Nach oben pdf Formelle und informelle Institutionen im Transformationsprozess

Formelle und informelle Institutionen im Transformationsprozess

Formelle und informelle Institutionen im Transformationsprozess

Wenn von einem weiten Begriff der Institutionen ausgegangen wird, der sowohl formelle als auch informelle Institutionen erfasst, so ist es nicht genügend, bei einem institutionellen Wandel nur die formellen Regeln zu verändern, um zu einem neuen System zu gelangen. Ge- nauso wichtig wie die Etablierung eines neuen Ordnungsrahmens ist die Veränderung der Mentalität der Wirtschaftssubjekte. Die alten informellen Institutionen werden ihre Existenz auch im neuen System fortsetzen, selbst wenn sie wegen ihres starken Bezugs auf die Ver- gangenheit im Sinne der traditionellen und Neuen Institutionenökonomie ineffizient sind. 31 Der permanente, sich selbst verstärkende Rückkopplungsprozess ist für die Pfadabhängigkeit solcher Entwicklungen zuständig. 32 Der institutionelle Entwicklungspfad wird außerdem durch das Zusammenspiel zwischen den neuen formellen Institutionen und fortbestehenden sozialen Normen beeinflusst. Tatsächlich lässt es sich heute beobachten, dass in den mittel- und osteuropäischen Transformationsländern einige der alten Institutionen überlebt haben, während andere verschwunden sind. Diesbezüglich lassen sich auch Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern feststellen, die damit erklärt werden können, dass jede Gesellschaft, jedes Land seine eigene Geschichte, seinen eigenen Entwicklungspfad, eigene Sitten und Bräuche, sprich eigene Werte hat.
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Formelle und informelle Lernsituationen aus Sicht österreichischer Studierender

Formelle und informelle Lernsituationen aus Sicht österreichischer Studierender

schlossen (Marsick & Watkins, 2001; Schugurensky, 2000). Informelles Lernen kann zwar auch in Institutionen stattfinden, ist jedoch gekennzeichnet durch eine geringe Strukturierung und führt nicht zu einem Abschlusszertifikat. Die Lerniniti- ative und Lernkontrolle liegt bei den Lernenden selbst und ist nicht abhängig von einer Institution. Schugurensky (2000) gibt als Beisp iele für informelles Lernen Fremdsprachen lernen und Sportarten lernen an. Autoren wie Schugurensky (2000), Livingstone (1999) sowie Marsick und Watkins (2001) betonen, dass informelles Lernen außerhalb von Curricula stattfindet, jedoch nicht auch zwingend außerhalb von Institutionen. Einige Autoren und Autorinnen verweisen zudem noch auf die Möglichkeit inzidentellen Lernens. Inzidentelles Lernen wird als Bestandteil des informellen Lernens gesehen (Schugurensky, 2000; Marsick & Watkins, 2001) und findet beiläufig und meist unbewusst statt.
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Das informelle Lernen in der beruflichen Erwachsenenweiterbildung

Das informelle Lernen in der beruflichen Erwachsenenweiterbildung

Trotz der Tatsache, dass nahezu jeder einen Großteil seines Wissens in Form von in- formellem und nicht formellem Lernen erlangt, bekommen diese Formen, obwohl sie all- täglich und immerwährend sind, selten Anerkennung. Im Gegensatz zur schulischen Bil- dung, erregen sie nicht das Interesse der staatlichen Institutionen, der Wissens- und For- schungsinstitute sowie der Öffentlichkeit. Man kann jedoch nicht sagen, sie bleiben völlig unbemerkt und nicht gewürdigt. Vor allem in den letzen Jahren, als die Bildung mehr und mehr einen globalen Charakter bekam und ständigen Reformen unterlag, tauchten die Begriffe „das informelle Lernen“ und „ das nicht formelle Lernen“ vermehrt in Publikati- onen verschiedenster Art auf, jedoch meistens im Zusammenhang mit der Thematik der Fortbildung und der Erwachsenenbildung.
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Restrukturierung der Altenbetreuung: formelle, informelle Versorgung und die Frage der Gleichheit

Restrukturierung der Altenbetreuung: formelle, informelle Versorgung und die Frage der Gleichheit

Das Zusammenspiel wohlfahrtsstaatlicher Politik zur Pflege und Versorgung älterer Menschen und der »effective structural position« potentieller Pflegepersonen nach Finch und Mason (1993) wird im folgenden am Beispiel der Pflegeversicherung in Deutschland verdeutlicht. Die Pflegeversicherung sieht die Wahlmöglichkeit zwi- schen Geld- und Sachleistungen, das heißt Pflegedienstleistungen vor. Seit Ein- führung der Pflegeversicherung hat sich die Mehrheit der Leistungsempfänger und -empfängerinnen für die Inanspruchnahme von Geldleistungen entschieden, wobei die soziale Position entscheidend wird für die Wahl zwischen beiden Alternativen. Angehörige des gehobenen Bürgertums wählen weit häufiger als Angehöriger unte- rer Schichten Sachleistungen anstelle von Geldleistungen (Blinkert/Klie 1999; Giese/Wiegel 1999). In ihrer Analyse der schichtspezifischen Entscheidungspro- zesse zwischen Geld- und Pflegedienstleistungen entweder in der eigenen häusli- chen Umgebung oder in Institutionen verglichen Klie und Blinkert (2002) den Einfluss struktureller Charakteristika von sozialer Schicht, wie beispielsweise dem Einkommen oder dem Bildungsniveau mit dem Einfluss kultureller Charakteristika, wie beispielsweise den Normen zur Frauenrolle in Familie und Beruf oder einer postmaterialistischen Orientierung. Ihre Ergebnisse ergaben, dass strukturelle Cha- rakteristika wie Bildungsniveau und Einkommen weit mehr als normative Orientie- rungen den Entscheidungsprozess bestimmen. Klie und Blinkert (2002) erklären dies einerseits mit den Möglichkeiten wohlhabender Frauen oder Familien zusätzli- che, über die von der Pflegeversicherung hinaus gewährten Pflegedienstleistungen zu kaufen und andererseits mit den günstigeren Arbeitsmarktchancen von Frauen mit einem höheren Qualifikationsniveau.
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Proto-Institutionen: Neue fluide quasi-Institutionen

Proto-Institutionen: Neue fluide quasi-Institutionen

Bedingungen jeweils gelten mögen, welche in Änderung sind, welche sich auflösen, um in der institutionellen Ungewißheit ständig auf neue Regeln, neue beliefs oder neue Erwartungen eingestellt zu werden. Die proto-Institutionen liefern andere Skalierungen von bisher sicher geglaubten Regeln, Normen etc. Wieweit gelten sie noch? Was gilt alternativ? Was kann noch und / oder anders kommen? Die häufigsten Skalierungen sind schlichte rankings: wonach kann / soll man sich noch halten, wonach besser nicht mehr? Proto-Institutionen haben eine orientierende Funktion. Sie geben aber nicht schlicht ‚Informationen’, sondern bieten kommunikative Legitimation plausibler Zukunftsentwürfe. Dass viele solcher proto-Institutionen parallel arbeiten, ist insoweit kein gravierendes Problem, wenn sie round about and
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Soziale Institutionen

Soziale Institutionen

von Relevanz sind. Wenn wir den Allquantor ¨ uber alle Handlun- gen erstrecken, die eine Person in und außerhalb der Institution ausf¨ uhrt, wird das Axiom sofort falsch. Eine Person kann sich innerhalb der Institution perfekt an das Schema der zul¨ assigen Handlungen halten, aber sie kann zugleich noch in anderen Insti- tutionen leben, in denen sie andere Rollen spielt. Je nach Rolle ist eine Handlung einmal zul¨ assig, ein anderes Mal nicht. Zum Beispiel kann ein Akteur in einer Firma als einfacher B¨ uroange- stellter arbeiten, wobei er nie Gelegenheit hat, Befehle zu erteilen. Der Handlungstyp des Befehlens geh¨ ort in der Firma nicht zu den f¨ ur seine Gruppe charakteristischen und ist deshalb, in der Firma, nicht zul¨ assig. Ganz anders sieht es aus, wenn er nach B¨ uroschluß als Truppf¨ uhrer bei der freiwilligen Feuerwehr agiert. In dieser In- stitution ist das Befehlegeben sehr wohl f¨ ur ihn und seine Gruppe (die der Truppf¨ uhrer) zul¨ assig. In diesem Beispiel betrifft Axiom (S) nur jeweils die Handlungen, die f¨ ur die untersuchte Institu- tion (entweder die Firma oder die freiwillige Feuerwehr) relevant sind. Die Abgrenzung solcher Handlungen von anderen, irrelevan- ten, mag praktische Probleme aufwerfen, aber diese betreffen den Prozeß der Anwendung unserer Theorie, nicht die Theorie selber. Drittens h¨ angt die charakteristische Funktion oft eng mit expli- ziten Normen zusammen. Der Bereich der zul¨ assigen Handlungen ist oft durch Normen geregelt, sodaß die charakteristische Funkti- on in gewissem Sinn diese Normen ausdr¨ uckt oder realisiert. Un- ser Modell kann an dieser Stelle weiter ausgebaut werden. Vier- tens bemerken wir, daß das Axiom, wenn man hinreichend lan- ge Zeitr¨ aume betrachtet, notwendigerweise verletzt werden muß, weil sich andernfalls Institutionen nicht ver¨ andern k¨ onnten. Dies wird in Kap.14 genauer diskutiert. Vorwegnehmend sei nur dar- auf hingewiesen, daß die Entstehung neuer, und die Ver¨ anderung bestehender Institutionen nur dadurch m¨ oglich ist, daß ein oder mehrere
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Vertrauen zu Institutionen

Vertrauen zu Institutionen

Das Vertrauen in den »Euro« kann sich nicht aüein auf das Versprechen der Wäh¬ rungsstabilität begründen, es muß durch eine Vertrauensbüdung für europäi¬. sche politische Institutionen g[r]

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Aufbruch und Reform von oben: Ostdeutsche Universitäten im Transformationsprozess

Aufbruch und Reform von oben: Ostdeutsche Universitäten im Transformationsprozess

Max Planck Institute for the Study of Societies (MPIfG), Cologne Suggested Citation: Mayntz, Renate (Ed.) (1994) : Aufbruch und Reform von oben: Ostdeutsche Universitäten im Transformationsprozess, Schriften aus dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, No. 19, ISBN 3-593-35179-X, Campus Verlag, Frankfurt a. M., http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0012-5A65-7

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Transformationsprozess zum treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Deutschland - Vergleich der Szenarien

Transformationsprozess zum treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Deutschland - Vergleich der Szenarien

Bereits in der bis 2030 kumulierten Rohstoffmenge zeigen sich Unterschiede zwischen den Szenarien, die bis 2050 noch deutlicher sichtbar werden: die kumulierte Menge der in Anspruch ge[r]

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Blackbox Lernprozess und informelle Lernszenarien

Blackbox Lernprozess und informelle Lernszenarien

eine erfolgreiche Teilnahme an einer informellen Lernsituation zu sein. Da diese Lernsituationen kaum strukturiert und von außen geleitet sind, ist es schwieriger, aufgenommen zu werden und teilnehmen zu können. Andererseits bieten sie die Möglichkeit, sich eine Umgebung zu schaffen, die genau ihren Voraussetzungen und individuellen Anforderungen entspricht. Informelle Lernszenarien müssen nicht vorgefertigt werden, sondern können aus dem Moment heraus entstehen. In informellen Situationen mit persönlichem Kontakt kann z.B. das Problem der Schüchternheit im Erstkontakt oder die Notwendigkeit zu einem geeigneten Ausgleich zwischen offensiven und defensiven Kommunikationsstrategien entstehen.
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Informelle Beschäftigungsverhältnisse in den brasilianischen Städten

Informelle Beschäftigungsverhältnisse in den brasilianischen Städten

Bei einer sehr großen Zahl der inform ell E rw erbstätigen handelt es sich jedoch nicht um L ohnabhängige, denen von ihren A rbeitgebern der Lohnarbeiterstatus und [r]

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Emil Schumacher : das informelle Werk

Emil Schumacher : das informelle Werk

Zu ihrer Stellung im Bild gehört im allgemeinen auch der, faktisch oft nicht gerechtfertigte, Eindruck letzten Handanlegens, des im 'Aufsetzen der Lichter' getätigten Bildabschlusses - u[r]

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Bestandsaufnahme Informelle Bildung in Trier. Ergebnisbericht

Bestandsaufnahme Informelle Bildung in Trier. Ergebnisbericht

Aufgrund der beschriebenen Potenziale darf das informelle Lernen in der Bildungsberichterstattung nicht unberücksichtig bleiben. Bereits im 1. Trierer Bildungsbericht wurde das informelle Lernen auf- gegriffen und u.a. darauf hingewiesen, dass auch Stadtbezirke mit besonders hoher sozialer Belas- tung vielfältige Lernorte für kommunikative und soziale Fähigkeiten bieten (vgl. Stadt Trier 2011, S. 87). Allerdings wurden zur Erfassung informeller Lernprozesse bisher „noch keine statistischen Do- kumentationssysteme“ (Regionalverband Ruhr 2012, S. 187) aufgebaut, die diese Seite der Bildung durch konkrete Zahlen darstellen können. Das Arbeitsfeld Bildungsmonitoring im Projekt „Lernen vor Ort“ hat sich im Rahmen der Bildungsberichterstattung der Herausforderung gestellt, diese Bildungs- dimension für die Bildungsstatistik zu erschließen und in Zahlen darzustellen. Mit der Bestandsauf- nahme zum informellen Lernen soll ein erster Schritt gemacht werden, quantitative Daten zum in- formellen Lernen in der Stadt Trier zu erheben und darzustellen. Das Trierer Bildungsmonitoring nimmt damit eine Pionierrolle in Deutschland ein.
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Back to Europe: Ein Programm für die betriebliche Reorganisation im Transformationsprozess?

Back to Europe: Ein Programm für die betriebliche Reorganisation im Transformationsprozess?

Zusammenbruch der realsozialistischen Systeme führten. 1 Diese Zielorientierung korrespondierte auf westlicher Seite mit der weit verbreiteten Überzeugung von der Prämodernität und Ineffizienz der durch Planwirtschaft und Parteiendiktatur geprägten Strukturen und der generellen Entwertung des Wissens der in diesen Strukturen tätigen Akteure. Auf der historischen Tagesordnung schien die „nachholende Modernisierung“ im Sinne des möglichst rasch und umfassend zu vollziehenden Ersatzes ineffizienter, prämoderner Strukturen und Institutionen durch entsprechende „europäische“, effiziente, moderne Äquivalente zu stehen. Es mag historischer Zufall gewesen sein, dass sich zu Beginn der neunziger Jahre auch in den westlichen Industriestaaten die normativen Vorstellungen über eine „moderne“ Organisation industrieller Unternehmen tiefgreifend zu verändern begannen. Modernen Konzepten wie beispielsweise Lean Production, Business Reengineering, Dezentralisierung von Unternehmen durch die Bildung von Cost- und Profitcentern schien sich letzten Endes kein Unternehmen entziehen zu können, wollte es Gefahr laufen, als hoffnungslos konservativ gelabelt zu werden und angesichts sich verändernder Marktbedingungen eine düstere Prognose bescheinigt zu bekommen. 2 Angesichts dieser Situation konnte man geradezu von einer Art „organisational correctness“ sprechen. Die veränderten
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Organisierte Kriminalität: die informelle Institutionalisierung von Eigentumsrechten in Rußland

Organisierte Kriminalität: die informelle Institutionalisierung von Eigentumsrechten in Rußland

Die erfolgreiche Institutionenbildung ist grundsätzlich abhängig vom Vertrauen, das in die entstehende Institution gesetzt wird. Die Schwäche oder das Fehlen institutioneller Regelungen beeinflussen die Vertrauensbildung, letztere wird wiederum in der weiteren Entwicklung durch das bestehende oder eben fehlende Vertrauen positiv oder negativ beeinflußt. Vertrauen in Institutionen bedeutet, daß die Akteure darauf vertrauen, daß andere den Regeln genauso folgen werden wie sie, daß also aus Regelbefolgung keine Nachteile entstehen. “A Code suffering continous variations will soon become less reliable and legitimate, because the moral and symbolic investments made in the code are not given enough time to generate the flow of benefits and sustain trust, extending in time and space the opportunities for collective action. [...] A sequence of repeated failures at exploration may abate confidence and teach people to mistrust and to withdraw onto less risky positions.”32 Vertrauensbildung ist ein langfristiger Prozeß, der von vielen Rückschlägen unterbrochen werden kann. Es ist leichter, Mißtrauen zu erlernen, als Vertrauen aufzubauen33.
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Das Potential naturnah gestalteter Schulhöfe für informelle Naturerfahrungen

Das Potential naturnah gestalteter Schulhöfe für informelle Naturerfahrungen

Both questionable age effects and the influence of environmental variables on nature contact with children on the schoolyard need clarification in order to identify mo[r]

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Informelle Direktwahl des EU-Kommissionspräsidenten: ein Gebot des Grundgesetzes

Informelle Direktwahl des EU-Kommissionspräsidenten: ein Gebot des Grundgesetzes

gesamteuropäischen Spitzenkandidaten ins Rennen gehen – folgt dann aus dieser Verpflichtung nicht, dass die Bundesrepublik im Rat darauf hinwirken müsste, dass nach der Wahl der Sieger a[r]

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Vermittlungsausschuss: BVerfG streckt die Waffen vor der Flucht ins Informelle

Vermittlungsausschuss: BVerfG streckt die Waffen vor der Flucht ins Informelle

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ist bekanntlich dazu da, Blockaden zwischen Parlament und Länderkammer aufzulösen: Wenn beide überkreuz miteinander liegen, soll eine Auswahl von Vertretern beider Seiten sich zusammensetzen und ausloten, wie man zueinander kommen kann. Seit 2004 ist klar , dass jedenfalls die Bundestagsseite nicht etwa die Bundestagsmehrheit, sondern das gesamte Parlament spiegelbildlich abbilden muss. Das heißt, die Zahl der Köpfe schrumpft, nicht aber die der vertretenen Positionen. Die kleinen Oppositionsparteien sitzen weiter überall mit drin und beharren auf ihren formellen Beteiligungs- und Verfahrensrechten. Sie stören. Was tut man? Man bildet noch kleinere, noch informellere Einheiten. Arbeitsgruppen. Gesprächskreise. Dort wird alles besprochen und ein Ergebnis "vorgeformt", das dann im Plenum nur noch formell abgesegnet werden muss. Flucht ins Informelle nennt man das.
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Gustav Steinacker und die Emanzipation der "Akatholiken" in der Habsburgermonarchie : ein Transformationsprozess mit Widerständen

Gustav Steinacker und die Emanzipation der "Akatholiken" in der Habsburgermonarchie : ein Transformationsprozess mit Widerständen

Was die kirchliche Autonomie betrifft, so hatte die erwähnte Triestiner Denkschrift vom April 1848 nicht nur auf die Beseitigung der überkomme- nen Toleranzordnung gepocht, sondern auch[r]

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Ordnung im Umbruch? Strukturwandel, berufliche Mobilität und Stabilität im Transformationsprozess

Ordnung im Umbruch? Strukturwandel, berufliche Mobilität und Stabilität im Transformationsprozess

die verschiedenen Spielarten und Fortentwicklungen der Modernisierangstheo¬ rie eine Schlüsselstellung ein (Kollmorgen 1994). Sie verweisen auf die Bedeu¬ tung einer Durchsetzung universaler Modernitätskriterien bzw. moderner (Ba¬ sis-Institutionen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung (Zapf 1994). Ein zweiter, die allgemeine Modernisierungstheorie moderierender Er-

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