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Edoweb: Begegnung mit an Demenz erkrankten Menschen

Edoweb: Begegnung mit an Demenz erkrankten Menschen

über eine beginnende Demenz so schwer machen. Vielleicht haben Sie zu dem Menschen, bei dem Sie eine beginnende De- menz vermuten, eine gute persönliche Beziehung. Dann kön- nen Sie vorsichtig versuchen, mit ihm über seine Situation zu sprechen und können ihn dazu bewegen, sich in ärztliche Be- handlung zu begeben. Vielleicht kennen Sie die Angehörigen und können mit ihnen Kontakt aufnehmen. Auch ein Gespräch mit dem Arbeitgeber kann hilfreich sein, gerade wenn sich die Situation am Arbeitsplatz zuspitzt und ein Fehlverhalten der oder des Kranken andere Menschen gefährden würde. Es ist wichtig, dass wir an Demenz erkrankte Menschen in un- sere Gesellschaft integrieren und sie nicht einfach ignorieren, nur weil wir nicht wissen, wie wir reagieren sollen. Menschen, die schon einmal etwas über Demenz gelesen haben, wissen, dass oft schon ein kleiner Hinweis, eine freundliche Geste oder etwas liebevolle Zuwendung genügt, damit der oder die Kran- ke wieder besser zurechtkommt und so auch länger ein eigen- ständiges Leben führen kann. Die Kenntnis über die Krankheit macht es um einiges leichter, angemessen mit ihr umzugehen. Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen geraten in der Öffentlichkeit häufig in peinliche Situationen, wenn die
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Edoweb: Einsatz mit an Demenz erkrankten Menschen

Edoweb: Einsatz mit an Demenz erkrankten Menschen

• Weisen Sie ihn nicht auf seine Defizite hin. Die Angehörigen eines an Demenz erkrankten Menschen – was Sie über sie wissen sollten Wenn Sie im Notfall mit einem an Demenz erkrankten Men- schen konfrontiert werden, haben Sie es vielleicht entweder gleichzeitig oder aber später auch mit seinen Angehörigen zu tun. Dafür ist es ebenfalls hilfreich, ein paar Fakten zu wissen: Die meisten an Demenz erkrankten Menschen mit den be- schriebenen Beeinträchtigungen werden zu Beginn ihrer Er- krankung zuhause von ihren Angehörigen betreut. Deren Be- reitschaft, einen an Demenz erkrankten Menschen zu pflegen, ist überdurchschnittlich hoch. Oft erfolgt erst dann eine Ein- weisung ins Pflegeheim, wenn die Kräfte der Familienmitglie- der zu Hause komplett erschöpft sind. Nachdem die Angehöri- gen das leichte und mittlere Krankheitsstadium als die am be- anspruchendsten Pflegephasen bewältigt (und sich oft selbst dabei „kaputt gepflegt“) haben, nehmen sie häufig Hilfe durch eine stationäre Einrichtung an. Für diese hohe bereits erbrach- te Pflegeleistung durch die Angehörigen sollte von anderen Menschen der höchste Respekt aufgebracht werden.
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Edoweb: Demenz-Info

Edoweb: Demenz-Info

diese Broschüre enthält wichtige Hinweise und Informationen, die Ihnen dabei helfen sollen, die Ursachen und Symptome der Krankheit Demenz besser zu verstehen. Gleichzeitig gibt sie Ihnen praktische Tipps zum Pflegealltag mit Ihren an Demenz erkrankten Angehörigen. Die Broschüre orientiert sich beispielhaft am Tagesablauf einer Tochter, die ihre an Demenz erkrankte Mutter pflegt. Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Tagebucheintrag der Tochter.* Diese sehr persönliche Vorgehensweise wurde gewählt, um die Situationen in der Pflege von an Demenz erkrankten Menschen so alltagsnah wie möglich darzustellen. Der Tagebucheintrag soll Ihnen helfen, sich in der Situation wieder- zufinden im Sinne von „Genau, das kenne ich auch“ oder „Ja, so ähnlich läuft das bei mir ebenfalls ab“. Ich hoffe, dass Sie sich dadurch in Ihrer Pflegesituation nicht mehr ganz so allein fühlen und erkennen, dass andere Familien ähnliche Schwierigkeiten und Probleme zu be- wältigen haben.
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Edoweb: Demenz und Musik

Edoweb: Demenz und Musik

– 37 – Den aktuellen Forschungsstand zum Thema Musik und Demenz stellte Dr. Astrid Söthe von der Universität Paderborn vor. Grundlegende Forschungsansätze zur Musiktherapie bei Demenzpatienten gebe es vor allem im angelsächsischen Raum, in Deutschland herrsch- ten Praxisberichte vor. Diese zeigten vor allem eine Abnahme von Unruhe und Aggressivi- tät, die zu den problematischsten Verhaltensmustern von an Demenz erkrankten Menschen gehören. Zusätzlich schaffe Musiktherapie eine spürbare Erleichterung des Pflegealltags für Pflegende und Angehörige. Die Frage, wie und warum die beschriebenen Wirkungen erzielt werden, werde in den bisherigen Studien allerdings nicht thematisiert, so auch Söthe. Es gebe nur wenige quantitative Studien, nur geringe Teilnehmerzahlen – somit sei die wissenschaftliche Erfassbarkeit schwierig, erklärte die Expertin. Sie warnte davor, Musik auf eine unerklärbare Ebene zu heben, forderte aber mehr Öffentlichkeitsarbeit zur Forschung im Bereich Musiktherapie und Demenz.
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Edoweb: Demenz-Info

Edoweb: Demenz-Info

Die menschlichen Sinne jedoch können zum Schlüssel zu längst vergessen geglaubten Erinnerungen werden. Daher ist eine sinnliche Erinnerungs- oder Biografiearbeit einer der wich- tigsten Türöffner im Umgang mit Menschen mit Demenz. Biografiearbeit stellt für alle Beteiligten eine wichtige Grundlage und eine elementare Umgangsform für die Pflege und Aktivierung an Demenz erkrankter Menschen dar. Durch Er innerung wird im Pflegealltag „lustvoll Zeit gestaltet“, verbliebene Fähigkeiten werden angesprochen, die Sinne angeregt, Interesse geweckt und verlorene Fähigkeiten gefördert. Wenn Angehörige oder z. B. Mitarbeiter einer ambulanten oder stationären Altenpflege-Ein - richtung nichts über den Lebenslauf der erkrankten Menschen wissen, können sie viele Äußerungen oder Verhaltensweisen des erkrankten Menschen nicht richtig deuten. Mit biografischer Kenntnis dagegen können Pflegende individuell auf die an Demenz erkrankten Menschen eingehen.
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Edoweb: Menschen mit Demenz begegnen

Edoweb: Menschen mit Demenz begegnen

Handlungen unterstützen Berücksichtigen Sie im Umgang mit möglicherweise an Demenz erkrankten Personen, dass ihnen auch banale und selbstverständliche Tätigkeiten, zum Beispiel Leer- gut in den Automaten stecken oder das passende Klein- geld für die Busfahrkarte heraussuchen, Schwierigkeiten bereiten können. Seien Sie deshalb auch sensibel für einen möglichen Hilfebedarf. Helfen Sie bei Wortfin- dungsstörungen, möglichst ohne fehlerhafte Aussagen ständig zu korrigieren. Reichen Sie einem betroffenen Gast im Restaurant statt einer umfangreichen Speise- karte die übersichtlichere Tageskarte oder sprechen Sie gleich eine bestimmte Empfehlung aus. Widmen Sie der Person Ihre ganze Aufmerksamkeit, achten Sie dabei auch auf Mimik und Gestik. Vielleicht kann ein Anlie- gen mit Worten alleine nicht mehr ausgedrückt werden.
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Emotionsinduktion bei erst- und chronisch schizophren erkrankten Menschen : ein Gruppenvergleich

Emotionsinduktion bei erst- und chronisch schizophren erkrankten Menschen : ein Gruppenvergleich

Hippocampusgebiete, lassen sich hier nicht finden. Ein möglicher Erklärungsansatz für diese Beobachtung ist, das bei schizophren erkrankten Menschen Hirnregionen, die nach dem heutigen Kenntnisstand der Wissenschaft mit der Empfindung und Verarbeitung von Freude assoziiert sind, weniger angesprochen, bzw. aktiviert werden. Diese Annahme würde die in den Verhaltensdaten beschriebenen Ergebnisse erklären, in denen die ersterkrankten schizophrenen Patienten in der ESR subjektiv während der Freudeinduktionsbedingung etwas weniger Freude empfinden als die anderen Vergleichsgruppen. Es sei jedoch erneut darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse in den Verhaltensdaten sich nicht signifikativ voneinander unterscheiden. Ein vermindertes Differenzierungsvermögen der empfundenen Emotion bei erstmalig schizophren Erkrankten ist an dieser Stelle nicht auszuschließen, jedoch wären Aktivierungen anderer Hirnregionen, welche mit anderen Emotionen als Freude assoziiert sind, zu erwarten, da in diesem Falle die Zuordnung der Empfindung zu der entsprechenden Emotion beeinträchtigt wäre. Da sich außer den beiden beschriebenen Regionen jedoch keine weiteren Aktivierungen beobachten lassen, die Signifikanzniveau erreichen, lässt sich diese Frage jedoch nicht eindeutig beantworten. Ein in der Literatur beschriebener Erklärungsansatz (Reske et al. 104 ) ist, dass positive Emotionen schwieriger zu modulieren sind und dass negative Emotionen evolutionsgeschichtlich eine bedeutendere Rolle spielen, woraus resultiert, dass diesen eindeutig Hirnregionen zugeordnet werden können.
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Integration von psychisch erkrankten Menschen im Arbeitsleben : Möglichkeiten und Grenzen.

Integration von psychisch erkrankten Menschen im Arbeitsleben : Möglichkeiten und Grenzen.

Hier muss individuell geschaut werden, was auf den jeweiligen Menschen in der jeweiligen Situation/ Lage zutrifft, also welche Hilfen benötigt werden. Diese Hil- fen werden durch die Institutionen ausgeführt. Beim ganzheitlichen Ansatz wird das soziale Umfeld des psychisch erkrankten Menschen ebenfalls miteinbezo- gen. Hier sollte auch, wie bei der Integration von jungen Menschen, eine multi- disziplinäre Zusammenarbeit mit Psychiatern, Psychologen, Sozialpädagogen und Fachkräften für berufsfördernde Maßnahmen erfolgen. Wie man anhand der Grafik erkennt, steht der Mensch mit seinen Lebenszielen im Mittelpunkt. Diese individuellen Ziele, müssen bei der Planung und Ausführung der einzelnen Funk- tionen gemeinsam mit den Fachkräften und dem psychisch erkrankten Men- schen, berücksichtigt, überprüft und anschließend immer wieder reflektiert wer- den. Die grafische Darstellung der einzelnen Funktionsbereiche von eins bis fünf- zehn, sorgt dabei für eine gute Orientierung bei den Anwendern. Das Kölner In- strumentarium ist kein vorgeschriebener Ablaufplan von Maßnahmen, die in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden sollen. Denn psychisch erkrankte Menschen können lange in einer Funktion stehen bleiben, bis sie zur nächsten Funktion übergehen können. Ebenso muss man auch mit Rückschlägen rechnen, so dass sich der psychisch erkrankte Mensch, der sich vor einer Woche noch in Funktionsbereich sieben befand, plötzlich zum Bereich sechs zurückfällt. Daher können die Funktionsbereiche entweder einzeln genutzt oder mit anderen kom- biniert werden (vgl. Haerlin; Mecklenburg 2011).
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Amyotrophe Lateralsklerose : Bedürfnisse von erkrankten Menschen und deren Familien

Amyotrophe Lateralsklerose : Bedürfnisse von erkrankten Menschen und deren Familien

Definition: Unter Druck sein oder das Herumtragen von uner- warteten und traurigen Situationen und der Umgang mit jenen. Belastungen waren war das am häufigsten vorkommenden Thema in den Interviews. Viele Familien erleben Schwierigkei- ten im Umgang mit Agenturen, Administration und finanziellen Themen. Anwaltschaft, das Gefühl verantwortlich zu sein für den Patienten, Unsicherheit wer die Hauptkontaktperson ist und Passivität von Gesundheitsdienstleistungen forderten die Angehörigen heraus, proaktive Pflegemanager zu werden. An- gehörige mit weniger Vertrauen proaktiv zu sein erhielten keine Führung, vor allem zu Beginn der Erkrankung. Angehörige wur- den gefordert, Anwaltschaft anzunehmen, um den vulnerablen Patienten zu schützen. Die Herausforderungen zusätzliche o- der konkurrierende Familien und Personal Verantwortungen zu managen neben den Anforderungen an die Zukunft. TN be- schrieben die Ambivalenz zwischen proaktivem Suchen nach Hilfe und sich durch die erhöhte Anzahl an Menschen zuhause gestört zu fühlen. Genannt wurde die Belastung sich mit der Erkrankung zu arrangieren. Einerseits indem die erkrankten Personen Mühe hatten, die Diagnose zu akzeptieren und an- derseits die Belastung der Beziehung oder die verlegenen Ge- fühle der Angehörigen in der Öffentlichkeit. Die Angehörigen fühlten sich schuldig und nahmen nur widerwillig Hilfe von an- deren an. Sie fühlten sich auch schuldig, die erkrankte Person alleine mit Menschen zu lassen, welche unerfahren im Umgang mit den speziellen Pflegebedürfnissen der erkrankten Person sind. Schuld wurde auch als Barriere genannt, als pflegende Angehörige eine Pause zu machen oder Zeit für sich selbst zu nehmen.
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Erweiterte Möglichkeiten der Betreuungsarbeit beim individuellen Zugang zu an Demenz erkrankten älteren Menschen im Seniorenheimalltag durch die neu geschaffenen Rahmenbedingungen des § 87 b SGB XI

Erweiterte Möglichkeiten der Betreuungsarbeit beim individuellen Zugang zu an Demenz erkrankten älteren Menschen im Seniorenheimalltag durch die neu geschaffenen Rahmenbedingungen des § 87 b SGB XI

Der Umzug in Heim bedeutet für die Betroffenen, sich noch einmal völlig neu orientieren zu müssen, die vertraute Umgebung mit allem was dazugehört (Familie, Freunde, Nachbarn, eventuell die Stadt oder das heimische Stadtviertel, die Wohnung, die Möbel, den eigenen Tagesablauf und die eigenen Interessen) zu verlassen, kurzum eine Lebenssituation zu verlassen, die dem alten Menschen Sicherheit und Kontrolle gewährten - negative Folgen, ohne zu wissen, was ihn oder sie erwartet. Hilflosigkeit und Trauer können die Folgen sein. Schon über die Entscheidung zum Umzug haben sie nur begrenzt Kontrolle. Wer frühzeitig beginnt, darüber nachzudenken, kann dies noch am besten beeinflussen. Sich mit dem Gedanken zu befassen kann helfen, ein Heim auszusuchen, zu testen und sich darauf vorzubereiten. Doch in vielen Fällen dürfte dieser Weg aus einer Notsituation heraus beschritten werden. Die Entscheidung mag zwar die Zustimmung des Betroffenen verlangen, aber gefällt wird sie von anderen (Angehörige, Ärzte, Betreuer). Positive Folgen sind die eigene Entlastung und Entlastung der Angehörigen bei Versorgung und Pflege, die Befreiung aus einer möglichen (oder drohenden) Isolation durch gemeinsame Aktivitäten und neue soziale Kontakte, professionelle Hilfe bei der (Re)aktivierung noch vorhandener oder neuer Fähigkeiten. Der empfundene Verlust von Autonomie und Kontrolle gepaart mit enttäuschten Erwartungen fordert von den Betroffenen Strategien zur Bewältigung von Konfliktsituationen. Jeder bringt seine eigene Lebensgeschichte mit und bewältigt diese daher auf unterschiedliche Art. Diese Arten der Stressbewältigung, auch „Coping“ genannt, können „instrumentell- orientierte Strategien“ 281 sein (mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu handeln), affektive Strategien“ 282 (Abbau von Emotionen ohne zu Handeln) und „der soziale Rückzug“. 283
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Ein bewegtes Leben für Menschen mit Demenz. Konzeption, Umsetzung und Evaluation einer gesundheitswirksamen Bewegungsförderungsintervention für Menschen mit Demenz im Setting der stationären Langzeitversorgung

Ein bewegtes Leben für Menschen mit Demenz. Konzeption, Umsetzung und Evaluation einer gesundheitswirksamen Bewegungsförderungsintervention für Menschen mit Demenz im Setting der stationären Langzeitversorgung

Im Jahr 2012 deklarierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Demenz zu einer Public Health Priorität (WHO, 2012). Daran anknüpfend wurde im Jahr 2013 der erste Demenzgipfel der G8-Staaten abgehalten (G8 Health Ministers, 2013). Dem Beispiel der WHO und der G8-Staaten folgend, setzten in den darauf folgenden Jahren auch viele europäische Staaten das Thema Demenz weit oben auf ihre Public Health Agenda und entwickelten auf nationaler Ebene Handlungspläne und Demenzstrategien. So wurde in Deutschland im Jahr 2012 die Allianz für Menschen mit Demenz gegründet und es folgte im Jahr 2014 ein Strategiepapier zu spezifischen Handlungsfeldern (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2014). Auch Österreich verabschiedete 2015 eine nationale Demenzstrategie mit dem Ziel, Menschen mit Demenz ein gutes Leben zu ermöglichen (Juraszovich, Sax, Rappold, Pfabigan & Stewig, 2015). Der aktuell gültige globale Aktionsplan für Demenz wurde im Jahr 2017 von der WHO publiziert und definiert erstmalig konkrete Handlungsfelder und Zielsetzungen für die Jahre 2017 bis 2025 (WHO, 2017b). All diesen Strategiepapieren und Aktionsplänen ist eines gemein – sie sehen Forschung als den Schlüssel, um zukünftig das Entstehungsrisiko für Demenz in der Bevölkerung zu senken, die Lebensqualität der bereits von der Krankheit betroffenen Menschen zu erhöhen und ein Heilmittel oder eine krankheitsmodifizierende Therapie für Demenz zu finden (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2014; G8 Health Ministers, 2013; Juraszovich et al., 2015; WHO, 2012; WHO, 2017b). Die Wichtigkeit von Demenzforschung zeigt sich auch in dem von der WHO (2017b) definierten Ziel, die globale Forschungstätigkeit in diesem Themenfeld im Zeitraum zwischen 2017 bis 2025 zu verdoppeln. Da die Entwicklung eines pharmakologischen Heilmittels aktuell nicht absehbar erscheint, nehmen die Forschungsfelder Prävention, Rehabilitation und krankheitsmodifizierende Interventionen dabei gegenwärtig einen hohen Stellenwert ein (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2014; G8 Health Ministers, 2013; Juraszovich et al., 2015; WHO, 2012; WHO, 2017b). Doch nicht nur die Generierung neuer Forschungserkenntnisse in diesem Bereich, auch das Nutzbarmachen der Erkenntnisse aus anderen Forschungsfeldern für Maßnahmen der Prävention und Rehabilitation (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2014; G8 Health Ministers, 2013) sowie die Übertragung der bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Alltagswelt von Menschen mit Demenz (WHO, 2012) werden dabei gefordert.
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Übergänge von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz in vollstationäre Pflegeeinrichtungen

Übergänge von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz in vollstationäre Pflegeeinrichtungen

Mit dem Übergang des pflegebedürftigen MmD in eine stationäre Einrichtung beginnt für den Betroffenen, die pflegenden Angehörigen sowie die Bezugspersonen die gesundheit- lich bedingte Transition. Für alle Beteiligten ergibt sich mit dem Heimübertritt und der sich daran anschließenden Orientierungsphase der eigentliche Veränderungsprozess zur bishe- rigen und vertrauten informellen Versorgungssituation. Die bis dahin gewohnte Pflege- und Betreuungssituation wird verlassen und sichtbar für alle Beteiligten aufgegeben. Für die pflegebedürftigen MmD kommt es zu einer vollständigen Veränderung der bis dahin gewohnten Lebenssituation. Die pflegebedürftigen Menschen mit Demenz verlassen ihr häusliches Versorgungssetting und erleben sich in einer neuen Rolle als Heimbewohner. Für die Pflegepersonen erfolgt zu diesem Zeitpunkt ein Rollenwechsel, und sie geben ihre bisherige Verpflichtung für die Versorgungssituation in großen Teilen an die aufnehmende Einrichtung ab. In diesem Kontext beginnt der Prozess der Anpassung und Auseinander- setzung mit der eigenen Identität und den bis dahin bestehenden Verantwortungsbereichen. Dieser Prozess wird von der Veränderung des Rollenverständnisses aller bisher an der be- kannten und gewohnten Versorgungssituation Beteiligten begleitet (vgl. Wingenfeld 2005). Diese Setzung des Beginns der Transition orientiert sich an dem theoretischen Bezugs- rahmen des gesundheitlich bedingten Transitionskonzepts nach Wingenfeld (2005). Durch die Identifizierung der akuten Ereignisse und Problemaufschichtungen im Verlauf der Vorgeschichten sowie der Mitwirkungen von professionellen Akteuren in einzelnen Fällen wurden verschiedene Handlungs- und Ereigniskontexte herausgearbeitet. Die Effekte die- ser Faktoren auf den Umfang der gesundheitlichen Einschränkungen, die Konsequenzen für das bestehende Pflege- und Betreuungssetting sowie die Beteiligung der Angehörigen am Übergang in die Einrichtung beeinflussen die positiven oder negativen Entwicklungen innerhalb des weiteren Gesamtprozesses.
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Belastungserleben pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz während eines Krankenhausaufenthaltes

Belastungserleben pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz während eines Krankenhausaufenthaltes

Angehörige sind für den Menschen mit Demenz wichtige Bezugspersonen und sollten so gut wie möglich in deren Versorgung im Krankenhaus mit einbezogen werden. Dies wiederum bedeutet, dass ihre Sorgen und Bedürfnisse ernstgenommen werden müssen und angepasste Angebote in Bezug auf Erholung, Beratung und Information geschaffen werden müssen (Angerhausen, 2008). Die Unterstützung und Schulung von pflegenden Angehörigen können ebenfalls aus gesundheitsökonomischer Sicht relevant sein (Kurz et al., 2005). Die Krankenhausaufenthalte von Menschen mit Demenz sind häufig länger und mit höheren Kosten verbunden als Aufenthalte von Menschen ohne eine dementielle Erkrankung (Bail et al., 2015). Außerdem ist die Rate der Institutionalisierung nach der Entlassung höher (Motzek et al., 2017). Durch beispielsweise edukative Angebote, der Vermittlung von krankheitsbezogenem Wissen und den Zugang zu Hilfs- und Entlastungsmöglichkeiten können die Belastungen von pflegenden Angehörigen reduziert werden und somit Faktoren, die Auslöser für eine Heimunterbringung sein können, vermieden werden (Kurz et al., 2005). Ebenfalls edukative Angebote im Bereich der Vermittlung von pflegerischen Kompetenzen können dazu beitragen die Pflege in der Häuslichkeit länger aufrechtzuerhalten. Pflegekurse, die von professionellen Pflegenden geleitet werden, können pflegenden Angehörige Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln und sie dazu befähigen pflegerische Tätigkeiten durchzuführen. Darüber hinaus steht ebenso die krankheitsspezifische Informationsvermittlung im Vordergrund (Donath et al., 2011). Metaanalysen zur Folge erweisen sich Pflegekurse als entlastend für pflegende Angehörige und führen zu einer signifikanten Symptomreduktion bei den Teilnehmenden (Donath et al., 2011). Dennoch ist wenig bekannt, wo Kurse dieser Art absolviert werden können und die Nutzungsrate der Pflegekurse ist dementsprechend niedrig (Donath et al., 2011). Die Wirksamkeit von Pflegekursen wird auch von einer Teilnehmenden dieser Studie positiv betont und als eine große Hilfe empfunden. Dennoch ist zu betonen, dass nur eine von fünf Teilnehmern/innen über Pflegekurse berichtet hat.
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„Ich muss jetzt aber nach Hause...“ : Pflegeinterventionen zur Linderung von Sundowning bei Menschen mit Demenz

„Ich muss jetzt aber nach Hause...“ : Pflegeinterventionen zur Linderung von Sundowning bei Menschen mit Demenz

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Der Alltag des Anderen : Familiäre Lebenswelten von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen

Der Alltag des Anderen : Familiäre Lebenswelten von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen

Die Aufgabe der Angehörigen ist also oftmals eine „Neugestaltung“ − genauer: eine Anpassung und somit Renormalisierung − des Alltagsablaufs. Sie sind diejenigen, die versuchen, ihren eigenen Alltag an die veränderte Situation anzupassen. Neue Routi- nen, Rituale und Rollen müssen gefunden werden, die die Brüche in den Handlungs- routinen des von einer Demenz betroffenen Menschen kompensieren können. Die Wiederherstellung der Alltagsroutine ist deshalb so wichtig, weil sie den Betroffenen wieder Sicherheit und Vertrauen − und somit Stabilität − im Handeln geben können. Hierin zeichnet sich ab, dass die durch eine Demenz bedrohte Stabilität des Alltags durch neue Formen der Routine ausgeglichen werden müssen. Die Angehörigen von Menschen mit Demenz versuchen, genau diese neue Alltagsroutine tagtäglich aufrech- tzuerhalten, um das eigene Sicherheitsgefühl sowie des Angehörigen mit Demenz zu erhalten. Durch den gleich ablaufenden Alltag wird es für die Angehörigen wieder möglich, bestimmte Verhaltensweisen wieder vorherzusehen, wodurch die Hand- lungssicherheit − zumindest in einem begrenzten Rahmen − wiederhergestellt wer- den kann. Für Menschen mit Demenz sind Routinen deshalb so wichtig, weil sie die eigene Identität aufrechterhalten können. Denn Brüche der Alltagsroutine können auch Selbstzweifel nach sich ziehen, beispielsweise wenn in einer Paarbeziehung die eigene Identität durch entstandene Konflikte infrage gestellt wird.
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Herausforderndes Verhalten : Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bei Menschen mit Demenz

Herausforderndes Verhalten : Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bei Menschen mit Demenz

113'000 Menschen in der Schweiz leben mit einer Demenz (Schweizerische Alzhei- mervereinigung, 2012). Jedes Jahr kommen geschätzte 27'000 Menschen hinzu. Zwei Drittel der Erkrankten sind Frauen. Bis 2050 wird die Prävalenz von Demenz in der Schweiz auf 300'000 Einwohner geschätzt. Bei den über 65-Jährigen liegt die Krankheits- häufigkeit bei 6%, bei den über 85-Jährigen bei 20% (Hafner und Meier, 2013). Von den betagten Personen, welche in Institutionen wie Altersheimen leben, sind 39% demenz- krank (BFS, 2010), das entspricht etwa zwei von fünf Betagten. Gemäss dem BFS (2012) haben neuropsychiatrische Erkrankungen, darunter vor allem die Demenz, den grössten Einfluss auf den individuellen Pflegebedarf einer betagten Person im Vergleich zu anderen Multimorbiditäten. Gemäss Sloane et al. (2004) sind die Auswirkungen von herausfordern- dem Verhalten von Demenzkranken für das Pflegepersonal immens. Pflegekräfte aus Al- ters- und Pflegeheimen berichten, dass sie bei der Arbeit mit Bewohnern und Bewohne- rinnen andauernd verzweifelt seien, welche schlagen, verbal aggressiv sind oder schreien (Sloane et al., 2004, zit. nach Whall, Gillis, Yankou et al., 1992, S. 13-17). Das Pflegeper- sonal fürchtet insbesondere physische Aggressionen, da diese ein Verletzungsrisiko für die Bewohner selbst wie auch das Pflegepersonal darstellen. Aufgrund der Inzidenz der Demenzerkrankung, der hohen Prävalenz für aggressives Verhalten und der damit einher- gehenden Belastung und Überforderung des Pflegepersonals zeigt sich die Thematik „Herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz“ und der Umgang damit aus Sicht der Pflege für die Praxis als eindeutig relevant.
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Psychisch krank und gefährlich? Das Stereotyp der Gewalttätigkeit bei schizophren erkrankten Menschen

Psychisch krank und gefährlich? Das Stereotyp der Gewalttätigkeit bei schizophren erkrankten Menschen

krankheitsbedingten negativen Folgen droht. Durch das Fehlen einer konsequenten Behandlung wird das Risiko für gewalttätiges Verhalten enorm verstärkt. Wird therapeutisch nicht rechtzeitig eingegriffen, erhöht sich das Gewaltvorkommen bei den Betroffenen, so dass ihnen infolgedessen eine Einweisung in die Forensik und damit ein sozialer Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben droht. Es ist Aufgabe der Allgemeinpsychiatrie solchen Entwicklungen mithilfe einer langfristigen, bedarfsgerechten Behandlung entgegenzuwirken. Im Fokus der psychiatrischen Interventionen sollte dabei das Herstellen von Krankheitseinsicht und Compliance bei den Erkrankten sowie die Gewährleistung einer ambulanten Nachversorgung stehen, um die Betroffenen in den Behandlungsbezügen zu halten und somit der Entwicklung von Gewaltverhalten entgegenzusteuern. Um diese Interventionen in die Praxis der allgemeinpsychiatrischen Regelversorgung umzusetzen, müssen die derzeit bestehenden Behandlungsstrukturen und gesetzlichen Regelungen der Allgemeinpsychiatrie kritisch hinterfragt und den Bedarfen der Gruppe Schizophreniekranker mit einem erhöhten Gewaltrisiko angepasst werden. Denn die gegebenen Strukturen der Allgemeinpsychiatrie führen aktuell dazu, dass gerade diese Patientengruppe aus dem Versorgungsnetz herausfällt, so dass es bei ihnen vermehrt zu einer Verschlechterung ihrer Erkrankung kommt, womit die Betroffenen stärker Risikofaktoren ausgesetzt werden, die wiederum Einfluss auf das Gewaltverhalten haben. Es darf nicht sein, dass Patienten mit einer hohen Symptombelastung und infolgedessen mit einem erhöhten Gewaltrisiko aus der stationären Behandlung entlassen werden, dass erfolgversprechende psychotherapeutische Verfahren nicht in die Routinebehandlung implementiert sind und Ressourcen des Behandlungssystems für die schwer Erkrankten unzureichend sind. Da die Behandlungssituation der Erkrankten einen starken Einfluss auf ihr Gewaltverhalten hat und das Potenzial besitzt, die soziale Situation und die Lebensqualität der Betroffenen enorm zu verbessern, ist es dringend erforderlich, dieses Potenzial zu nutzen, um einer ohnehin schon vulnerablen und an einer schweren psychischen Erkrankung leidenden Gruppe von Adressaten die ihr zustehende und benötigte Unterstützung zu geben. Ein psychiatrisches Versorgungssystem, dass augenscheinlich für diese bestimmten Fallkonstellationen keine andere Antwort liefert, als weiterhin die Menschen ihrem Schicksal entweder allein zu überlassen oder sie in periphere Institutionen auszugrenzen markiert die gegebenen Behandlungsschwächen dieses Versorgungssystems, die einer Veränderung bedürfen.
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Lebensqualität bei Menschen mit Demenz : Dementia Care Mapping im Fokus

Lebensqualität bei Menschen mit Demenz : Dementia Care Mapping im Fokus

Pflegeheime unterteilt wurden (ebd.). Je eine Gruppe stellt eine der beiden zu vergleichenden Parteien dar und die dritte Gruppe bildet eine Kontrollgruppe (ebd.). In der DCM Interventionsgruppe wird nach dem typischen Verfahren (24 Kategorien inklusive WIB) durch zwei angelernte Basic Mapper gemappt (ebd.). Zusätzlich werden alle anderen Mitarbeiter*Innen durch einen Vortrag über person-zentrierte Pflege und Dementia Care Mapping in den Prozess integriert (ebd.). In der VPM Intervention stellt das wichtigste Element ein wöchentliches Meeting von 45 - 60 Minuten dar, an dem das ganze Team teilnimmt (ebd.). In diesem Meeting werden schwierige Patienten*Innen-Pflegekräfte-Interaktionen analysiert (ebd.). Um Kenntnisse über die Grundlagen zu erlangen, beträgt die Schulung über VPM drei Tage und beinhaltet unter anderem das Analysieren von herausfordernden Situationen im Pflegealltag (ebd.). Ein bedeutender Punkt während der Meetings ist es, dass eine Aufgabenverteilung vorliegt (z.B. Moderation des Meetings), denn so kommt eine Dynamik in diesen Teil des Prozesses und es regt zur aktiven Beteiligung aller an (ebd.). Die Kontrollgruppe erhielt eine DVD mit einem Film über Demenz (ebd.). Folgende Ergebnisse zur Lebensqualität konnte diese Studie erzielen:
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Erleben und Verhalten bei Angehörigen von Menschen mit Demenz in Konfliktsituationen

Erleben und Verhalten bei Angehörigen von Menschen mit Demenz in Konfliktsituationen

Die Diagnostik ist deswegen sehr wichtig, da es auch kognitive Syndrome und Formen der Demenz gibt, die reversibel sind. Dazu zählen Verwirrtheitszustände (Bickel & Förstl, 2009; Eisfeld & Ebert, 2005) und Demenzen als Folge von Stoffwechselstörungen (Lang, 2005) sowie ausgeprägte kognitive Störungen bei Depressionen (Reischies, 2005). Eine Demenz ist im Rahmen der Diagnostik außerdem von einer leichten kognitiven Störung abzugrenzen. Das Konstrukt der leichten kognitiven Störung bezeichnet einen Abbau kognitiver Fähigkeiten, der zwar deutlich, aber nicht so ausgeprägt ist, dass die Demenzkriterien erfüllt sind. Es handelt sich dabei um eine heterogene Gruppe, die neben Menschen mit vorübergehenden oder nicht weiter fortschreitenden kognitiven Defiziten auch Betroffene im präklinischen Stadium einer Demenz enthält. Es existieren verschiedene Konzepte und Kriterien für eine leichte kognitive Störung, von denen die im Forschungskontext am weitesten verbreitete Definition das „mild cognitive impairment“ von Petersen et al. (2001) ist (Zaudig, 2009). Als gesicherte Erkenntnis aus zahlreichen prospektiven Studien in den letzten Jahren gilt, dass über einen Zeitraum von 5 Jahren ca. 50 % der Patienten mit einer leichten kognitiven Störung eine Demenz entwickeln (Zaudig, 2009).
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Pflegekompetenz in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz - eine empirische Erhebung

Pflegekompetenz in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz - eine empirische Erhebung

Das Thema Demenz ist aus der aktuellen Diskussion um die immer älter werdende Ge- sellschaft und die in diesem Zusammenhang stehenden Fragen nach Kosten und not- wendigen Veränderungen des bestehenden Gesundheitssystems nicht mehr wegzuden- ken. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird dieses Thema diskutiert und betrachtet. So werden Maßnahmen der Prävention, die das Auftreten einer demenziellen Erkran- kung verhindern können, diskutiert. Auch wird über mögliche medikamentöse Thera- pien, die ein Fortschreiten der Erkrankung aufhalten können, gesprochen und geforscht. Die ökonomische Belastung wird aufgegriffen und durch Zahlen manifestiert. Das Risi- ko der Demenzerkrankung im hohen Alter wird im vierten Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland aus dem Jahr 2002 als „große Heraus- forderung an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft“ 1 bezeichnet. In einer aktuellen Publikation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden aktuelle Forschungen zum Thema Demenz vorgestellt 2 und es wird von einer Gesell- schaft der Zukunft als einer Gesellschaft mit Demenz 3 gesprochen. Auch hier ist von Herausforderungen die Rede, vor die eine Gesellschaft gestellt wird, in der die Men- schen immer älter werden und somit das Risiko einer Zunahme von Pflegebedürftigkeit und demenziellen Erkrankungen steigt.
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