Nach oben pdf Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften als Telefonumfrage

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften als Telefonumfrage

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften als Telefonumfrage

ohne lange Zwischenpausen abwickeln können (...), Antworten protokollieren (...), streng aufgabenorientiert sein und trotzdem die Fähigkeit besitzen, in einer angenehmen und kon- zilianten Art auf unterschiedlichste Personen eingehen und auf alle Fragen antworten zu können” (Frey/ Kunz/ Lüschen 1990: 187 f.). Im Kontaktgespräch sind vor allem die beiden letztgenannten Eigenschaften entscheidend. Blitzschnell, manchmal sogar ohne daß die Kontakt- oder Zielperson viel gesagt hat, muß der Interviewer erkennen, ob es sich um einen eher rationalen oder emotionalen Befragtentyp handelt, dessen möglichen Ängste und Fra- gen wahrnehmen oder gar antizipieren, Vertrauen bilden und Kompetenz, nicht jedoch Überlegenheit ausstrahlen 11 . Daß dieser Grat schmal ist und nicht jeder Interviewer mit sei- nen spezifischen Eigenschaften bei jeder beliebigen Kontakt- oder Zielperson Erfolg hat, ist naheliegend. Deshalb gibt es auch nicht “den idealen” Telefoninterviewer. Ein Beispiel ver- deutlicht dies: Eine ausgeprägte Dialektalität ist für allgemeine Bevölkerungsumfragen si- cherlich hinderlich, in manchen Fällen ist jedoch Dialektkenntnis für den Erfolg eines Kon- taktgesprächs entscheidend.
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Der ALLBUS 1988: die neue "Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften", vorgestellt mit einem Analysebeispiel zum Einstellungswandel gegenüber Gastarbeitern

Der ALLBUS 1988: die neue "Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften", vorgestellt mit einem Analysebeispiel zum Einstellungswandel gegenüber Gastarbeitern

Die "Allgemeine Bevölkerungsumfrage Sozialwissenschaften" (ALLBUS) ist zwischen 1980 und 1988 kontinuierlich im Zweijahresabstand durchgeführt worden (1). Der ALLBUS dient als Forschungsprogramm der Erhebung und Verbreitung allgemein ver- fügbarer sozialwissenschaftlicher Daten für Forschung und Lehre. Kernstück seiner Kon- zeption sind die regelmäßig zu wiederholenden, repräsentativen Bevölkerungsumfragen mit einem teils konstanten, teils variablen Fragenprogramm, das zentrale Forschungs- bereiche der empirischen Sozialforschung abdeckt. Mit dem ALLBUS-Datenangebot sollen Untersuchungen des sozialen Wandels und deskriptive Sozialberichterstattung auch für solche Forscher ermöglicht werden, die selbst keinen Zugang zu entsprechen- den Primärdaten haben.
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Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften 2004: Daten des ALLBUS 2004 verfügbar

Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften 2004: Daten des ALLBUS 2004 verfügbar

m Jahr 2004 wurde die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) zum vierzehnten Mal durchgeführt. In computerunterstützten persönlich- mündlichen Interviews (CAPI) wurden in Westdeutschland ca. 1.980 und in Ostdeutsch- land ca. 960 Personen befragt. Für die Stichprobenbildung wurden wie in den Jahren 1994, 1996, 2000 und 2002 Adressen aus den Einwohnermeldeämtern gezogen. Die Grundgesamtheit der Umfrage bildete die erwachsene Wohnbevölkerung Deutschlands in Privathaushalten. Auch ausländische Personen wurden befragt, wenn das Interview in deutscher Sprache durchgeführt werden konnte.
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Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - ALLBUS 1988

Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - ALLBUS 1988

Das Forschungsprogramm "Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwis- senschaften" (ALLBUS) dient dem Ziel, Daten für die empirische Sozialforschung zu erheben und rasch allgemein zugänglich bereitzustellen. Diese regelmäßige Erhebung von Verhaltensberichten, Einstellungen, Werthaltungen und demographischen Merkmalen der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ist darauf ausgerichtet, eine kontinuierliche, inhaltlich fruchtbare und methodisch anspruchsvolle Datenbasis für unterschiedliche Forschungsvorhaben zu schaffen. Damit ist die Notwendigkeit verbunden, jede Phase des Forschungsablaufes so transparent wie möglich zu machen. D.h., daß die Planung, Vorbereitung und die Durchführung der Studie sorgfältig zu dokumentieren sind. Es ist anzustreben, daß die Nutzer des ALLBUS den Prozeß der Datenerhebung nachvollziehen und sich kritisch mit den gewonnenen Daten auseinandersetzen können. Diesem Ziel dient der hier vorgelegte Methodenbericht.
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Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften: ALLBUS 1986

Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften: ALLBUS 1986

Dem thematischen Schwerpunkt "Bildung und Kulturfertigkeiten* wurde eine hohe Priorität zur Rufnähme in den RLLBUS 1986 zugeschrieben, da trotz der theoretischen und praktischen Relevanz dieser Dimension bisher im RLLBUS eine weitgehende Reduzierung auf den explikativen Wert der Variablen Bildung zu verzeichnen ist. Zur Konzeption einer eigenständigen inhaltlichen Dimension wurde zum einen neben der Erfas­ sung des objektiven Bildungsverlauf es von Personen besonderes Gewicht auf die subjektiven Bewertungen bzw. allgemeiner"die Einstellungen zur Bildung und zum Bildungssystem gelegt. Darüber hinaus sollte zum an­ deren über die Einbeziehung der ßspekte der kulturellen Teilhabe und allgemeiner Kulturfertigkeiten eine unangemessene Einschränkung auf schulische bzw. berufliche Bildungsinstitutionen und die dort erwor­ benen vorwiegend kognitiven Fähigkeiten vermieden werden. Rls proble­ matisch für die Umsetzung dieses Schwerpunktthemas in konkrete Frage­ formulierung erwies sich die Tatsache, daß das Phänomen der Beherr­ schung allgemeiner Kulturfertigkeiten sowohl theoretisch als auch em­ pirisch in den Sozialwissenschaften weitgehend vernachlässigt worden
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Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) 1984

Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) 1984

-Unter den Vorgaben, daß pro Interviewer nicht mehr als sieben Interviews realisiert werden und daß insgesamt 3.000 auswertbare Interviews zustande kommen sollten, [r]

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Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS): Rückblick und Ausblick in die neunziger Jahre

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS): Rückblick und Ausblick in die neunziger Jahre

1983).. Die Methodenstudie zum ALLBUS 1984 war der Test-Retest-ReUabiliat gewidmet. Dabei wurde ein Teil der Befragten der Haupterhebung mit einem verkürzten Instrument zwehai[r]

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Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - ALLBUS 1980 (Nationaler Sozialer Survey)

Methodenbericht: Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - ALLBUS 1980 (Nationaler Sozialer Survey)

tive Analyse des Pretests (Referat für das ZUM-Methodenserninar zum Nationalen Sozialen Survey im Juli 1980); Mannheim, Juni 1980, vervielfältigt. Porst, R[r]

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Woran bemisst sich eine "gute" allgemeine Bevölkerungsumfrage? Analysen zu Ausmaß, Bedeutung und zu den Hintergründen von Nonresponse in zufallsbasierten Stichprobenerhebungen am Beispiel des ALLBUS

Woran bemisst sich eine "gute" allgemeine Bevölkerungsumfrage? Analysen zu Ausmaß, Bedeutung und zu den Hintergründen von Nonresponse in zufallsbasierten Stichprobenerhebungen am Beispiel des ALLBUS

jedoch nicht so interpretiert werden, dass man zum Beispiel dann, wenn man eine ganze Reihe von Zufallsstichproben parallel ziehen würde, ceteris paribus keine signifikanten Einzelabweichungen bekäme. Insbesondere bei komplexen Stichprobendesigns, wie sie heute in den Sozialwissenschaften üblich sind, ist vielmehr das Gegenteil hochwahr- scheinlich, ohne dass damit hinreichend sicher geklärt wäre, dass die inkriminierte Stich- probe in ihren Ergebnissen auch insgesamt „schlechter“ sei. Entscheidend ist nicht, ob einzelne Abweichungen von einer definierten Referenz zum Beispiel nach dem Chi 2 -Test, signifikant sind. Es kommt vielmehr darauf an, zu prüfen, ob die Stichprobe ein systema- tisches Verzerrungsmuster aufweist und – immer vorausgesetzt, dass mögliche einzelne Abweichungen nicht aus zum Beispiel formalen Gründen als nicht mehr hinnehmbar betrachtet werden – wie bedeutsam die Verzerrungen für die zu untersuchenden Fragestel- lungen sind. Genau aus diesem Grund haben wir eine multivariate Nonresponse-Analyse anhand von Logit-Modellschätzungen durchgeführt, da sich nur auf diese Weise signifi- kante und bedeutsame Muster eines möglichen „nonresponse bias“ im Zusammenhang überprüfen lassen. 30
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Methodenbericht: Algemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - ALLBUS 1982

Methodenbericht: Algemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - ALLBUS 1982

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS; ehemals Nationaler Sozialer Survey) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Forschungsprogramm zur Erhebung und Verbreitung aktueller und re­ präsentativer Primärdaten über Einstellungen und Verhaltensweisen der Bevöl­ kerung in der Bundesrepublik. Die Konzeption des ALLBUS umfaßt regelmäßig zu wiederholende bundesweite Umfragen mit einem teils konstanten, teils variablen Fragenprogramm, das zentrale Forschungsbereiche der empirischen Sozialforschung abdeckt und dessen Daten über das Zentralarchiv für empirische Sozialforschung in Köln allgemein zugänglich sind.
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Ergebnisse der Methodenstudie zur internationalen Vergleichbarkeit von Einstellungsskalen in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) 1982

Ergebnisse der Methodenstudie zur internationalen Vergleichbarkeit von Einstellungsskalen in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) 1982

Pfeile eines Punktes sind, um so höher ist der Koordinatenwert dieses Punktes auf der dritten Dimension "links" vom Ursprung; je länger die gestrichelten Pfeile hingegen sind, um so höher ist der Wert eines Items "rechts" vom Ursprung auf dieser Dimension. Man kann sich auf diese Weise leicht deutlich machen, daß die "diagonale" Dimension der Objektkonfiguration eine allgemeine Oben- Unten-Dimension darstellt. Ihr einer Pol (gestrichelte Pfeile) wird markiert durch Berufseigenschaften wie Hohes Einkommen, Aufstiegsmöglichkeiten, Unabhän­ gigkeit, Verantwortung und Prestige, d.h. von Merkmalen, die bei "höheren Berufen anzutreffen sind. Der entgegengesetzte Pol (durchgezogenen Pfeile) hin­ gegen vereinigt Berufsattribute von weniger "wichtigen" bzw. statusniedrigen Berufen wie z.B. Viel Freizeit, die Verwirklichung "sozialer Anliegen" (KONTKT, HELFEN, NUETZL) und die Beachtung von äußeren, nämlich gesunden und sicheren Arbeitsbedingungen (BEDING).
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Konzeption und Durchführung der "Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften" (ALLBUS) 2010

Konzeption und Durchführung der "Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften" (ALLBUS) 2010

Zu den 2010 replizierten ALLBUS-Fragen gehören auch die Items zur Erfassung des egozentrierten Netzwerks, die bisher in allen runden Jahren, also 1980, 1990 und 2000 Bestandteil der ALLBUS- Umfrage waren. Dieser Teil des Fragebogens beschränkt sich nicht auf reine Replikation, sondern weist verschiedene innovative Aspekte auf. Zum einen kam - im Split bei der Hälfte der Befragten - statt des bisher im ALLBUS verwendeten Einstiegsfrage zur Generierung einer Liste der zum Netzwerk des Befragten (ego) gehörenden Personen (alteri) ein alternativer, am amerikanischen General Social Survey orientierter Namensgenerator zum Einsatz. Zum anderen wurden diesmal in beiden Splits deutlich mehr „Interpretatoren“, also Merkmale der alteri bzw. der Beziehung zwischen ego und alteri, erfasst als in früheren ALLBUS-Studien. Und schließlich wurde das Frageprogramm um einige neue Fragen ergänzt, mit denen Variablen erhoben werden sollen, bei denen ein Zusammenhang mit den Netzwerkvariablen postuliert wird, wie z.B. Reziprozitätsnormen und allgemeine Lebenszufriedenheit. Zusammengenommen bilden diese Fragen des Netzwerkmoduls damit einen thematischen Schwerpunkt des ALLBUS 2010, wenngleich – wegen des umfangreichen multithematischen Replikationsteils - nicht in der gleichen Größenordnung wie in den üblichen ALLBUS-Studien mit explizitem Schwerpunktthema.
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Konzeption und Durchführung der "Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften"
(ALLBUS) 2012

Konzeption und Durchführung der "Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften" (ALLBUS) 2012

Den geschilderten Zielen entsprechend gelten für die ALLBUS-Studien verschiedene allgemeine Gestal- tungsrichtlinien. Unabhängig von den längerfristigen Zielsetzungen soll jede einzelne Umfrage für möglichst viele Nutzer attraktiv sein. Die dafür notwendige Analysefähigkeit der Einzelstudien wird dadurch gewährleistet, dass in jeder Umfrage jeweils ein bis zwei Schwerpunktthemen ausführlich behandelt werden (vgl. Übersicht 1). Die ausführliche Erhebung sozialstruktureller Hintergrundmerk- male in jeder Umfrage sichert ebenfalls die Verwendbarkeit des ALLBUS für Querschnittanalysen. Der Nutzen des ALLBUS für Längsschnittanalysen wächst mit jeder weiteren Studie. Die notwendige Fragenkontinuität wird durch den Rückgriff auf Fragen aus anderen sozialwissenschaftlichen Umfra- gen und vor allem durch ALLBUS-interne Replikationen erreicht. In diese Messreihen werden vorzugs- weise Indikatoren einbezogen, die geeignet sind, langfristigen Wandel abzubilden, und sich durch Theoriebezogenheit und inhaltliche Zusammenhänge mit anderen Variablen des Frageprogramms aus- zeichnen. Besonders häufig erhoben werden Merkmale, die zentral für bestimmte Einstellungskomple- xe sind, einem schnellen Wandel unterliegen oder oft als erklärende Variablen verwendet werden. Andere wichtige Variablen, für die weniger dichte Zeitreihen ausreichend erscheinen, werden im All- gemeinen etwa alle vier Jahre erfasst. Für Schwerpunktthemen als Ganzes werden Replikationen im 10-Jahres-Abstand angestrebt.
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Konzeption und Durchführung der "Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften" (ALLBUS) 2014

Konzeption und Durchführung der "Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften" (ALLBUS) 2014

Den geschilderten Zielen entsprechend gelten für die ALLBUS-Studien verschiedene allgemeine Gestal- tungsrichtlinien. Unabhängig von den längerfristigen Zielsetzungen soll jede einzelne Umfrage für möglichst viele Nutzer attraktiv sein. Die dafür notwendige Analysefähigkeit der Einzelstudien wird dadurch gewährleistet, dass in jeder Umfrage jeweils ein bis zwei Schwerpunktthemen ausführlich behandelt werden (vgl. Übersicht 1). Die ausführliche Erhebung sozialstruktureller Hintergrundmerk- male in jeder Umfrage sichert ebenfalls die Verwendbarkeit des ALLBUS für Querschnittanalysen. Der Nutzen des ALLBUS für Längsschnittanalysen wächst mit jeder weiteren Studie. Die notwendige Fragenkontinuität wird durch den Rückgriff auf Fragen aus anderen sozialwissenschaftlichen Umfra- gen und vor allem durch ALLBUS-interne Replikationen erreicht. In diese Messreihen werden vorzugs- weise Indikatoren einbezogen, die geeignet sind, langfristigen Wandel abzubilden, und sich durch Theoriebezogenheit und inhaltliche Zusammenhänge mit anderen Variablen des Frageprogramms aus- zeichnen. Besonders häufig erhoben werden Merkmale, die zentral für bestimmte Einstellungskomple- xe sind, einem schnellen Wandel unterliegen oder oft als erklärende Variablen verwendet werden. Andere wichtige Variablen, für die weniger dichte Zeitreihen ausreichend erscheinen, werden im All- gemeinen etwa alle vier Jahre erfasst. Für Schwerpunktthemen als Ganzes werden Replikationen im 10-Jahres-Abstand angestrebt.
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Die ALLBUS-"Gastarbeiter-Frage": zur Geschichte eines Standard-Instruments in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS)

Die ALLBUS-"Gastarbeiter-Frage": zur Geschichte eines Standard-Instruments in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS)

Die Daten der im Folgenden als „Giessen“, „Münster 1“ und „Münster 2“ bezeichneten Stu- dien (vgl. ZA & ZUMA 2003) wurden im Rahmen des DFG-Projekts „Nationale Identität der Deutschen“ 7 im Herbst 1992 im Politbarometer Gießen (vgl. Heinrich u.a. 1993) bzw. im Politbarometer Münster im Frühjahr (vgl. Blank u.a. 1993) bzw. im Herbst 1993 (vgl. Blank 1993) erhoben (vgl. dazu Blank & Schwarzer 1994). In diesen Studien wurde unter Beibehal- tung der sonstigen Formulierungen in den vier ursprünglichen „Gastarbeiter-Items“ der Be- griff „Gastarbeiter“ durch die Umschreibung „die in der Bundesrepublik lebenden Ausländer“ ersetzt. Dem lag die Überlegung zugrunde, dass der starke Zustrom von Asylsuchenden nach Deutschland Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts dazu geführt ha- be, „dass sich die Wahrnehmung und die Definition des ‚Fremden’ bei den Deutschen geän- dert hat. Im Mittelpunkt des Ausländer-Stereotyps stehen heute nicht mehr so sehr die Gast- arbeiter, sondern eher Asylsuchende“ (Blank & Schwarzer 1994: 98). Würde man sich auch weiterhin nur auf „Gastarbeiter“ konzentrieren, hätte dies möglicherweise eine erhebliche Unterschätzung des Ausmaßes der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zur Folge (ebenda). Um die Angemessenheit der neuen Formulierungen zu prüfen, wurden die Daten aus den Stu- dien Giessen, Münster 1 und Münster 2 mit den Ergebnissen des ALLBUS 1990 verglichen. Die interne Konsistenz, formale Validität (geprüft mit multiplen Gruppenvergleichen) und die externe Validität der reformulierten Item-Batterie (vgl. Blank & Schwarzer 1994) sprach letztendlich für die Ersetzung des Begriffes „Gastarbeiter“ durch den Begriff „in Deutschland lebende Ausländer“. Die Autoren schließen ihre Darstellung denn auch mit einer eindeutigen Empfehlung: „Die Reformulierung der klassischen Gastarbeiter-Items hat sich als sehr reli- ables und valides Instrument einer allgemeinen Diskriminierungstendenz gegenüber Fremd- gruppen erwiesen. Damit liegt nun eine allgemeine Ausländer-Ablehnungs-Kurzskala vor, die für die Längsschnittbeobachtung der Einstellungsveränderungen von Fremdenfeindlichkeit besser geeignet sein dürfte als die klassische Gastarbeiter-Skala.“ (ebenda: 112).
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Sozialwissenschaften

Sozialwissenschaften

Auch was die Relevanz von Forschungsdaten und -software angeht, stehen die Sozialwissenschaften zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, kennen sie doch neben zahlreichen Disziplinen, die datenintensiv sind und in denen der Einsatz von Software gängig ist, auch einige, in denen Datensammlungen und Software-Einsatz eher geringen Stellenwert haben. Diese Unterschiede finden sich teils nicht nur zwischen den sozialwissenschaftlichen Fächern, sondern sogar innerhalb einzelner Fächer – wie Münch (2009, S. 69 f.) am Beispiel der Soziologie ausführt. Diese, so der Autor, kennt vier Teilsegmente:
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Sozialwissenschaften

Sozialwissenschaften

Wie oben bereits dargestellt, gibt es in den Sozialwissenschaften eine lan­ ge Tradition der Nachnutzung von Forschungsdaten. Sogenannte Se­ kundäranalysen, also die erneute Analyse von Daten aus bereits durch­ geführten Untersuchungen mit zumeist neuer Fragestellung, gehören zum selbstverständlichen Repertoire empirisch arbeitender Sozialwissen­ schaftler. Dies liegt neben forschungsökonomischen Motiven - hochwer­ tige Datenerhebungen sind mit erheblichem finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden - vor allen Dingen auch darin begründet, dass sich bestimmte Fragestellungen ausschließlich auf der Grundlage bereits er­ hobener Daten beantworten lassen. Insbesondere wenn Veränderungen im Zeitverlauf (bspw. der Wandel von Einstellungen oder Verhaltenswei­ sen in bestimmten Lebensbereichen) untersucht werden sollen, besteht insofern die Notwendigkeit auf vorhandene Daten zurückzugreifen, als dass man solche Daten nicht retrospektiv erheben kann. Darüber hin­ aus sind sozialwissenschaftliche Forschungsdaten, insbesondere solche, die mittels Befragungen oder durch beobachtende Verfahren entstehen, nicht reproduzierbar. Da sie gesellschaftliche Verhältnisse zu einem ge­ gebenen Zeitpunkt beschreiben, sind sie somit auch für die historische Forschung von grundsätzlicher Bedeutung. Per Definitionem handelt es sich bei der Nutzung von Daten der amtlichen Statistik und von pro­ zessproduzierten Daten für wissenschaftliche Forschungszwecke immer um Nachnutzungen, da diese ursprünglich nicht zu dem Zweck der For­ schung erhoben wurden.
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Sozialwissenschaften

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Unterrichtsvorhaben III: Ist meine Stimme wirklich wichtig? Partizipation im politischen System der Bundesrepublik Deutschland unter Beachtung neuer Medien Fachdidaktische Idee: Da insgesamt nur ein geringer Anteil von Jugendlichen in politischen und sozialen Organisationen aktiv ist, ist es erste Auf- gabe dieses Kapitels, die verschiedenen Möglichkeiten von Engagement aufzuzeigen und darüber indirekt ggf. auch Motivation zum eigenen En- gagement zu wecken. Auch geht es hierbei darum, zu klären, was überhaupt unter „Politik“ zu verstehen ist, und dabei herauszufinden, dass es – wie so oft in den Sozialwissenschaften – nicht die „eine“ allgemeinverbindliche Definition gibt. Auch dieses Unterrichtsvorhaben folgt dem Prinzip, von lebensweltnahen zu zunehmend abstrakten Themen vorzugehen. An die Möglichkeiten des eigenen Engagements schließen sich demgemäß die Betrachtung politischer Parteien, der Medien und schließlich der Funktionsweise des politischen Systems der parlamentarischen Demokratie an. Ein besonderer Fokus der abschließenden Sequenz liegt auf der Vorstellung des Politikzyklus als Möglichkeit, komplexe politische Prozesse sys- tematisch zu erfassen und darzustellen, sowie auf dem Erwerb politischer Urteilskompetenz als unumgänglicher Kompetenz zur Bewältigung des Abiturs. Ein Rückgriff auf die Frage, inwiefern Werte und Normen bei der Urteilsbildung von Bedeutung sind, ermöglicht dabei einen „Brücken- schlag“ zum Inhaltsfeld 3.
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Ergebnisse der Freiburger Telefonumfrage zu Lesestrategien erwachsener Leserinnen und Leser von Romanen

Ergebnisse der Freiburger Telefonumfrage zu Lesestrategien erwachsener Leserinnen und Leser von Romanen

Nach Schmidtchen (1976, vgl. auch Schmidtchen 1993, S. 67 ff.) unterscheiden sich Personen, die beruflich regelmäßig Fachbücher oder Fachzeitschriften lesen, von Be- rufstätigen ohne Zwang zum Lesen. Regelmäßige Berufsleser lesen insgesamt mehr (knapp 7 Stunden in der Woche) als Berufstätige ohne Zwang zum Lesen (knapp 5 ½ Stunden), allerdings lesen sie etwas weniger Unterhaltungsliteratur (knapp 3 ½ Stunden gegenüber mehr als 4 Stunden, S. W178). Dennoch scheint bei den beruflichen Lesern die allgemeine Lesefreudigkeit größer zu sein (vergleichsweise höhere Zustimmung zu den Items: “Ich habe unterwegs fast immer ein Buch bei mir, und wenn ich Zeit habe, lese ich ein paar Seiten”; “ich lese meist mehrere Bücher nebeneinander”). Auch im Freundeskreis kommt es häufiger zu einer buchbezogenen Kommunikation (“ich unter- halte mich oft mit anderen über Bücher, die ich gelesen habe” (S. W190)), und regel- mäßig im Beruf Lesende geben mehrheitlich an, sie hätten viele Freunde und Bekannte, die gerne Bücher lesen. Schmidtchen spricht daher von einem kulturellen Milieu, in das die Berufslektüre eingebettet ist (S. W181). Wer einen Leseberuf wählt, kommt häufiger aus einem Haushalt, in dem viele Bücher gelesen wurden (S. W180).
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Politiker und Parteien in Nürnberg: erste und vorläufige Ergebnisse einer Telefonumfrage im Januar 2006

Politiker und Parteien in Nürnberg: erste und vorläufige Ergebnisse einer Telefonumfrage im Januar 2006

Was bleibt zu tun? Eine „Recallgewichtung“ vornehmen, um Disproportionalitäten zwischen den Parteien, deren Ausmaß allenfalls vage zu beziffern und nur in der Richtung zu erkennen ist, auszubügeln? Wozu aber dieser Aufwand, wenn es uns zum jetzigen Zeitpunkt lediglich um eine kommunalpolitische Zwischenbilanz, um ein Stimmungsbild, keinesfalls aber um Projek- tionen, geschweige denn Prognosen für den Wahlausgang 2008 geht? Und wo die CSU, und andere Parteien und Gruppierungen, noch nicht einmal einen OB-Kandidaten benannt haben? Wir verzichten demzufolge auf eine Gewichtung, die ja immer auch etwas vom „haut gôut“ ver- meintlicher Datenmanipulation mit sich trägt, und berichten im Folgenden ausschließlich über ungewichtete Ergebnisse aus einer nach Lebensaltersgruppen und Geschlechtszugehörigkeit re- präsentativen Telefonumfrage des Jahres 2006 unter deutschen Einwohnern Nürnbergs, die im Jahr 2008 wahrscheinlich hier kommunalwahlberechtigt sein werden. 10
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