ifo Architektenumfrage: Weiterhin hohe Auftragsbestände

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Gluch, Erich

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ifo Architektenumfrage: Weiterhin hohe

Auftragsbestände

ifo Schnelldienst

Provided in Cooperation with:

Ifo Institute – Leibniz Institute for Economic Research at the University of Munich

Suggested Citation: Gluch, Erich (2011) : ifo Architektenumfrage: Weiterhin hohe

Auftragsbestände, ifo Schnelldienst, ISSN 0018-974X, ifo Institut - Leibniz-Institut für

Wirtschaftsforschung an der Universität München, München, Vol. 64, Iss. 19, pp. 31-32

This Version is available at:

http://hdl.handle.net/10419/165031

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i f o S c h n e l l d i e n s t 1 9 / 2 0 1 1 – 6 4 . J a h r g a n g

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Nach den Umfrageergebnissen des ifo Ins -tituts bei den freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima zu Beginn des drit-ten Quartals 2011 nochmals etwas aufge-hellt. Es ist weiterhin recht freundlich. Die befragten Architekten schätzten ihre ak-tuelle Geschäftslage abermals besser ein als im Vorquartal (vgl. Abb. 1). Ähnlich gute Lageurteile gab es bislang lediglich in der ersten Hälfte der neunziger Jahre. Der An-teil der freischaffenden Architekten, die ihre derzeitige Auftragssituation als »gut« be-zeichneten, kletterte von 37 auf 40%; der Anteil der »Schlecht«-Urteile sank gleichzei-tig von 22 auf 18%.

Ihre Geschäftsaussichten schätzten die be-fragten Architekten allerdings ein wenig skep-tischer ein als vor einem Vierteljahr. Der An-teil der Architekten, die eine eher negative Entwicklung im Verlauf des nächsten hal-ben Jahres erwarteten, stagnierte zwar bei 16%; andererseits ging nur noch jeder sieb-te Testsieb-teilnehmer von einer »eher besseren« Auftragssituation aus.

55% der freischaffenden Architekten konn-ten im zweikonn-ten Quartal 2011 neue Verträge abschließen. Im vorangegangenen Quartal waren es geringfügig mehr (56%). Der Auf-wärtstrend, der seit rund acht Jahren zu be-obachten ist, dürfte dennoch noch nicht ge-brochen sein.

Im zweiten Quartal 2011 war das geschätz-te Bauvolumen aus den neu abgeschlosse-nen Verträgen (Neubauten ohne Planungs-leistungen im Bestand) im Wohnungsbau um rund 12% größer als im Vorquartal (vgl. Abb. 2). Die Architekten konnten somit im Ver-lauf der letzten rund drei Jahre ihre Aufträge zur Planung von Wohngebäuden nahezu kon-tinuierlich erhöhen. So übertraf das akquirier-te Volumen der Aufträge in diesem Teilsektor die Volumina vom ersten Quartal 2009 um gut 75%, die des ersten Quartals 2008 sogar um fast 100%. Im Nichtwohnbau schrumpften im Berichtsquartal dagegen die Planungsvolu-mina um fast ein Fünftel. Dabei war die rück-läufige Entwicklung allein auf weniger umfang-reiche Planungen für Wirtschaftsgebäude zu-rückzuführen. Der Umfang der gesamten Auf-tragseingänge in diesem Teilsektor war rund ein Zehntel kleiner als im Vorquartal.

Erich Gluch

ifo Architektenumfrage: Weiterhin hohe Auftragsbestände

-50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 1990 1993 1996 1999 2002 2005 2008 2011 Ursprungswerte geglättete Werte

Quelle: ifo Architektenumfrage.

Beurteilung der aktuellen Auftragssituation durch die freischaffenden Architekten

Saldo aus den "gut"- bzw. "schlecht"-Urteilen

0 20 40 60 80 100 120 140 1990 1993 1996 1999 2002 2005 2008 2011 Ursprungswerte geglättete Werte

Quelle: ifo Architektenumfrage.

Geschätztes Bauvolumen der freischaffenden Architekten von öffentlichen Auftraggebern (EUR)

Index 1990 = 100 25 50 75 100 125 150 175 200 1990 1993 1996 1999 2002 2005 2008 2011 Ursprungswerte geglättete Werte

Quelle : ifo Architektenumfrage.

Geschätztes Bauvolumen der freischaffenden Architekten im Wohnungsbau (EUR)

Index 1990 = 100

Abb. 1

Abb. 2

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Im Blickpunkt

Die befragten Architekten erreichten im zweiten Quartal 2011 nicht mehr das hohe Ordervolumen zur Planung von Ein- und Zweifamilienhäusern wie im Vorquartal. Trotz ei-nes bescheidenen Minus von 10% dürfte der Aufwärtstrend jedoch weiter Bestand haben. Im Geschosswohnungsbau kam es, nach drei eher schwächeren Quartalen, zu einer sichtlichen Belebung der Nachfrage. Der Umfang der neu akquirierten Planungsaufträge stieg gegenüber dem Vor-quartal um rund 40%.

Im Wirtschaftsbau hatten einige Großprojekte im ersten Quartal 2011 zu einer deutlichen Auftragsspitze geführt. Die-ses hohe Niveau konnte im Berichtsquartal nicht erneut er-reicht werden. Die befragten Architekten erhielten um rund ein Drittel weniger Aufträge als im Vorquartal. Dieses Pla-nungsvolumen entspricht aber immer noch etwa dem Durch-schnittswert der letzten fünf Quartale. Die von öffentlichen Auftraggebern vergebenen Planungsaufträge waren um ge-rade einmal rund 5% größer als im ersten Quartal 2011. Dies ist jedoch recht beachtlich, vor allem wenn man berücksich-tigt, dass bereits in den vier vorangegangenen Quartalen die Planungsvolumina im Durchschnitt um jeweils rund ein Vier-tel erhöht worden waren (vgl. Abb. 3).

Der durchschnittliche Bestand an Aufträgen erhöhte sich. Mit 6,1 Monaten waren die Auftragsreserven Ende Juni 2011 um gut einen halben Monat größer als vor drei Jahren bzw. um rund 75% umfangreicher als vor acht Jahren (vgl. Abb. 4). Zu Beginn der neunziger Jahre besaßen die Architekten al-lerdings Auftragspolster, die sogar noch rund einen Monat größer waren. i f o S c h n e l l d i e n s t 1 9 / 2 0 1 1 – 6 4 . J a h r g a n g 32 3 4 5 6 7 8 1990 1993 1996 1999 2002 2005 2008 2011 Ursprungswerte geglättete Werte

Quelle: ifo Architektenumfrage.

Auftragsbestände der freischaffenden Architekten

in Monaten

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