Theory of Mind

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Wie wirken sich die Mutter-Kind Beziehungsqualität und die kindlichen Theory of Mind Fähigkeiten auf emotionale Symptome im Kindesalter aus?

Wie wirken sich die Mutter-Kind Beziehungsqualität und die kindlichen Theory of Mind Fähigkeiten auf emotionale Symptome im Kindesalter aus?

bipolaren, affektiven Störung sowie einer Kontrollgruppe von gesunden Kindern wur- den Theory of Mind Aufgaben gestellt. Es zeigte sich, dass die Theory of Mind Aufga- ben (‚false belief- Aufgaben„ und Aufgaben des sozialen Folgerns) von den bipolar er- krankten Kindern signifikant schlechter gelöst wurden als von der Kontrollgruppe und auch schlechter im Vergleich mit Studien mit bipolar erkrankten Erwachsenen (Kerr, et al., 2003; Bora, Vahip, Gonul, Akdeniz, Alkan, Ogut & Eryavuz, 2005). Symptomspezi- fisch konnte nachgewiesen werden, dass Kinder in einer manischen Phase signifikant schlechter abschlossen als gesunde Kinder. Bei Kindern in einer depressiven Phase konnte kein solcher Zusammenhang festgestellt werden. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass in der untersuchten Stichprobe die manischen Symptome ausgeprägter gewesen sind als die depressiven (depressive N=4, manische N= 22) und somit keine klare Aussage bezüglich dem Zusammenhang von Theory of Mind Defiziten und De- pressionen im Kindesalter gemacht werden kann. Sie betonen die Notwendigkeit neuer Studien, die den Zusammenhang zwischen Theory of Mind Fähigkeiten und bipolaren Störungen im Kindes- und Jugendalter untersuchen. Dazu brauche es Studien mit grös- seren Stichproben mit depressiven, euthymischen und manischen Kindern. Auch sei es wichtig, Studien zu realisieren, welche zwischen dem Kindes- und Jugendalter besser differenzieren.
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Der False-Belief-Test in der entwicklungspsychologischen Forschung  zur Theory of Mind  –  Empirische Studien zu den Grenzen seiner Anwendbarkeit

Der False-Belief-Test in der entwicklungspsychologischen Forschung zur Theory of Mind – Empirische Studien zu den Grenzen seiner Anwendbarkeit

scheint sich demzufolge ein konzeptioneller Wandel in der kognitiven Entwicklung zu vollziehen. In diese Metaanalyse gingen die Ergebnisse von 178 Einzelstudien ein. Ziel war es, die zum Teil inkonsistenten Ergebnisse einer genauen Prüfung zu unterziehen. Dabei wurden unter anderem der Aufgabentyp, die jeweiligen Aufgabencharakteristika (z. B. verwendetes Material, Art der Darbietung), die Art der Fragestellung, das Alter der Versuchsteilnehmenden sowie das Herkunftsland in die Analyse mit einbezogen. Entsprechend der Ergebnisse von Wellman und Kollegen scheint es sich bei der Entwicklung des Überzeugungsverständnisses um ein relativ robustes Phänomen zu handeln, wobei 3- Jährige die jeweiligen Aufgaben eher realitätsbezogen und damit falsch beantworten und Kinder ab 4 Jahren diese zunehmend korrekt lösen. Erleichternde Faktoren, die dazu beitragen, dass Kinder bereits einige Monate früher Aufgaben zur Theory of Mind korrekt beantworten, sind folgende: der Einsatz von gezielter Täuschung, die beispielsweise die Ortsverlagerung verursacht; die Versuchsteilnehmenden dürfen selbst beispielsweise die Verlagerung des Objektes vornehmen; die Überzeugung des handelnden Protagonisten wird direkt nach beispielsweise der Ortsverlagerung noch einmal konkret benannt; das Testobjekt wird aus der Szene entfernt; in die Testfrage wird ein zeitlicher Bezug integriert (z. B.: „Wo wird Maxi zuerst nach seiner Schokolade suchen?“).
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Einschränkungen der Theory of Mind und exekutiver Funktionen bei Juveniler Myoklonischer Epilepsie / Blerta Rexha

Einschränkungen der Theory of Mind und exekutiver Funktionen bei Juveniler Myoklonischer Epilepsie / Blerta Rexha

Bezug auf das Theory of Mind Paradigma, andere Bereiche des Gehirns wurden jedoch nicht in die Studie miteinbezogen. Sie gibt somit keine Auskunft darüber, ob Unterschiede zwischen den Patienten und den Kontrollpersonen in anderen Gehirnregionen aufgetreten sind. Allein die sechs Regionen des Theory of Mind Netzwerkes (der linke anteriore Kortex, der rechte anteriore Kortex, der linke temporo-parietale Übergang, der rechte temporo-parietale Übergang, der posteriore cinguläre Kortex und der mediale präfrontale Kortex) wurden in den Fokus der Untersuchungen gestellt. Zudem wurden hinsichtlich der fMRT Daten nur Vergleiche der beta-Werte durchgeführt. Die Ergebnisse des dazugehörigen Theory of Mind Paradigmas wurden nicht berücksichtigt. Während des Theory of Mind Tests mussten die Versuchspersonen 20 richitg-oder-falsch-Aufgaben bearbeiten (Dodell-Feder et al., 2011). Zehn davon beziehen sich auf Belief-Geschichten. Die Studie beinhaltet keinen Vergleich der Beantwortung der Belief-Fragen. Es kann demnach nicht nachvollzogen werden, inwieweit die Theory of Mind Fähigkeit der Versuchspersonen ausgeprägt ist und ob sich die Patienten hierbei von den Kontrollpersonen unterscheiden. Die Studie gibt lediglich Auskunft über die Aktivität des Theory of Mind Netzwerks während der Bearbeitung der Belief- und physikalischen Aufgaben. In einer weiteren Studie könnte dieser Zusammenhang genauer erforscht und in Bezug zu den fMRT Aktivierungen gestellt werden. Ein solcher Vergleich könnte zeigen, ob schlechtere bzw. bessere Ergebnisse in den Belief-Aufgaben mit einer geringeren bzw. erhöhten Aktivierung der fMRT Daten in Verbindung gebracht werden können oder kein Zusammenhang besteht.
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Theory of Mind bei chronisch depressiven Patienten im Vergleich zu gesunden Probanden

Theory of Mind bei chronisch depressiven Patienten im Vergleich zu gesunden Probanden

McCullough schließt aus diesen Gemeinsamkeiten auf eine Entwicklungsstörung chronisch depressiver Patienten, die dazu führt, dass sie im sozial-interpersonellen Bereich denken, handeln und reden wie 4-5 jährige präoperationale Kinder. Laut diesem Modell sind sie also, wie auch präoperationale Kinder, unfähig die räumliche, kognitive oder emotionale Lage eines anderen einzunehmen, dessen Perspektive zu übernehmen um dessen Gedanken, Wünsche, Emotionen etc. zu erkennen und zu verstehen und ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Auch wenn dieser Begriff in McCulloughs Modell nicht explizit genannt wird, weist das theoretische Modell auf eine defizitäre Theory of Mind–Fähigkeit (ToM) hin, also die Unfähigkeit dieser Patienten, mentale Zustände zu erkennen, zu reflektieren und aus diesem Wissen heraus im interpersonellen Kontext adäquat zu reagieren. Der Begriff ToM wird im nächsten Kapitel genauer erläutert.
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Theory of Mind based Communication for Human Agent Cooperation

Theory of Mind based Communication for Human Agent Cooperation

In this paper, we will introduce the concept of theory of mind based communication. We formulate a cooperative problem of what and when to communicate as the optimization of a cooperative reward in a decision theoretic framework as a POMDP where we include environment state as well as the human belief with respect to multiple task relevant aspects. The belief is inferred online using the observation of human perception and action and used to evaluate the potential effects of communication on subsequent human decisions based on this belief. This results in an informed communication decision to provide support to a human when detecting a lack of relevant information while avoiding unnecessary disturbances. a) Related Work: Many different research streams have tackled the issue of communication planning and human state estimation. Classical signaling games [4] consider Information transmission in semi-cooperative settings, where equilibria are strongly dependent on the knowledge and alignment of individual utilities. Multi agent systems that target explicit co- operation usually use a joint policy that is globally optimized. This can include decisions when to communicate about own states or goals to synchronize [5] or in which situations to best request such information [6] if dealing with conflicting space constraints. When different aspects or types of information are available it is necessary to also select what observation to communicate by explicitly comparing the impact on the joint policy [7]. Additionally, it is possible to include learned human preferences for certain information into the selection [8]. Respecting overlapping perception, Foerster et al. [9] use the definition of common knowledge between all agents to optimize for joint policies that favor actions which implicitly reveal parts of each agent’s private knowledge to the group. Rabinowitz et al [12] trained an ensemble of neural networks to predict aspects of policy and reward of different types of interaction partners. The networks were first trained with supervision, and afterwards able to generate accurate results after observation of few action examples.
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Theory of Mind - Zusammenhänge von affektiven und kognitiven Theory of Mind Fähigkeiten bei Patienten mit Schizophrenie

Theory of Mind - Zusammenhänge von affektiven und kognitiven Theory of Mind Fähigkeiten bei Patienten mit Schizophrenie

In der Forschungswelt sind geschlechtsspezifische Unterschiede im Zentrum des Interesses, so auch bezüglich Theory of Mind Fähigkeiten. Unabhängig von der Schizophrenieforschung wurden Unterschiede der sozial kognitiven Fähigkeiten zwischen den Geschlechtern untersucht und nachgewiesen. In seiner oft zitierten Arbeit „Empathizing, systemizing, and the extreme male brain theory of autism“, postuliert Baron Cohen den Unterschied zwischen einem stärker empathisch geführten Kognitionsstil des weiblichen Geschlechts im Gegensatz zum männlichen Geschlecht, welches in einem systematischen Kognitionsstil führend ist (Baron-Cohen 2010). Systematisieren wird definiert als Stil, der Systeme analysiert und erforscht, um Regeln des Systems zu erfassen und nach diesen zu handeln. Den empathischen Kognitionsstil beschreibt Baron Cohen als Fähigkeit mentale Zustände anderer zu attribuieren und mit angemessener affektiver Reaktion zu antworten (Baron-Cohen 2002). Diese Theorie findet in vielen veröffentlichten Arbeiten Bestätigung, welche basierend auf verschiedenen Tests und Fragebögen eine Überlegenheit des weiblichen Geschlechts, sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen, in affektiven Aufgaben feststellen (Baron-Cohen und Wheelwright 2004; Baron-Cohen et al. 1999; McClure 2000; Baron-Cohen et al. 2001; Ibanez et al. 2013).
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OPUS 4 | Theory of Mind, episodisches Gedächtnis und Sprache : eine Längsschnittuntersuchung bei 3- bis 4-jährigen Kindern

OPUS 4 | Theory of Mind, episodisches Gedächtnis und Sprache : eine Längsschnittuntersuchung bei 3- bis 4-jährigen Kindern

(z.B. Kloo & Perner, 2005) gehen die Autoren diesbezüglich sogar von einer umgekehrt ausgerichteten Beziehung zwischen den exekutiven Funktionen und der Theory of Mind aus. Demnach wird die Entwicklung der kindlichen Theory of Mind vielmehr als Voraussetzung für die Ausbildung der exekutiven Funktionen angesehen, da erst dadurch eine metarepräsentationale Kontrolle die Unterdrückung konfligierender Handlungsschemata möglich mache. Diese Annahme entspricht auch den Überlegungen Bischof-Köhlers (2000), nach denen der Aufschub eines aktuellen oder hypothetischen Bedürfnisses oder Wunsches das Verständnis dafür voraussetzt, dass man das zunächst Unterdrückte nur vorläufig zurückgestellt hat und zu einem späteren Zeitpunkt nachholen kann. Gestützt werden könnten diese Überlegungen wiederum mit den vorliegenden Befunden zur Mix-Phase der Kartensortieraufgabe. Wie bereits zuvor erwähnt, konnte lediglich ein gesicherter Zusammenhang zwischen diesem anspruchsvolleren Aufgabenteil und den Theory of Mind-Kompetenzen nachgewiesen werden. Die erstellten Häufigkeitsverteilungen der Theory of Mind-Leistungen der Dreijährigen sowie ihrer entsprechenden Fähigkeiten auf dem Gebiet der exekutiven Funktionen lassen sich dabei als Hinweise auf die Bedingungsverhältnisse dieser beiden Variablen interpretieren. Den Daten nach scheint somit eher ein positiver Einfluss von Seiten der Theory of Mind- Kompetenzen in Richtung der exekutiven Fähigkeiten vorzuliegen. So waren vermehrt die Kinder, die gute Ergebnisse auf dem Gebiet der naiven Theorie aufwiesen, zu guten Leistungen bei der DCCS-Task in der Lage, während Versuchspersonen, die nur wenige Punkte bei den ToM-Aufgaben erzielen konnten, gehäuft Schwierigkeiten bei der Lösung der in der Mix-Phase dargebotenen Aufgaben zeigten. Dieser Effekt war jedoch nicht bei der ersten Postswitch-Phase nachweisbar. Erklären ließen sich diese divergierenden Befunde äquivalent zu den obigen Ausführungen im Kontext der beiden unterschiedlich schwierigen Aufgabenteile der Aufgabe zu den exekutiven Funktionen. Die Frage, wie genau sich die Beziehung zwischen den exekutiven Fähigkeiten und der Theory of Mind von Kindern im Vorschulalter gestaltet, scheint somit wieder offen für zukünftige Überlegungen bzw. Untersuchungen zu sein, die auch die Möglichkeit einer den klassischen Interpretationsansätzen entgegengesetzten Wirkungsrichtung der beiden Konstrukte, d.h. eine Beeinflussung der Theory of Mind-Leistungen durch die exekutiven Fähigkeiten der Kinder, in Betracht ziehen.
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Theory of Mind und Identität: Verstehen nicht-verbaler Identitätsaussagen / eingereicht von Anita Kneil, BSc

Theory of Mind und Identität: Verstehen nicht-verbaler Identitätsaussagen / eingereicht von Anita Kneil, BSc

Ausgehend von der Annahme, dass gesprochene Sprache einen Grundbaustein unserer sozialen Kognition darstellt, wurden linguistische Fähigkeiten als unerlässlich für eine Theory of Mind angesehen und zahlreiche Studien durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten und einer Theory of Mind zu stützen (Meta-Analyse: Milligan, Astington & Dack, 2007). Vor diesem Hintergrund wurden auch Untersuchungen mit gehörlosen Kindern durchgeführt, die ebenfalls einen Zusammenhang zwischen Sprache und Theory of Mind nahelegen (z.B. Figueras-Costa & Harris, 2001). Es wurden bereits einige Studien mit dem Anspruch der weitestgehenden Vermeidung von sprachlichen Anforderungen zur Erfassung des False Belief-Verständnisses durchgeführt (z.B. Call & Tomasello, 1999). Die Untersuchung des Identitätsverständnisses anhand von nonverbal vermittelten Identitätsaussagen stellt hingegen eine neue Entwicklung dar. Anhand der in dieser Studie vorgestellten Methode könnten Menschen mit – für die üblicherweise verwendeten verbalen Verfahren – unzureichenden Sprachkenntnissen, wie beispielsweise Kleinkinder sowie gehörlose Menschen, mühelos hinsichtlich ihres Identitätsverständnisses getestet werden.
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Untersuchung über den Zusammenhang von "Theory of Mind", Emotionswissen, Exekutive Funktionen und moralischen Entscheidungen im Kindesalter

Untersuchung über den Zusammenhang von "Theory of Mind", Emotionswissen, Exekutive Funktionen und moralischen Entscheidungen im Kindesalter

Die Entwicklung des Verständnisses von Absicht bzw. Vorsatz ist nach Flavell et al. (2001) aus vier Gründen eine entscheidende Entwicklung in der Kindheit. Zum Ersten ermöglicht das Erkennen der Handlungsabsicht dem Kind die grundlegende Unterscheidung zwischen willentlich handelnden Lebewesen, wie dem Menschen, und unbelebten Objekten. Diese Erkenntnis erlaubt im Folgenden die weitere Auseinandersetzung mit den Handlungen von Personen. Als zweites ist das Erkennen der Absicht notwendig, um Moral und Verantwortlichkeit zu verstehen und zu erkennen, dass Lob oder Tadel eine Folge davon ist, ob absichtlich oder unabsichtlich gehandelt wurde (Shantz, 1983). Als Drittes ist es erforderlich, die Absicht einer Handlung zu identifizieren, um das Erstellen von Handlungsplänen nachzuvollziehen (Bratman, 1987). Die Fähigkeit, die Handlungsabsicht zu erkennen und als Grundlage für einen Handlungsplan auszumachen, ermöglicht es Kindern, Pläne zu verbalisieren und entsprechend durchzuführen. Zuletzt ist der Zusammenhang zwischen dem Erkennen von Absicht und anderen kognitiven Fähigkeiten und dem gezeigten Verhalten ein entscheidender Schritt der ToM- Entwicklung (Astington, 1993). Die Entwicklung dieser Fähigkeit wurde in verschiedenen Studien untersucht (Wimmer & Perner, 1983a), und auch in der aktuellen Studie wurde die Theory of Mind durch den Test von Wellman (2004), adaptiert von Aschersleben (2005), verwendet, um den aktuellen Entwicklungsstand hinsichtlich der ToM-Fähigkeit zu erfassen.
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16_ἦ and Theory of Mind in the Iliad

16_ἦ and Theory of Mind in the Iliad

a restorative ( ἀνδρὶ δὲ κεκμηῶτι μένος μέγα οἶνος ἀέξει , 261). Hector does not actually seem to feel especially tired (and he disagrees with her about the ef- fects of wine, 264–5). The listener knows that Hecuba has generally the right idea, but is wrong in detail, Hector’s own thymos has not inspired his visit to Troy, but rather advice from Helenus. He does not intend to go himself to the acropolis to pray, but to send the women. The prayer is not to be directed to Zeus, but to Athena. We may guess that Hecuba assumes that Hector is tired because she is his mother. As in other examples, the speaker’s own situation influences how that person considers the mental lives of others. Her other errors of detail are even more subtle reflections of how one person’s under- standing of both other individuals and of the broader situation affect the opera- tions of theory-of-mind. Hecuba knows Hector well enough to realize that a need for prayer is the likeliest cause of his departure from the battlefield, since he is too responsible a leader to come to the city for any less important a con- cern. She has no way, however, of knowing about Helenus’ advice to Hector. Because she has such respect for her son, she automatically assumes that his decision to come into Troy was spontaneously and entirely his own, and she automatically assumes that he will want to pray to the greatest of the gods.
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Das Konstrukt der Theory of Mind bei
Erwachsenen

Das Konstrukt der Theory of Mind bei Erwachsenen

Zunächst werden verwandte Konzepte sowie grundlegende Annahmen über die Organisation der Theory of Mind und Mentalisierung dargestellt, um dann die konzeptuelle Grundlage, näm[r]

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Gutenberg Open Science: The two-systems account of theory of mind : testing the links to social-perceptual and cognitive abilities

Gutenberg Open Science: The two-systems account of theory of mind : testing the links to social-perceptual and cognitive abilities

According to the two-systems account of theory of mind (ToM), understanding mental states of others involves both fast social-perceptual processes, as well as slower, reflexive cognitive operations ( Frith and Frith, 2008 ; Apperly and Butterfill, 2009 ). To test the respective roles of specific abilities in either of these processes we administered 15 experimental procedures to a large sample of 343 participants, testing ability in face recognition and holistic perception, language, and reasoning. ToM was measured by a set of tasks requiring ability to track and to infer complex emotional and mental states of others from faces, eyes, spoken language, and prosody. We used structural equation modeling to test the relative strengths of a social-perceptual (face processing related) and reflexive-cognitive (language and reasoning related) path in predicting ToM ability. The two paths accounted for 58% of ToM variance, thus validating a general two-systems framework. Testing specific predictor paths revealed language and face recognition as strong and significant predictors of ToM. For reasoning, there were neither direct nor mediated effects, albeit reasoning was strongly associated with language. Holistic face perception also failed to show a direct link with ToM ability, while there was a mediated effect via face recognition. These results highlight the respective roles of face recognition and language for the social brain, and contribute closer empirical specification of the general two-systems account.
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Fachrepositorium Lebenswissenschaften: Theory of mind und Objektwahrnehmung

Fachrepositorium Lebenswissenschaften: Theory of mind und Objektwahrnehmung

T he success of human social interactions depends on the development of a “so- cial intelligence,” which has a number of different components. These include the ability to recognize conspecifics, to know one’s place in society, to learn from others, and to teach novel skills to others. In this review, we explore the physiological basis of one particular aspect of this social intelli- gence: the capacity to understand and manip- ulate the mental states of other people and thereby to alter their behavior. This capacity reaches beyond the ability to manipulate the behavior of others by direct instrumental ac- tion. The awareness that other people have beliefs and desires different from our own and that their behavior can be explained by these beliefs and desires has been referred to as “theory of mind” (1) or “intentional stance” (2). For the ability that underlies these accomplishments, the term “mentaliz- ing” has been coined (3). The acid test of mentalizing is the ability to compute what another person will do on the basis of a false belief (4, see Fig. 1). To predict what a person will do on the basis of a true belief is not a sufficiently stringent test, since here the belief coincides with reality, and it is hard to tell whether the action is governed by phys- ical reality or mental state. In everyday life, beliefs rather than reality determine what people do, and false beliefs play an important role. False beliefs can be removed by educa- tion and implanted by deception.
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Cognitive (dis)advantages of bilingualism with a particular focus on theory of mind development / vorgelegt von Sabrina Eberhaut

Cognitive (dis)advantages of bilingualism with a particular focus on theory of mind development / vorgelegt von Sabrina Eberhaut

One of these functions is attentional control, as ToM tasks usually involve conflicting representations that need to be dealt with (cf. Goetz 2003: 2). If a child, for example, is given a sponge which looks like a rock and the child finds out the object is not what it appears to be, it has to take over a different perspective and, thus, a different mental representation in order to judge what another person who sees the object for the first time thinks it is. This also counts for first level 16 appearance-reality questions even if we follow a strict definition of theory of mind and assume that this task assesses SELF rather than ToM. When Bialystok & Semman (2004), for example, asked children what they thought the object was when they had seen it for the first time (cf. Bialystok et al. 2004: 568), children had to neglect their present representation and project themselves into their former self in order to answer the researcher’s question appropriately. As a matter of fact, there were no significant differences when asking what the child thought the object was when it first saw it to what the child believed Tigger thought it was (cf. Bialystok & Semman 2004: 569). This shows that, even if SELF & ToM can be separated by specific variables, both concepts share at least some characteristics, such as – particularly in this task – the need to deal with conflicting information, which – as described above – assumes an advantage for bilinguals.
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Theory of Mind – Neurogenetische Grundlagen und klinische Relevanz

Theory of Mind – Neurogenetische Grundlagen und klinische Relevanz

fMRT Theory of Mind – Aufgabe: Die ToM-Aufgabe bestand aus jeweils 8 Trials einer ToM- und einer Kontrollbedingung, die abwechselnd präsentiert wurden. Jeder Trial bestand aus einer kurzen Cartoongeschichte, die sich aus jeweils 3 Bildern zusammensetzte. In der ToM-Bedingung war es Aufgabe, die Perspektive der Hauptperson in diesen Geschichten zu übernehmen und Veränderungen in deren affektiven Zustand (besser/gleich/schlechter) im Vergleich zum zuvor gezeigten Bild einzuschätzen. In der Kontrollbedingung war gefordert, Veränderungen in der Anzahl der auf den Bildern dargestellten Lebewesen (mehr/gleich/weniger) anzugeben. Es wurde mehrfach gezeigt, dass die Aufgabenbearbeitung zu robusten Aktivierungen im ToM-Netzwerk führt. 52,33,49,53,54 Ferner wird in Studie 1 49 auch eine hohe Test-Retest-Reliabiliät der Hirnaktivierungen über 14 Tage belegt (Intra-Class-Korrelationskoeffizienten lagen für Kern- ToM-Regionen zwischen .76-.82). Die Aufgabe wurde in allen hier beschriebenen Studien als Teil einer größeren MRT-Batterie erhoben. Sie wurde mittels der Software Presentation (Neurobehavioral Systems, Albany, California, USA) ausgeführt und den Probanden via Goggles dargeboten. Antworten konnten die Probanden mit einer Tastbox geben, die während der Untersuchung auf ihrem Oberkörper platziert war.
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Theory of Mind bei akut- und postpsychotischer paranoider Schizophrenie

Theory of Mind bei akut- und postpsychotischer paranoider Schizophrenie

Unter der Theory of Mind (ToM) wird die kognitive Fähigkeit verstanden, sich selbst und Anderen geistige Zustände wie Empfindungen, Wünsche, Erwartungen und Absichten zuschreiben zu können und somit in der Lage zu sein zu folgern, was im eigenen und im Geiste Anderer vor sich geht – eine Fähigkeit, die in hohem Maße Auswirkungen auf soziale Interaktion und Kommunikation hat. Hinweise auf deutliche Beeinträchtigungen dieser hoch automatisierten Fähigkeit finden sich unter anderem bei der Schizophrenie (z.B. Frith, 2004; Russell et al., 2000), wobei insbesondere die Subgruppe der paranoiden Schizophrenie, bei welcher die Patienten vor allem an Wahnvorstellungen und Halluzinationen leiden, kontrovers diskutiert wird (Craig et al., 2004; Brüne, 2005). Des Weiteren ist die Frage, ob es sich bei ToM-Einschränkungen um ein vom akuten Krankheitszustand abhängiges (State-) oder überdauerndes (Trait-) Merkmal der Schizophrenie handelt, von einer inkonsistenten Befundlage geprägt. Für die vorliegende Arbeit wurde ein experimentelles Paradigma in Anlehnung an Castelli et al. (2002) ausgewählt, das neben visueller Wahrnehmung und Attribution vor allem die ToM erfasst, indem Animationen mit sich in zufälliger Weise (Random- Bedingung), in zielgerichteter Weise (Goal-directed-Bedingung) oder in sozial interaktiver Weise (ToM-Bedingung) bewegenden Figuren betrachtet und beschrieben werden sollten. Dabei können die drei unterschiedlichen Verarbeitungsebenen sowohl getrennt voneinander als auch zusammen betrachtet und analysiert werden. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung des sozialpsychologisch sehr bedeutsamen Experiments von Heider und Simmel aus dem Jahre 1944. Das von Castelli et al. (2002) adaptierte Paradigma wurde zur Erfassung der dem Paradigma zugrunde liegenden kognitiven Grundfunktionen mit neuropsychologischen Untersuchungsverfahren ergänzt. Um die Funktionen bzw. Dysfunktionen in dem erfassten Bereich entweder einem Krankheitsstate oder -trait zuordnen zu können, wurden sowohl akut- als auch postpsychotische paranoide Schizophrene mit einer gesunden Kontrollgruppe (jeweils n= 12, Alter= 21-59) behavioral als auch neurofunktionell verglichen.
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Affektive und kognitive Theory of Mind-Leistungen bei Patienten mit Basalganglien-Erkrankungen

Affektive und kognitive Theory of Mind-Leistungen bei Patienten mit Basalganglien-Erkrankungen

Die Fähigkeit, mentale Zustände anderer Personen, die oftmals von der eigenen mentalen Perspektive abweichen, repräsentieren zu können, wird als „Theory of Mind“ (ToM) bezeich- net (Frith & Frith, 1999). Können wir die mentalen Zustände wie z.B. Wünsche, Intentionen oder Überzeugungen des Gegenübers erfassen, ermöglicht uns dies oftmals die Erklärung seines Verhaltens und erleichtert uns ebenso die Vorhersage des (wahrscheinlichen) Verhal- tens. So können wir ebenfalls eigenes Verhalten anpassen und uns der jeweiligen sozialen Situation angemessen verhalten. Auch kann die ToM-Fähigkeit zur Vertiefung zwischenmen- schlicher Beziehungen beitragen. Indem wir die mentalen Zustände des anderen akkurat erfassen, können wir z.B. besser auf ihn eingehen. Der Mensch als hoch sozial motiviertes Lebewesen ist auf ein gutes Gelingen bzw. erfolgreiche Gestaltung sozialer Beziehungen angewiesen, auch hinsichtlich des Zusammenlebens in Gruppen (Amodio & Frith, 2006). Somit stellt die ToM-Fähigkeit eine wesentliche Voraussetzung erfolgreicher sozialer Interak- tion dar (Adolphs, 1999). Auch das Verständnis von Humor und Sarkasmus involviert anteilig ToM-Fähigkeit. Sowohl Humor als auch Sarkasmus können als hoch entwickelte menschli- che Kulturleistungen, d.h. sozial-kognitive Fähigkeiten, die sich verhältnismäßig spät in der menschlichen Evolution entwickelt haben, bezeichnet werden. Darüber hinaus stellt ToM eine wesentliche Voraussetzung für das Erleben sozialer Emotionen wie Scham, Peinlichkeit oder Mitleid dar. Diese Emotionen können nur auf Basis der Interferenz mentaler Zustände anderer Personen wahrgenommen werden. Somit wird erkennbar, in welchen Ausmaß ToM- Dysfunktionen Einfluss auf das alltägliche Leben von Patienten nehmen können.
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Der Einfluss von Theory of Mind - Defiziten auf die persönliche Zielerreichung bei PatientInnen mit Schizophrenie: Pilotstudie / eingereicht von Isabella Fichtenbauer

Der Einfluss von Theory of Mind - Defiziten auf die persönliche Zielerreichung bei PatientInnen mit Schizophrenie: Pilotstudie / eingereicht von Isabella Fichtenbauer

In der vorliegenden Studie wurde kein Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Theory of Mind und dem Erreichen der eigenen Ziele beziehungsweise der Steigerung der Lebensqualität gefunden. Zudem hatte auch die Ausprägung der psychiatrischen Symptome keinen Einfluss auf die persönliche Zielerreichung. Dies bedeutet, dass sowohl StudienteilnehmerInnen mit einer geringeren als auch jene mit einer stärker ausgeprägten Theory of Mind und Symptomatik von der Intervention profitiert haben. Eine mögliche Erklärung hierfür wäre, dass für die Verbesserung einiger Lebensbereiche, wie zum Beispiel Wohnsituation oder körperliche Gesundheit, eventuell nur ein geringer Einsatz von ToM notwendig ist. Zudem ist es denkbar, dass andere Faktoren wie zum Beispiel Motivation, Veränderungsbereitschaft, Leidensdruck, Selbstwirksamkeitserwartung oder Therapiebeziehung für den Erfolg einer Intervention eine viel größere Rolle spielen. Auch in der Literatur finden sich ähnliche Ergebnisse. In einer Studie konnte die Lebensqualität schizophrener PatientInnen ebenfalls nicht durch das Ausmaß der ToM-Funktionen vorhergesagt werden (Urbach et al., 2013). Eine mögliche Erklärung für die fehlende Beeinflussung der psychiatrischen Symptome im Hinblick auf die persönliche Zielerreichung wäre auch, dass sich die StudienteilnehmerInnen Ihre Ziele passend zu den individuellen Möglichkeiten ausgewählt haben. Eine motiviertere und psychisch stabilere Person setzt sich demnach höhere beziehungsweise schwieriger zu erreichende Ziele, als eine psychisch instabilere Person.
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Watching more closely: shot scale affects film viewers' theory of mind tendency but not ability

Watching more closely: shot scale affects film viewers' theory of mind tendency but not ability

The strength of our own claims is somewhat limited by our focus on a single emotion manipulation, in a single film stimulus. Indeed the stimulus used was an animation rather than live action. This means that our findings presented in the context of simple highly designed visual information and call on future research to extend the findings with even more ecological validity. Nevertheless, we argue that this is an important strength of our work too. The stimulus used (its design and manipulation) offers a degree of experimental control that is typically difficult to achieve, without contaminating the ecological validity of the study. This major strength of the current study, compliments previous research that explored the relationship between ToM responses and shot-scale distribution in different films ( Bálint et al., 2016 ). Taken together these studies, using various films ( Bálint et al., 2016 ) and in a single experimentally manipulated film (the present study) provide evidence that the distribution of close-up shots may be utilized to increase ToM responding. Importantly, here we do not propose that simply inserting close-up shots into film will automatically generate increased ToM responses in viewers. Indeed, our findings that show an effect for the facial expression demonstrate that the social information presented in the close-up is particularly important in directing attention toward character mental states. In addition, we recognize that other ways in which the close-up is used will drive the ToM responses. Future research needs to explore these subtleties further by, for example, manipulating the number and position of the close-ups used, or how the depiction of the character might interact with viewer identity or personal relevance of the narrative.
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Common and distinct neural networks for theory of mind reasoning and inhibitory control

Common and distinct neural networks for theory of mind reasoning and inhibitory control

As mentioned above, one of the areas with significantly increased activity in the decoupling between reality and another person’s false-belief is bilateral middle temporal gyrus. This area is equivalent to BA 21. A review of relevant imaging literature reveals that this area is predominantly found in tasks requiring the encoding of semantic material into working memory (Cabeza & Nyberg, 2000; Hickok & Poeppel, 2004). Furthermore, this region is among other areas that are active during the processing of sentence and text material (Vigneau et al., 2006). It may be that subjects decode the visually presented scene in the second picture by covertly recounting the depicted events. Such a procedure may help subjects with storing the depicted event in working memory for recall in the subsequent third picture. This covert retelling of the depicted situated may happen in the fashion “girl puts teddy in box, other girl is outside the room, thinks it’s in the drawer though”. This verbal recounting of the events depicted may help subjects to process the viewed scene more deeply and thereby enhance storage into working memory (Craik & Lockhart, 1972). Possibly, such a retelling of the story events in the true-belief task may either not exist or be less extensive since this task can merely be solved by comparing the location searched by the character with the object’s real location, i.e. comparing two locations in the third and final story picture. Although speculative, bilateral middle temporal gyrus activity in the false-belief condition may thus reflect more elaborate semantic processing of the visually presented story events than is the case in the true-belief condition. This could reflect the subject’s effort to successfully store the false-belief task’s more complex content into working memory.
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