Nach oben pdf Das GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften

Das GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften

Das GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften

Angesichts der eingangs dargestellten Entwicklungen bedarf aber auch die eigentliche Archivierungstätigkeit des GESIS Datenarchivs im engeren Sinne einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Das Datenarchiv bietet mit­ tels eines relativ komplexen W orkflow s ein weites Spektrum häufig sehr eng miteinander verbundener Dienstleistungen an. Um aber auch solchen Projekten oder Institutionen bedarfsgerechte Angebote machen zu können, die nur ein­ zelne oder mehrere Komponenten aus dem Dienstleistungsportfolio in Anspruch nehmen wollen, beispielsweise Langzeitarchivierungsdienste, sollen zukünftig verstärkt separate, aber standardisierte Dienstleistungen angeboten werden, die dann (weitgehend frei) kombinierbar sein sollen. In diesem Zusammenhang sollen insbesondere Hintergrunddienste für andere Datenzentren im Bereich der Langzeitarchivierung angeboten werden. Darüber hinaus wird das Dienst­ leistungsangebot des Archivs Anfang 2013 um einen neuen Service erweitert, nämlich die vom Nutzer (weitgehend) eigenständig durchgeführte Publikation und Distribution von Daten mittels eines Daten-Repositoriums (DATORIUM). Mit diesem Angebot reagiert GESIS auf den Bedarf von Datenproduzenten und Forschern nach schnellen und flexiblen Publikations- und Distributionswegen, die es ihnen insbesondere erlauben, Forschungsergebnisse mit anderen Wissen- schaftler/inne/n zu teilen und diesen somit auch Sichtbarkeit zu geben. Auch im Hinblick auf den Zugang zu datenschutzrechtlich sensibleren Varianten der bei GESIS gehaltenen Daten wird es in 2013 eine Erweiterung des Services geben. Bisher stellt das Datenarchiv Daten in der Regel als vollständig oder faktisch anonymisierte Public bzw. Scientific Use Files zur Verfügung. Die dafür not­ wendigen Anonymisierungsmaßnahmen sind in Einzelfällen nahezu unmöglich (zum Beispiel bei Elitestudien) oder können auch teilweise mit einer erhebli­ chen Einschränkung des Analysepotentials für bestimmte Auswertungszwecke einhergehen (zum Beispiel durch die Löschung ganzer Variablen oder identifi­ zierbarer Fälle oder durch Vergröberung oder Zufallsüberlagerung bestimmter zur Re-Identifikation geeigneter Merkmale w ie Berufsklassen oder kleinräumige regionale Identifikatoren). Um zukünftig auch die Zugänglichkeit solcher Daten für wissenschaftliche Forschungszwecke systematisch zu verbessern, baut GESIS derzeit ein Secure Data Center auf, das in einer ersten Ausbaustufe für schutz­ würdige Datenbestände Vor-Ort-Zugänge an den GESIS Standorten ermöglicht. In einer weiteren Ausbaustufe soll dieser Zugang dann auch um die Möglichkeit eines Fernzugriffes erw eitert werden.
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Langfristige Sicherung von sozialwissenschaftlichen Forschungsdaten. Das GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften

Langfristige Sicherung von sozialwissenschaftlichen Forschungsdaten. Das GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften

– Extended Certification: DSA plus DIN 31644 oder ISO 16363 als Self-Assessment. – Formal Certification: DSA plus DIN 31644 oder ISO 16363 als externe Zertifizierung.[r]

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Sozialwissenschaften

Sozialwissenschaften

A uf nationaler Ebene wurden hingegen bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg (Roper Center, USA) sozialwissenschaftliche Datenarchive als Dienstleister speziell für die Umfrageforschung etabliert, in Europa war das deutsche Zentralarchiv für empirische Sozialforschung (jetzt GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften) ab 1960 die erste dieser Einrich­ tungen.9 Diese Datenarchive gewährleisten gleichermaßen die Langzeitsi­ cherung der Daten wie die zentrale Datenbereitstellung an die nationale Forschergemeinschaft, z.T. auch mit internationaler Reichweite. Freilich sind diese Institutionen überwiegend aus bestimmten Traditionen her­ vorgegangen und haben zum Teil die damit gesetzten Spezialisierung - überwiegend auf die akademisch geprägte Umfrageforschung - bis heu­ te bewahrt. Entsprechend konnten bis vor kurzem jene Subdisziplinen der Sozialwissenschaften weniger gut bedient werden, die sehr stark auch andere Datentypen wie etwa Quellen aus der amtlichen Statistik oder qualitative Daten nutzen. Ferner sind nach wie vor die direkt bei den Auftraggebern von Forschungsprojekten, darunter auch Ministerien und Stiftungen, oder die bei kommerziellen Umfrageinstituten lagernden D a­ ten in der Regel der Forschung bestenfalls unsystematisch zugänglich. Weder sind die Gesamtbestände an derartigen „verborgenen“ Daten ab­ schätzbar, noch können Aussagen über die Langzeitsicherheit solcher Be­ stände gemacht werden.
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Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement in den Sozialwissenschaften

Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement in den Sozialwissenschaften

unterstützen dazu Forschende durch zweckorientierte Angebote. Beispielsweise verfügen viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen heute über unterschiedliche organisatori- sche und technische Dienste zur Sicherung, Archivierung und Bereitstellung von Daten, die in der eigenen Einrichtung produziert wurden. Die Nutzung solcher Dienste kann z.T. ver- bindlich durch Empfehlungen der Einrichtung zum Umgang mit Forschungsdaten geregelt sein. Dabei ist die jeweilige datenspezifische Ausrichtung einer Einrichtung oder eines Da- tenarchivs zu berücksichtigen. So stellt das GESIS Datenarchiv vorrangig Dienste zur Selbst- Archivierung (vgl. GESIS datorium) sowie umfangreiche Services im Rahmen der Langzeit- archivierung für quantitative Umfragedaten (vgl. Quandt/Mauer 2012: 67) bereit. Weiterhin sind auch Entwicklungen wissenschaftlicher Verlage zu berücksichtigen. Diese gehen mehr und mehr dazu über, Datensätze und Materialien, auf deren Basis Artikel in ihren Journalen veröffentlicht werden, zu sichern, um so deren Replizierbarkeit zu ermöglichen. Entspre- chende Dienste werden z.T. gemeinsam mit Forschungsdateninfrastrukturen (vgl. ZBW Jour- nal Data Archive) angeboten. Das Themenspektrum von der Sicherung bis zur langfristigen Nutzung von Forschungsdaten wird ausführlich in Kapitel 7 behandelt.
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Forschungsdatenbanken und Forschungsservice: das GESIS-Datenarchiv HISTAT und andere Serviceangebote

Forschungsdatenbanken und Forschungsservice: das GESIS-Datenarchiv HISTAT und andere Serviceangebote

Berlin) tätige Rainer Fremdling.6 In Deutschland wurden in den vergangenen Jahr­ zehnten von verschiedenen Geldgebern umfangreiche Drittmittelproj ekte zur Zusam­ menstellung und Aufbereitung historisch-statistischer Daten sowohl im Bereich der Wirtschafts- und Sozialgeschichte als auch der Sozialwissenschaften finanziert. Aus dem von 1977 bis 1981 erstmalig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektverbund „Deutsche Bildungsstatistik 1800-1945“ das auf breiter empirisch-statistischer Grundlage den langfristigen Strukturwandel des Bildungswe­ sens in Deutschland rekonstruiert und analysiert, gingen zunächst zwei umfangreiche Datenhandbücher hervor.7 Die DFG hat aber noch in den vergangenen zehn Jahren, also rund dreißig Jahre nach der ersten Förderung, mindestens sechs Einzelanträge zu entsprechenden Datenhandbüchem bewilligt.8
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Open Access in den Sozialwissenschaften

Open Access in den Sozialwissenschaften

Mangelnden Kenntnissen stehen zahlreiche Angebote gegenüber: In Deutschland ist die Abdeckung mit institutionellen Open Access-Servern für Autoren der lokalen Hochschule vorbildlich. 5 Doch weniger als 20% der Dokumente auf diesen Servern 6 stammen aus den Sozialwissenschaften. Laut DFG-Studie fordern Sozialwissenschaftler stärker als andere Wissenschaftler disziplinäre Server, die es etwa mit dem Munich Personal RePEc Archive

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Heuristik für Psychologie und Sozialwissenschaften

Heuristik für Psychologie und Sozialwissenschaften

Es geht hier nicht darum, Bedeutungen oder Symbolisierungen ab- zuwerten, sondern der Einseitigkeit, die einem bloß "verstehenden", "interpretativen" oder "herme[r]

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Computersimulation und Theoriebildung in den Sozialwissenschaften

Computersimulation und Theoriebildung in den Sozialwissenschaften

Computersimulationen in den Sozialwissenschaften gibt es seit ca. 30 Jahren.1 Die an­ fängliche Begeisterung der Verwendung von Computersimulationen zeigte sich auch in einer schnell wachsenden Anzahl von Simulationen. So stieg die Anzahl der publi­ zierten Computersimulationen in den Sozialwissenschaften von 1950 bis Mitte der sechziger Jahre um 23 Prozent jährlich (Starbuck 1983, S. 155). Diese Tendenz setzte sich danach aber nicht mehr fort; von 1973 bis heute lassen sich pro Monat durch­ schnittlich nur noch zwei neuerschienene Computersimulationen durch den Social Science Citation Index nach weisen.2 Auch wenn hier nur ein grober Indikator für die Verwendung von Simulationen durch Soziologen vorliegt, so kann doch die Größen­ ordnung verdeutlicht werden, wenn man berücksichtigt, daß der Social Science Cita­ tion Index in den letzten 17 Jahren zwar mehr als 40.000 Arbeiten zu den Stichwor- ten „Theory", „Theoretical" und „Theories" nachweist, aber nur 465 Computersimu­ lationen. Bemerkens werterweise enthält keine einzige Arbeit „Theory" und „Computer Simulation" gemeinsam?
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Politik-Sozialwissenschaften – Rahmenbedingungen

Politik-Sozialwissenschaften – Rahmenbedingungen

Die fach- , methodischen und didaktischen Regelungen entsprechen ebenso den Grundlagen des Faches Politik.. Sozialwissenschaften wird neben den übrigen Differenzierungsangeboten (i.d.R. [r]

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Implementing Open Science: The GESIS Perspective ; Talk given at Institute Day of GESIS, 28 September 2017

Implementing Open Science: The GESIS Perspective ; Talk given at Institute Day of GESIS, 28 September 2017

To GESIS, Open Methodology is the Open Science pillar that currently deserves most attention. Open Methodology refers to the transparent and comprehensive documentation of data collection and data analysis. Its roots, if you will, are to some extent in Open Notebook Science in the natural sciences. The aim – in the laboratory context at first – is to document all relevant decisions and observations made in the process of research practice – including unsuccessful ones – and thus to maximize transparency. That all – or all important – steps of a research process are retraceable is essential: Open Data can only be understood if it is verifiable how they were collected. Published results require that each step in the analysis can be reproduced. Conversely, methodological transparency is hardly conceivable without Open Data.
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Der Mikrozensus als Datenquelle für die Sozialwissenschaften

Der Mikrozensus als Datenquelle für die Sozialwissenschaften

Oder wenn feinere regionale Differenzierungen (etwa nach Regierungsbezirken) gewünscht werden oder Auswertungen über seltene Be- rufsgruppen gemacht werden sollen. Für ein[r]

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Lehrplan Sozialwissenschaften EF

Lehrplan Sozialwissenschaften EF

• erschließen fragegeleitet aus sozialwissenschaftlich relevanten Textsorten zent- rale Aussagen und Positionen sowie Intentionen und mögliche Adressaten der jeweiligen Texte und ermit[r]

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GESIS im Urteil der Professoren und Mitarbeiter der Soziologie und Politikwissenschaft

GESIS im Urteil der Professoren und Mitarbeiter der Soziologie und Politikwissenschaft

Als Beispiel hierfür können die Fortbildungsangebote herangezogen werden, deren Existenz der Mehrheit der Professoren der Politikwissenschaften (ca. 56 Prozent) und immerhin noch 31 Prozent der Soziologieprofessoren unbekannt ist. Unter den befragten Mitarbeitern liegen die Anteilswerte bei 43 Prozent (Politikwissenschaft) bzw. 29 Prozent (Soziologie). Durch die starke Ausrichtung der GESIS-Fortbildungsveranstaltungen auf Fragen der Umfrageforschung sind diese mangels eigener Umfrageprojekte möglicherweise für die Mehrheit unter den Politikwissenschaftlern und Teile der Soziologen irrelevant (was in der Folge die hohen Unbekanntheits-Anteile erklären würde). Demgegenüber zeigt sich bei den neuen GESIS-Produkten „mda“ und „gesis report“ nach wie vor ein deutlicher Nachholbedarf in der Öffentlichkeitsarbeit, wobei allerdings in Rechnung gestellt werden sollte, dass es sich hier um Produkte handelt, die erst seit kurzem „auf dem Markt“ sind. Beide Publikationen sind, wie aus den beiden folgenden Tabellen hervorgeht, nur einer Minderheit unter den befragten Professoren und Mitarbeitern bekannt.
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KI-Modellierung in den Sozialwissenschaften

KI-Modellierung in den Sozialwissenschaften

die mehr in der Tradition der Gei- steswissenschaft stehen, wie Psycho- analyse oder Symbolischer Interaktio- nismus, zwar ,,menschlichere" Modelle, schlagen aber zw[r]

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Zur Aktualität der Psychoanalyse für die Sozialwissenschaften

Zur Aktualität der Psychoanalyse für die Sozialwissenschaften

Gast konstatiert zunächst, dass die Verbindung zwischen den Sozialwissen­ schalten u n d der Psychoanalyse „zerbro­ chen“ seien, um dann, sprachlich elegant, die N otw endigkeit der W iederannähe­ rung zu entfalten. So b eto n t sie die Nähe der Subjektauffassungen von Psychoana­ lyse u n d Sozialwissenschalten, soweit sie sich in der Tradition von Aufklärung u nd K ritik sehen u n d zitiert als hervorragende Referenz „Das Andere der V ernunft“ von H artm u t u nd G ernot Böhme, eine stark psychoanalytisch inspirierte Studie zu Kant. Die Einzigartigkeit der Psychoana­ lyse bestehe nicht zuletzt darin, dass sie ihre E rkenntnism ethoden auch auf die erkennenden Subjekte anwende u nd dam it auch den Sozialwissenschaften eine eige­ nen Erkenntnistheorie un d M ethodolo­ gie anbiete. Die letzten Sätze des Beitrages geben eine sehr selbstbewusste A ntw ort auf die Ausgangsfrage, „Warum die Sozi­ alwissenschaften die Psychoanalyse brau­ chen“: „Vor allem, weÜ psychoanalytisches D enken nicht n u r sich selbst, sondern auch die Sozialwissenschaften davor schützt, vom Augenschein überw ältigt zu werden u n d vor dem „Absolutismus der W irklich­ keit“ (Blumenberg 1979) (31).
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The Research Data Center PIAAC at GESIS

The Research Data Center PIAAC at GESIS

With the Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) researchers can shed light on how competencies are acquired, how its use helps us maintain and further develop skills, and whether adults are prepared for the challenges of modern knowledge societies (OECD 2013a). The Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) initiated PIAAC in more than 30 countries to assess competencies of the adult population. Similar to the Programme for International Student Assessment (PISA), PIAAC is planned to be repeated in regular intervals. Therefore, the next cycle of PIAAC is planned for 2022. The OECD published the PIAAC international public use file of the first cycle of PIAAC (OECD 2015) in 2013. Due to German confidentiality rules, GESIS published a scientific use file (Rammstedt et al. 2015) that includes information that could not be released in the public use file. Further national data and para data for PIAAC can shed light on further research questions as well as metho- dological aspects of PIAAC. This data is currently and will be made available in the Research Data Center PIAAC (RDC PIAAC) at GESIS. In addition to this, various add-on studies were and are currently being conducted in Germany, such as Competencies in Later Life (CiLL) and the longitudinal study PIAAC-L.
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Datenhandbuch GESIS Mikrozensus-Trendfile: Harmonisierung der Mikrozensen 1962 bis 2012

Datenhandbuch GESIS Mikrozensus-Trendfile: Harmonisierung der Mikrozensen 1962 bis 2012

In den Mikrozensus GESIS-Files der 1960er Jahre ist das Nettoeinkommen des Haushalts nicht enthal- ten. Es ist weder direkt erfragt noch im Nachhinein vom Statistischen Bundesamt generiert. Um den- noch zeitvergleichende Analysen zu ermöglichen, wird das Haushaltseinkommen mittels eines verein- fachten Verfahrens aus den Angaben zum persönlichen Einkommen geschätzt. Dazu wird das harmoni- sierte Individualeinkommen, das bereits in eine Intervallskala transformiert und in Euro umgerechnet ist, über alle Mitglieder des Haushalts hinweg aufsummiert und ihnen zugespielt. Personen ohne Ein- kommen fließen in diese Berechnung mit dem Wert 0 ein. Wenn für mindestens eine Person im Haus- halt keine gültige Einkommensangabe vorliegt, wird das Haushaltseinkommen auf „ohne Angabe“ gesetzt (vgl. Tabelle 54). Haushalte, in denen mindestens eine Person als selbständiger Landwirt oder als mithelfender Familienangehöriger tätig ist, werden ebenso wie Gemeinschaftsunterkünfte der Ka- tegorie „entfällt“ zugeordnet. Im Mikrozensus 1963 zählen zu dieser Kategorie auch Haushalte, die
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German Microdata Lab - Servicezentrum für Mikrodaten der GESIS: Jahresbericht 2008

German Microdata Lab - Servicezentrum für Mikrodaten der GESIS: Jahresbericht 2008

Die in der Projektlaufzeit (01.07.2003-31.12.2006) durchgeführten Arbeiten im Rahmen des Pilotprojekts zum Aufbau eines Servicezentrums für Mikrodaten der GESIS hatten die Schwerpunkte „Stärkung von Service, Beratung und Forschungsleistungen“, „die Rückerschließung und Aufbereitung von Mikrozensen vor 1989“ und den „Aufbau eines Mikrodaten- Informationssystems“. Die durchgeführten Arbeiten sind im Detail im Jahresbericht 2006 be- schrieben und im Abschlussbericht des Projektes dokumentiert. 2007 wurde sowohl eine Weiterfinanzierung des Mikrodaten-Informationssystems MISSY, als auch eine Abschlussfinanzierung der Rückerschließung beantragt. Der Schwerpunkt des Antrags bezog sich auf den Ausbau des Mikrodaten-Informationssystems, da MISSY im Rahmen des Pilotprojektes zunächst nur das Ziel hatte, einen Prototyp für den Mikrozensus zu entwickeln. Dieses Ziel wurde auch erreicht. Der Antrag auf Weiterfinanzierung umfasst hingegen die Einbindung von Metadaten zu allen Scientific Use Files des Mikrozensus-Grundfiles zwischen 1973 und 2004 sowie dem Scientific Use File des Mikrozensus-Regionalfiles. Zudem soll MISSY um inhaltliche Serviceangebote erweitert und in das sozialwissenschaftliche Fachportal SOWIPORT 8 der GESIS eingebunden werden. Beim zweiten Teil zur Rückerschließung älterer Mikrozensen handelt es sich um einen Antrag auf Förderung der Aufbereitung der Erhebungen von 1985 und 1987 als Scientific Use Files, die in der ersten Projektphase nicht realisiert werden konnten sowie einer Lehreinheit zum Arbeiten mit dem Campus-File für den Mikrozensus 1976. Der Projektantrag wurde nach einer Begutachtung durch den Rat befürwortet. Das Projekt begann am 1. Januar 2008. (Ende der Projektlaufzeit: 31.12.2009).
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Datenhandbuch GESIS Mikrozensus-Trendfile: Harmonisierung der Mikrozensen 1962 bis 2016

Datenhandbuch GESIS Mikrozensus-Trendfile: Harmonisierung der Mikrozensen 1962 bis 2016

Aus dem zu geringen Befragungsvolumen des Mikrozensus 2005 resultiert eine leichte Stichpro- benverzerrung: In den Daten liegt eine Unterrepräsentation der Strukturen schwer Erreichbarer (wie Einpersonenhaushalte, Alleinstehende und Erwerbspersonen) vor, was bei Analysen mit dem Mikrozensus-Trendfile zu berücksichtigen ist. Gerade haushalts-, familien- und lebensformbezo- gene Trendanalysen sind hiervon betroffen: So setzt sich z.B. der Trend einer kontinuierlichen Zunahme von (Einpersonen-) Haushalten im Jahr 2005 nur moderat fort. Auch für die Entwicklun- gen bestimmter Lebensformen, etwa Alleinerziehende, Paare ohne Kinder etc., werden im Jahr 2005 z.T. unplausible Effekte produziert (Statistisches Bundesamt 2012). Um diese Verzerrungen aufzuheben, wäre ein Zurückspielen der Jahresüberhänge vom Jahr 2006 ins eigentliche Befra- gungsjahr 2005 denkbar. Jedoch sind hierfür gründliche Plausibilisierungstests notwendig, die auf Basis der anonymisierten 70%-Stichprobendaten nicht hinreichend durchgeführt werden können. In den Daten der Jahre ab 2006 (mit Ausnahme des Jahres 2007, s.u.) findet sich dagegen eine leichte Überrepräsentation der Strukturen schwer Erreichbarer. Hiervon sind ebenfalls in besonde- rem Maße haushalts-, familien- und lebensformbezogene Trendanalysen betroffen. Für zeitver- gleichende Analysen auf Basis des GESIS Mikrozensus-Trendfiles muss daher je nach Fragestellung geprüft und entschieden werden, ob die Jahresüberhänge im Trendfile verbleiben oder auszu- schließen sind (vgl. Kapitel 2).
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