen auffällig, was unter anderem auf die Zunahme von spezifischen Sportangebo- ten für diese Altersgruppe zurückgeführt werden kann [21, 22]. Für den Zeitraum von 2003 bis 2009 ist vor allem für die jüngeren Altersgruppen ein erheblicher Anstieg der sportlichen Aktivität festzu- stellen. Aussagen über zeitliche Entwick- lungen und Trends bei der körperlichen Aktivität sind mit den Daten des RKI zur- zeit noch nicht möglich, da diese in den früheren Gesundheitssurveys nicht be- ziehungsweise nicht in vergleichbarer Weise erhoben wurden [23]. Außerdem haben sich die Aktivitätsempfehlungen immer wieder geändert. In der GEDA- Studie 2009 wurde von den Empfehlun- gen der CDC aus dem Jahr 1996 ausge- gangen. Mittlerweile wurden diese über- arbeitet unter Berücksichtigung unter- schiedlicher Voraussetzungen und Be- darfe im Kindes- und Jugendalter (5 bis 17 Jahre), jungen und mittleren Erwach- senenalter (18 bis 64 Jahre) und höherem Lebensalter (65 + Jahre) [2, 24]. Vor die- sem Hintergrund stellt die kontinuierli- che Beobachtung der körperlichen Akti-
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Körperlich-sportliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Eine repräsentative Befragung mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 4-17 Jahren

Körperlich-sportliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Eine repräsentative Befragung mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 4-17 Jahren

Erfassungsmethoden körperlich-sportlicher Aktivität Der Erfassung körperlicher Aktivität wurde in den letzten 40 Jahren verstärkte Aufmerksamkeit entgegengebracht, wie beispielsweise im Symposium of Physical Activity and Health 1988 (Montoye in Bouchard et al. 1990: 71-74). Auch liegen mehrere Reviews zu den Erfassungsmethoden vor (vgl. Meijer, 1991; Montoye, 1988 und Washburn, 1986). In den folgenden Kapiteln soll ein Überblick über die verschiedenen Messmethoden gegeben werden. Hierzu gehört die Erfassung der Aktivität über mechanische oder elektronische Bewegungsmesser, physiologische Parameter, Verhaltensbeobachtung oder Befragung. Jede einzelne Methode hat insbesondere im Kindes- und Jugendalter Vor- und Nachteile, auf die jeweils eingegangen wird. Anschließend werden soweit möglich Aussagen zur Validität und Reliabilität der einzelnen Verfahren gemacht. Dabei werden nur Studien herangezogen, die mit Kindern durchgeführt wurden. Unabhängig vom Erfassungsinstrument ist die körperlich- sportliche Aktivität ein komplexes Konstrukt dessen Untersuchung einige Schwierigkeiten mit sich bringt.
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Der Verlauf der Enuresis im Kindes- und Jugendalter

Der Verlauf der Enuresis im Kindes- und Jugendalter

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Suizidale Krisen im Kindes- und Jugendalter

Suizidale Krisen im Kindes- und Jugendalter

Suizidgedanken treten im Jugendalter ( zwischen dem 13. bis 20. Lj.) besonders häu- fig auf. Sie gehören zur phasenspezifischen Auseinandersetzung mit den Entwick- lungsanforderungen der Pubertät und Adoleszenz. Suizide und Suizidversuche bei jüngeren Kindern kommen selten vor. Destruktive Entwicklungen können sich je- doch hinter einer erhöhten Unfallneigung, ausgelöst durch scheinbar unachtsames Verhalten, verbergen. Kleinere Kindern haben noch kein Verständnis von der End- lichkeit des Lebens (Käsler u. Nikodem 1996). Tod bedeutet meist „nicht – da – sein, woanders – sein“. Hinter dem Wunsch zu sterben verbirgt sich der Wunsch, weg zu sein, also eine Not und ein Leiden in ihrem Leben. Selbstmordgedanken und Versu- che sind oft Ausdruck einer Überforderung aufgrund intrapsychischer Belastungen (Scham- Schuldgefühle, Insuffizienzgefühle, Ängste) im Zusammenhang mit Ent- wicklungsstörungen und/oder Belastungen durch Gewalt – oder Missbrauchserfah- rungen. Sie sind gleichzeitig auch Ausdruck einer Störung im Familiensystem (s. Orbach 1990).
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Editoral: Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Editoral: Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Thomasius, R.: Familiendiagnostik bei Drogenabhängigkeit. Eine Querschnittstudie zur Detailanalyse von Familien mit opiatabhängigen Jungerwachsenen . . . . . . . . . . . . . 534 Tölle, R.: Psychiatrie, einschließlich Psychotherapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205 Warschburger, P.: Psychologie der atopischen Dermatitis im Kindes- und Jugendalter . 443 Wilmer, I .: Sexueller Mißbrauch von Kindern. Empirische Grundlagen und kriminalpoli-

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Sozialverteilung einiger Psychosomatosen im Kindes- und Jugendalter

Sozialverteilung einiger Psychosomatosen im Kindes- und Jugendalter

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Psychotherapie bei Psychosen im Kindes- und Jugendalter

Psychotherapie bei Psychosen im Kindes- und Jugendalter

totalen Starre (Katatonie), die den letzten Rest von Selbstän¬ digkeit (An- und Ausziehen, Essen etc.) unmöglich machte. Diese Regression ermöglichte uns den ersten direkten Kon¬ takt zu H. uber die Pflege eines ms Babystadium regredieren¬ den Kindes — das erste Mal bekamen

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Grundprinzipien der Krisenintervention im Kindes- und Jugendalter

Grundprinzipien der Krisenintervention im Kindes- und Jugendalter

ich analog das zu befolgen, was Bion als (mütterliche) „Alpha-Funktion“ (vgl. Dahl 2001) beschreibt als Voraussetzung für das Gelingen eines sog. Transformationspro- zesses vom körperlichen ins psychische Erleben. Mit anderen Worten nimmt die Mutter (oder eine andere Bindungsperson) ängstigende, unerträgliche Spannungs- zustände des unreifen Kindes in sich auf (sie „containt“ sie). Das Kind erlebt da- durch, von der Mutter wahrgenommen zu werden; sie hat ein „inneres Bild“ von ihm, wodurch es ihm möglich wird, sich selbst im Bild der Mutter wahrzunehmen, in ihr verankert zu sein. Wenn dieser Transformationsprozess gelingt, hat das Kind Symbolisierungsfähigkeit erlangt, ein strukturgebendes Element für den Aufbau des seelischen Innenraums.
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Langzeitverlauf nach Nierentransplantation im Kindes- und Jugendalter

Langzeitverlauf nach Nierentransplantation im Kindes- und Jugendalter

Um die Abhängigkeit einer kategorialen/dichotomen Variable wie dem Transplantatversa- gen (ja/nein) von mehreren unabhängigen Variablen, die ein beliebiges Skalenniveau auf- weisen zu un[r]

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Wirksamkeit von Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

Wirksamkeit von Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

Die Psychotherapie integriert, als Teilgebiet der wissenschaftlich-klinischen Psycho- logie und klinisch-psychologischen Intervention, alle wissenschaftlich begründbaren und empirisch als wirksam nachgewiesenen psychologischen Interventionen, die zur Behandlung von psychischen Störungen und Problemen eingesetzt werden (Perrez u. Baumann, 1991). Nach Weisz, Weiss, Han, Granger und Morton (1995) wird Psycho- therapie als Intervention definiert, die unter Verwendung von Beratung und struktu- rierter Intervention Stress mildert, fehlangepasstes Verhalten reduziert und angepasste Reaktionen erhöht. Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter muss eine Vielzahl von Besonderheiten dieser Altersgruppe berücksichtigen und die psychotherapeutischen Interventionen dem jeweiligen Entwicklungsniveau anpassen. Bei Kindern und Ju- gendlichen bestimmen Entwicklungsvorgänge und ihre Auswirkungen häufig die Symptomatik der Störungen und sind für die Therapie maßgebend (Remschmidt u. Mattejat, 1997). Ableitend daraus sollte sich die Kinder- und Jugendlichenpsychothe- rapie der Herausforderung stellen, die qualitativen und quantitativen Charakteristika von Verhalten im Hinblick auf Fehlanpassung oder Verhalten im normativen Bereich einer kindlichen Entwicklungsphase zu beurteilen (Kazdin u. Weisz, 2003). Im Zuge dessen ist es notwendig, dass auch die Psychotherapie einen empirischen Nachweis ihrer Wirksamkeit zu erbringen hat. Die Einschätzung der Wirksamkeit angewandter Psychotherapie beruht auf der Beurteilung einer Vielzahl von Variablen. Als entschei- dende Einflussfaktoren für den Behandlungseffekt und -erfolg gelten Patienten- und Therapeutenvariablen, die Vielzahl von Störungsbildern, Therapiemethoden, Erfolgs- kriterien, Messmethoden und Merkmale der Behandlungsmethoden. Resultierend aus diesen Faktoren postuliert Kazdin (2000) folgende Forschungsfragen:
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Dynamische Anämiediagnostik im Kindes- und Jugendalter

Dynamische Anämiediagnostik im Kindes- und Jugendalter

zwischen „Iron Regulatory Protein“ (IRP) und „Iron Response Element“ (IREs), lokalisiert in der 3´-nichttranslatierten Region der TfR-mRNA, vermittelt wird. 56 Der sTfR ist ein proteolytisches Produkt des intakten TfR und zirkuliert im Blut als monomeres Fragment der extrazellulären TfR-Domäne. Da TfR überwiegend von erythroiden Vorläuferzellen exprimiert wird, ist der hauptsächliche Ursprung von sTfR die erythropoetische Zelle des Knochenmarks, einschließlich der zirkulierenden Retikulozyten. Die Konzentration von sTfR korreliert positiv mit der erythropoetischen Aktivität und negativ mit der Menge an verfügbarem Eisen für die Erythropoese. Damit liefert sie eine quantitative Messung des funktionellen Eisenstatus. Änderungen der sTfR-Konzentration konnten in verschiedenen pathologischen Zuständen, die mit Veränderungen der Erythropoese und des Körpereisenbestandes einhergehen, beobachtet werden. 57 Um Informationen über das funktionelle und das Speichereisen zu erlangen, wurde zuerst der sTfR/Ferritin-Quotient 21 und darauf folgend der sTfr-F Index oder Ferritinindex (sTfR/log Ferritin) 46 eingeführt. Beide Parameter haben eine höhere diagnostische Aussagekraft als sTfR oder Ferritin allein 10,58 .
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Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen werden auch in Zukunft Themen sein, die die Soziale Arbeit, aber auch andere Disziplinen beschäftigen wird. Weltweit sind Übergewicht und Fettleibigkeit zu enormen gesundheitlichen Problemen angewachsen. Besonders ein niedriger Sozialstatus und Migrationshintergrund begünstigt die Entstehung von Übergewicht und Adipositas. Eine positive Energiebillanz und zu wenig körperliche Aktivität sind die Hauptursachen. Die Anzahl von Präventionsangeboten und Therapien sind zwar in den letzten zehn Jahren gestiegen, trotzdem fehlen immer noch einheitliche Standards, die flächendeckend qualitativ hochwertige Arbeiten garantiert. Auch an langfristiger Nachbetreuung fehlt es und häufig verlieren sich die Erfolge nach spätestens ein paar Jahren wieder. Ebenso gibt es immer noch keine qualitative Adipositas-Trainerausbildung, was in Anbetracht der multifaktoriellen Folgen angemessen wäre (vgl. Ernst/ Vahabzadeh, 2007, S. 248 f.). Die WHO hat in ihrer Schrift „Europäischer Aktionsplan Nahrung und Ernährung der WHO 2007 – 2012“ Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Situation heraus- gegeben. Werdende Mütter sollten besser über eine gesunde und nähstoffdeckende Ernährung schon während der Schwangerschaft aufgeklärt werden, da ein hohes Geburtsgewicht ein Risikofaktor für späteres Übergewicht ist (vgl. Kurth/ Schaffrath- Rosario, 2007).
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Verlauf der Zwangskrankheit im Kindes- und Jugendalter

Verlauf der Zwangskrankheit im Kindes- und Jugendalter

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Zwang und Persönlichkeitsorganisation im Kindes- und Jugendalter

Zwang und Persönlichkeitsorganisation im Kindes- und Jugendalter

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Psychosoziale Beratung bei der Traumabewältigung im Kindes- und Jugendalter

Psychosoziale Beratung bei der Traumabewältigung im Kindes- und Jugendalter

In Deutschland ist die häufigste klinisch relevante Form der Kindermisshandlung mit 10 -12 % die Vernachlässigung oder Ablehnung von Kindern. Von Vernachläs- sigung spricht man, wenn über einen länger anhaltenden Zeitraum spezifische Ver- sorgungsleistungen emotionaler, kognitiver und materieller Art ausbleiben. Dabei wird weiterhin nach einer aktiven oder passiven Unterlassung auf Grund fehlender Einsicht oder unzureichendem Wissen unterschieden. Vernachlässigte Kinder lei- den darunter, dass sie nicht wahrgenommen werden und kaum Anregung erhalten. Die Eltern beachten die Signale ihrer Kinder nicht und lassen auch keinerlei körper- lichen Kontakt zu. Die Bedürfnisse der Kinder werden entweder falsch wahrge- nommen und interpretiert. Oftmals reagieren die Eltern nicht adäquat auf die emo- tionalen und körperlichen Bedürfnisse der Kinder z.B. wenn das Weinen des Kin- des mit Schimpfen oder Einsperren bestraft wird. Die Missachtung der Elementar- bedürfnisse hat folglich einen weitreichenden Einfluss auf die soziale, emotionale, kognitive sowie körperliche Entwicklung der Kinder in den weiteren Lebenspha- sen. Die Folgen der mangelnden zwischenmenschlichen Interaktionen und Bezie- hungen sind vor allem bei jüngeren Kindern beträchtliche Rückstände in ihrer sozi- alemotionalen und kognitiven Entwicklung, starke Entwicklungsbeeinträchtigungen und Selbstwertprobleme. Vernachlässigte Kinder haben kaum eine Chance die Fä- higkeit der Selbstreflektion oder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu entwickeln. Da die Selbstbewertungsfähigkeiten eines Kindes von den Reaktionen der Bezugs- personen bei Misserfolg oder Erfolg abhängen, leiden vernachlässigte Kinder oft- mals in allen Bereichen der Entwicklung. 12
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Untersuchung zur Saisonalität der Depression im Kindes- und Jugendalter

Untersuchung zur Saisonalität der Depression im Kindes- und Jugendalter

Auch im Kindes- und Jugendalter scheint es bei einigen Patienten eine jahreszeitliche Schwankung in der Ausprägung von depressiven Symptomen zu geben. Dies wurde bisher jedoch nur in wenigen Studien untersucht. Eine Pilotstudie aus dem Jahr 1995 stellte fest, dass bei ca. 1,7 bis 5,5 % aller 9-19 Jährigen Kinder und Jugendlichen eine Saisonalität der depressiven Symptome besteht (37). In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Zürich wurde ebenfalls eine Untersuchung zur „Prävalenz von saisonal abhängigen Depressionen“ im Jugendalter vorgenommen. Hierbei wurden Fragebögen an die Studienteilnehmer ausgegeben, die zuvor entwickelt worden waren, um saisonale Symptome der Depression abfragen zu können. Die Patienten waren zwischen 16 und 23 Jahren alt. Insgesamt 14,6 % aller Patienten gaben eine saisonale Abhängigkeit depressiver Symptome an (33 von 225 Patienten). Davon waren insgesamt 69,7 % Mädchen und 30,3% Jungen (38).
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Antidepressive Pharmakotherapie im Kindes- und Jugendalter :  Eine Anwendungsbeobachtung

Antidepressive Pharmakotherapie im Kindes- und Jugendalter : Eine Anwendungsbeobachtung

Ein antidepressiver Effekt von SSRI in dieser Altersgruppe konnte erstmalig 1997 im Rahmen einer placebokontrollierten Studie von Emslie u. a. nachgewiesen werden, was in einer weiteren Studie von Emslie u. a. 2002 bestätigt wurde. Die meisten kontrollierten Wirksamkeitsstudien im Kindes- und Jugendalter vergleichen SSRI mit herkömmlichen Antidepressiva (Trizyklika) und zeigen für beide Substanzgruppen gleichwertige Ergebnisse. Diese Studienergebnisse müssen jedoch kritisch bewertet werden, da auch die Wirksamkeit von trizyklischen Antidepressiva in dieser Alters- gruppe noch nicht nachgewiesen werden konnte. In einigen weiteren Studien mit ähnlichem Design wie die Studien von Emslie u. a. (Simenon u. a. 1990, Mandoki u. a. 1997) zeigte sich allenfalls ein leichter positiver Effekt. SSRI scheinen im Kin- des- und Jugendalter also effektiv zu sein, es gibt aber immer noch insgesamt zu wenig gesicherte Erkenntnisse in dieser Altersgruppe (Ambrosini 2000). Vor allem fehlen Studien über Pharmakokinetik und Langzeit-Nebenwirkungen in dieser Alters- gruppe (Renaud u. a. 1999). SSRI werden im Kindes- und Jugendalter vor allem bei depressiven Störungen, Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt, aber es gibt auch Anwendungsberichte bei vielen anderen Krankheitsbildern wie Autismus, Tourette- Syndrom, Anorexie, Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität, sozialen Phobien, Prader-Willi-Syndrom, Lesch-Nyhan-Syndrom und Enuresis (Stilke 1997; DeVane u. Salle 1996).
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Suizidhandlungen im Kindes- und Jugendalter -Therapie und Prävention

Suizidhandlungen im Kindes- und Jugendalter -Therapie und Prävention

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