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Rezension: Günter Mey, Katja Mruck (Hrsg.): Handbuch
Qualitative Forschung in der Psychologie

Rezension: Günter Mey, Katja Mruck (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie

Mit dem von Günter Mey und Katja Mruck herausgegebenen „Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie“ liegt ein weiterer Meilenstein in der deutschspra- chigen Methodenliteratur vor. Mit seinem expliziten Fokus auf qualitative Forschung in der Psychologie stellt der vorliegende Band (abgesehen von Mey 2005, für die Entwicklungspsychologie) für den deutsch- sprachigen Raum ein Novum dar. Ziel des Bandes, so die beiden Herausgebenden, ist eine systematische Darstellung des „State of the Art“ qualitativer Psychologie für Forschende, Lehrende und Studierende 1 Bei dem Beitrag handelt es sich eine
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Qualitative Forschung: zur Einführung in einen prosperierenden Wissenschaftszweig

Qualitative Forschung: zur Einführung in einen prosperierenden Wissenschaftszweig

Deshalb tritt – dem Prinzip der Offenheit (HOFFMANN-RIEM 1980) folgend – an die Stelle eines die eigenen Konzepte voraussetzenden, hypothesenprüfen- den Ansatzes der Verzicht auf eine Hypothesenbildung ex ante. Forschende soll- ten mittels möglichst offener, wenig vorstrukturierender Methoden im Rahmen einer sukzessiven Annäherung an das jeweils interessierende Forschungsfeld zu einer Theorie- bzw. Hypothesenbildung gelangen. Ein ebenfalls weithin geteiltes Diktum, das an das Prinzip der Offenheit anschließt, präzisiert zusätzlich, dass methodische Entscheidungen den Erfordernissen des jeweiligen Gegenstandes nachgeordnet, "gegenstandsangemessen" (JÜTTEMANN 1983) sein sollen. Die- sem Diktum folgend wird auch qualitative Forschung (zumindest von einem Teil der Forschenden) nicht notwendig als mit einem theoretischen (und sogar mit einem hypothesengeleiteten) Vorgehen gänzlich unvereinbar betrachtet, weil – so Werner MEINEFELD (2000, S. 272) – die "Offenheit für das Neue … gerade nicht davon ab[hängt], dass wir auf der inhaltlichen Ebene das Alte und Bekannte nicht bewusst gemacht haben, sondern davon, in welcher Weise wir die Suche nach dem Neuen methodisch gestalten" (zu den besonderen Herausforderungen einer solchen Bezugnahme siehe in dem Band den Beitrag von KELLE).
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Qualitative Forschung: zu einem Über(be)griff und seinen (Ver)Wendungen; ein Kommentar zu Ronald Hitzler

Qualitative Forschung: zu einem Über(be)griff und seinen (Ver)Wendungen; ein Kommentar zu Ronald Hitzler

In vielen von mir angebotenen Workshops (zur Grounded-Theory-Methodologie und zum Interview) sowie in Beratungs- und Supervisionsangeboten für laufende Forschungsarbeiten oder auch in den von mir im Rahmen der Projektwerkstätten Qualitatives Arbeiten (Mruck/Mey 1998) betreuten Qualifikationsarbeiten stelle ich immer wieder fest, dass qualitative Forschung zwar als Begriff geführt, die konkrete Forschungsarbeit aber im positivistischen Sinne angelegt wird, wenn etwa Befragungssituationen so konstruiert werden, dass Interviewen als „soziales Arrangement“ unterlaufen wird und Interviews wie Fragebogenerhebungen „leit- fadenbürokratisch“ abgearbeitet werden sollen. Mithin wird von „Probanden“ ge- sprochen und es bestehen Vorstellungen, möglichst gut Informationen „abzuru- fen“. Komplettiert wird ein solches Verständnis mit der Auffassung, die Antwor- ten dann einfach (schnell?) den apriori per Leitfaden eingeführten Themen zuord- nen zu können. Für diese Beharrlichkeit einer hinterrücks angelegten hypothe- dico-deduktiven Logik sehe ich nach wie vor eine nicht-ausreichende Verankerung von qualitativer Forschung insbesondere in Lehr-Lern-Kontexte verantwortlich (ungeachtet einer deutlich verbesserten Ausbildungssituation, die aber nicht ge- nügt angesichts der Fülle an Ansätzen und Verfahren und auch des zunehmenden Rückgriffs auf qualitative Forschung in vielen Forschungsgebieten und zu allen erdenklichen Fragestellungen). 3
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Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung

Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung

Auftaktveranstaltung 2005 widmete sich das Symposium dem Verhältnis von qualitativen und quantitativen Methoden in der Sozialforschung unter der Leitfrage der „Differenz und/oder Einheit“); ein Thema das 2008 erneut unter dem Themenschwerpunkt „Integration von qualitativer und quantitati- ver Forschung“ aufgegriffen wurde. Weitere Symposien widmeten sich dem „Lehren und Lernen von qualitativ-sozialwissenschaftlicher Forschungs- methodik“ (2006), darauf aufbauend, 2007, dem Verhältnis von „Praxis der qualitativen ForschungQualitative Forschung in der Praxis“ und schließ- lich 2009 dem Thema „Methode als Technik und Technik als Methode“, dies besonders mit Blick auf die Anwendung von Auswertungsprogrammen für die Datenanalyse.
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Rezension: Uwe Flick, Ernst von Kardorff, Ines Steinke (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch

Rezension: Uwe Flick, Ernst von Kardorff, Ines Steinke (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch

solcher auf die „Sozialwissenschaftliche Hermeneutik“ von Hans-Georg Soeffner an- gebracht gewesen wäre. Schließlich werden hier die theoretischen Grundlagen zur her- meneutischen Wissenssoziologie vorgestellt, auf die sich Jo Reichertz im Methodenteil bezieht. Dort wiederum wird deutlich ge- macht, dass sich die Forschungsperspekti- ve einer hermeneutischen Wissenssoziolo- gie auch aus der kritischen Auseinander- setzung mit der Objektiven Hermeneutik generiert hat. Die Nachvollziehbarkeit die- ses Diskurses setzt jedoch eine Darstel- lung des genetischen Strukturalismus vor- aus, die den ‚Einsteigern‘ in qualitative Forschung im Theorieteil der nächsten Ausgabe des Handbuches nicht vorenthal- ten bleiben sollte. Mit Blick auf die psy- choanalytische Forschungslinie finden sich zwei Hinweise, die jedoch nicht in das grundständige dritte Theoriekapitel füh- ren. Vielmehr wird eher verstreut sowohl auf den Beitrag von Maya Nadig und Jo- hannes Reichmayr zum Forschungsstil der Ethnopsychoanalytiker Paul Parin, Fritz Morgenthaler und Goldy Parin-Matthèy als auch auf den Methodenbeitrag von Hans-Dieter König zur Tiefenhermeneutik verwiesen. Gerade im Letzteren findet der Leser zwar zentrale theoretische Grundla- gen etwa zum psychoanalytischen Ver- ständnis von Alfred Lorenzer pointiert dargestellt, die dann mit der methodischen Anwendung am Fall gekonnt verknüpft werden, jedoch wäre eine Entzerrung in zwei Beiträge gewinnbringender. Zudem hätte die Ergänzung eines Theoriebeitrages zur Psychoanalyse als Interaktions- und Sozialisationstheorie nicht nur die Strin- genz in der Systematik gesteigert.
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Cornelia Schweppe (Hrsg.): Qualitative Forschung in der Sozialpädagogik. Opladen: Leske und Budrich 2003 (355 S.) [Rezension]

Cornelia Schweppe (Hrsg.): Qualitative Forschung in der Sozialpädagogik. Opladen: Leske und Budrich 2003 (355 S.) [Rezension]

"Sozialpädagogische und qualitative Forschung: theoretische und methodologische Grundfragen" (mit Beiträgen von Hanses, Thole und v. Wensierski); "Qualitative Verfahren in sozialpädagogischen Forschungsfeldern, Teil 1: Sozialpädagogische Institutionenforschung" (mit Beiträgen von Klatetzki, van Santen/Seckingen), Teil 2: "Professionelles Handeln in der Sozialpädagogik (mit Beiträgen von Schweppe, Kraimer, Nölke, Bock und Chambon), Teil 3: "Sozialpädagogische

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Qualitative Forschung in der Entwicklungspsychologie - Potentiale, Probleme, Perspektiven. Dokumentation zur gleichnamigen Arbeitsgruppe auf der 15. Tagung Entwicklungspsychologie in Potsdam 2001.

Qualitative Forschung in der Entwicklungspsychologie - Potentiale, Probleme, Perspektiven. Dokumentation zur gleichnamigen Arbeitsgruppe auf der 15. Tagung Entwicklungspsychologie in Potsdam 2001.

führen [kann]" (Rauh 1979, S.21); dies insbesondere in Abgrenzung gegen frühere, zu- meist als "anekdotisch" bezeichnete Arbeiten. Das "Prinzip der Offenheit" gründet auf dem Unbehagen mit eben dieser Forschungshaltung, bei der ganz weitgehend ein hypothetico- deduktives Modell (inklusive der mit diesem Modell verbundenen Standardisierungen der Erhebungs-, Auswertungs- und Prüfverfahren) favorisiert wird (siehe Hoffmann-Riem 1980). Kritik wird vor allem an der mit einem solchen Vorgehen einhergehenden "informa- tionsreduzierende[n] Selektion" (Lamnek 1993, S.22) geübt, sowie daran, dass damit die Sicht/das Vorab-Verständnis der Forschenden verabsolutiert werde. Demgegenüber wird in der qualitativen Sozialforschung eine Haltung präferiert, nach der die theoretische Durch- dringung des Forschungsgegenstandes zunächst zugunsten einer detaillierten Erkundung des Feldes zurückzustellen und qualitative Forschung als induktives Vorgehen zu konzipie- ren sei (was induktiv-deduktive Schleifen durchaus mit beinhaltet), auch um zu gewähr- leisten, dass die Befragten die eigene Sicht gegenüber der der Forschenden durchzusetzen bzw. eine Perspektive gemeinsam mit den Forschenden auszuhandeln vermögen.
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Bericht über die Sitzung des Arbeitskreises "Qualitative Forschung in der Musikpädagogik" (QFM)

Bericht über die Sitzung des Arbeitskreises "Qualitative Forschung in der Musikpädagogik" (QFM)

Niessen, Anne; Kranefeld, Ulrike; Lehmann-Wermser, Andreas: Bericht über die Sitzung des Arbeitskreises "Qualitative Forschung in der Musikpädagogik" (QFM) - In: Clausen, Bernd [Hrsg.]: Vergleich in der musikpädagogischen Forschung. Essen : Die Blaue Eule 2011, S. 225-229. - (Musikpädagogische Forschung; 32) - URN: urn:nbn:de:0111-opus-89786

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Rezension: Cornelia Schweppe (Hrsg.): Qualitative Forschung in der Sozialpädagogik

Rezension: Cornelia Schweppe (Hrsg.): Qualitative Forschung in der Sozialpädagogik

Fallbeispielen aus der alltäglichen Arbeit von SozialarbeiterInnen in klinischen Handlungsfeldern. Sein methodisches Ver- fahren ist zum einen das narrative Inter- view und die Ausarbeitung von Kernpro- blemen und Paradoxien der klinischen so- zialen Arbeit nach der inhaltlich struktu- rellen Beschreibung des Textes, der analy- tischen Abstraktion von Kontrastierungs- verfahren und der Bildung eines theoreti- schen Modells nach Fritz Schütze. Das zweite methodische Vorgehen ist das der Fallanalyse unter Leitung von Sozialwis- senschaftlerInnen, in denen das dokumen- tierte Material der Arbeit, wie z.B. Proto- kolle, familienbiografische Daten, Arbeits- konzepte etc., mit sozialwissenschaftlichen Rekonstruktionsverfahren bearbeitet wer- den. Das Verhältnis Wissenschaft-Praxis definiert Nölke so, dass seines Erachtens die PraktikerInnen klinischer Sozialarbeit eigene Verfahren des Fallverstehens unter Rückgriff auf wissenschaftliche Fallanaly- sen entwickeln sollten. Keinesfalls solle es darum gehen, mittels Methoden sozialwis- senschaftlicher Fallanalyse die Praxis zu bevormunden. Damit wird von ihm das Verhältnis Forschung-Praxis als potenti- elles Dominanzverhältnis mit reflektiert.
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Das Geschenk der Freundschaft: eine qualitative Forschung über Freundschaft im Leben Erwachsener / Carina Murnig

Das Geschenk der Freundschaft: eine qualitative Forschung über Freundschaft im Leben Erwachsener / Carina Murnig

Die Tatsache, dass B über ihre Wahrnehmungen bei den Freundschaften ihrer Hortkinder spricht und auch Überlegungen anstellt wie Freundschaft im Altersheim aussehen könnte, zei[r]

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Qualitative Forschung mit lebenslimitierend erkrankten Kindern und Jugendlichen : Hören wir richtig hin?

Qualitative Forschung mit lebenslimitierend erkrankten Kindern und Jugendlichen : Hören wir richtig hin?

Forschenden besonders heraus. Damit lenken TOMLINSON et al. den Blick auf die Forschungspraxis und konkrete Fragestellungen im Forschungsprozess, die es sensibel zu antizipieren gilt. Dies betrifft besonders die Frage nach einer zusätzlichen Belastung durch die Teilnahme an der Forschung. Bisher ist dieser Aspekt nahezu unerforscht, d.h., es ist bis dato weitgehend unklar, wie Eltern und Kinder Forschung zu palliativer Versorgung erleben. YOUNG et al. (2010, S.640) konnten lediglich aufzeigen, dass Jugendliche trotz des Gefühls, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren, in dieser schwierigen Situation bestrebt waren, ihr Erleben und ihre Gedanken mit anderen Personen zu teilen. Ähnlich
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Qualitative Forschung über Rechtsextremismus bei Jugendlichen: Ansatzpunkte und Erfahrungen

Qualitative Forschung über Rechtsextremismus bei Jugendlichen: Ansatzpunkte und Erfahrungen

Dennoch wird hier nicht vorgeschlagen, sich so weit aus dem Prinzip der theoretischen Offenheit herauszubegeben, wie es die „theorie-orientierte qualita- tive Forschung“ (vertreten durch Hopf u.a. 1995, hier: S. 23) tut. Dort geht man soweit, Tableaus zu präsentieren, die theoretische Vorab-Kategorisierungen un- tereinander in Beziehung setzen und mit dem empirischen Material füllen. Sie bieten zwar eine übersichtliche Strukturierung der Daten. Genau darin liegt aber auch ihr Problem. Sie produzieren das Problem, die Multiperspektivität und Deutungsfülle von qualitativ erhobenen ‚O-Tönen‘ so sehr straffen und stromlinienförmig glätten zu müssen, dass theoretisch ‚nicht passend‘ erschei- nende Bestandteile allzu leicht unter den Tisch fallen. Mit dieser Schwierigkeit ist wohl auch nur zu erklären, weshalb die geschlechtsspezifischen Auswertungs- aspekte der Hildesheimer Studien eigentümlich blass bleiben (Hopf u.a. 1995) oder gar nahezu gänzlich fehlen (vgl. Rieker 1997). Eben solche Ausblendungen bzw. Dunkelstellen werden vermeidbar, wenn zwar ein theoretisches Vorver- ständnis durchaus nicht versteckt und offensiv eingebracht, aber nicht von vornherein zum Raster der Auswertungsarbeiten erhoben wird. Damit handelt man sich zwar Sortierungsprobleme, Reduktionsschwierigkeiten und relative Unübersichtlichkeiten ein, gewinnt aber an Chancen, dem Material in seinen vielfältigen Bezügen gerecht zu werden.
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Die Bedeutung der Systemtheorie für die qualitative Forschung

Die Bedeutung der Systemtheorie für die qualitative Forschung

Ein erfolgversprechender Weg in qualitativ orientierter Forschung mit komplexen Systemen umzugehen, ist das sog. laterale Denken. Dieses steht ganz im Gegensatz für das Denken, das man in Schule und Ausbildung lernt: das vertikale, sog. logische Denken. Beim lateralen Denken geht es in erster Linie darum, Alternativen zu produzieren. Es stützt sich mehr auf Intuition und ist deshalb auch emotionaler und humorvoller. Das vertikale, logische Denken wählt Lösungen aus, das laterale dagegen Bewegung und Wechsel von einer Vorstellung zu einer anderen. Nachträglich betrachtet stellt sich heraus, dass große Erfindungen oder wissen- schaftliche Erkenntnisse keineswegs logisch abgeleitet wurden, sondern eher intuitiv und „zu- fällig“ gefunden wurden. Was zeichnet das laterale Denken aus? In der folgenden Übersicht sind erste Hinweise gegeben, die durch die Lektüre von Büchern Edward de Bonos vertieft werden können. Dort sind auch zahlreiche Beispiele gegeben.
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Soziale Aufstiege durch Migration: Lassen sich globale Ungleichheiten durch fallvergleichende qualitative Forschung rekonstruieren?

Soziale Aufstiege durch Migration: Lassen sich globale Ungleichheiten durch fallvergleichende qualitative Forschung rekonstruieren?

Eine Analyse globaler Ungleichheiten kann nicht im Rahmen des Nationalstaats erfol- gen. Zentral ist vielmehr das Verhältnis zwischen den Ressourcen von Personen und den vielfältigen – auch transnationalen – Kontexten, in denen die Ressourcen Wert gewinnen. Der Artikel zeigt an Fallverglei- chen zwischen Süd-Nord-Migrant_innen, die ihre soziale Lage im Zuge der Migration deutlich verbessern konnten, wie diese an eine Vielzahl von Kontexten anschließen und so strukturelle Hürden überwinden. Dabei wird analytisch zwischen sozial diffe- renzierten, politisch umkämpften und terri- torial gebundenen Kontextrelationen unter- schieden werden. Da diese Kontextrelatio- nen oft transnational sind, wird eine Me- thode wie die hier verwendete Dokumenta- rische Methode benötigt, die Kontextrelati- onen nicht nur über Selbstpositionierungen und den Lebensmittelpunkt einer Person erfasst, sondern die auch implizite Lage- rungsähnlichkeiten rekonstruiert. Mit Hilfe (trans-)nationaler Vergleichsstrategien ana- lysiert der Beitrag das komplexe Verhältnis von Personen zu (trans-)nationalen un- gleichheitsrelevanten Kontexten und die daraus resultierenden Lebenschancen. Schlagworte: Globale Ungleichheit, soziale Mobilität, Qualitative Methoden, Migration, Rassismus
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Qualitative Forschung in der Lehre ... eine Leerstelle?

Qualitative Forschung in der Lehre ... eine Leerstelle?

Diese Ausgangslage ist nicht neu und auch nicht unbekannt. Doch erst zögerlich und erst in jüngster Zeit ist eine systematischere methodologische Beschäftigung mit "qualitativem Lehren" erkennbar bzw. es wird eine prinzipiellere Auseinandersetzung mit Fragen der Lehr- und Lernbarkeit qualitativer Forschung gefordert, wie z.B. aktuell in einer neu initiierten Debatte in dem Open Access Journal Forum Qualitative Sozialforschung (FQS) zurückgehend auf das Symposium beim letztjährigen Berliner Methodentreffen, das sich der Frage der "Lehr-/Lernbarkeit qualitativer Forschung" stellte. Unter Leitung der Moderator(inn)en Margrit Schreier und Franz Breuer wird das Thema (in Zusammenarbeit mit Wolff-Michael Roth) weitergeführt, indem die Vorträge überarbeitet veröffentlicht und um weitere Beiträge von nationalen und internationalen Kolleginnen und Kollegen ergänzt werden, siehe
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Qualitative Forschung und das Fortleben des Phantoms der Störungsfreiheit

Qualitative Forschung und das Fortleben des Phantoms der Störungsfreiheit

(a.a.O.). Von Tendenzen in Richtung eines "Nihilismus" und "interpretativen Skeptizismus" ist auch bei Bourdieu die Rede. Er versichert, daß es gelinge, "die absolutistischen Ansprüche klassischer Objektivität zurückzuweisen, ohne daß dies dafür zum Relativismus führt" (Bourdieu 1993, 373). Entlang eigener irritierender Erfahrungen vermuten wir, daß es sich bei diesen Beschwörungen um das Pfeiffen verängstigter Forscher(innen) im Wald einer Wissenschaft handelt, die zwar die Dogmen der Theologie ablösen konnte, nun aber den eigenen Glaubenssystemen gewahr zu werden im Begriff ist. Diese Angst, daß wissenschaftliches Wissen und damit Wissenschaft selbst hinfällig werden könnte - und in der Folge notwendigerweise auch die eigenen Identität als Wissenschaftler(in), ist auch deshalb schwerwiegend, da sie stillschweigend wissenschaftliches Arbeiten durchzieht und blockiert. Ihre fortdauernde Tabuisierung verhindert eine Auseinandersetzung mit der Frage, in welcher Weise Forschung und mit welchen Ergebnissen verlaufen könnte, die sich ihren subjektiven und intersubjektiven Konstitution stellt.
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Qualitative Forschung auf dem Wiki Way

Qualitative Forschung auf dem Wiki Way

Nach dieser kurzen Einführung zu Wikis und deren Anwendung wird speziell auf die Nutzung eines Wikis im Rahmen eines Modellversuchs in der betrieblich-beruflichen Bildung eingegangen. Dieser Erfahrungsbericht soll deutlich machen, welche Möglichkeiten und Hindernisse sich aus dem Ein­ satz eines Wikis als Instrument zur Unterstützung qualitativer Forschung ergeben können. Um den speziellen Kontext zu verstehen, unter denen das Einsatzszenario entwickelt und die Erfahrungen gesammelt worden sind, werden zunächst der Projektrahmen und der Forschungsansatz vorgestellt. 3.1 Der Ansatz von Modellversuchen
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Qualitative Forschung und das Fortleben des Phantoms der Störungsfreiheit

Qualitative Forschung und das Fortleben des Phantoms der Störungsfreiheit

ein im Kern weiterhin passives und reaktives Bild der Beforschten unterliegt, wohingegen wir davon ausgehen, daß Forschung in einer sozialen Situation stattfindet, die Forschende und Bef[r]

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Qualitative Forschung und Professionalisierung sozialer Arbeit

Qualitative Forschung und Professionalisierung sozialer Arbeit

Unter dem Oberbegriff Qualitative Methoden (zur Übersicht vgl. Lüders/Reichertz 1986, Garz/Kraimer 1991, zuletzt König/Zedler 1995) versammeln sich eine Vielzahl unterschiedlichster Methodologien und Methoden, die sich weniger durch ein homogenes inhaltliches und methodisches Vorgehen, sondern eher durch die Abgrenzung zu den klassischen empirischen und statistischen Methoden der Sozialforschung auszeichnen. Qualitative Methoden verstehen sich hierbei nicht als Gegensatz zu den empirisch- statistischen Verfahren; vielmehr divergieren die Ansätze im unterschiedlichen grundlagentheoretischen Erkenntnisinteresse: Sind die statistisch-empirischen Verfahren an Aussagen über Häufigkeiten, Verteilungs- und Streuungsparametern sozialer Prozesse interessiert, eint qualitative Methoden das Interesse an den Strukturen eben jener sozialen Prozesse selbst. Hierbei wird davon ausgegangen, [[[[48]]]] daß durch die Standardisierung der Erhebungs- und Auswertungsinstrumente der empirisch-statistischen Verfahren „das soziale Feld in seiner Vielfalt eingeschränkt, nur sehr ausschnittweise erfaßt und komplexe Strukturen zu sehr vereinfacht und zu reduziert dargestellt würden“ (Lamnek 1988: 4). Zugespitzt formuliert: In den empirisch-statistischen Verfahren beugt sich die Analyse sozialer Wirklichkeit den zur Verfügung stehenden Methoden, soziale Wirklichkeit wird dort reduziert, wo sie sich in das Instrumentarium der Methoden nicht einfügen läßt.
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Anzeige von Qualitative Forschung auf dem Wiki Way

Anzeige von Qualitative Forschung auf dem Wiki Way

Nach dieser kurzen Einführung zu Wikis und deren Anwendung wird speziell auf die Nutzung eines Wikis im Rahmen eines Modellversuchs in der betrieblich-beruflichen Bildung eingegangen. Dieser Erfahrungsbericht soll deutlich machen, welche Möglichkeiten und Hindernisse sich aus dem Ein­ satz eines Wikis als Instrument zur Unterstützung qualitativer Forschung ergeben können. Um den speziellen Kontext zu verstehen, unter denen das Einsatzszenario entwickelt und die Erfahrungen gesammelt worden sind, werden zunächst der Projektrahmen und der Forschungsansatz vorgestellt.

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