-114- 11. Zusammenfassung Im Zeitraum vom 01.03.2004

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11. Zusammenfassung

Im Zeitraum vom 01.03.2004 – 31.12.2008 wurden insgesamt 146 Patien-ten mit distaler, dislozierter Radiusfraktur (AO-Klassifikation A 3, C 1 – C 3) mit einer multidirektionalen, winkelstabilen, beugeseitigen Platte opera-tiv versorgt.

Von diesen konnten 102 Patienten nachuntersucht werden.

Eine Gruppe mit frühfunktioneller gipsfreier Nachbehandlung wurde einer Gruppe mit 16 tägiger Ruhigstellung protektiver Gipsschiene gegenüber-gestellt. Dabei wurde jeder zweiten distalen Radiusfraktur eine Gipsschiene angelegt.

Eine weitere Gruppe erhielt eine Naht des M. pronator quadratus, diese er-hielt einmal eine frühfunktionelle gipsfreie Nachbehandlung und zum an-deren wurde bei jeder zweiten Radiusfraktur dieser Gruppe eine 16 tägige Ruhigstellung mit einer protektiven Gipsschiene durchgeführt.

Die Gruppen 1 und 2 und die Gruppen 3 und 4 sind hinsichtlich des Ge-schlechts, Alters, Seite der Fraktur, Frakturklassifikation, Begleitverlet-zung, Frakturversorgung und Nachsorge homogen strukturiert.

Zur Auswertung wurden der DASH-score, der Handgelenksscore nach Krimmer, der Mayo-score und die visuelle Analogskala (VAS) herangezo-gen.

Das Bewegungsausmaß des operierten Handgelenkes wurde im Verlauf mit dem Goniometer, die Griffkraft mit dem Dynamometer bestimmt.

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Das zusammenfassende Ergebnis zeigt Nachteile der postoperativen, protektiven Ruhigstellung in den Nachuntersuchungen nach 6 Wochen und 6 Monaten durch ein niedrigeres outcome des Patienten in den Handge-lenkscores (DASH -score 51nach 6 Wochen und 40,6 nach 6 Monaten), durch ein höheres Schmerzempfinden in der Visuellen Analog Skala (VAS 59,7 nach 6 Wochen und VAS 23,6 nach 6 Monaten), einen ausgeprägter Kraftverlust des verletzten Handgelenkes (20,5 N nach 6 Wochen und 15,2 N nach 6 Monaten), geringeres Bewegungsausmaß (60° Flexion, 41°Abduktion und 110° Rotation) und eine längere Arbeitsunfähigkeit (14,5 Wochen).

Auf erhebliche Vorteile der frühfunktionellen Behandlung weisen geringe-re Schmerzangaben (VAS 32,5 nach 6 Wochen, VAS 15,3 nach 6 Monaten und VAS 1,8 nach einem Jahr), frühzeitiges Erreichen der ursprünglichen Bewegung- bereits 85% der Flexion /Extension werden nach 6 Wochen gegenüber der unverletzten Seite erreicht- und frühzeitige Arbeitsfähigkeit nach 6,33 Wochen sowie gutes outcome der Patienten hin (niedrigster DASH-score mit 18,1 Punkten, Krimmer-score bereits nach 6 Wochen 82 Punkte).

Die Gruppe mit einer Pronatornaht hat ein höheres Schmerzempfinden (VAS 43,6) und eine vorübergehende Einschränkung der Drehbewegung um 20% am Handgelenk .Diese Gruppe weist den höchsten Kraftverlust mit 25,3 Newton nach 6 Wochen auf.

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Abbildung

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