Mit voller Kraft ins Jahr 2005!

Volltext

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I N T E R N A T I O N A L P O L I C E A S S O C I A T I O N

NR. 197 · Dezember 2004

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Peru:

Ein Netzwerk von Korruption

Peru:

Ein Netzwerk von Korruption

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Internationales

---IPA-Press

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Peru: Ein Netzwerk von Korruption

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IBZ-Mitgliedsversammlung

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- Bericht

---COBRA –Das Einsatzkommando

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Nationales

---Burgenland-Rundschau

15

Kärnten-Puzzle

17

Niederösterreich-Palette

19

Oberösterreich-Aktuell

21

Salzburg-Blicke

23

Steiermark-Perspektiven

25

Tirol-Mosaik

26

Vorarlberg-Kaleidoskop

27

Wien-Spektrum

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Sonstiges

---Veranstaltungskalender

5

Noch eine Generationsgeschichte

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IPA Warenshop

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i m p r e s s u m

Herausgeber: International Police Association (IPA), Sektion Öster-reich, A-1230 Wien, Breitenfurter Straße 292, Tel. u. Fax 01/8658265, e-mail: austria@ipa.at. Pressereferat: Klaus Herbert.

Chefredakteur: Richard Benda.

Landesredakteure: Wolfgang Bachkönig (B), Erwin Oehzelt (K), Verena Fuchs (NÖ), Otto Steindl (OÖ), Paul Lieblein (S), Maximilian Ullrich (St), Klaus Herbert (T),Werner Rauch (V), Otto König (W).

Medieninhaber (Verleger): IPA Verlagsgesellschaft mbH, A-8073 Feldkirchen bei Graz, Gmeinergasse 1–3, Tel.: 0316/295105, Fax: 0316/295105-43, e-mail: office@ipa-verlag.at, ISDN: 0316/295105-51 Geschäftsführung: Rolf Schulz und Mario Schulz.Assistentin der Geschäfts-führung: Prokuristin Roswitha Schwab. Verlagsleitung: Sepp A. Mitterhammer. Produktionsleitung: Klaus Scheer. Leitung der Anzeigenabteilung: M. Reicher. Hersteller (Druck): DHT – Feldkirchen. Ausgabe I

Erscheinungsweise: 6 Ausgaben jährlich. Für Mitglieder kostenlos! Für zusätzliche Bestellungen Abonnentenpreis: 6 Hefte € 15,– inkl. MwSt., Porto und Versandspesen. Für Interessenten im Ausland gilt der gleiche Preis, Porto und Versandspesen müssen jedoch vom Bezieher bezahlt wer-den.

Die Beiträge dieses Heftes werden im IAC (International Administrative Center) registriert.

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmi-gung des Herausgebers und des Medieninhabers!

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Werte IPA-Freunde,

sehr geehrte Damen

und Herren!

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Für die IPA war es ein sehr arbeitsreiches, aber auch ein erfolgreiches Jahr.

International entwickelt sich unsere Organisation weiter. Neue Sektionen entstanden, die

Vorarbei-ten für einen modernen internationalen Ausweis sind ernsthaft eingeleitet und auch die Notwendigkeit, die internationalen Statuten den geänderten Verhältnis-sen innerhalb und außerhalb der IPA anzupasVerhältnis-sen, ist inzwischen kaum noch umstritten. Die sehr guten Kontakte mit unseren europäischen Nachbarn ermöglichen eine fruchtbringende internationale Zusammenarbeit.

In Österreich hat die IPA ihre sozialen Aktivitäten weiter verstärkt. Unverschul-det in Not geratenen Kolleginnen und Kollegen sowie deren Angehörigen etwas unter die Arme zu greifen, ist ein wesentlicher Teil der Vereinsarbeit geworden. Im kommenden Jahr brauchen auch die Österreichische Sektion, die Landes-gruppen und die Verbindungsstellen neue Statuten. Die Arbeit daran geht sehr gut voran.

Neben all der notwendigen Arbeit kommt auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an den vielen Veranstaltungen, die die Landes-gruppen und Verbindungsstellen 2004 ausrichteten, sind gute Indikatoren dafür, ob das Angebot der IPA auch Ihrer Nachfrage entspricht.

Alle diese Aktivitäten sind nur mit engagierten Funktionären und Helfern mög-lich. Ich darf daher allen, die im Sinne der IPA arbeiten, sehr herzlich danken. Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest, zum bevorstehenden Jahreswechsel und für das Jahr 2005 alles erdenklich Gute.

»Servo per amikeco«

Ihr Werner Pail

Zum Titelbild:

Cobra – die österreichische Antiter-roreinheit hat sich seit ihrer Grün-dung gewandelt.

Aus dem »Gendarmeriekommando Bad Vöslau« wurde eine internatio-nal beachtete Truppe, die keinen Ver-gleich mit ausländischen Sonderein-heiten zu scheuen braucht. Die Erfolgsgeschichte der Einheit wurde von unserer niederöster-reichischen Landesredakteurin Ver-ena Fuchs für Sie aufbereitet.

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Für unsere Sammelfreunde

Für alle unsere IPA-Sammler wurde auf der Homepage der Sekti-on Österreich eine eigene „Sammlerseite“ eingerichtet.

www.ipa.at ist auch für die Freunde von „Badges & Patches“ das

richtige Fenster. Die Anfragen aller Kollegen ohne Internetzugang drucken wir natürlich weiterhin gerne ab.

Frankreich:

Ärmelabzeichen und Dienstkappen sind die große Leidenschaft von Bruno Prevost. Der französische IPA-Kollege aus Toulon möchte mit dem Sammeln beginnen und bittet die IPA-Sammler um Information und Unterstützung. Interessierte Sammler-Kolle-gen schreiben (franz./engl.) an Bruno Prevost, Bureau-de-Police Ferroviaire Suge, Gare-SNCF-Orts-de l'Europe, F-83100 Toulon, Frankreich.

Argentinien:

IPA Kollege Mario Burgueno aus Argentinien sammelt Polizeiabzei-chen, Kappen usw. Er sucht zum gegenseitigen Austausch einen österreichischen Sammler.

Kontakt unter mrburgue@conicet.gov.ar

Ich w nsche meinem Papi, den Kollegen der Salzburger VA und allen andern Gendar-men ein frohes Weih-nachtsfest und alles Gute f r das kom-mende Jahr mit den bevorstehenden

Ver-nderungen.

Ich freue mich schon auf die neue Uniform, vielleicht gibt es die ja dann auch wieder in meiner Gr §e.

Euer Fabian

Fußball

in Ancona

Zum Wettkampf um die 7. Trophäe "Riviera-del Conero" , ladet die IPA-Vbst. Ancona (IPA-Comi-tato Locale Ancona, Itali-en), in der Zeit vom 19.

bis 21. Mai 2005 ein. Das Turnier findet in Numana (Ancona) statt und ist für Mannschaften mit maximal 5 Spielern (inklusive Tormann) aus-gelegt. Nach den Wettkämpfen wird ein umfangreiches Rahmenpro-gramm geboten. Die genauen Ausschreibungsdaten und weitere Pro-gramminformationen können bei der IPA-Comitato Locale Ancona, c/o Comando Polizia Municipale,Via dell'Industria 5, I-60100 Ancona – Italy, angefordert werden.

E-mail: ginopaj@virgilio.it oder giosabaipaancona@libero.it

IPMC:

59. Sternfahrt

Kiew, Ukraine

Von der International Police Motor Corporation (IPMC), Sektion wird in der Zeit vom 2. bis 6.August 2005 die 59. Internationale Polizeistern-fahrt veranstaltet. Organisator ist

die IPMC-Sektion Ukraine unter der Patronanz des Innenministeriums der Ukraine und der Stadt Kiew. Die Sternfahrt nach Kiew wird in ver-schiedenen Kategorien gemäß dem IPMC-Reglement, gewertet. Eintref-fen der Teilnehmer und Siegerehrung ist am 2. August 2005 in Kiew. Vom 3. bis 5.August ist für die Gäste ein Ausflugs- und Unterhaltungs-programm geplant. Für IPMC-Mitglieder werden am 4. August die EM-Läufe abgehalten. Am 6. August findet die Siegerehrung der EM-EM-Läufe und eine große Teilnehmerparade in Kiew statt, zu der mehr als 1000 Fahrzeuge erwartet werden. Ein detailliertes Programm und eine Kostenaufstellung steht als PDF-Datei unter www.ipmc.org allen Interessierten zur Verfügung.Auskünfte erteilt auch gerne der General-sekretär der IPMC, Klaus-Peter Reimer unter 0049 172 230 64 87 oder E-Mail: klapmer@t-online.de

Rechtzeitig zu Winterbeginn liegt auch schon das Programm für die 35. Schneewoche in Meran vor.

Vom 13. bis 19. Februar 2005 werden die Bewerbe in den Diszi-plinen Langlauf, Kombirennen Langlauf/Schiessen, Riesenslalom, Parallelslalom und Rennrodeln abgehalten. Ein tolles Rahmenpro-gramm sorgt für die Unterhaltung der Teilnehmer.

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VERANSTALTUNGSKALENDER

Ferien in Süditalien

Für IPA-Mitglieder stehen ab der Saison 2005 zwei neue Feriendomizile in der Region Campania zur Verfügung.

Capodimonte, Nähe Neapel:

hübsches Einraum-Appartement mit eigenem Bad, im Haus eines ital. IPA-Freundes. Tagespreis € 40.– für 2 Personen inkl. Frühstück.

Aufpreis HP:€ 7.– p.P. Garagenplatz: € 3.– pro Tag.

Amalfitana, Nähe Salerno:

3-Zimmerwohnung mit Küche und Bad für Selbstversorger.Tagespreis für 2 Pesonen:€ 50.– für jede wei-tere Person € 20.–.Weitere Auskünfte und Anmeldung beim Sekretär der 10 Delegazione IPA-Campania, Giovanni Simeone,V. de Giaxa 5-Com.Serv.Pol.Mun., I-80141 Napoli NA. oder unter der E-Mailadresse:

ipa_campania@libero.it

JÄNNER 2005

11. LG Salzburg: IPA-Stammtisch beim Wastlwirt, Rochusgasse 15 (neben Stieglgelände) 21. KS: Lofer: Erst Rodeln,

dann Krenfleischessen in Maria Kirchental. Die erste Veranstaltung im Rahmen

der 20-Jahr-Feiern. 22. LG Tirol: Ball der

Exekutive im Hilton Hotel / Casino Innsbruck. Anmeldungen an innsbruck-land.tirol@ipa.at 26. - 30.1. VB Bruck / Mur: Internationales Treffen; 40. IPA-Jubiläumsball am 29.01.2005 in den Räumen des Stadtsaales Bruck/Mur Anfragen und Anmeldungen unter ipa-bruck@utanet.at 29.1. - 5.2. VB-Oberkärnten: 18. Internationale IPA-Schiwoche am Nassfeld. Info und Anmeldung unter www.kaernten.ipa.at und obmann.ktn@ipa.at

FEBRUAR 2005

8. LG Salzburg: IPA-Stammtisch beim Wastlwirt, Rochusgasse 15 (neben Stieglgelände) 12. IPA-Ski-Landesmeisterschaft in Waidhofen a. d.Y., Forsteralm, Start: 11 Uhr 26.2.-5.3. VB-Graz: Erholungs-aufenthalt in Opatija. Gesamtpreis 7 VP und 1 Mittagessen in Italien € 325,-. Reisesekretariat VB Graz, Tel. 274189

MÄRZ 2005

8. LG Salzburg: IPA-Stammtisch beim Wastlwirt, Rochusgasse 15 (neben Stieglgelände)

APRIL 2005

12. LG Salzburg: IPA-Stammtisch beim Wastlwirt, Rochusgasse 15 (neben Stieglgelände) 25.4. - 1.5. LG OÖ: Zur Orangenblüte

nach Zypern

"Wo die Götter Urlaub machen" Direktflug ab Linz, 1 Wo. HP, 4* Hotel, mit 4 Tagesausflügen, Preis:€

840,00,-Details bei Otto Ratzinger Tel: 0676-5228337, e-mail: golden.dreams@gmx.at 30. - 01.05.LG Salzburg: Fahrt nach

Codroipo/Italien zu den Frecce Tricolori

MAI 2005

7. - 21. VB Graz:Toskanareise, Montecatini. 10 Exkursionen, Vollpension, fak Trinkkur. Preis:€

850.-Reisesekretariat,Tel. 274189 9. LG Salzburg: IPA-Stammtisch

beim Wastlwirt, Rochusg. 15 (neben Stieglgelände) 21. - 29.5. VB Salzkammergut:

Busreise “Tour de France“ Elsass, Champagne, Normandie, Bretagne, Burgund-Kultur u. Erlebnis-reise.Vorzugspreis.Auskunft: Ernst Pesendorfer, 0761288 378

JUNI 2005

01. - 05. IV. Nationaler Kongress der IPA Sektion Österreich in Wien.Alle Details auf http://www.ipa.at/archive/ kongress05/index.htm 06. - 12. VB Leibnitz: Flugreise nach

Finnland mit Fahrt zum Nordkap zum Superpreis von € 999.– p.P. Infos unter www.leibnitz.stmk.ipa.at. 14. LG Salzburg: IPA-Stammtisch

beim Wastlwirt, Rochusg. 15 (neben Stieglgelände) 25. - 18.7. LG OÖ: IPA Weltreise

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Die erfolgreiche Bestandsge-schichte der Cobra ist eng ver-bunden mit einem dynami-schen Führungsteam und vor allem mit dem persönlichen Engagement jedes einzelnen Angehörigen der Einheit. Eine Vielzahl von heiklen, oft Aufse-hen erregenden Einsätzen wurde erfolgreich bewältigt, aber auch Rückschläge sind Teil der Geschichte der Cobra. Der gelebte Anspruch auf Pro-fessionalität und auf ein mög-lichst minimiertes Fehlerpo-tential in der Aufgabenbewälti-gung waren jedoch seit jeher die Parameter für die ständige Weiterentwicklung der Arbeitsweisen und der Einsatz-strukturen der Cobra. Geopolitische Entwicklungen sowie veränderte sicherheits-politische Bedingungen führten zu einer ständigen Anpassung und Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen und des Aufgabenrahmens der

österreichischen Cobra. Darüber hinaus war und ist der selbst auferlegte Anspruch auf Professionalität bei der gabenbewältigung und der Auf-trag zur zeitgemäßen Bekämp-fung terroristischer und krimi-neller Erscheinungsformen für die Kommandoführung der Cobra die entscheidende Motivation, die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen und somit auf Höhe der Zeit zu bleiben.

Vom

»Gendar-meriekommando

Bad Vöslau« zum

Gendarmerieein-satzkommando

Am 1. Mai 1973 wurde das „Gendarmeriekommando Bad Vöslau“, so die amtliche Bezeichnung der ersten Vorläu-ferdienststelle des Einsatzkom-mandos Cobra, installiert.

Das Einsatzkommando

COBRA

Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft. Terroristen und Kriminelle müssen überall mit den Profis der Cobra rechnen.

Erfolgsgeschichte

der

österreichischen

Antiterroreinheit.

Schon seit ca. einem Jahr hat-ten Beamte der Verkehrsabtei-lung des Landesgendarmerie-kommandos für Niederöster-reich die Sicherung der per Eisenbahn aus der früheren UdSSR über Marchegg / Hohenau einreisenden jüdi-schen Emigranten übernom-men und die Flugzeuge der Fluglinie „EL-AL“ gesichert, mit denen die Auswanderer vom Flughafen Wien-Schwechat nach Israel ausreisten.

Das stete Anwachsen der Emi-grantenzahl veranlasste dann die Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit eine klei-ne Spezialeinheit aufzustellen, deren ausschließliche Aufgabe es sein sollte, die Transporte und das Emigrantenlager im Schloss Schönau an der Triesting im Bezirk Baden zu sichern.

In diesem Schloss Schönau war

das „Gendarmeriekommando Bad Vöslau“ vor seiner Über-siedlung in die Burstyn-Kaser-ne in Zwölfaxing vorüberge-hend untergebracht.

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Terroristen der Terrororgani-sation „El Saika“ (Adler der Revolution) mit einem Eisen-bahnzug aus Devinskà Nova Ves (in der damaligen CSSR gelegen) kommend am Grenz-bahnhof Marchegg österreichi-sches Staatsgebiet erreichten und Geiseln nahmen.

Die Geiselnahme verlief zum Glück unblutig, hinterließ aber einen tiefen Schock. War die Sicherung der Emigranten-transporte bis zu diesem Zeit-punkt erst ab dem Wiener Ostbahnhof erfolgt, so wurden nunmehr auch die über Mar-chegg und Hohenau kommen-den Züge aus der Sowjetunion schon ab den Grenzbahnhöfen von den Beamten des „Gen-darmeriekommandos Bad Vös-lau“ übernommen und bis zum Wiener Ostbahnhof begleitet. Mit 1. September 1974 über-siedelte es als nunmehriges „Gendarmeriebegleitkomman-do Wien“ von Schönau in die Burstyn-Kaserne des Bundes-heeres nach Zwölfaxing und wurde ab diesem Zeitpunkt direkt der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit im Bundesministerium für Inneres unterstellt.

Hauptaufgabe war im Wesent-lichen nur noch die Begleitung der aus der UdSSR von Mar-chegg und Hohenau kommen-den Züge nach Wien, sowie fallweise Sicherungsaufgaben auf dem Flughafen Wien-Schwechat.

Letztendlich gab aber die Ent-führung und spätere Ermor-dung des deutschen

Arbeitge-berpräsidenten Hans-Martin Schleyer durch die RAF und die im Zusammenhang damit erfolgte Entführung der Luft-hansamaschine „Landshut“ nach Mogadischu den Anstoß dafür, dass auch Österreich eine für das gesamte Bundes-gebiet zuständige Spezialein-heit zur Terrorbekämpfung erhielt.

Den entscheidenden Impuls, dass auch in Österreich eine Antiterroreinheit aufgestellt wurde, setzte der damalige Innenminister Erwin Lanc. Die-ser legte im Herbst 1977 der Bundesregierung eine umfas-sende Konzeption vor, durch die die bereits vorher vom „Gendarmeriebegleitkomman-do Wien“ getroffenen Maßnah-men verstärkt werden sollten und deren Kernpunkt die Schaffung des Gendarmerie-einsatzkommandos (GEK) mit einem Personalstand von 127 Beamten war.

Das Gendarmerieeinsatzkom-mando wurde mit 1. Jänner 1978 offiziell installiert und bezog mit 14. Februar 1978 wieder das Schloss Schönau. Nach der Gründung des GEK waren die nächsten Jahre neben den alltäglich zu verrich-tenden Diensten und neben der damals schon umfassenden Ausbildung vom kontinuierli-chen Aufbau der österreichi-schen Sondereinheit geprägt. Gendarmeriebeamte aus dem gesamten Bundesgebiet konn-ten sich zum Dienst bei dieser Sondereinheit melden. Die Aufgaben des

Gendarme-rieeinsatzkommandos ergaben sich aus der Sondereinheiten-Verordnung zum Sicherheits-polizeigesetz, das mit 1.Mai 1993 in Kraft getreten ist. Aus diesen grundsätzlichen Regelungen ergaben sich für das GEK folgende Hauptaufga-ben:

• die gewaltsame Beendigung von Geiselnahmen

• die Festnahme bewaffneter und gefährlicher Gewaltver-brecher

• der Einsatz im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität zur Unterstützung kriminal-polizeilich tätiger Sonderein-heiten

• der Schutz besonders gefähr-deter Personen und Objekte • der Sicherungsdienst an Bord

von Flugzeugen der „Austrian Airlines Group“.

Bei Großveranstaltungen mit unfriedlichem Hintergrund wurden Beamte des Gendar-merieeinsatzkommandos auch für ordnungsdienstliche Aufga-ben herangezogen.

In der Zwischenzeit wieder auf eine Personalstärke von fast 170 Beamten angewachsen, konnte die Unterkunft im Schloss Schönau/Tr. nicht mehr den personellen und techni-schen Anforderungen gerecht werden.

Mit dem Neubau einer Ausbil-dungs- und Einsatzzentrale in Wiener Neustadt wurde des-halb dem Gendarmerieeinsatz-kommando ein modern ausge-stattetes, funktionelles Sicher-heitszentrum geschaffen, das alle Möglichkeiten für eine effi-ziente Ausbildung und zeit-gemäße Unterbringung seiner Mitarbeiter bietet. Seit dem 26. Oktober 1992 hatte das Gen-darmerieeinsatzkommando nun seinen Sitz in Wiener Neu-stadt.

EKO-COBRA

Das Einsatzkommando Cobra wurde am 01.07.2002 mit den vier Standorten Wr. Neustadt, Graz, Linz, Innsbruck - und mit 01. Jänner 2003 mit weiteren 3 operativen Außenstellen in den Bundesländern Kärnten,

Salz-burg und Vorarlberg im Vollbe-trieb installiert.

Das Einsatzkommando Cobra ist die dem Bundesministerium für Inneres unmittelbar nach-geordnete Sondereinheit der Österreichischen Sicherheitse-xekutive zur Besorgung beson-derer Aufgaben im öffentlichen Sicherheitsdienst.

Im Einsatzfall untersteht es direkt dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. In Angelegenheiten des inneren Dienstes ist die Abteilung 2 (Einsatzabteilung) des BM.I für die Belange des EKO-Cobra zuständig.

Die neue Cobra versteht sich als:

• Krisenfeuerwehr der öster-reichischen Sicherheitsexe-kutive

• verlässlicher Partner für die Kolleginnen und Kollegen der Exekutive bei Amtshandlun-gen mit erhöhter und hoher Gefährdungslage

• international anerkannte, in den Regionen arbeitende österreichische Antiterror-einheit

Vom Bundesminister für Inne-res Dr. Ernst Strasser wurde im Herbst des Jahres 2001 im Zuge der weltweiten Eva-luierung der Sicherheitssyste-me der Auftrag erteilt, die Son-dereinheitenstruktur in Öster-reich einer grundlegenden Bewertung - und erforderli-chenfalls einer Reform zu unterziehen:

Die zur Evaluierung eingesetz-te Arbeitsgruppe kam zum Ergebnis, dass trotz der damals bestehenden 23 Spezialeinhei-ten der österreichischen Sicherheitsexekutive (Gendarmerieeinsatzkommando -Cobra; Mobile Einsatzkom-manden der Bundespolizeidi-rektionen – MEK; Sonderein-satzgruppen der Landesgen-darmerie-kommanden – SEG) einige Unzulänglichkeiten bestanden.

Von der Ressortleitung wurde daraufhin der Auftrag erteilt, ein Sondereinheiten-System unter Führung der Cobra zu entwerfen und zu

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tieren, welches folgende Para-meter erfüllen soll:

• in 70 Minuten muss jeder Punkt in Österreich erreicht werden

• einheitliche Führungsstruktur • einheitliche Ausrüstungs- und

Ausbildungsstandards • international kompatibel • durchgehende

Falllösungs-kompetenz

• Integration der bestehenden MEK und SEG

Diese Vorgaben wurden mit der neuen Organisationsein-heit des Einsatzkommandos Cobra erfüllt.

Struktur

des EKO-COBRA

Unter Beachtung der zeitlichen Vorgabe betreffend die Einsatz-Antrittszeiten wurde das Ein-satzkommando Cobra mit den 4 Standorten in Wiener Neu-stadt, Graz, Linz und Innsbruck und den operativen Außenstel-len in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Vorarl-berg installiert. Somit ist jeden-falls sichergestellt, dass das gesamte Bundesgebiet inner-halb von 70 Minuten von Kräf-ten der Cobra erreicht werden kann. Diese Zeitspanne stellt im internationalen Vergleich einen absoluten Spitzenwert an schneller Verfügbarkeit von Sondereinsatzkräften dar. Auf jedem Standort der Cobra ist die Einsatzabteilung in Form von vier Einsatzmodulen orga-nisiert. An den operativen Außenstellen sind zwei Einsatz-module vorgesehen.

Um die Verwaltungskompo-nente auf den operativen Außenstellen so klein als mög-lich halten zu können sind sie organisatorisch an die Standor-te Graz, Linz und Innsbruck angebunden.

Das (Gesamt)-Kommando des EKO-Cobra befindet sich in der Ausbildungs- und Einsatz-zentrale in Wiener Neustadt. Hier ist auch eine größere Koordinationsstelle (Stabsstel-le) eingerichtet, die Verwal-tungstätigkeiten für alle Cobra-Standorte wahrnimmt. Die ehemaligen Mobilen Ein-satzkommanden der Bundes-polizeidirektionen sowie die Sondereinsatzgruppen der LGK`s wurden in die neue Sondereinheitenstruktur inte-griert. In Wien blieb die Ein-satzgruppe Alarmabteilung bestehen.

Für jeden Standort sind primä-re örtliche Zuständigkeiten definiert. Bei Bedarf – und dies kommt öfters vor – unterstüt-zen sich die Standorte gegen-seitig.

Personal

und Ausbildung

Die Personalstärke beläuft sich Österreichweit auf 336 Beam-ten. Die weit überwiegende Anzahl von Cobra-Mitarbei-tern steht in „reiner“ Einsatz-verwendung. Die Komponente der Administration wurde äußerst effektiv ausgelegt. Nach Bestehen des strengen Auswahlverfahrens, bei dem jeder Bewerber medizinischen, psychologischen und sportmo-torischen Tests unterzogen wird, muss zunächst eine sechsmonatige Grundausbil-dung absolviert werden. Die Grundausbildung wird für alle neuen Cobra-Mitarbeiter am Hauptstandort in Wr. Neu-stadt - und nicht auf jenen EKO-Cobra-Standorten durch-geführt, für den sich die neuen Cobra’s beworben haben. Dies ist vor allem im Hinblick auf ein einheitliches

Qua-litätsmanagement von großer Bedeutung, um jedem neuen Mitarbeiter das Leitbild, die Einsatzphilosophie und die tak-tischen Einsatzgrundsätze der Einheit einheitlich und mit fest-stehendem Standard vermit-teln zu können.

Während der Grundausbil-dung müssen die neuen Cobra-Mitglieder all diejenigen Fertig-keiten und Kenntnisse erler-nen, die sie dann befähigen sol-len, schwierigste und gefähr-lichste Einsätze erfolgreich zu bestehen. Dazu gehören neben Taktik, Schießen und Sport auch Fahrtechnik, Seiltechnik, Nahkampf, psychologische Schulungen, Sprachenausbil-dung, usw.

Wer das vorgegebene Ausbil-dungsziel nicht erreicht, muss die Einheit wieder verlassen. Einmal im Einsatzmodul einge-teilt, haben die Cobra-Mitar-beiteren nun die Möglichkeit, Sonderausbildungen wie Fall-schirmspringen, Tauchen, Sprengtechnik oder Präzisions-schießen zu absolvieren. Diese Sonder- und Schwerpunktaus-bildungen für Cobra-Angehöri-ge werden ebenfalls unter Koordination des Headquar-ters in Wiener Neustadt durchgeführt.

Besondere Einsätze

und Statistik

Die spektakulärsten und erfol-greichsten Einsätze des Ein-satzkommandos Cobra und der Vorläuferdienststellen

waren die Lösung einer zeugentführung auf dem Flug-hafen Wien Schwechat, die Ver-hinderung eines Hi-jackings eines im Flug befindlichen Flug-zeuges im Jahr 1996, die Mit-wirkung an der Lösung des so genannten „Flick-Entführungs-falles“, die Beendigung der spektakulären Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt Graz-Karlau sowie die Lösung einer Vielzahl von Fällen von schwe-rer Erpressung und erpresseri-scher Entführung, von Geisel-nahmen und ähnlichen Fällen von schwerer Gewaltkrimina-lität.

Doch nicht nur in Österreich sind die Angehörigen des Ein-satzkommandos Cobra tätig. Auch zu Auslandseinsätzen werden die Mitglieder dieser Spezialeinheit immer wieder herangezogen, wenn es darum geht, Repräsentanten und Ver-tretungsbehörden der Repu-blik Österreich in Brennpunk-ten im Ausland zu schützen, wie zum Beispiel in Algerien, Bosnien oder Albanien. Die Einsatzzahlen der „Cobra“ im Laufe des Jahres 2003 spre-chen eine eindeutige Sprache. In diesem Jahr führten Mitar-beiter der Cobra unter ande-rem 330 Festnahmen, 77 Haus-durchsuchungen, und 1425 Flugsicherungen durch. Insgesamt wurden 2003 von den Einsatzkräften der „Cobra“ 2800 !!! Anforderun-gen und Routinedienste bear-beitet und durchgeführt. Eine bessere und aussagekräftigere Bestätigung für die Akzeptanz und Verankerung der neuen Sondereinheit in der öster-reichischen Exekutive gibt es wohl nicht.

Die ehrliche Ambition jedes einzelnen Cobra Mitarbeiters war und ist es, jeden Tag an der Optimierung der eigenen Lei-stung zu arbeiten. Dies sieht die Führung der Einheit auch als Verpflichtung gegenüber dem Bürger, der ein Recht auf professionellen Schutz hat. In der Retrospektive betrach-tet ist die Entwicklung der österreichischen Antiterror-einheit „Cobra“ eine durchge-hende Erfolgsgeschichte.

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von lic.iur. Javier Gamero Kinosita LL.M., IPA Peru

Massenmedien, die Erarbeitung von Gesetzen, die nachher vom Parlament gutgeheissen wurden und die Kontrolle des Justizsy-stems sowie der Staatsanwalt-schaft.

Es gab eine politische Kontrolle der Streitkräfte und der Nationa-len Polizei, mit dem neuen Militärgesetz, womit die absolute Abhängigkeit von der politischen Macht bestätigt wurde.

Das zivil-militarische Regime errichtete in Peru einen Nar-kostaat. Die Aufgabe der Bekämpfung des Drogenanbaus und -handels wurde gleichzeitig den Streitkräften übertragen, dazu musste jedoch zuerst der gesetzliche Rahmen geschaffen werden. Nach der Unterwerfung der Drogenkartelle unter die Gewalt der mafiösen Koalition ging Montesinos einen Schritt weiter und etablierte das perua-nische Drogenkartell, das die Drogen regelmässig auf dem Luft-weg exportierte, wobei sogar das Flugzeug des Präsidenten und die Diplomatenpost benutzt wurden. Das kriminelle Netzwerk des Regimes bildete eine Struktur der illegalen und parallelen Macht, die die Menschenrechte systematisch verletzte und die gleichzeitig Schutz für die illega-len Aktivitäten von Fujimori und Montesinos war. Es wurde die sogennante „Gruppe Colina“ errichtet, eine kriminelle Organi-sation, die von der Regierung selbst geschaffen und gefördert wurde. Diese Gruppe arbeitete eng mit dem nationalen Geheim-dienst zusammen, viele ihrer Mit-glieder waren Angehörige des Heeres. Sie beging Delikte wie Mord (beispielsweise ausserge-richtliche Erschiessungen), Folte-rungen und Verschwindenlassen von Personen. Für die Begehung dieser Delikte verwendete die Gruppe Colina Ressourcen des Staates.

Ungenügende

parlamentarische Kontrolle

Während des autoritären Regi-mes von Alberto Fujimori bildete

der peruanische Kongress eine Filiale der Mafia. Der Kongress war der Ort, an dem die wichtig-sten Entscheidungen der Regie-rung und des Geheimdienstes gutgeheissen wurden, um sämtli-che Institutionen in Beschlag zu nehmen, autonome Kontrollen zu verhindern und Korruptionsde-likte zu verschleiern. Da die Regierung über die absolute Mehrheit im Kongress verfügte, war sie in der Lage, die wichtig-sten Institutionen zu kontrollie-ren.

Fehlende Unabhängigkeit der Justiz

Seit dem Staatstreich übernahm die Regierung die Kontrolle über die Justiz, die vom Nationalen Geheimdienst (SIN) gesteuert wurde. Urteile und Entscheidun-gen wurden nun vom SIN redi-giert. Es gab eine untertänige Judi-kative.

Die Probleme einer dringenden Modernisierung der Verwaltung wurden bewusst vermischt mit denjenigen der Justizreform. Mit dem Argument, dass die Justiz schwerfällig sei, wurden spezielle Gerichtskammern geschaffen und die Gerichte mit provisorischen Staatsanwälten und Richtern gefüllt, die später leitende Funk-tionen im Justizsystem übernah-men. Diese provisorischen Anwälte und Richter waren der Macht des Geheimdienstes direkt unterworfen. Mehr als 80 Prozent der Richter und Staatsanwälte übten ihr Amt nur noch proviso-risch aus und wurden dadurch leichte Opfer von Manipulationen und Erpressungen.

Im Rahmen der Unterwerfung des Justizwesens unter die aus-führende Gewalt wurden Exeku-tivkommissionen der Richterli-chen Gewalt geschaffen, die eine signifikante Machtverschiebung von der Justiz zur Exekutive bedeuteten, sowie Spezialgerich-te für SSpezialgerich-teuer- und ZolldelikSpezialgerich-te, für den Illegalen Drogenhandel und Korporative Transitorische Spezi-algerichtskammern für Öffentli-ches- und Verwaltungsrecht.

Die Exekutive: Ausgangspunkt

der Korruption

Der zentrale Kern des Regimes wurde durch die Beziehung zwi-schen Alberto Fuji-mori und Vladimiro Montesinos gebildet, die die mafiöse Koalition aufbauten und anführten. Vla-dimiro Montesi-nos, ein ehemali-ger Hauptmann der Armee im Ruhestand, war von der Armee unehrenhaft ent-lassen worden, weil er wegen Landesverrats angeklagt worden war. Daraufhin wurde ihm der Zutritt zu sämtlichen militäri-schen Einrichtungen Perus verbo-ten. Erst die Regierung Fujimori hob dieses Verbot wieder auf. In der Zwischenzeit arbeitete Mon-tesinos als Anwalt für verschiede-ne Drogenhändler.

Fujimori und Montesinos sind die wichstigsten Akteure des Selbst-putsches vom 5. April 1992 und des Aufbaus des Autoritarismus. Für einen autoritären Staatschef ist es unvorstellbar, ohne parla-mentarische Mehrheit zu regie-ren. Seit diesem Moment hörte das demokratische Regime auf zu existieren und es wurde ein zivil-militärisches Regime installiert Der Nationale Geheimdienst war ein politischer Apparat der Regie-rung, die Achse der Macht, durch welche die Tätigkeiten des Fuji-mori-Regimes, einschliesslich des Putschs vom 5. April 1992 geplant, organisiert und durchge-führt wurden. Der Nationale Geheimdienst genoss zudem die explizite Unterstützung der Regierung. Er war verantwortlich für die Organisation der Wahl-kampagnen von Alberto Fujimori, die Spionage gegenüber der Opposition, die Kontrolle der

Das Netzwerk

von Korruption

Das riesige Netzwerk der Korruption und des organi-sierten Verbrechens, das in Peru in den Jahren 1990 bis 2000 unter der Regierung von Alberto Fujimori durch seinen Geheimdienstbera-ter Vladimiro Montesinos errichtet wurde, stellt eine der tragischsten Episoden der peruanischen und sogar der lateinamerikanischen Geschichte dar. Es ist eine Geschichte der Schande, in der die Korruption ein strukturelles, immer wieder auftretendes Phänomen bil-dete.

Obwohl es eine Tatsache ist, dass seit der Gründung der Peruani-schen Republik (1821) immer wieder mafiaähnliche Organisa-tionen aus dem Staatswesen selbst hervorgingen, hat es doch noch nie eine derart systemati-sche Korruption gegeben wie während des Fujimori-Regimes, die der politischen Stabilität und der Volkswirtschaft des Landes schweren Schaden zufügte. Die Korruption wurde auf kriminelle Art und Weise direkt von den Schaltzentralen der Macht orga-nisiert.

Diese Zeitung der

peruanischen Polizei musste leider eingestellt werden.

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Andere kritische Punkte waren die geheimen Saläre der Richter (im nationalen Geheimdienst), die Militärjustiz und die Erweite-rung ihrer Zuständigkeiten und andere Erscheinungsformen der Korruption im Justizwesen wie unrechtmässige heimliche Netz-werke, die auf die Richter Einfluss ausübten und Entscheidungen steuerten, illegale Einkünfte oder Vorteile, die Informationsnetze als Kommunikationssysteme zwi-schen bestimmten Richtern oder Gruppen von Richtern und gros-sen Anwaltspraxen, der Aus-tausch von Gefälligkeiten, provi-sorischen Gerichtsbeamten, die Bevorzugung von bestimmten Medien bei der Publikation von Gerichtsentscheiden, verdeck-ter Nepotismus. Die Unabhängig-keit der Richter war immer in Frage gestellt.

Vollständige Kontrolle über die Wahlbehörden

Es ist klar, dass das Wahlsystem für die Regierung eine Schlüssel-rolle spielte für ihr Bestreben, sich an der Macht zu halten. Durch die Manipulation der Wahlbehörden wollte das auto-kratische Regime das Proporzsy-stem vernichten und zum Major-system zurückkehren. Zu diesem Zweck wurde ein System mit drei Institutionen errichtet, alle wur-den von der Exekutive manipu-liert. Zum Zweck der Perpetu-ierung der Macht wurden illegale Aktionen angewendet wie die Manipulation des Wahlmaterials und elektronischer Betrug bei der Präsidentenwahl von 1995, Manöver gegen das Referendum (1996 – 1998) und der Betrug der „Wieder-Wiederwahl“ bei der Präsidentenwahl im Jahr 2000. Kritische Punkte waren eine ungenügende und parteiische Wahlgesetzgebung, Bankrott der Unparteilichkeit des Staates, feh-lende Konkurrenz bei den Wahl-en und InkompetWahl-enz und Partei-lichkeit der Wahlbehörden.

Korruption in den

peruanischen Massenmedien

Man sagt, dass der neue Totalita-rismus aus der Herrschaft über das Bild und die Subjektivität besteht. Das autokratische me Fujimoris versuchte, ein Regi-me zu errichten, das auf der ein-zigartigen Symbiose zwischen

Macht und Bild basierte, es wollte die Kontrolle des täglichen Lebens und der Sozialisierungs-prozesse durchsetzen und die politische Kontrolle über die Massenmedien verstärken. Das Regime stützte sich vor allem auf eine Politik der Bilder und nützte meisterhaft die Tatsache aus, dass ein Bild häufig mehr sagt als tau-send Worte. Der Präsident brauchte keine langen Reden zu halten, es sprachen die Bilder. Er benütze eine Sprache der Gesten, der Rituale, der symboli-schen Akte, um den Bürgern ein Gefühl der Nähe zu geben, ohne Worte. Er zog es vor, mit den Kindern zu spielen, Fahrrad zu fahren, einen Esel zu reiten, auf einen Traktor zu klettern oder seine müden Füsse in einem Fluss zu kühlen, auf dem Weg zu einem abgelegenen Andendorf. Diese scheinbar volksnahen Aktivitäten übte er immer im Bewusstsein aus, dass diese Gesten per Fern-sehen am selben Tag im ganzen Land in den Nachrichten übertra-gen wurden und so sein Image festigten. Um sein Image als volksnaher Präsident zu stärken wurde der Slogan verbreitet: „Fujimori ist ein Präsident wie du“. Um dieses „wie du“ zu ver-stärken, benutzte der Präsident typische Kleidungsstücke oder Accessoires der Region. Es gab eine absolute Kontrolle der Medien und der Gesellschaft. Die Titelseiten und die wichtigsten Innenseiten der Zeitungen wur-den vom Nationalen Geheim-dienst erarbeitet.

Die Politisierung der Talkshows und Instrumentalisierung des Spektakels waren eine neue Form, Politik zu machen. Ziel war es, das Publikum einer Gehirnwä-sche zu unterziehen, damit es das autoritäre Regime kritiklos akzeptierte. Zudem sollte die Wählerschaft entpolitisiert wer-den, die klassische Brot und Spie-le Taktik.

Mit diesen Talkshows und der Sensationspresse entwickelte das Regime eine politische Informati-onsstrategie, die auf drei Achsen beruhte: 1.) Die massive Propa-ganda zugunsten des Regimes, 2) Die Entwicklung einer massi-ven und einzigartigen Diffamie-rungs- und Verleumdungskampa-gne der Kandidaten der Opposi-tion, und 3.) Das Schüren von

alten Ängsten, insbesondere vor der Rückkehr von Terrorgruppen wie dem Leuchtenden Pfad (Sen-dero Luminoso - SL) und der Revolutionären Bewegung Tupac Amaru (Movimiento Revolucio-nario Tupac Amaru - MRTA). Diese Zeitungen wurden durch den Nationalen Geheimdienst finanziert, der für diesen Zweck ein Budget von 54 Millionen US-Dollar bereitgestellt hatte, Geld das keiner Kontrolle unterstand. Gemäss Schätzungen und Enthül-lungen von ehemaligen Mitarbei-ten dieser Zeitungen betrugen die Zahlungen der Regierung an diese Blätter ungefähr 1'080'000 US-Dollar monatlich.

Schwäche und Krise der politischen Parteien

Das wichtigste Problem beim Aufbau des Staates in Peru war das Fehlen einer konsolidierten Parteienstruktur. Die Parteien schafften es nie, zu zentralen Akteuren in der peruanischen Politik zu werden oder der Bevöl-kerung den Zugang zur Politik zu garantieren. Stattdessen domi-nierten die Caudillos und andere faktische Mächte. Die Parteien waren kurzlebig und litten unter strukturellen Schwächen, in den meisten Fällen überlebten sie den Caudillo, der sie gegründet hatte, nicht.

Die Parteien verfügten über patriarchalische und korporatisti-sche Strukturen. Die öffentlichen Ressourcen wurden selektiv ver-teilt, Gefälligkeiten und persönli-che Allianzen spielten eine zen-trale Rolle. Dies verstärkte den

sozialen Ausschluss breiter Bevöl-kerungsschichten und polarisier-te das Land. Der Staat wurde wei-ter geschwächt, die politischen Parteien und sozialen Organisa-tionen verloren an Glaubwürdig-keit. Dies begünstigte letztlich die Vorherrschaft der Militärs.

Schwäche

der Zivilgesellschaft

Die aktive Beteiligung der Zivil-bevölkerung ist eine fundamenta-le Säufundamenta-le der Demokratie und eines der effizientesten Instru-mente zur Bekämpfung der Kor-ruption. In Peru jedoch, wo die Korruption in den 90er Jahren ein nie gekanntes Ausmass erreichte, blieb die Zivilgesellschaft am Rande der Ereignisse, die Bürger waren lediglich Zuschauer. Es gab zwar eine politische Opposition, diese war jedoch schwach, schlecht organisiert und es fehl-ten charismatische, kompefehl-tente Leader, die imstande gewesen wären, der Korruption Einhalt zu gebieten.

Schlussbemerkung

Heute befindet sich Alberto Fuji-mori als Flüchtiger vor der perua-nischen Justiz in Japan, wohin er sich während einer offiziellen Reise nach Asien abgesetzt hatte. Er lebt unterdessen unter dem Pseudonym Ken Inomoto an ständig wechselnden Adressen reicher japanischer Gönner. Ihm werden schwere Verstösse gegen die Menschenrechte, Mord, Ent-führung, Landesverrat und Kor-ruption vorgeworfen. Vladimiro Montesinos sitzt im Gefängnis.

Der Autor

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Sie erinnern sich an die Ausgabe195 des IPA-Panoramas? Wir veröffentlichten eine Geschichte die im Internet kursiert. Die Story war eine satirische Beschreibung des »gefährlichen« Lebens der Generation, die vor 1978 geboren war.

Unser Mitglied Christian Krüger (Jahrgang 1984) hat die Fortsetzung dieser Geschich-te im InGeschich-ternet unGeschich-ter

www.harald-diehm.de/ueberlebt.htm bzw. www.nikola-hahn.de/niemandschuld.htm gefunden.

Es ist die nicht weniger sarkastische Abrechnung der Generation die nach 1978 gebo-ren ist, mit ihgebo-ren Vorgängern. Gerne hätten wir die Geschichte hier an Sie weitergege-ben, aber unser Seitenumfang ist beschränkt und die Geschichte ist lang.

Interessenten mit Internetanschluss finden Sie ja an den o. a.Adressen.Wer noch nicht den Schritt in das World Wide Web gemacht hat, kann sie bei uns im Sekretariat anfor-dern.Wir machen Ihnen gerne eine Kopie.

IBZ-MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2004

Noch eine

Generations-geschichte…

dem nicht-deutschsprachigen Raum die Teilnahme zu erleich-tern. So waren auch Vertreter aus allen Ländern Europas anwesend. So konnten wir Kontakte zu Kol-legen aus Italien, Schweden, Tür-kei, Dänemark, Tschechien, Schweiz und Ungarn knüpfen. Die Turmbar des Schlosshotels bot dazu das nötige Ambiente.

IPA Landesredakteur Werner RAUCH

Die österreichische Delegation (Magg, Steinhagen, Rauch) bei der Einweihung des Arthur Troop-Denkmals mit der Witwe des ver-storbenen Gründers und dem internationalen Präsidenten Michael Odysseos.

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as Informations- und B i l d u n g s z e n t r u m (IBZ) in Schloss Gim-born lud am 9. Oktober 2004 zur Mitgliederversammlung ein. Bei diesem Anlass wurde die Arthur-Troop-Statue des PEB feierlich eingeweiht, weshalb an die 100 Personen nach Gimborn gereist sind. Der internationale Präsident der IPA, Michael ODYSSEOS war eigens für diesen Anlass aus Zypern angereist.

Der Programmablauf führte vom Willkommensgruß durch den Vorstandsvorsitzender Winrich GRANITZKA, über die Anspra-che vom Landrat des Oberbergi-schen Kreises Jobi HAGEN, zur Einweihung und Enthüllung der Arthur-Troop-Statue durch den Präsidenten der International Police Association Michael ODYSSEOS. Der Trompeter Martin SCHWORM bildete mit dem Lied „Land of Hope and Glory“ den entsprechenden Rah-men. Marjorie TROOP und ihr Sohn haben uns mit ihrer Anwe-senheit geehrt.

Die Segnung der Statue wurde durch Polizeipfarrer Siegfried FÖRSTER vorgenommen. Die 13 Programmpunkte der an-schließenden Mitgliederver-sammlung wurden zügig abge-handelt.

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Reise in die Ewige Stadt

Stockschützen

erfolgreich

Jennersdorf: Dass die VB auch

in der Bevölkerung fest verankert und präsent ist, zeigte sie zuletzt einmal mehr beim Jennersdorfer Gemeindeturnier der Stock-schützen. Es war das nun schon 10.Turnier des UESV Jennersdorf, an dem 14 Mannschaften ver-schiedener Institutionen, Firmen-und Berufssparten teilnahmen. Die IPA Jennersdorf verfehlte den Sieg nur knapp und konnte den ausgezeichneten 3. Platz errei-chen. Im Vordergrund standen aber auch bei diesem Turnier die Geselligkeit und der Gedanken-austausch zwischen den Teilneh-mern. Siegfried Jud

Güssing: Rom – du bist Zukunft

und Vergangenheit – man könnte es nicht treffender beschreiben, denn schon beim ersten Anblick dieser einzigartigen Stadt hatten wir die Strapazen der 14-stündi-gen nächtlichen Busreise verges-sen. Die Sonne strahlte vom Himmel als würde sie Engel begrüßen, während wir über die Via della Conciliazione zum Petersplatz marschierten. Faszi-niert vom Flair dieses wahr-scheinlich schönsten Platzes der Welt, begaben wir uns in die Peterskirche und „pilgerten“ durch die Kuppel auf die ca. 160 m hohe Balustrade. Dort wurden wir mit einem unvergesslichen Blick auf die fünf Millionen Ein-wohner zählende Metropole Ita-liens belohnt.

Das antike Rom

Obwohl wir uns nicht vorstellen konnten, dass dieser erste Ein-druck noch überboten werden kann, wurden wir eines Besseren belehrt. Beim Besuch des antiken Rom haben wir die Zeit einfach um 2000 Jahre zurückgedreht. Großartig, wie der Titusbogen vor dem Forum Romanum wie ein Fels in der Brandung steht und zu sagen scheint, dass man besonderen Boden betritt und vor Ehrfurcht erstarren sollte. Bei einem Rundgang durch das Kolosseum lief es uns manchmal kalt über den Rücken, wenn wir daran dachten, wie die feine Gesellschaft Roms ihre Freizeit verbracht und sich noch über den Fingerzeig des Kaisers (Dau-men hoch = leben – Dau(Dau-men

nach unten = sterben) eupho-risch gefreut hat.

Komm bald wieder! – eine Münze in den Trevi-Brunnen Aber auch Rom bei Nacht durf-ten wir erleben. Besucht haben wir unter anderem die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen. Begeistert warfen wir in dieses

hell erleuchtete Kunstwerk mit seinen Wasserspielen mit beson-derer Hoffnung eine Münze, denn nach alter Sitte heißt es, wer in diesen Brunnen eine Münze wirft, kommt wieder nach Rom. Und wir wollen – bald – wieder kommen.

Wolfgang Bachkönig

Der Petersplatz - das Zentrum des Christentums in voller Pracht

Neue Kontakte

Seper Vigilia an der GREKO Heiligenkreuz

Jennersdorf: Seper-Vigilia – Immer wachsam, nennt sich das durch EU-Ratsbeschluss im Jahre 2002 ins Leben gerufene Projekt zur Sicherung der EU-Außen-grenzen. In diesem Jahr fand die

Schwerpunktaktion zur Hin-tanhaltung der illegalen Ein-wanderung in den Schen-genraum an den Grenzkon-trollstellen Heiligenkreuz und Spielfeld statt. Durch zahlreiche Überprüfungen von Dokumenten und Anga-ben der Reisenden konnten die Hospitanten in ihren Heimatländern mehreren Tätern das Handwerk legen. Unter anderem wurden fingierte Hotel-buchungen in Spanien aufge-deckt, zahlreiche gefälschte

Dokumente sichergestellt und eine in Frankreich aktive Bande rumänischer Staatsbürger, die sich auf die Verschiebung von Kfz-Versicherungsdokumenten spezialisiert hat, identifiziert. Aber das Leben besteht ja bekanntlich nicht nur aus Arbeit. Um Leistung zu bringen, braucht der Mensch auch Erholung. Und die VB Jennersdorf wurde unse-rem Leitspruch „servo per ami-keco“ wieder einmal gerecht, veranstaltete einen Kulturtag und lud zum Abschluss in den

IPA-Keller nach St. Gotthard ein. In gemütlicher Runde wurde nicht nur über Polizeiarbeit in den einzelnen Ländern gespro-chen, sondern auch neue Freund-schaften geknüpft. Beim Abschied gab es nur Worte des Lobes und einen bewegenden Ausspruch eines Hospitanten, den ich wört-lich zitieren möchte: „ Erhaltet Euch diese Sicherheit und Gemütlichkeit, die man hier spürt. Bei uns gibt es das nur mehr selten!“ – hoffentlich bei uns lange. Othmar Lorenz

Ein wahrer Freund der IPA

Prof. Edi Sauerzopf – Künstler und Mensch!

Jennersdorf: Der VB ist es eine

besondere Ehre, einen so großen Künstler und liebenswerten Menschen wie Professor Eduard Sauerzopf als „ehrenamtlichen Mitarbeiter" in ihren Reihen zu haben. Edi, wie er von seinen

Freunden genannt werden will, lässt keine Gelegenheit aus, um Polizeikollegen aus dem In- und Ausland zu porträtieren und ihnen das Bild zu schenken. Oft rätseln sie darüber, weshalb ihnen diese Ehre zuteil wird.Wie dem auch sei. Soweit bekannt, hat Edi bereits im Juni 1995 Kollegen aus Frankfurt/Oder gegen Gott-es Lohn mit seinem Bleistift zu Papier gebracht. Sein letztes großes Werk vollbrachte er im Rahmen des EU-Projektes, Sem-per Vigilia, als er Kollegen aus Frankreich und Spanien portrai-tierte.

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die Wanderer und begleitete diese bis zur "Kohlröselhüt-te". Die "Hoch-alpinisten" mar-schierten von der Compton Hütte auf den 2.371 m hohen Reißkofel, ei-nem herrlichen Aussichtsberg, mit Blick auf die Hochalm-/An-kogelgruppe im N, Glockner- u.

Venedigergrup-pe im NW, Dolomiten in SW, Karnischen im S, sowie Juli-schen im SO.

Nach dem Gipfelsturm erfolg-te der Rückmarsch über den Höhenweg bis zur Berg-geisthütte ober Weißbriach. Dort trafen sich dann alle Teil-nehmer zu einer gemütlichen

Hüttenparty.Als Stärkung gab´s Gulasch mit Polenta, wobei unser Freund Silvano extra aus Tarvis angereist kam, um die Polenta nach alter ital. Art zuzubereiten. Zum Ausklang erfolgte am Sonntag eine Bootsrundfahrt am Weißensee, welche von unseren IPA

Freun-den Kurt, Philipp und Norbert vom GP-Seeboden musikalisch umrahmt wurde. Alle Teilneh-mer waren von der unter der Führung von Ewald Grollitsch und Günther Gratzer bestens organisierten, erlebnisreichen und gelungenen Veranstaltung begeistert. Georg Rindler,VBL

Oberkärnten: 50

IPA-Kolle-gen aus Deutschland, Italien, Slowenien und Österreich folg-ten der Einladung der VB zur diesjährigen Internationalen IPA-Bergwanderung nach Weißbriach. Zur Bergwande-rung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Die "Wandergruppe" begab sich vorerst zum Weißensee, dem höchstgelegenen Badesee Österreichs (930 m), und fuhr von dort mit dem Sessellift auf die Naggler Alm. Hier wartete bereits unser IPA Kollege Kan-zian mit seinen fünf Lamas auf

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Villach: Am 01.10.2004

unter-nahm die VB einen dreitägigen Herbstausflug in die Partner-stadt Bamberg. Die Fahrt führ-te zunächst nach Traunsführ-tein/ BRD, wo wir von der dortigen VB unter der Leitung ihres Obmannes Reinhard Maier und seinem Team zu einem Brunch (Münchner Weißwür-ste und Bier) eingeladen wur-den. Anschließend ging es über Nürnberg nach Strullendorf, einer Gemeinde im Landkreis Bamberg, wo wir unser Quar-tier hatten. Am Abend wurden wir zu einem Empfang beim Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Herbert Lauer, in den Renaissancesaal des Rathauses Schloss Geyerswörth, eingela-den. Nach dem herzlichen Empfang ging es in das

berühm-te Gasthaus "Schlenkerla", wo uns zum Abendessen mit unse-ren IPA-Freunden Jim, Peter, Horst, u.a., eine zünftige Brot-zeit und das bekannte Rauch-bier serviert wurden.

Am nächsten Tag gab es eine sehr interessante Altstadt-führung mit den IPA-Kollegen Klaus Raupach und Johann Groh. Die "Fremdenführer" brillierten durch umfangrei-ches Fachwissen und erzählten zahlreiche Anekdoten, so dass der Vormittag wie im Fluge ver-ging. Mittags waren wir in der Landespolizeidirektion eingela-den.Wir wurden vom stellver-tretenden Polizeidirektor OR Jürgen Lochner empfangen und begrüßt. Auch dort gab es eine sehr interessante Hausführung durch unsere IPA-Freunde.Wir

hatten Gelegenheit mit den Dienst versehenden Kollegen über deren Probleme (auch ihnen steht eine Reform ins Haus) zu plaudern. Am Abend wurden wir von unseren IPA-Freunden aus Bamberg in die älteste Brauerei im Gewölbe-keller der Gaststätte "Klöster-le" eingeladen. Bei vorzügli-chem Buffet sowie Bier und Frankenwein wurde es ein sehr geselliger Abend mit unseren Freunden. Am Sonntagvormit-tag verabschiedete uns der Bürgermeister von Strullen-dorf. Auch unsere IPA-Freunde kamen zu unserer Abreise.Wir freuen uns schon auf ein Wie-dersehen mit den Bamberger Freunden beim 20-jährigen Jubiläum der VB-Villach am 23.04.2005. Franz Supanic

IPA-Bergwanderung 2004

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ermin:VB-Oberkärnten: 18. Internationale IPA-Schiwoche vom 29.01. – 05.02.2005 am Nassfeld. Info und Anmeldung unter www.kaernten.ipa.at und obmann.ktn@ipa.at

Oberkärnten: Am 9.

Ok-tober 2004 fuhren 40 Mit-glieder nach Monfalcone, um in der berühmten Werft „Fincantieri“ einen Luxusli-ner, knapp vor seiner Fertig-stellung, zu besichtigen. In Monfalcone wurden sie zunächst von ihrem IPA-Freund Luigi Boccalon und vom leitenden Werftange-stellten Ing. Italo willkom-men geheißen. Auf dem Weg zum Fertigungsdock erfuh-ren sie, dass das Kreuzfahrt-schiff „Carnival – Valor“ vor-aussichtlich am 16. De-zember 2004 fertig gestellt sein wird. Schon bei der Annäherung an das Schiff war man über die gewaltigen Ausmaße erstaunt: 290 Meter lang, 36 Meter breit und maximal 70 Meter hoch (bei einem Tiefgang von ca. 8,3 Metern).

Unterkärnten: Das bereits

traditionelle Tennis-Turnier für Mannschaften wurde Ende September 2004 bei wunderschönem Herbst-wetter am Klopeinersee durchgeführt. 1. und Turnier-sieger wurden Frank Kaimb-acher und Heinz Petschnig, 2. Harald Svetina und Rich-ard Müller, 3. Josef Gaber und Manfred Kapeller.

Kurz notiert:

Herbstausflug nach Bamberg

IPA-Bergwanderung 2004

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Neunkirchen: Zwei harte Duelle gab es im

Westernsaloon in Peisching, wo das Schnapser-turnier der VB stattfand. Polizisten, Gendarmen und Justizler kämpften um Pokale und Sachprei-se. Die beiden Organisatoren Karl Rasner und Obmann Walter Gruber gratulierten den Sie-gern Walter Duchan, Leopoldine Maurer, Nor-bert Höfler, Walter Gauster und Fritz Kirch-steiger. Gerda Fasching und Gerda Reisner sorgten für das leibliche Wohl.

Schirennen: Die VB

Neun-kirchen lädt am 22. Jänner 2005 zum Schirennen ein. Der Riesentorlauf findet in Puchberg-Losenheim statt. Beginn: 14 Uhr.

Nennungen sind unter der Rufnummer 0 26 35/62 000, 0699/12474201 oder 02635 /68 3 96 möglich.

Vorstandswechsel: Der bisherige Obmann der VB St. Pölten-Stadt ist auf Grund eines Dienststellen-wechsels zurückgetreten. Eine Neubesetzung dieser Funktion wurde notwendig. Mit 1. September ist der bis-herige Sekretär Karl Zuser, zum Obmann kooptiert. Die Aufgaben des Sekretärs werden nun von Edith Sulz-bacher wahrgenommen.

Kurz notiert:

Mödling-Baden: Helmut Fraunhofer führte 20 IPA-Freunde in die Steiermark. Dabei wurden eine Haus-brauerei in Frohnleiten, die Landeshauptstadt Graz, Thal bei Graz mit Fuchskirche und ein Apfelbauer in Klettendorf bei Weiz besucht. Über Ver-mittlung ehemaligen Präsiden-ten der Sektion Österreich und Reisereferenten der VB Graz, Dr. Hubert Holler, führte Karl Leitner die Gruppe durch die Altstadt von Graz und auf den Schlossberg.

Kinder konnten Ordnungshütern über die Schulter blicken. Sicherheitstag von 500 Schülern besucht - Gen-darmerie und Feuerwehr gaben Infos

Neunkirchen: Die „weißen Mäuse“ der Gendarmerie waren das

begehrteste Schauobjekt beim Sicherheitsstag. Das „Kuratorium Sicheres Österreich“ lud vor allem Schulen der Umgebung zu der Aktion in den Schafferhofergarten. Der Sicherheitsdirektor des Landes NÖ, Franz Pucher, und der strategische Leiter des LGK, Major Franz Popp, waren höchstpersönlich zu der Veranstaltung gekommen. Thema des Sicherheitstages waren „Eigentumsschutz“ und „Kinder im Straßenverkehr“. So gab die Gendarmerie bei-spielsweise Tipps, wie man in seinen eigenen vier Wänden gegen Einbrüche vorbeugen kann. Darüber hinaus wurde den etwa 500 Kindern aus den Neunkirchner Schulen gezeigt, wie sie sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten haben.Als besonders Highlight durften die Sprösslinge in einem Streifenwagen Platz nehmen, eines der großen Feuerwehrautos besteigen, oder beim Löschschlauch „Wasser marsch!“ geben. Für gute Stimmung und jede Menge Spaß sorgte der Zauberclown Poppo. Foto und Text Verena Fuchs

Mödling-Baden: Am 7.Oktober besuchte

eine Delegation von Ausbildungsexperten der marokkanischen Polizei, begleitet von Oberst Ludwig Grohmann, BMI - Sicherheitsakademie, den GP Perchtoldsdorf. Dort wurden sie von AInsp. Erwin Biegler durch die Räumlichkeiten geführt und ausführlich über den Aufgabenbe-reich informiert.

RevInsp Roland Sperl und Christian Wanzenböck von der Stadtpolizei betreu-en die Hauptschule Augasse beim Tag der Sicherheit in Neunkirchbetreu-en.

Marokkos Polizei bei der Gendarmerie

Die marokkanische Delegation mit Oberst Grohmann, AbtInsp Biegler, GrInsp Rücklinger und VBL Harald Pal-metshofer.

Exekutive ließ die Karten glühen

Nach dem Wettkampf Karin Dertitsch, Claudia Hummer, Lisi Ostler, Stefan Steiner, Fritz Kirchsteiger und Heri Nagiller.

»Steirerman sind very good«

Reiseleiter Helmut Fraunhofer mit den Ausflüglern am Schlossberg.

Bei Burschen und Mädchen heiß begehrt:

Die »weiße Maus« der

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Wels: Die 60 Sitzplätze im Bus waren restlos besetzt, als wir am

2. Oktober von Wels nach Pullman-City aufbrachen. Bereits bei der Hinfahrt herrschte dank der vielen Kinder gute Stimmung.Wie im Flug sollten die folgenden sieben Stunden vergehen.Von den darge-botenen Shows war für Groß und Klein alles dabei: ob die extrem lustigen Clowns Guiseppe & Little Joy, die American History Show oder die Europäischen Meisterschaften im Rodeo. Alle waren begeistert. Der Ausflug gab auch genügend Gelegenheit im Sinne der IPA neue Freundschaften zu schließen.

Martin Müllner

Schärding: 49 Teilnehmer, der

jüngste 21 Jahre, die älteste 80 Jahre, Durchschnittsalter 52 Jahre, alle gut gelaunt, konnten den von Hilde und Franz Hirnsperger bestens geplanten IPA-Ausflug vom 3.-5.Sept. nach Meran miterleben. Die Fahrt führte uns quer durch Bayern, entlang dem Chiemsee nach Tirol. In Wattens besuch-ten wir die 2003 erweiterbesuch-ten Swarovski Kristallwelten. Wei-ter über den Reschenpaß nach Burgeis zur Besichtigung des Klosters Marienberg. Glurns, die kleinste Stadt Italiens war unser nächstes Ziel. Unser Hotel “Grafen von Meran“ befand sich unmittelbar neben den berühmten Lauben von Meran. Bei gutem Südtiroler Wein ließen wir den Abend ausklingen. Der zweiteTag

begann mit einer Stadtführung in Meran, danach hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung. Am Nachmittag fuhren wir ins Ultental zu den Urlärchen. Die drei Urlärchen, sie haben bis zu 8,34 Meter Umfang, gelten als die drei ältesten Nadelbäume Europas. Die Weiterfahrt durch die Weingärten stimmte uns auf den Abend im Nalserba-cher Weinkeller so richtig ein. Bei original Südtiroler Jause und so manchem Gläschen Eigenbauwein kamen wir so richtig in Stimmung. Beim Hotel angekommen, es war nicht anders zu erwarten, ver-schwand wieder ein Großteil unserer Reisegruppe in den Lauben von Meran. Am letzten Tag um 08.30 Uhr konnten wir unsere Reiseleitung, sie war mit einigen anderen

Teilneh-Zu Gast in Südtirol

Unsere Reisegruppe vor den Drei Zinnen

Termine

21. bis 29. Mai 2005 VB Salzkammergut: Busreise “Tour de France“ Elsass,Champagne,Normandie,Bretagne,Burgund-Kultur- und Erlebnisreise.Vorzugspreis.Auskunft: Ernst Pesendorfer 07612 88 378

25.April bis 2.Mai 2005 LG OÖ: Zur Orangenblüte nach Zypern "Wo die Götter Urlaub machen" Direktflug ab Linz, 1 Wo. HP, 4* Hotel, mit 4 Tagesausflügen, incl.Trinkgelder,... Preis: Euro 840,00

25. Juni bis 18.Juli 2005 LG OÖ: IPA Weltreise 12Tage Australien: Northern Territory, Outback - Ayers Rock, Olgas, Sydney 8 Tage Südsee: Papete, 4 Nächte Bora Bora (HP), 2 Nächte Moorea (HP) 2 Tage Las Vegas Preis und

Detailprogramm auf Anfrage bei: Otto Ratzinger Tel: 0676-5228337 e-mail: golden.dreams@gmx.at

Freistadt / Perg: Am 25.

Sep-tember 2004 lud die VB Unte-res Mühlviertel seine Mitglie-der und Freunde zum Familien-wandertag nach Reichenthal. Am Programm stand ein Marsch entlang eines Teil-stückes des weit bekannten Mühlenwanderweges von Rei-chenthal bis nach Eibenstein. Trotz dunkler Wolken und Regenschauer scheuten es die treuesten Wanderer nicht, am Marktplatz von Reichenthal an den Start zu gehen. Und sie sollten dafür belohnt werden, denn nach über zwei Stunden Marsch, vorbei an der Burg Waldenfels und drei ehemali-gen Mühlen, erwartete uns Sonnenschein beim Einkehr-schwung in Eibenstein. Nach einer kräftigen Stärkung für die kleinen u. großen Teilnehmer starteten die noch

Unermüdli-chen zum Rundgang um den einzigartigen Cakra-Rundwan-derweg. Zum Abschluss wurde noch der sagenumwobene Heidenstein erstiegen, vom dem aus die Wanderer einen herrlichen Ausblick ins Mühl-viertel genießen konnten.

Christian Gebauer

Auf Western Trip

mern in einer nahe gelegenen Pension untergebracht, mit unserer Pünktlichkeit überra-schen. Bei strahlendem Wetter genossen wir schließlich die Heimfahrt durch die Dolomi-tenwelt. Vom Rosengarten bis zu den Drei Zinnen, ein Gebirgszug schöner wie der andere. Beeindruckt von der

Schönheit des 1919 an Italien gefallenen Teil Tirols ging es Richtung Schärding. In der Nähe vom Waginger See kehr-ten wir zum Abschluss noch in einem von Armin ausgesuchten bayerischen Gasthaus ein. Ich freue mich schon heute auf den Ausflug 2005.

Stefan VIEHOFF

»Auf Spurensuche am Mühlenweg«

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33 wackere IPA-Wande-rer aus ganz Österreich waren begeistert dabei, als die LG Salzburg zu einem 3-tägigen Ausflug durch die fünf großarti-gen Dörfer der Cinque-terre aufrief.

Denn nach wie vor gelten diese Orte als ein

Geheim-tipp, die nur zu Fuß richtig erkundet werden können: Monterosso, Vernazza, Cor-niglia (siehe Foto), Manarola und Riomaggiore.

Eine Bootsfahrt entlang der Küste nach Portovenere ließ die Beteiligten das Land vom Meer aus betrachten. Die herrliche Wanderung

zum Monte Portofino durch Pinien- und Kastanienwälder hatte das Kloster San Frut-tuoso zum Ziel.

Mit dem Schiff ging es dann von Portofino nach Rapallo – die einzigartige Reise, exzel-lent organisiert durch unsere Schriftführerin Anna Maria Rainer, musste hier ihr Ende

finden. Noch lange danach schwärmten die Teilnehmer vom Wein, von den Foccace, von der Muße und der Gesel-ligkeit in einer Region Itali-ens, die wohl zu einer der schönsten gezählt werden darf.

Dieter Rauchenzauner, LGO

Zum Herbstfest konnte ich erfreulicherweise viele Freunde der IPA Salzburg begrüßen. Unser Motto lautete: Herbstzeit = Sturmzeit,

weshalb sich auch die Speisen und Getränke danach aus-richteten. Der Lainerhof ist ein wunderschönes Gebäu-de, heimelig und gut geeignet, Tanzabende abzuhalten. Die Musikgruppe Hermann und Siegi haben gute Laune ver-breitet und unsere Gäste haben sich sichtlich

wohlge-fühlt. Und ohne die IPA-Frau-en (Trude, Erika, Heidi, RIPA-Frau-ena- Rena-te und Betty) und andere gute Geister, die mitgeholfen haben, ja die für uns sogar Selbstgebackenes bzw. Auf-striche zur Verfügung gestellt haben, wäre es nicht einfach gewesen. Nachdem alle sehr begeistert waren und sich darüber gefreut haben, dass die IPA wieder eine Tanzver-anstaltung organisiert hat, wollen wir auch im nächsten Jahr ein Herbstfest planen.

servo per amikeco - Friederike

Die Mozartstadt Salzburg mit seiner schönen Umgebung hat jedes Jahr viele, viele IPA Mitglieder aus der ganzen Welt zu Besuch, die von der LG Salzburg und den Kon-taktstellen betreut werden. Als LG Obmann freue ich mich dass die unverzichtba-ren Helfer immer dann da sind, wenn man sie braucht und wünsche mir, dass dies in Zukunft auch ohne Probleme bewältigt werden kann.

Dieter Rauchenzauner

Dieter & Anna Marias Stärkung vor der Fahrt nach Rapallo. Der Ort Corniglia

Traumlandschaft mal fünf: Cinqueterre

Bild oben:

Veranstalterin Friederike beim Tanz.

Bild rechts: „Fotos sagen mehr als Worte – Ilse und Karl bei einer Soloeinlage“

Herbstfest der Landesgruppe

Gäste und Betreuer

Gästebetreuer Roland Link erdrückt FBI-Agentin.

IPA San Francisco vor der Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf.

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Graz Umgebung: Unter

Vorsitz des Ehrenobmannes Josef Steiner wählte die VB Graz Umgebung Anfang Oktober einen neuen Vor-stand. Ernst Rammel, Franz Rittner,Wolfgang Hohm und Emil Belohlavek werden zukünftig mit dem langjähri-gen VBL Karl Fürnschuss zusammenarbeiten.

Bruck a.d. Mur: Es geschieht nicht oft, dass ein Charakter über Nacht

ver-»Griaß eich Kollegen«

schwindet. Johann Schranz war so einer.Was unterschied ihn von anderen und als Kolle-ge?

In der Polizeischule in Graz fiel er auf, indem er einen Salto vom Zehnmeterturm sprang. Als Polizist im Wachzimmer Keplerstraße bei jedem Ein-satz an vorderster Front, orga-nisierte er für die Kollegen Schitage und Bergtouren. Offenheit, Ehrlichkeit, zur rich-tigen Zeit die passende Ant-wort, seine stete Einsatzbe-reitschaft, sein Ideenreichtum, seine Fröhlichkeit und vor allem sein Teamgeist haben

ihm nicht nur das Vertrauen seiner Kollegen sondern auch die Achtung seiner Arbeitge-ber eingebracht.Aus Liebe zur Bergwelt und als gestandener Obersteirer entschloss er sich, bald zur Gendarmerie zu wechseln. Er war aber nicht nur Bergsteiger, sondern auch als Berg- und Flugretter unter-wegs. Aktiv in zahlreichen Ver-einen, vor allem als Leiter der VB Bruck a.d. Mur/Mürzzu-schlag.

Im Jahr 1997 änderte sich sein aktives Leben schlagartig. Leukämie lautete die Diagno-se. Auch diese

Herausforde-rung nahm er an und ging als Sieger hervor. Am Beginn die-ses Jahres infizierte er sich mit einem lebensbedrohlichen Virus. "Das schaff´ ich schon", scherzte er. Voller Einsatz, selbst während der Krankheit. Er wollte jene einfach nicht enttäuschen, die mit ihm hoff-ten und ihn unterstützhoff-ten. Im September dieses Jahres auf Fuerteventura beim Joggen dachte Hans vielleicht zum ersten Mal an sich. Plötzlich hörte sein Herz zu schlagen auf. "Griaß eich Kollegen, ich bin zu neuen Höhen unter-wegs“ würde er gesagt haben.

Graz: Dr. Hubert Holler, wortgewaltig, ideenreich, voller Tatendrang, Träger des Stadt-schlüssels von Barcelona und Urgestein der Steirischen

Exe-kutive, wurde 80. Mit IPA Präsi-denten Werner Pail, dem Vor-stand der LG Steiermark und ehemaligen Kollegen feierte er im Oktober in Graz seinen

Ein »Präsident« wurde 80

runden Geburtstag. Nicht nur als Sicherheitsdirektor der Steiermark setzte er Akzente, sondern auch als Vertreter der IPA in zahlreichen Funktionen. Unvergessen sind seine 16 IPA-Kreuzfahrten. Gemietet wurde immer das ganze Schiff. "Wegen einer Fehlbuchung der Reederei musste ich einmal mit den Reiseteilnehmern in Grie-chenland vorzeitig von Bord. Über einen einflussreichen Griechen habe ich sofort ein Flugzeug gechartert. Einige Rei-seteilnehmer flogen trotz Flu-gangst mit und es hat ihnen gefallen" schmunzelt "Hubert".

Neben seinen Reisen veran-staltete er die "Schneewochen" in Bad Mitterndorf und zahlrei-che Seminare. Seine Passion zu reisen hat er beibehalten. Als Reisesekretär organisiert er noch immer die Kulturfahrten nach Italien und Pensionisten-ausflüge. Internationale Beteili-gung ist für ihn immer wichtig gewesen, weil neben dem beruflichen, kulturellen und sprachlichen Austausch vor allem persönliche Beziehungen entstanden.

Danke für die gelebte Freund-schaft über die Grenzen hin-aus.

Auf Einladung von VBL Manfred Huber fand der Delegiertentag der LG am 25.09.2004 in Leoben statt.

Ein Schwerpunkt der vergangenen drei Jahre war es, Kollegen und deren Angehörige zu unterstützen, die durch Umweltkatastrophen, Unfälle, Krankheit und Verbrechen in finanziel-le Not geraten waren. Hervorzuheben ist auch die grenzüberschreitende Zusammenar-beit mit den Nachbarländern zum Thema "Ille-gale Grenzgänger" oder "Lernende Region", die als Sommerakademie in Graz stattfand. Im September 2002 tourte ein kanadischer Spiel-mannszug durch die Steiermark.

Nach der Wahl des neuen geschäftsführenden

Vorstandes der LG Steiermark besichtigten die Teilnehmer die Werkshallen der "VOEST-Alpine Stahl Donawitz". 1436 noch ein Hammerwerk gelang durch das LD-Verfahren (Linz-Donawitz-Verfahren) eine der bedeutendsten metallurigschen Entwicklungen im 20. Jhdt.

Delegiertentag in Leoben

(17)

Tag lachte endlich wieder die Sonne vom Himmel und belohnte die Teilnehmer, denen sich eine traumhafte Naturku-lisse bot. Die Fahrt mit der Zil-lertaler Dampfeisenbahn ging zum Almabtrieb, der vor allem bei den Flachländern bleibende Eindrücke hinterließ. Abends verwöhnte die IPA Zillertal die Gäste mit einem traumhaften Hochzeitsmenü. Und Öster-reichs beste Cabaretgruppe "Lachgas", natürlich vier Ziller-taler, strapazierte die Bauchmuskeln bis aufs Letzte und sorgte für so manch neue Lachfalte in den Gesichtern. Bevor es am Sonntag Abschied nehmen hieß, besuchten die Teilnehmer den Gottesdienst und nahmen am an-schließenden Ern-tedankumzug in Uniform oder Tracht teil. Wieder einmal schade, dass die schönste Zeit am schnellsten ver-geht. 2005 wird

aus-M

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Was nach 32 Jahren immer noch beliebt ist, kann nicht schlecht sein. Ehrenobmann Wolfgang Wippler, ein Garant für langlebige IPA Veranstal-tungen, führte mit seinem Bergführerteam die Teilnehmer – Stammgäste und Neulinge – ins schöne Gschnitztal, ein Seitental des Wipptals. Belohnt wurden die Wanderer und Bergsteiger mit spätsommerlichem Traumwetter. Die Unter-kunft im Hotel Kirchdach am Fuße einer Steil-wand ließ wohl keine Wünsche offen. Schließlich sind die vielen treuen Teilnehmer nicht jünger geworden und freuen sich über das Mehr an Komfort gegenüber alpinen Hütten und Massen-lagern. Ein gemütlicher Abschlussabend ver-drängte die Abschiedsstimmung und bei der Feldmesse vor der Abreise hatte jeder Gelegen-heit für die schönen Tage zu danken. Alle Details auf www.tirol.ipa.at. Klaus HERBERT

N

ur eine Woche nach dem Tiroler Großer-eignis "25 Jahre IPA Innsbruck und Innsbruck-Land" einen Event zu veranstalten, geht das? Ja, aber nur, wenn es der traditionelle Zillertaler Hüttenabend ist. Die Gäste ließen sich nicht betteln.Aus 33 Verbindungsstellen waren sie gekommen, aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Ungarn und natürlich aus Österreich. Zum 8. Mal, zum 15. Mal, ja ein paar sogar zum 17. Mal - Hüt-tenabendbesucher der ersten Stunde. Man feierte im Kreise von alten und neuen IPA Freunden.

Zillertaler Hüttenabend 2004

Die Besten

im Westen

2004 sorgte für Abwechslung und reichlich Angebote in den Tiroler Verbindungsstellen. Es gab fünf Grillfeste, zwei Mal Törggelen, zwei Schießwett-bewerbe, ein Stadtfest, ein Familienfest, ein Sommerfest, zwei Mal Watten, drei Kegela-bende, ein Mal Fischen, einen Wandertag, eine Bergwan-derwoche, einen Weißwur-stabend, einen Diavortrag, eine Kinoveranstaltung, einen Rodelabend, Reisen ins Bur-genland, nach Rom und Vero-na, eine Floßfahrt, zwei Adv-entfeiern, ein Kinderfest, eine Nikolausveranstaltung, eine Jubiläumsveranstaltung, einen Ball der Exekutive und einen Hüttenabend. Da war wirk-lich für jedes Mitglied was dabei.

Reutte: Am 14.09. führte uns

der diesjährige Wandertag nach Nesselwängle auf die Krinnenalm. Nach gut 11/

2

-stündigem Aufstieg über einen schön angelegten Wanderweg trafen wir dort gegen 11.30 Uhr ein und konnten bei sonni-gem Wetter den Ausblick übers Tannheimer Tal genießen. Nach einer ordentlichen Stär-kung auf der Hütte begaben wir uns zurück ins Tal, wo wir anschließend noch zu einem Plausch in den Laterndl-Hof nach Haller einkehrten. Mehr dazu auf www.reutte.tirol.ipa.at.

Der eigentliche Hüttenabend in der Jägerklause hoch über Stumm im Zillertal verlief urig wie gewohnt, trachtig, ländlich, mit Hausmusik, sogar unplug-ged; ein Genuss für Popmusik-geplagte Ohren. Am nächsten

Imst: Die große Herbstreise führte 128 IPA

Freunde der VB nach Rom.Am Stadtrand empfing sie Francesco Capagrossi, Präsident der IPA Lazio Roma. Nach dem Abendessen begrüßte Sekretär Arnaldo Salaris die Gruppe. Im Anschluss wurden Gastgeschenke ausgetauscht und Erinnerungen an die erste Reise der VB Imst vor 10 Jahren geweckt. Das Besichtigungsprogramm, betreut von professionellen Führern, ließ keine Wünsche offen. Auch die Sekretärin der IPA Lazio Roma, Laura Colaiacomo, nahm sich Zeit und sang für die IPA Freunde ein italienisches Lied. Und immer, wenn es ganz gemütlich wurde, packte Paul Mähr seine Instrumente aus und stimmte ein paar Tiroler Lieder an. Die ganze Geschichte gibt es auf www.imst.tirol.ipa.at.

Zu Gast in der Ewigen Stadt

Bergwanderwoche im Gschnitztal

Foto: A. Juen Wolfgang Wippler (li.) ehrt einen langjährigen Teilnehmer. Auch LGO Markus Widmann (Mitte) gratuliert.

Wandertag

gesetzt. Dafür lädt dann die Verbindungsstelle im Jahr 2006 zum 25-jährigen Jubiläum und 18. Zillertaler Hüttenabend. Die ganze Geschichte auf

www.zillertal.tirol.ipa.at.

Sonderaufführung des Cabaret Lachgas. Wenn die Schuhplattler auftreten, dann dürfen die Gäste mitmachen; vorne

Adli Nigg, IPA Ostschweiz, hinten Harald Weiß, IPA NÖ.

Abbildung

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Referenzen

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