Nach oben pdf FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: April 2017)

FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: April 2017)

FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: April 2017)

Grundlage der Prävention sind Information und Aufklä- rung über das erhöhte Risiko der FSME-Übertragung in den ausgewiesenen Risikogebieten und vorbeugen- de Maßnahmen. Typische Lebensräume für Zecken, die ausreichend Feuchtigkeit benötigen, sind unter anderem lichte Wälder oder Waldränder sowie Flächen mit hohem Gras oder Büschen. Gute Bedingungen kommen auch in Gärten und städtischen Parks vor. Zeckenstiche können durch Schutzmaßnahmen wie das Tragen von heller, ge- schlossener Kleidung, das Vermeiden von Unterholz und hohen Gräsern und Verbleiben auf festen Wegen zum Teil verhindert werden. Das Applizieren von Repellents schützt nur begrenzt über einige Stunden. Bei Zeckenbefall sollte die Zecke immer umgehend entfernt und die Wunde sorg- fältig desinfiziert werden. Im Gegensatz zur Übertragung von Borrelien von Zecken auf den Menschen, die erst ca. 24 Stunden nach Beginn des Saugakts erfolgt, gelangen die FSME-Viren jedoch bereits beim Beginn des Blutsaugens von der Zecke auf den Menschen. Daher kann das Absu- chen des Körpers nach Zecken und ihre schnelle Entfer- nung zwar eine Borreliose häufig verhindern, bietet aber zur Verhütung der FSME nur wenig Schutz. Die Bun- deszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt nützliche Hinweise zu Präventionsmaßnahmen auf ihren Internetseiten zur Verfügung: www.kindergesundheit-info. de/themen/krankes-kind/zeckenschutz0/.
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FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2021)

FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2021)

verbleiben humane FSME-Erkrankungen weiterhin ein relativ verlässlicher Indikator für ein regional vorhandenes FSME-Risiko. In Risikogebieten mit hohen Impfquoten, aber auch in Regionen, in denen erstmals FSME-Fälle auftreten, wären jedoch neben humanen Erkrankungsfällen weitere Indikatoren für ein Infektionsrisiko hilfreich. Zwar sind Nach- weise des FSME-Virus in Zecken für die Bestätigung von Naturherden sehr hilfreich; doch eignen sie sich aufgrund der niedrigen Virusdurchseuchung und der Kleinräumigkeit der FSME-Naturherde eher nicht für eine landesweite systematische Überwa- chung. Vielversprechender sind daher serologische Untersuchungen an standorttreuen Wild- oder Nutz- tieren 23,24 oder serologische Untersuchungen an Na- gern, in denen das Virus über Monate nach der In- fektion nachgewiesen werden kann. PCR-Untersu- chungen in Nagetieren können das Virus v. a. im Winter über längere Zeit im Gehirn der Tiere nach- weisen. 25,26 Bislang wurden derartige Untersuchun- gen jedoch in erster Linie zu Forschungszwecken eingesetzt und nicht zur systematischen Überwa- chung. Eine detaillierte Verknüpfung von humanen FSME-Daten mit einer Vielzahl von ökologischen Daten wird seit 2017 im Rahmen des großangeleg- ten Forschungsverbunds TBENAGER (Tick-Borne ENcephAlitis in GERmany) etabliert. Darin wird z. B. untersucht, inwieweit ein Nachweis von FSME- Antikörpern in Wild- oder Haustieren oder des FSME- Virus in Nagern tatsächlich ein Infektions- risiko für den Menschen widerspiegelt. Diese Erkenntnisse sind erforderlich, um Daten zur FSME- Infektion von Säugetieren auch in eine Risiko- Nutzen-Abwägung für eine routinemäßige Impfung von zeckenexponierten Personen in einer Gegend einzubeziehen. Im Rahmen einer intensivierten Surveillance (www.rki.de/DE/Content/Infekt/Imp- fen/Forschungsprojekte/FSME-Studie/FSME-Stu- die.html) werden akute Symptome sowie mögliche Langzeitschäden der FSME-Erkrankung detailliert untersucht. Mittels eines Fall-Kontroll-Ansatzes wer- den weiterhin die Effektivität der FSME-Impfung ge- schätzt, sowie mögliche Risikofaktoren für eine FSME-Infektion identifiziert. Unter anderem wur- den dabei Freizeitaktivitäten mit Expositionsrisiko für Zeckenstiche abgefragt, z. B. Waldspaziergänge. Diese Daten könnten Aufschluss geben, ob der deut- liche Anstieg der FSME-Erkrankungen während der COVID-19-Pandemie 2020 möglicherweise mit ei-
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FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2019)

FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2019)

halb von Kreisen mit insgesamt niedriger Inzidenz stark schwanken kann. Diesbezüglich liegen den Gesundheits- ämtern – auch in Kreisen, die nicht als FSME-Risikogebiete definiert sind – unter Umständen detailliertere Daten vor, die für Beratungen von Personen mit erhöhtem Expositi- onsrisiko, z. B. Forstarbeiter, herangezogen werden können. Derzeit bleibt die Surveillance menschlicher FSME-Erkran- kungen die bestmögliche Grundlage zur aktuellen Ein- schätzung des humanen Erkrankungsrisikos. Sollte die In- zidenz jedoch aufgrund steigender Impfquoten in einzel- nen Gebieten abnehmen, wären ergänzende Indikatoren von Nutzen, um ein fortbestehendes Infektionsrisiko für Nichtgeimpfte abzuschätzen. Daher haben zum einen die Erfassung von Impfquoten und zum anderen die Evaluati- on weiterer Indikatoren für das FSME-Erkrankungsrisiko, wie z. B. die Bestimmung der Infektion bei Tieren, einen hohen Stellenwert (s. u.).
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Übereinkommen über nukleare Sicherheit : Bericht der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die Siebte Überprüfungstagung im März/April 2017

Übereinkommen über nukleare Sicherheit : Bericht der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die Siebte Überprüfungstagung im März/April 2017

Zwischen dem Redaktionsschluss des Berichts zur sechsten Überprüfungstagung und dem Beginn des Berichtszeitraums zur siebten Überprüfungstagung trat am 6. Oktober 2013 ein meldepflichti- ges Ereignis „Nicht erfolgte Aufhebung der Blockierung einer Armatur im nuklearen Nachkühl- system“ auf, das nach INES 1 eingestuft und der IAEA berichtet wurde. Bei diesem Ereignis sollte in einem Kernkraftwerk, welches zur Revision und zum BE-Wechsel abgeschaltet war, für eine Prüfung ein Nachkühlkreislauf in Betrieb genommen werden. Dabei wurde festgestellt, dass eine Rückschlagarmatur noch in ZU-Stellung blockiert war. Diese Blockierung hätte bereits bei der Auf- hebung der revisionsbedingten Freischaltung des betroffenen Not- und Nachkühlstranges entfernt werden sollen und ist auch bei mehreren nachfolgenden Arbeits- und Kontrollschritten nicht be- merkt worden. Aufgrund der Blockierung der Armatur stand der betroffene Notnachkühlstrang für bestimmte Notstandsfälle nicht zur Verfügung. Der andere Notnachkühlstrang war für Instand- haltungsarbeiten freigeschaltet worden, weshalb für einen kurzen Zeitraum die Sicherheitsfunktion Notnachkühlung nicht zur Verfügung stand und das Ereignis deshalb in der Meldekategorie E (Eilmeldung) gemäß AtSMV eingestuft wurde. Die Ursache ist auf Mängel in der „Arbeitsdurch- führung“ und der „Nichtbeachtung von Regelungen“ zurückzuführen, was auch der Grund für eine Einstufung nach INES 1 war. Zur Vermeidung ähnlicher Vorkommnisse wurden in diesem Kraft- werk organisatorische Maßnahmen ergriffen.
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Besatzungsleistungsgesetz, 5. April 1927:
(Deutschland)

Besatzungsleistungsgesetz, 5. April 1927: (Deutschland)

Eine, Vergütung wird nicht gewährt, wenn der Antragsteller durch wissentlich falsche Angaben über eine Tatsache, die für die Entscheidung erheblich ist, oder durch unzulässige Beeinfluss[r]

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Bedeutung und gegenwärtiger Stand von Verkehrsdaten in Deutschland

Bedeutung und gegenwärtiger Stand von Verkehrsdaten in Deutschland

In den letzten Jahrzehnten haben jedoch nicht die auf Basis von Befragungen erhobenen Daten die Verkehrsstatistik geprägt. Die in den Standardwerken der Verkehrsstatistik darge- stellten Werte, wie z. B. die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen herausgegebene Datensammlung „Verkehr in Zahlen“, basieren vielmehr auf amtlichen Sta- tistiken sowie auf Schätzungen und Modellrechnungen mit teilweise schmaler empirischer Basis (Prognos 1999). Ein Beispiel für Schätzungen und Modellrechnungen ist die vom DIW durchgeführte Ermittlung der Fahrzeug- und Personenverkehrsleistungen sowie des Perso- nenverkehrsaufkommens. Die jährlichen Fahrleistungswerte der Pkw in Deutschland werden auf Basis des Kraftstoffverbrauchs, des Fahrzeugbestands sowie des durchschnittlichen Verbrauchs ermittelt. Über die Multiplikation der Fahrleistungswerte der Pkw mit der durch- schnittlichen Fahrzeugbesetzung werden die Personenverkehrsleistungen ermittelt. Das Verkehrsaufkommen wiederum ergibt sich aus der Division der Personenverkehrsleistungen mit geschätzten durchschnittlichen Reiseweiten. Die berechneten Fahrleistungen der Pkw werden dabei mit den jeweils in größeren Abständen im Auftrag der Bundesanstalt für Stra- ßenwesen (BASt) durchgeführten Fahrleistungserhebungen abgeglichen (Prognos 1999). Die letzte derartige Erhebung wurde im Jahr 2002 vom Kraftfahrtbundesamt durchgeführt. Die Ergebnisse der Erhebung haben gezeigt, dass die vom DIW auf Basis des Modells ermit- telten Werte zu niedrig sind. Zwischen der vorletzten Fahrleistungserhebung 1993 und der letzten 2002 hat sich das Fahrleistungsverhalten auf eine Weise geändert, die vom Modell nur eingeschränkt abgebildet werden konnte. Ein Grund hierfür war die Bestandsumschich- tung hin zu Dieselfahrzeugen, wobei nur grob geschätzt werden konnte, wie hoch die Jah- resfahrleistungen dieser Pkw sind. Im Abgleich mit empirischen Daten hat sich gezeigt, dass diese erheblich unterschätzt wurden. Außerdem wurde verstärkt günstigerer Kraftstoff im Ausland getankt. Ende 2004 wurde die entsprechende Anpassung und Neuberechnung der Werte sowie eine Weiterentwicklung des Modells abgeschlossen (Kloas et al. 2004).
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Der aktuelle  Stand der Versorgung der Meningomyelocele in Deutschland

Der aktuelle Stand der Versorgung der Meningomyelocele in Deutschland

Die vorliegende Arbeit soll der Fragestellung nachgehen, wie der derzeitige Stand der Versorgung der Meningomyelocele in Deutschland ist? Es wird Bezug genommen auf die Art der Entbindung, die Zeit bis zur Schließung der MMC, die präoperativ durchgeführten Untersuchungen, die perioperative Antibiotikatherapie, den Zeitpunkt der Shuntimplantation und die Art des Ventils der implantierten Shunts. Da Patienten mit einer MMC sowohl an neurochirurgischen Kliniken (NCH) als auch an kinderchirurgischen Kliniken (KCH) versorgt werden, soll des weiteren festgestellt werden, ob es Unterschiede in der Art der Versorgung zwischen den Fachgebieten gibt.
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Kleinstadtforschung in Deutschland: Stand, Perspektiven und Empfehlungen

Kleinstadtforschung in Deutschland: Stand, Perspektiven und Empfehlungen

Die Forschung für ländliche Räume in diesem Themenfeld wird seit Mitte der 2010er Jahre unter dem Begriff der „Smart Country“ subsumiert (Lobeck 2017; Meyn 2017; Bertelsmann Stiftung 2018; Kaczorowski/Swarat 2018; ENRD 2018). Hier stehen unter anderem die Aspekte des notwendigen Infrastrukturausbaus (Breitband- wie Funk- netze), der Digitalen Daseinsvorsorge und somit auch die Verringerung der Digitalen Kluft (vgl. Kubicek/Welling 2000) im Vordergrund. 2017 lag laut der Laufenden Raum- beobachtung des BBSR der Anteil der potenziell versorgbaren Haushalte mit Breit- bandanschluss (100 Mbit/s) in Kleinstädten in zentralen Lagen bei 52 %, in peripheren Lagen bei nur bei 43 % und damit weit unter dem Wert der Großstädte von über 86 %. Für ländliche Räume, und vor allem für Landgemeinden und Dörfer, werden soziale Themen, Bildung und Teilhabe am „Internet“ bzw. die Möglichkeiten, dieses für die eigenen Bedürfnisse anzupassen und zu nutzen, unter dem Stichwort des sogenann- ten empowerment (ENRD 2018; Bertelsmann Stiftung 2018) betont. Für diese Räume werden zudem die möglichen Veränderungen diskutiert, die sich durch die digitale Transformation der Arbeit und des Lebensalltags, wie unter anderem die Überwin- dung von Distanzen (vgl. Craincross 1997), ergeben könnten. Aussagen zu Chancen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bleiben aber unkonkret. Die vorliegenden Untersuchungen sind oft Einzelstudien, die sich entweder auf bestimmte Regionen beschränken oder themen- bzw. anlassbezogen sind. Aufgrund der schwierigen Da- tenlage (vgl. Kapitel 4) wird auch für das Thema Digitale Transformation methodisch meist auf Literaturanalysen und Experteninterviews zurückgegriffen. Somit ist die Evi- denzbasierung, Generalisierbarkeit bzw. Übertragbarkeit von Ergebnissen zu hinter- fragen.
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Empfehlungen zur Kooperation von Verbänden und Behörden bei der Datenerfassung, April 2017

Empfehlungen zur Kooperation von Verbänden und Behörden bei der Datenerfassung, April 2017

Grundsätze der Zusammenarbeit von Ehrenamt und Behörden bei der Datenerfassung Die Freiwilligen, die ehrenamtlichen Fachverbände und die Behörden wollen langfristig zusammenarbeiten, um den gemeinsamen Einsatz für den Naturschutz zu stärken und den Naturschutz in der Gesellschaft besser zu verankern. Dazu sollen die bestehenden Kooperationen gefestigt, erweitert und neue Kooperationen entwickelt werden. Dabei sind gewachsene Strukturen und bereits etablierte Formen der Zusammenarbeit in Deutschland ebenso zu berücksichtigen wie die Tatsache, dass die Naturschutzarbeit an sich und die Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen, ehrenamtlichen Fachverbänden und Behörden Veränderungsprozessen unterliegen und daher immer wieder Anpassungen notwendig werden. Damit die Kooperation langfristig zur Zufriedenheit aller Beteiligten gestaltet werden kann, ist regelmäßig eine Evaluation der zentralen Prozesse durchzuführen.
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Zwischenprüfungsklausur VFA (Aufgabe) Stand: Dez. 2017

Zwischenprüfungsklausur VFA (Aufgabe) Stand: Dez. 2017

Der Haushalt muss in jedem Jahr in Planung und Rechnung ausgeglichen sein. a) Entscheiden Sie, ob im nachfolgenden Sachverhalt ein originärer (echter) und/ oder ein fiktiver (unechter[r]

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Publikation - Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017

Publikation - Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017

Der Rekord der Erneuerbaren-Erzeugung im Jahr 2017 trug dazu bei, dass mit 146 Stunden die Anzahl der Stunden mit negativen Preisen im Vergleich zum Jahr 2016 wieder deutlich anstieg (siehe Abbildung 6-2). Auch der mittlere Wert der negativen Strom- preise stieg im Jahr 2017 an. Mit rund minus 27 Euro je Megawattstunde wurde hier – mit Ausnahme des Jahres 2012, als der Markt auf diese Ereignisse noch weitgehend unvorbereitet war – ein neuer Rekord- wert erzielt. Der niedrigste Preis des Jahres war jedoch mit minus 83 Euro je Megawattstunde nicht so extrem wie im Vorjahr. Dies zeigt, dass die Akteure im Markt immer besser verstehen, mit solchen Situ- ationen umzugehen. Sie reduzieren die konventio- nelle Stromerzeugung möglichst weit, drosseln die Erzeugung von KWK-Anlagen, weil andere Wärme- quellen wie Speicher oder Windheizer die Wärme
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Zwischenprüfungsklausur VFA (Lösung) Stand: Dez. 2017

Zwischenprüfungsklausur VFA (Lösung) Stand: Dez. 2017

Hinweise: - Wenn Sie in einer Zelle keinen Eintrag vorsehen, so müssen Sie dies durch einen Strich oder eine Null kennzeichnen, sonst gibt es für diesen „Nichteintrag“ keinen Punkt.[r]

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Stand und Perspektiven von LTE in Deutschland

Stand und Perspektiven von LTE in Deutschland

6 Gemessene Performance im Vergleich zu anderen Technologien 6.1 Dienstequalität des stationären LTE-Zugangs in Deutschland Vor dem Hintergrund von Transparenzvorgaben in §§ 43a, 45n Telekommunikationsge- setzt (TKG) und aufgrund eines hohen Beschwerdeaufkommens zu maximal möglichen Bandbreiten hat die Bundesnetzagentur eine Reihe von Maßnahmen 78 zur Transpa- renzsteigerung durchgeführt. Im Rahmen dieser Maßnahmen führte die BNetzA in 2012 und 2013 jeweils eine Messkampagne durch, bei der Internetnutzer die Geschwindig- keit ihres Breitbandanschlusses überprüfen konnten. Gegenstand der Messungen wa- ren die Übertragungsraten der Breitbandverbindungen über Kabel-, DSL- und stationäre LTE-Anschlüsse. 79 . Basierend auf einer Viertelmillion ausgewerteter Messungen geht die Studie der Fragestellung nach, wie häufig und wie stark die tatsächlich erreichte Datenübertragungsrate von der vermarkteten „bis zu“-Übertragungsrate abweicht. Da- bei wurden verschiedene Technologien und regionale Unterschiede in den Blick ge- nommen. Die Studie 2013 kommt zu dem Schluss, dass (a) deutliche Diskrepanz zwi- schen der vertraglich vereinbarten Maximaldatenübertragungsrate und der tatsächlich realisierten Datenübertragungsrate vorliegen, und dass (b) Transparenz bei der Leis- tungserbringung einen wichtigen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat.
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Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland

Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland

SORGEARBEIT Der Hauptindikator im Bereich Sorgearbeit ist der Gender Care Gap, der Anteil der informellen Sor- gearbeit (Haushaltsführung, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen) von Frauen und Männern an der durchschnittlichen Gesamtarbeitszeit. Be- rechnet wird er auf Basis der Zeitverwendungsda- ten, die das Statistische Bundesamt zuletzt in den Jahren 2012 / 13 erhoben hat. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie wird auf der Datenba- sis des DGB -Index Gute Arbeit ( 2017 ) mit dem An- teil der Beschäftigten bestimmt, die nach der Arbeit häufig zu erschöpft sind, um sich um private und familiäre Angelegenheiten zu kümmern. Die Eltern- geldstatistik des Statistischen Bundesamtes liefert die Datenbasis für den dritten Indikator: das Eltern- geld (abgeschlossene Bezüge für die in den Jahren
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Kleinstadtforschung in Deutschland: Stand, Perspektiven und Empfehlungen

Kleinstadtforschung in Deutschland: Stand, Perspektiven und Empfehlungen

Die Forschung für ländliche Räume in diesem Themenfeld wird seit Mitte der 2010er Jahre unter dem Begriff der „Smart Country“ subsumiert (Lobeck 2017; Meyn 2017; Bertelsmann Stiftung 2018; Kaczorowski/Swarat 2018; ENRD 2018). Hier stehen unter anderem die Aspekte des notwendigen Infrastrukturausbaus (Breitband- wie Funk- netze), der Digitalen Daseinsvorsorge und somit auch die Verringerung der Digitalen Kluft (vgl. Kubicek/Welling 2000) im Vordergrund. 2017 lag laut der Laufenden Raum- beobachtung des BBSR der Anteil der potenziell versorgbaren Haushalte mit Breit- bandanschluss (100 Mbit/s) in Kleinstädten in zentralen Lagen bei 52 %, in peripheren Lagen bei nur bei 43 % und damit weit unter dem Wert der Großstädte von über 86 %. Für ländliche Räume, und vor allem für Landgemeinden und Dörfer, werden soziale Themen, Bildung und Teilhabe am „Internet“ bzw. die Möglichkeiten, dieses für die eigenen Bedürfnisse anzupassen und zu nutzen, unter dem Stichwort des sogenann- ten empowerment (ENRD 2018; Bertelsmann Stiftung 2018) betont. Für diese Räume werden zudem die möglichen Veränderungen diskutiert, die sich durch die digitale Transformation der Arbeit und des Lebensalltags, wie unter anderem die Überwin- dung von Distanzen (vgl. Craincross 1997), ergeben könnten. Aussagen zu Chancen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bleiben aber unkonkret. Die vorliegenden Untersuchungen sind oft Einzelstudien, die sich entweder auf bestimmte Regionen beschränken oder themen- bzw. anlassbezogen sind. Aufgrund der schwierigen Da- tenlage (vgl. Kapitel 4) wird auch für das Thema Digitale Transformation methodisch meist auf Literaturanalysen und Experteninterviews zurückgegriffen. Somit ist die Evi- denzbasierung, Generalisierbarkeit bzw. Übertragbarkeit von Ergebnissen zu hinter- fragen.
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Radioaktive Kontamination von Speisepilzen : Aktuelle Messwerte (Stand: 2017)

Radioaktive Kontamination von Speisepilzen : Aktuelle Messwerte (Stand: 2017)

Aufham/Högl (Ort 10 in Abb. 1) im Jahr 2017 in Bq/kg Frischmasse (FM) ........................................ 14­ Tab. 2016.1: Gehalt von Cs-137 und K-40 in Speisepilzen am Probenentnahmeort Oberschleißheim (Ort 2 in­ Abb. 1) im Jahr 2016 in Bq/kg Frischmasse (FM) .............................................................................. 15­ Tab. 2016.1 (Fortsetzung): Gehalt von Cs-137 und K-40 in Speisepilzen am Probenentnahmeort­

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Mobilität in Deutschland 2017: Wo radeln wir hin? Radverkehr in Deutschland

Mobilität in Deutschland 2017: Wo radeln wir hin? Radverkehr in Deutschland

Angaben in Kilometer; Personen mit Nutzung von Fahrrad und Pedelec am Stichtag; aufgrund geringer Fallzahlen können bei Personen unter 35 Jahren nicht alle Ergebnisse ausgewiesen w[r]

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Stand und Perspektiven der Evaluation in Deutschland: eine Einführung

Stand und Perspektiven der Evaluation in Deutschland: eine Einführung

Vor dem Hintergrund eines Vergleichs der Evaluations- praxis in den USA und Deutschland diskutiert der Beitrag von Christoph M. Schmidt die methodischen Probleme bei der Evaluierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, wobei unterschiedliche empirische Strategien zur Lösung dieser Probleme vorgestellt werden. Ergänzt wird dies durch einen Abriss der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu ökonomischen Auswirkungen von Arbeits- marktprogrammen, verbunden mit einer Reihe von Schlussfolgerungen für die Durchführung zukünftiger Maßnahmen sowie die mit ihnen notwendig einhergehen- de Evaluation.
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Erste Eindrücke zum Stand des Hochschulfundraising in Deutschland

Erste Eindrücke zum Stand des Hochschulfundraising in Deutschland

2 1. Befragungsdesign 1.1 Befragungsziel In der Diskussion um die finanzielle Ausstattung der Hochschulen wird zunehmend von staatlicher Seite gegenüber den Hochschulen die Erwartung artikuliert, sich weitere Finanzquellen zu erschließen. Eine besondere Rolle spielen Sponsoring und Spenden, die Finanzierung von Stiftungslehrstühlen und -instituten sowie die Bereitstellung von Stipendien. In den vergangenen Jahren haben einzelne Hochschulen in Deutschland erste Erfolge im Fundraising verzeichnet. Allerdings ist unklar, wie sich bundesweit die Situation für alle Hochschulen darstellt.
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Gedanken zum Stand und zu den Perspektiven der Raumplanung in Deutschland

Gedanken zum Stand und zu den Perspektiven der Raumplanung in Deutschland

Was den Stellenwert von Raumplanung in der Gesellschaft anbelangt, befindet sich räumliche Planung vor allem auf Bundes- und Landesebene auf einer zeitlichen Achter- bahnfahrt. Teilweise trifft das auch für die Regionalplanung zu. Höhen und Tiefen wech- seln sich ab, hier weniger, dort mehr. Zwischen Mitte der 1950er und 1960er Jahre erleb- te die Raumplanung in Deutschland eine erste Blütezeit, gespeist vor allem durch eine allgemeine Hochschätzung der Planung als Steuerungsinstrument. Die Euphorie der po- litischen Planung setzte sich bis Anfang der 1970er Jahre fort. Danach schlitterte die Raumplanung schrittweise in die Krise. In einigen Ländern wurde raumplanerisch der Rückwärtsgang eingelegt, und man zog sich aus der Steuerung der Siedlungsentwicklung zurück. Die Skepsis gegenüber jeder vorausschauenden Planung erreichte Mitte der 1970er Jahre einen vorläufigen Höhepunkt. Gleichzeitig nahm das Selbstbewusstsein der Gemeinden zu. Es kam zu einem Erstarken der Fachplanungen (Borchard/Scholich 2006: 502 ff.). Nach weiteren Zyklen, von denen man nie wusste, wie lange sie dauern werden, ist die Raumplanung derzeit wieder an einer Talsohle angelangt.
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